Selbstbezichtigung

Sind alle Islamkritiker Rassisten? Selbstverständlich nicht. Aber manche schon. Ein berühmt-berüchtigtes Blog, das sich lange gegen diesen Vorwurf wehrte, scheint sich seines Erfolgs jetzt so sicher zu sein, dass es die Katze für alle sichtbar aus dem Sack lassen kann.

Da wird heute der zu milde Umgang der deutschen Justiz mit dem Verkehrsverstoß (zu schnelles Fahren) eines bekannten deutschen Fußballers kritisiert und in einen Zusammenhang mit einem Fall in England gestellt, wo ein Muslim nach einer Geschwindigkeitsübertretung auf ähnliche richterliche Gnade stieß. Wo ist da der Zusammenhang, fragten sich sogar die Kommentatoren. Und der Autor legt ob der Anfragen etwas beleidigt nach, in einem anderen Fall sei mit einem anderen deutschen Fußballer nicht so rücksichtsvoll umgegangen worden.

Damit ist der Zusammenhang dankenswerterweise endgültig klargestellt, denn der Fußballer, gegen dessen zu nachsichtige Behandlung hier protestiert werden soll (die Korrespondenz-Daten des Gerichts werden freundlichweise gleich mit aufgeführt), ist kein Muslim. Er hat aber tatsächlich etwas mit dem englischen Raser gemeinsam, das beide auch wirklich vom anderen genannten Fußballer trennt: Der ist nämlich blond und blauäugig.

Ähnliche Beiträge


14 Kommentare zu “Selbstbezichtigung”

  1. 18.04.2008 | 18:35

    Erstaunlich, dass der sonst so blindwütige Kommentar-Mob dort dieses Mal vielmehr fast schon eine Stimme der Vernunft zu nennen ist. Vielleicht wachen jetzt einige der Leser dort auf.

  2. 18.04.2008 | 21:42

    “Vielleicht wachen jetzt einige der Leser dort auf.”

    Das halte ich für extrem unwahrscheinlich. Autoren und Kommentarschreiber driften dort immer weiter Richtung Braun ab, und zwar ziemlich synchron.

  3. Die Stimme aus dem Off
    18.04.2008 | 22:25

    Das Berichten über Ungleichbehandlung ist also Rassismus?

    Werter Rayson, rassistische Argumentationen hast bislang allein Du getroffen. Der eine dunkel, der andere blond… auf PI konnte ich in dieser Richtung nichts lesen. Du unterscheidest also nach “Rassen” ?

    Wenn man an den Tatsachen nichts bemängeln kann, bemängelt man eben den Bericht über die Tatsachen. PI ist nicht gerade bekannt dafür niedrige Strafen unkommentiert zu lassen und Strafverschärfungen zu fordern. Warum sollten Sie das in diesem Fall nicht auch tun? Nur weil Asamoh dunkel ist? Wäre das nicht auch eine Form von Rassismus?

  4. 18.04.2008 | 23:10

    @DSadO

    Peinliche Rückzugsposition deinerseits.

    Der fragliche Blog ist nicht gerade berühmt dafür, als Rächer der Unterprivilegierten gegenüber Prominenten aufzutreten. Kritisiert wird konsequent nur die angebliche Bevorzugung von “Andersartigen”, worunter man vielleicht bislang tatsächlich Muslime verstehen konnte, sich das aber durch diesen Beitrag endgültig erledigt hat. Nenn mir ein anderes Beispiel, wo der zu milde Umgang mit jemandem kritisiert worden wäre, der nicht

    a) Muslim oder
    b) als politisch links einzuordnen

    ist. Über den betreffenden Fußballer ist nicht bekannt, dass er eins von beiden wäre.

    Der in den Kommentaren als Meinung des Blogs auftauchende Verweis auf die andere Behandlung eines anderen Fußballers, der wirklich nicht weniger prominent als der im Beitrag selbst genannte ist, führt die Behauptung, die Kritik richte sich gegen die abweichende Behandlung von prominenten Fußballern, ad absurdum.

    Es gibt nur einen Weg, wie dieser Beitrag logisch in die Reihe der anderen Beiträge passt: als Identifizierung von Minderheiten und Kritik von deren angeblicher Bevorzugung. Da der betreffende Fußballer deutscher Nationalspieler und in einem populären Verein Lizenzspieler ist, muss sich die Minderheitenposition an etwas anderem festmachen. Lass mich raten: an der Haarfarbe?

    Du hast die Wahl. Du kannst das Spiel von denen mitspielen und dich selbst bezichtigen, entweder der Dummheit oder des Rassismus. Oder zeigen, dass du Schüsse hörst, wenn sie abgegeben werden.

  5. 18.04.2008 | 23:11

    @Niels

    Du tust da einigen Kommentatoren tatsächlich unrecht. Nicht alle zeigen das Fanboy-Verhalten eines DSadO.

  6. twex
    19.04.2008 | 9:01

    Eine stilistische Anmerkung: Sollte es nicht Bestandteil der “Netiquette” sein, auf einen Text zu verlinken, den man kritisieren möchte? Das muß dann ganz unabhängig von Inhalt und Sympathie gelten.

    Was den Inhalt angeht: Der Begriff des Rassismus ist mittlerweile so verwässert und propagandistisch ausgeschlachtet, daß er ohne Definition kaum noch zu gebrauchen ist. Alle möglichen Meinungen, selbst einander widersprechende, sollen unter ihm subsumiert werden, darunter z. B. diese:

    A: Es existieren verschiedene Menschenrassen.

    B: A, und Angehörige verschiedener Rassen werden von Staatsorganen eines bestimmten Nationalstaates verschieden behandelt.

    C: B, und das ist falsch, sie sollten gleich behandelt werden.

    D: B, und das ist richtig, denn der Begriff des Staatsvolks ist von der Rasse nicht völlig unabhängig.

    E: A, und diesen Rassen ist universell eine Wertigkeit zumeßbar, wonach einige höher stehen als andere.

    Rassismus im ursprünglichen Wortsinn ist allein E. Wer die anderen Meinungen mit demselben Etikett bekleben will, weil er fälschlich hofft, sie dann gleich mit widerlegt zu haben, wenn er E widerlegt, kann dann natürlich auf Kosten jeder inhaltlichen Schärfe sehr leicht eine große Zahl von Rassisten ausmachen.

  7. 19.04.2008 | 14:17

    @twex

    Blogs, die ich nicht nenne, verlinke ich auch nicht. Logisch, oder?

    Ich stimme dir zu, dass der Begriff des Rassismus in die Gefahr gerät, zu verwässern. Aber deswegen muss ich noch nicht deiner Verengung zustimmen. Wer als Angehöriger einer Mehrheit, die er selbst an einem Rassebegriff festmacht (hört, hört!), eine wiederum so definierte Minderheit als angeblich in diesem Land bevorzugte Gruppe von Menschen “entlarven” will, der kann erstens von sich nicht mehr behaupten, dass sein Ziel die Islamkritik sei, und der wird es sich zweitens gefallen lassen müssen, dass man seine Argumentation rassistisch nennt und Analogien zu einem Muster zieht, das wir aus einer bestimmten Phase unserer Geschichte nur allzu gut kennen.

  8. N. Neumann
    19.04.2008 | 15:15

    “Vielleicht wachen jetzt einige der Leser dort auf.”

    Das halte ich für extrem unwahrscheinlich. Autoren und Kommentarschreiber driften dort immer weiter Richtung Braun ab, und zwar ziemlich synchron.

    Abgesehen davon, dass sich vergleichsweise moderate Kommentatoren schon seit längerem davon gemacht haben.

  9. Die Stimme aus dem Off
    19.04.2008 | 19:17

    @DSadO

    Peinliche Rückzugsposition deinerseits.
    Der fragliche Blog ist nicht gerade berühmt dafür, als Rächer der Unterprivilegierten gegenüber Prominenten aufzutreten.

    Bei wem? Werden Unwahrheiten eigentlich dadurch wahrer, dass man sie wiederholt? Das war jetzt nicht auf Dich bezogen, sondern auf das angebliche Meinungsbild an sich.

    Kritisiert wird konsequent nur die angebliche Bevorzugung von “Andersartigen”, worunter man vielleicht bislang tatsächlich Muslime verstehen konnte, sich das aber durch diesen Beitrag endgültig erledigt hat.

    Das ist nicht wahr. Die Kritik von PI bezieht sich nicht auf andersartige, sondern auf das ständige Einknicken vor muslimischen Befindlichkeiten, den in der Politik unzweifelhaft erkennbaren Hang Kausalzusammenhänge zu bestreiten und durch Sozialprogramme beheben zu wollen, was angeblich ja kein Problem sei.

    Nenn mir ein anderes Beispiel, wo der zu milde Umgang mit jemandem kritisiert worden wäre, der nicht
    a) Muslim oder
b) als politisch links einzuordnen
    ist. Über den betreffenden Fußballer ist nicht bekannt, dass er eins von beiden wäre.

    Warum sollte das ein konservativer Blog auch machen? Macht die taz Arbeit für die Junge Freiheit?

    Der in den Kommentaren als Meinung des Blogs auftauchende Verweis auf die andere Behandlung eines anderen Fußballers, der wirklich nicht weniger prominent als der im Beitrag selbst genannte ist, führt die Behauptung, die Kritik richte sich gegen die abweichende Behandlung von prominenten Fußballern, ad absurdum.

    Dieser Kommentar ist mir nicht aufgefallen und ich habe ihn auch noch nicht gelesen. Welcher ist es?

    Es gibt nur einen Weg, wie dieser Beitrag logisch in die Reihe der anderen Beiträge passt: als Identifizierung von Minderheiten und Kritik von deren angeblicher Bevorzugung.

    Das ist nicht nur angebliche Bevorzugung. Die Bevorzugung ist real und gewollt, geh doch mal ins Gericht einer westdeutschen Großstadt und gucke Dir mal z.B. Jugendsachen an. Wem die Bevorzugung dort nicht auffällt, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Da der betreffende Fußballer deutscher Nationalspieler und in einem populären Verein Lizenzspieler ist, muss sich die Minderheitenposition an etwas anderem festmachen. Lass mich raten: an der Haarfarbe?

    Was sich der Richter dort erlaubt hat ist in der Tat eine Bevorzugung. Man könnte es auch schlicht als die Bevorzugung eines Schalke 04 Spielers durch einen Schalke 04 verrückten Amtsrichter begreifen. So sehe ich das jedenfalls, ich kenne die Verhältnisse dort und bin ein schalker Jung. Für so eine Übertretung bekommt jeder Hinz und Kunz ein richtiges Paket geschnürt, warum also der gute Gerald nicht? Man muss dazu wissen, dass der gute Gerald nicht zum ersten Mal so unterwegs war.

    Du hast die Wahl. Du kannst das Spiel von denen mitspielen und dich selbst bezichtigen, entweder der Dummheit oder des Rassismus. Oder zeigen, dass du Schüsse hörst, wenn sie abgegeben werden.

    Da mach‘ Dir mal keine Sorgen drum. Nur weil Kritik am guten Gerald geübt wurde, erkenne ich aber deswegen noch lange nicht Rassismus wo keiner ist. Selbst wenn nämlich nur ein einziger dunkelhäutiger Mensch in Deutschland wäre und ein Richter dermaßen geurteilt hätte, wäre Kritik erlaubt.

    Im übrigen bin ich durchaus bereit einen Pakt mit dem Teufel einzugehen wenn es erforderlich sein sollte. Ohne die Kritik von PI hätte sich in der deutschen Presselandschaft nichts geändert. Und ich für meinen Teil sehe z.B. die zunehmende Beschränkung der Bürgerrechte durch angebliche Anti-Terror-Gesetze mit zunehmender Sorge.
    Diese Gesetze sind aber nur deswegen erforderlich, weil eine Bande von Versagern es nicht auf die Reihe bekommen hat schon vor vielen Jahren gegen diese Kreise vorzugehen. Ich bin nicht bereit auch nur auf ein einziges meiner Bürgerrechte zu verzichten, nur damit das größte terroristische Gelumpe der Welt hier in Deutschland leben kann und auch noch Zulauf bekommt. Ja, ich stehe dazu: Wenn es nach mir ginge würden die schon bei kleinsten Verstößen rausgeschmissen werden.

    Und wenn Du mir eine Zeitung nennen kannst die dafür eingetreten wäre, dann würde ich von einem Pakt mit dem Teufel absehen und würde sogar zugeben Unrecht zu haben. Solange aber niemand bereit ist diese Problem in meinem Sinne anzupacken, solange werde ich mit dem Teufel paktieren so es denn erforderlich ist.

  10. 19.04.2008 | 19:36

    Warum sollte das ein konservativer Blog auch machen? Macht die taz Arbeit für die Junge Freiheit?

    Ebend. Du sagst es ja selbst.

    Dieser Kommentar ist mir nicht aufgefallen und ich habe ihn auch noch nicht gelesen. Welcher ist es?

    Einfach nach “Effenberg” suchen.

    Nur weil Kritik am guten Gerald geübt wurde, erkenne ich aber deswegen noch lange nicht Rassismus wo keiner ist.

    Warum der Mann für ein Urteil kritisiert wird, das er nicht selbst gefällt hat (so weit sind wir dann ja doch noch nicht), ist mir schleierhaft.

    Wenn es nach mir ginge würden die schon bei kleinsten Verstößen rausgeschmissen werden.

    Zeichneten sich die meisten bisher bekannt gewordenen Terroristen nicht durch das völlige Fehlen kleinster Verstöße aus?

  11. Die Stimme aus dem Off
    20.04.2008 | 9:47

    Ich nehme mal an, dass sich auf diese Kommentarergänzung bezogen wird:

    PI: Wir werden demnächst am besten unsere Leser vorher abstimmen lassen, was erscheinen darf und was nicht.

    Stefan Effenberg hatte übrigens für ein zu einem Polizisten angeblich dahergesagtes “Arschloch” kein bißchen Promibonus. Und damit hat er nicht mal andere gefährdet…

    Wie man daraus Rassismus schlussfolgern kann ist eigentlich nur mit einer zu langen Verweildauer in der deutschen Politik zu erklären, sorry für den Seitenhieb ;-) .

    Ist es Rassismus darauf hinzuweisen, dass die Hautfarbe des guten Gerald mit ziemlicher Sicherheit eine Rolle beim Urteil gespielt haben wird? Als Amtsrichter sieht man sich nämlich sehr schnell mit Rassismusvorwürfen konfrontiert, wenn man andersartige Menschen mit der gebotenen Härte anpackt. Bevor mir hier Fantasterei vorgeworfen wird empfehle ich einen Gang in ein westdeutsches Amtsgericht einer Großstadt. Ihr werdet staunen.

    Deutsch, aus geordneten Verhältnissen, erst die dritte Straftat? Das bedeutet volles Programm.

    Nichtdeutsch, aus geordneten Verhältnissen, die zweiundreißigste Straftat? Das bedeutet Bewährung.

    Selbst erlebt, nicht ausgedacht.

    Dazu kommt auch noch die Systemkonstruktion an sich. Fallbeispiele:

    Türkisch-kurdisch-jesidischer Täter leistet bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand und verletzt einen Beamten sehr schwer, der ist dauerhaft dienstunfähig. Strafe: 2 Jahre auf Bewährung. Zivilprozess ergebnislos.

    Deutscher mittleren Alters, bislang nicht straffällig geworden fährt alkoholisiert Auto. Polizeikontrolle. Täter fährt davon. Polizeibeamter ist so blöde zu versuchen den Pkw festzuhalten. Hält sich an der B-Säule des Pkw fest und zieht sich dadurch einen Bänderriss zu. Danach 6 Monate dienstunfähig. Strafe: Zwei Jahre, 6 Monate. Das bedeutet Bau. Zum Glück offener Vollzug. Entzug der Fahrerlaubnis wegen charakterlicher Ungeeignetheit. Job als Kraftfahrer ist natürlich weg.

    Zivilprozess: Das geerbte Haus wird zwangsvollstreckt und ist dahin.

    Ist doch eine faire Lösung, oder?

    Mir selbst haben Richter erzählt, dass sie sich nicht trauen gegen bestimmte Kreise in der Gebotenheit zu urteilen. Nicht aus Angst vor Anschlägen, sondern wegen der Stimmung. Offen gibt das natürlich niemand zu.

    Träumt ruhig weiter vom Rassismus. Ich habe langsam das Gefühl, dass man in Deutschland schon gar nicht mehr weiß was ein Rassist eigentlich ist. Das was in Deutschland als “rechtsradikal” eingestuft wird, ist in Griechenland eine gemäßigte Meinung.

  12. Die Stimme aus dem Off
    20.04.2008 | 10:22

    Zeichneten sich die meisten bisher bekannt gewordenen Terroristen nicht durch das völlige Fehlen kleinster Verstöße aus?

    Nein, das ist eine Fehlinformation, bzw. ein unvollständiger Informationsstand. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass Du das auf die Hamburger Zelle beziehst.

    Diese Terroristen zeichneten sich vor allem dadurch aus, dass man so gut wie nichts über sie wissen durfte. Wissen durfte, Ihr lest richtig. Die haben jede Menge Verstöße begangen, nur durfte man sie wegen des Religionsprivilegs nichts zur Kenntnis nehmen. Nur weil man sich weigerte diese Dinge aufzuklären, waren sie deshalb noch lange nicht nicht vorhanden. Sie waren vorhanden und alle wussten es. Das System hat versagt, wie so oft.

    Dafür befasst man sich jetzt mit der Überwachung von Journalisten und ehemaligen Beamten. Man hört ihre Telefone ab, observiert sie und öffnet ihre Post. Und dann hat man auch noch die Unverschämtheit anzunehmen der oder die betroffenen würden das nicht merken oder sich gar gefallen lassen.

    Was kann man aber auch sonst von dieser Bande von Totalversagern erwarten?

  13. 20.04.2008 | 14:08

    Ist es Rassismus darauf hinzuweisen, dass die Hautfarbe des guten Gerald mit ziemlicher Sicherheit eine Rolle beim Urteil gespielt haben wird?

    Sagen wir mal besser, sowas zu behaupten. Inklusive des Hinweises auf seine Herkunft. Und die Antwort ist ein klares “Ja”. Aber ich bestehe nicht auf der Vokabel. Wenn es dir lieber ist, nenne ich diese Haltung eben nur “ekelhaft”.

    Und selbst wenn du das nicht begreifst, sollte dir zumindest eins klar werden: Die Zielrichtung des fraglichen Blogs ist damit offensichtlich geworden. Es geht dort eben nicht um die Kritik an den Auswüchsen eines bestimmten Glaubens, nicht um angebliches “Dhimmitum”, sondern es geht darum, bei hier lebenden Menschen pauschal zwischen Hautfarbe und Geburtsland zu unterscheiden und mit dieser Unterscheidung politische Aussagen zu treffen. Und das ist, egal wie man es nennen will, eine verachtungswürdige Zielrichtung. Für den Blogautoren und anscheinend auch für dich scheint der betroffene Fußballer im Gegensatz zum nicht minder prominenten Effenberg kein Deutscher wie jeder andere sein zu können, sondern muss eher in eine Kategorie mit einem englischen Muslim eingeordnet werden.

    Und wer selbst das nicht begreift, sollte doch wenigstens mal mitkriegen, dass er damit die Muster aller Hirntoten übernimmt, die diesen Mann in bestimmten Fußballstadien mit üblen rassistischen Beleidigungen immer wieder überziehen.

    Was den Rest deines Kommentars betrifft, sehe ich momentan nur zwei Möglichkeiten. Entweder du bist damit bewusst off topic gegangen, dann brauche ich mich nur zu wundern. Oder du dachtest wirklich, das wäre on topic. Dann hättest du wohl ein Anrecht auf eine Dauerkarte im Fanblock von Hansa Rostock, und in dieser Diskussion wäre jedes weitere Wort zwischen uns verschwendet.

  14. 20.04.2008 | 18:40

    Eine Anmerkung noch am Rande: Der harte Ernst merkt in den Kommentaren scharfsinnig an, daß vom betreffenden Blog auch die vielleicht-sogar-NPD-Wähler bedient werden müßten, und zwar unwidersprochen von dessen Betreibern, die beim Rückkommentieren von Kritik ja nicht unbedingt zimperlich sind. Ich glaube nicht, daß es dem Blog große Schwierigkeiten bereiten wird, dem so formulierten Auftrag auch nachzukommen.

Bad Behavior has blocked 1045 access attempts in the last 7 days.