US-Präsidentschaftswahlen

Wir hier haben uns bislang eher zurückgehalten, was die Wahlen zum nächsten Präsidenten der USA betrifft. Obwohl ich mir sicher bin, dass die meisten Autoren hier ihre Präferenzen mittlerweile mehr oder weniger insgeheim vergeben haben.

Also Freunde, lasst uns das besondere Vergnügen genießen, über Dinge zu labern, die wir in keiner Form zu entscheiden haben. Aber bitte erst nach dem “Super-Dienstag”.

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23 Kommentare zu “US-Präsidentschaftswahlen”

  1. Ben Czerny
    2.02.2008 | 20:59

    Das wird spannend…

    Bis dahin legt Helmut Schmidt in der Zeit schon mal vor:
    zeit.de

  2. 2.02.2008 | 22:19

    Rayson,

    warum nach dem Tsunami Tuesday? Im Moment sieht es nicht danach aus, als ob dann die Entscheidung gefallen sein wird.

    Ben,

    diesen Quatsch von Schmidt zu lesen, hat mir richtig weh getan. Allein schon diese Aussage

    die von ihnen wirklich auszuführende Außen- und Sicherheitspolitik kommt in ihren Reden nur am Rande vor

    ist so dumm, dass sie mich echt ratlos macht.

    Und dann die Forderung, die Chinesen zu Weltgipfeln einzuladen. Die Chinesen wollen überhaupt nicht zu Weltgipfeln eingeladen werden.

    Im übrigen haben alle sich noch im Rennen befindenden Kandidaten die von Schmidt gestellten Fragen beantwortet – und zwar mehrfach.

    Besonders ärgerlich finde ich, dass Schmidt sich anmaßt, gleich für alle anderen Europäer zu sprechen. Ich zum Beispiel bin ganz zufrieden damit, dass die Amerikaner sich mit sich selbst beschäftigen.

  3. 2.02.2008 | 22:46

    @Marian

    Weil es sonst keinen ähnlich markanten Grund gäbe, damit anzufangen…

    Und dass danach keine Klarheit erzielt würde, warten wir vielleicht besser ab.

  4. DDH
    2.02.2008 | 23:34

    David Friedman “labert” jetzt schon, und ziemlich vernünftig:

    http://daviddfriedman.blogspot.com/2008/02/barack-v-hilary-v.html

  5. 2.02.2008 | 23:35

    David Friedman labert nicht: Er darf wählen.

  6. 2.02.2008 | 23:39

    Übrigens: Natürlich kann ich keinem “B.L.O.G.”-Autor den Mund verbieten. Wer auch immer was zum US-Wahlkampf zu sagen hat, wird dies hoffentlich ungeachtet meiner Präferenzen tun. Irgendwie hat Marian sich ja auch angesprochen gefühlt, und da muss ich ehrlich sagen: Wenn der Preis für eine Marian-Insight denn sein sollte, dass sie vor dem kommenden Dienstag geäußert wird, dann nehme ich den gerne in Kauf.

  7. DDH
    2.02.2008 | 23:39

    Hier noch mein eigenes, selbstredend unmaßgebliches Gelaber:

    http://dominikhennig.blogspot.com/2008/01/america-needs-change.html

    ;-)

    Das hier find ich auch amüsant:

    Nuclear statt “nucular”, hihi: http://pennsylvania-ave.blogspot.com/2008/01/case-for-obama.html

    Immerhin tanzen kann er auch, der Obama: http://www.youtube.com/watch?v=RsWpvkLCvu4&feature=related

    Okay, das war jetzt kein schwergewichtig politisches Argument! :-)

    Schönen Sonntag und aufregenden Super-Duper-Dienstag wünscht

    DDH

  8. DDH
    2.02.2008 | 23:41

    @Rayson: Und man kann Dir wirklich keine klitzekleine Präferenz entlocken? *investigativnachfrag* ;)

  9. 2.02.2008 | 23:42

    Werter DDH, vielleicht kannst du der neugierigen Leserschaft mal erklären, für welche Politik Obama steht? Oder wenigstens, was für ein Typ er ist, an welchen Grundlagen er sich orientiert, auf welche Berater er hört?

    Und will er nun die sofort die Truppen aus dem Irak abziehen oder nicht?

  10. 2.02.2008 | 23:44

    Hier noch mein eigenes, selbstredend unmaßgebliches Gelaber

    Hey, Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung!

  11. 2.02.2008 | 23:45

    @DDH

    Meine Präferenz kannst du bei Zettel nachlesen. Und Bloggies (ich glaube, es war Marian) haben auch schon darauf angespielt.

  12. DDH
    2.02.2008 | 23:51

    @Rayson: Außenpolitisch hört er wohl auf Zbigniew Brezinski (sorry, sicher falsch geschrieben), für den Truppenabzug hat er ‘ne time-table: 16 Monate.

    Mehr gibt’s hier: http://www.barackobama.com/index.php

    Ich würde sagen, er ist das, was wir hier vermutlich mutatis mutandis einen “Sozialliberalen” nennen würden.

  13. 3.02.2008 | 0:00

    @DDH

    Ich kann es kaum glauben, dass Brzesinki einen unbedingten Abzug nach 16 Monaten befürwortet. Hast du dafür eine Quelle?

    Ich hielt den Irakkrieg für einen Fehler. Und ich halte den “zeitnahen” Truppenabzug für einen Fehler. Leider ist minus mal minus da nicht plus. Für mich wäre daher der glaubwürdigste US-Präsident der. der schon damals gegen den Krieg war und der jetzt für einen Verbleib der Truppen ist. Einen solchen Kandidaten gibt es wohl nicht. Daher steht für mich an nächster Stelle der, der den alten Entschluss, also den Krieg zu führen, als Fehler bezeichnet, und sich trotzdem bzw. gerade deswegen gegen einen schnellen Abzug ausspricht.

  14. DDH
    3.02.2008 | 0:06

    Wie man’s nimmt.

    Nee, der Zbigniew unterstützt Obama, aber wie er konkret zum Zeitplan steht, weiß ich nicht.

    Insgesamt spricht für mich after all mehr für Obama. Er ist aber für mich nur zweite Wahl hinter meinem *eigentlichen* Wunschkandidaten Ron Paul – indes ein unerfüllbarer Wunsch.

    Ich hoffe Du bist mir jetzt nicht böse, wenn ich ganz ehrlich sage, daß mir Obama außerdem der sympathischste von allen 4 Favoriten ist.
    Rein subjektives Bauchgefühl, aber bei seiner South Carolina Speech hab ich einfach Gänsehaut gekriegt *BittejetztkeineDarfeinLibertärerbeieinerPolitikerredeGänsehautkriegenDebatte*

    Substanz? Hm. Woher soll ich das wissen.

  15. 3.02.2008 | 0:14

    @DDH

    Dir bin ich für gar nichts böse. Schließlich bist du DDH ;-)

    Ich habe überhaupt nichts gegen Obama. Mein Problem ist nur, dass ich auch nichts habe, das für ihn spräche. Mancher mag das mit Stärke verwechseln – ich hoffe nur, das tun nicht allzu viele.

    Ich habe auch nichts gegen gute Prediger. Im Gegenteil, ich bewundere sie. Nur meinen Glauben möchte ich nicht auf sie gründen, und noch viel weniger meine politische Überzeugung. Also: Butter bei die Fische! Vielleicht erleben wir das ja noch, wenn auf beiden Seiten tatsächlich nur noch einer übrig geblieben sein sollte.

  16. DDH
    3.02.2008 | 0:28

    Da wäre einmal der Irak-Punkt. Er war nicht nur “ready from start” (wie Hillary immer wieder für sich reklamiert) – er war “right from start”.

    Auf den “rationalliberaleren” (weil weniger auf Zwang setzenden) Ansatz bei Health Care Topic hat ja David Friedman in seinem Blog schon hingewiesen.

    Und gefallen hat mir auch seine Haltung zur “Führerscheine für Illegale?”-Debatte (ein Medienthema). Nun ja, morgen mehr dazu. Oder halt ab Dienstag. ;)

    Ach ja, auf dezidiert “linken” (also linksetatistischen, nicht linkslibertären :) ) Seiten wird ihm zu große Marktgläubigkeit im Vgl. zu Hillary angekreidet! Links liefere ich nach!

  17. 3.02.2008 | 0:41

    @DDH

    “Right from start” wären für mich weniger wichtig als “right now”.

    Dass der Vergleich Hillary gegen Obama eher zugunsten des Letzteren ausfallen könnte, daran haben mich in letzter Zeit Leute gewöhnt, denen ich ein besseres Urteil zutraue als meins.

    Aber mir fehlt immer noch, *wofür* Obama steht. Was täte der Kerl, wenn es keinen Bush und keine Hillary gäbe?

  18. 3.02.2008 | 11:12

    [...] Rayson will wissen, was Obama für ein Typ ist, für welche Politik er steht und auf welche Berater er hört. Eigentlich habe ich ja meine Gedanken zur Wahl des nächsten US-Präsidenten auf die E-Mail-Ebene verlagert, aber für Rayson mache ich eine Ausnahme. [...]

  19. 3.02.2008 | 11:33

    Rayson,

    ich habe gar nicht die Absicht, mich weiter zu den Vorwahlen zu äußern. Realclearpolitics.com zu lesen reicht mir völlig. Allein die dort aufgeführten Schlagzeilen sind erhellender als alles, was ich in deutschen Medien bis jetzt gelesen habe.

    DDH,

    ich habe mich zwar sehr über den Auftritt bei Letterman amüsiert, aber Obama hat sich natürlich damit als Big Government Guy selbst enttarnt. Die Schaffung eines zusätzlichen Kabinettsposten (Ministerium für Gutes Aussehen), Bereitstellung von Mitteln zur Aufhübschung prominenter Talkshow-Gastgeber und Eingriffe in Unternehmensentscheidungen (iPod-Markteinführung) sind nicht gerade Maßnahmen, mit denen er GOP-Anhänger für sich gewinnen kann ;-) .

  20. Milfweed
    3.02.2008 | 11:37

    Für mich wäre daher der glaubwürdigste US-Präsident der. der schon damals gegen den Krieg war und der

    jetzt für einen Verbleib der Truppen

    ist. Einen solchen Kandidaten gibt es wohl nicht.

    das stimmt
    Ersteres gibt es!
    Zweiteres gibt es tatsächlich nicht!

    Aber halte ich immerhin für Ersteres Ron Paul für absolut glaubwürdig. Und das kann man bei KEINEN anderen Kandidaten behaupten. Ron Paul hat schon vorher mehrmals gegen den Irakkrieg gestimmt und gewettert. Alle anderen Kandidaten machen es erst nach dem Fehlschlag und im Wahlkampf.

  21. DDH
    3.02.2008 | 15:51

    @Milfweed: In puncto Glaubwürdigkeit und persönliche Integrität ist Ron Paul in der Tat nicht zu toppen! Wenn es ein Rennen Obama vs. Paul gäbe, würde ich für Paul kämpfen, das habe ich immer gesagt!

  22. R.A.
    4.02.2008 | 10:40

    Nachdem mein Lieblingskandidat nicht zum dritten Mal antreten darf, scheint mir McCain die akzeptabelste Persönlichkeit zu sein.

    Was Schmidt betrifft: Wie in vielen Artikeln von ihm ist zwar beachtlich, daß er immer noch geistig frisch ist und überhaupt so etwas schreiben kann.
    Aber politisch ist er in den 70ern stehen geblieben, alles danach beurteilt er nur nach dem altbackenen Mainstream ohne eigene Gedanken.

  23. DDH
    4.02.2008 | 18:27

    „Verfassungsmäßige Einschränkungen haben wenig Einfluß auf ihre [der Regierung] Handlungen, denn der einzige Apparat, der sie wirksam machen könnte, befindet sich in ihrer Gewalt. In der Tat will kein Herrscher ein konstitutioneller Herrscher sein, am wenigsten derjenige, dessen Regierung befristet ist, der also das Eisen schmieden muß, solange es heiß ist. In Republiken wie in konstitutionellen Monarchien ist die Geschichte der Regierung eine Geschichte aufeinanderfolgender Usurpationen. Ich will mich nicht der Banalität schuldig machen, auf die Fälle Lincoln und Wilson hinzuweisen. Kein Mensch könnte den Wunsch haben, in genauer Übereinstimmung mit der Verfassung Präsident der Vereinigten Staaten zu sein. In der bloßen Ausführung der Gesetze liegt kein Machtbewußtsein; dieses entsteht erst, wenn man sie umgeht oder vermehrt.“
    H. L. Mencken
    (Demokratenspiegel)

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