SPON-Logik

Neuer Zündstoff für die Mindestlohn-Debatte: Laut einer Studie verdient fast jeder Fünfte in Ostdeutschland weniger als 7,50 Euro die Stunde. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle, das die Studie durchführte, lehnt eine Lohnuntergrenze dennoch ab – die Folgen wären “völlig unklar”.

“Dennoch”: Deutlicher kann man ökonomische Ignoranz gar nicht zum Ausdruck bringen. Und “der Mindestlohn”, das sind offensichtlich definitiv 7,50 Euro: Deutlicher kann man Parteilichkeit nicht mehr zum Ausdruck bringen.

Und das im wichtigsten deutschen Online-Nachrichten-Medium. Seitdem Aust weg ist, legen der Spiegel und das drumherum tatsächlich an Qualität zu. Oder jedenfalls, was Linke dafür halten.

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4 Kommentare zu “SPON-Logik”

  1. FG
    25.01.2008 | 12:45

    Zumal in dem dann folgenden Text (im großen und ganzen richtig) erläutert wird, warum das IWH nicht dennoch sondern grade deshalb dagegen ist. Das ist weniger ökonomische Ignoranz sondern vor allem schlechtes journalistisches Handwerk.

  2. 25.01.2008 | 12:46

    7,50€ ist ohnehin zu wenig. Am Ende erhöhen Zeitarbeitsfirmen wie Randstad den bisherigen untersten Lohn von 7,38€ auf 7,50€ ohne mit der Wimper zu zucken. Das geht nicht!

  3. 25.01.2008 | 15:12

    [...] rayson hat schon recht, wenn er indirekt die frage in den raum stellt, ob “der mindestlohn” eigentlich prinzipiell auf 7,50 euro festgelegt ist, wie es der spiegel in seinem artikel suggeriert. [...]

  4. 28.01.2008 | 18:35

    Der Mindestlohn würde nach der erzwungenen Entindustralisierung der Ex-DDR zum endgültigen ökonomischen Supergau dort führen.
    Aber das dürfte die politischen Entscheidungsträger nur wenig interessieren. Allein in NRW sind mehr Stimmen zu holen als im “Beitrittsgebiet”.

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