22. Januar 2008
US-Präsident: Ein unglaublich einfacher Job
Da es ja noch nicht einmal mehr ein Jahr dauert, bis der nächste Inauguration Day vor der Tür steht, habe ich mir mal die Eidesformel angeschaut. Ich war überrascht, dass POTUS doch ein recht entspannter Job ist. Jedenfalls, wenn man die amerikanische Eidesformel mit der deutschen vergleicht:
Oath of office of the President of the United States (United States Constitution, Article 2, Section 1, Clause 8)
I do solemnly swear (or affirm) that I will faithfully execute the Office of President of the United States, and will to the best of my Ability, preserve, protect and defend the Constitution of the United States.
Ich, [Name] schwöre [oder bekräftige] dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich ausführen und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften wahren, schützen und verteidigen werde.
“So help me God” steht nicht in der Verfassung.
Amtseid (Art. 56 Satz 1 Grundgesetz)
Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.
Nach Art. 56 Satz 2 GG kann der Eid auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden.
Wenn ich es recht bedenke, braucht man eigentlich nicht mehr über den Unterschied zwischen Amerika und Deutschland zu wissen. Vergleiche die Eidesformeln, mein Freund.
Verfasst von Marian Wirth um 20:53 Uhr in der Kategorie International, Politik (Trackback)
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