21. Januar 2008
Unbezahlte Lobbyarbeit?
Jetzt gilt Clements Ansicht in den eigenen Reihen als Meinungsäußerung eines “bezahlten Lobbyisten”. Das ist schlecht. Höher im Kurs steht bei Sozialdemokraten unbezahlte Lobbyarbeit. Warum sonst würden sich Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Peer Steinbrück auf die Seite der Gewerkschaften schlagen und höhere Löhne fordern? Warum hilft Parteichef Kurt Beck dem ehemaligen Staatsmonopolisten Deutsche Post, sich mit einem windigen Tarifabschluss über Mindestlöhne Konkurrenz vom Hals zu halten?
Von wegen unbezahlt. Man schlägt sich auf die Seite der Guten in der öffentlichen Wahrnehmung. Schließlich ist die Wählerstimme die Leitwährung in der Politik, der Schlüssel zum Posten, der Einkommen, Prestige und Macht verschafft. Clement hat inzwischen den direkteren Weg dorthin genommen. Das macht ihn, abgesehen von seinem berechtigten Einwand in dieser Sache, schlichtweg berechenbarer.
Verfasst von SteffenH um 16:24 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)
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