In fremdem Terrain

Die FdoG machen auf zwei Wahlomaten bezüglich der US-Präsidentschaftskandidaten aufmerksam. Natürlich habe ich gleich mal beide ausprobiert.

Die ABC-Variante erbrachte als meinen Favoriten Rudy Giuliani, gefolgt von John McCain. Die holländische schlug mir Ron Paul vor, mit Hillary Clinton, John Edwards und Bill Richardson in Reichweite.

Vielleicht ist es wirklich an der Zeit, das Modell des rationalen Wählers zu kippen. Denn Rudy, Hillary, John und Bill gehören ganz sicher nicht zu den Kandidaten, die ich mir wünschte, wäre ich Amerikaner. Andererseits bin ich es nicht.

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14 Kommentare zu “In fremdem Terrain”

  1. 16.01.2008 | 23:36

    Der Wahl-o-mat von ABC ist scheiße. Da kam bei mir Gravel raus, gefolgt von Romney und Huckabee.

    Vielleicht sollen damit die drei unwahrscheinlichsten Kandidaten bestimmt werden?

  2. 16.01.2008 | 23:39

    Und was brachten die Käseköppe bei dir?

  3. 16.01.2008 | 23:59

    Rayson,

    Und was brachten die Käseköppe bei dir?

    Ähem… ja. Also. Die Volkszeitung folgt ja ziemlich eindeutig dem Konzept von Political Compass. Als ich das letzte Mal versucht habe, die Fragen dort zu beantworten, gelang mir dies bei sehr wenigen Fragen. So war es auch bei diesem Volkskrant-Wahl-o-mat.

    am nächsten: Ron Paul
    am weitesten weg: Barack Obama

    Das ist tatsächlich noch falscher als ABC. Aber die Fragen waren interessanter.

  4. FTT
    17.01.2008 | 0:05

    Beide Male Giuliani. Bei den Holländern noch McCain ganz gut und jeweils eine überraschende Nähe zu Romney. Am weitesten weg bei mir Obama.

    Hilfe, die Sätze haben ja gar kein Prädikat!

  5. 17.01.2008 | 0:46

    “Der Wahl-o-mat von ABC ist scheiße. Da kam bei mir Gravel raus” – Zustimmung, bei mir ebenso obwohl ich im Gegensatz zu Marian mit Gravel eher leben könnte. Nr.2 und 3 einfach inakzeptabel.

    Bei den Holländern hat’s ganz gut hingehauen, mal abgesehen davon, dass ich wohl doch noch einen Tick eindeutiger bin als Edwards. So, damit wünsche ich allen im unteren, rechten Quadranten eine angenehme Nachtruhe.

  6. F.Alfonzo
    17.01.2008 | 3:10

    ABC-Wahlomat:

    1. Ron Paul (den bekommt man wohl für mehrfache Wahl von “let the market decide”,hehe),
    2. Hillary Clinton ?!?

    …wie das wohl zusammenpasst?
    Ist aber auf jeden Fall interessant.

  7. 17.01.2008 | 10:13

    ABC:
    Chris Dodd/Bill Richardson/Dennis Kucinich
    Ich würde also wohl nicht mehr zur Wahl gehen. Meine “Favoriten” sind ja raus. ;)

    Bei den Niederländern lande ich genau da, wo ich sonst auch immer lande – sehr weit “oben” und ein gutes Stück “links”.
    John Edwards vor Barack Obama. Bei den GOP-Kandidaten Ron Paul vor Rudy Giuliani. Das passt dann schon eher zu mir. Wobei mich von Obama vor allem die Umweltpolitik unterscheidet.

  8. R.A.
    17.01.2008 | 10:35

    Wahl-O-Maten haben halt die grundsätzliche Schwäche, daß sie nur die Wahlversprechen der Kandidaten vergleichen (können).

    Entscheidend für den Wähler ist aber nicht nur, was der Kandidat verspricht, sondern ob man ihm das auch glaubt, und ob man es ihm zutraut, dies auch umzusetzen.

  9. 17.01.2008 | 13:10

    Da kam bei mir Gravel raus, gefolgt von Romney und Huckabee. Vielleicht sollen damit die drei unwahrscheinlichsten Kandidaten bestimmt werden?

    Huh? Warum ist denn Romney so unwahrscheinlich? Der galt vor Wahlbeginn zusammen mit Giuliani als einer der größten Favoriten für die republikanische Kandidatur, sollte ihm der Mormonismus und sein hölzernes Auftreten nicht in die Quere kommen. Ein Außenseiterkandidat war er aber doch eigentlich nicht.

    ABC sagt mir:

    1. Joe Biden
    2. Hillary Clinton
    3. Chris Dodd

    Alle drei nicht meine favorisierten Kandidaten. Wobei rauskommt, dass ich den Dems ideologisch näher stehe als den Republikanern, zumindest in den angefragten Themenblöcken.

    Und auch die Holländer sehen mich als Demokraten [social liberalism - progressive, economic left... allerdings noch immer rechts von allen Dems], aber empfehlen mir drei ganz andere Kandidaten:

    1. Obama (77% Agreement)
    2. Edwards (72% Agreement)
    3. Richardson (71% Agreement)

    Bei den Republikaner würde ich laut denen Ron Paul und Rudy Giuliani lieber sehen als John McCain. Das zweifle ich an. Aber die Kiste stimmt insofern, als Mike Huckabee und Fred Thompson ganz unten angesiedelt werden.

  10. 17.01.2008 | 13:35

    balou,

    Gravel habe ich einfach nicht auf dem Radar. Aber über Edwards, Clinton und Obama zu sagen:

    “They have the same level of celebrity attention as Britney Spears has”

    ist schonmal nicht schlecht.

    Andererseits gehört er auch nicht gerade zu den Allerspritzigsten.

    Björn,

    Romney? Also bitte.

    Ich bin nach wie vor für Michelle Obama. Die braucht als einzige von allen Wahlkämpern keinen Teleprompter und schreibt ihre Witze selber.

  11. 17.01.2008 | 13:44

    Ich greife mal zur Wiki. Ich will ja Romney nicht als Held der Arbeit oder sowas hochstilisieren, aber Romney mit Paul und Gravel zu den unwahrscheinlichen Außenseiterkandidaten zu rechnen, ist schon gewagt:

    In the January 3, Iowa Caucus, the first contest of the primary elections, Romney received 25% of the vote and placed second to Mike Huckabee, who received 34%. The result was seen as disappointing as Romney spent about five times more than the former Arkansas governor in Iowa and had banked on wins in both Iowa and New Hampshire to propel him to an overall victory.[40][41][42][43] Twelve of Iowa’s delegates were awarded to Romney for his second place finish.

    On January 5, Romney won the Wyoming Republican Caucuses and the first delegate to the Republican National Convention.[44] Romney won 67% of the vote, and took 8 of the 12 delegates of Wyoming.[45]

    In the New Hampshire primary that was held on January 8, Romney placed second, gathering 32% of the vote to John McCain’s 37%. Four of New Hampshire’s 12 delegates were awarded to Romney. On the day of the New Hampshire primary, Romney had reached a new high in support according to one daily tracking poll.[46]

    On January 15th Romney won the Michigan Republican Primary taking 39% and 18 delegates.[47]

    Through the first three contests in the race for the 2008 Republican Presidential nomination, Romney has received the most delegates and most votes of all Republican candidates in the race. He is the only candidate to finish in the top two of each contest.[48]

    Ich selbst bin weiterhin für Walken 2008: http://www.walken2008.com/

  12. 17.01.2008 | 13:56

    Björn,

    aber Romney mit Paul und Gravel zu den unwahrscheinlichen Außenseiterkandidaten zu rechnen,

    Are you talkin’ to me? Ich dachte, es geht um persönliche Präferenzen und nicht um Siegchancen. Aber das anhand von Themen ermitteln zu wollen, ist sowieso ein sehr zweifelhaftes Unterfangen. Da darf ich mich dann über das Test-Ergebnis nicht beschweren.

    Die einzige Frage, die ich mir stelle, ist: Wenn der neue Präsident nach Deutschland kommt und eine Rede vor dem Brandenburger Tor hält – fahre ich hin, um mir die Show anzusehen?

    Und da lautet die Antwort bei Romney: Nö. Der ähnelt mir zu sehr den Typen, die mir (in Deutschland, wohlgemerkt) eine Dread Desease Versicherung aufschwatzen wollen.

  13. 17.01.2008 | 14:01

    Okay, sorry. Hatte dein “die drei unwahrscheinlichsten Kandidaten” so verstanden, dass du damit meinst die drei hätten generell am wenigsten Chancen US-Präsidenten zu werden. Mein Fehler.

    Romney ist bei den Republikanern dieses Jahr das, was letztes Mal bei den Demokraten John Kerry war. Der blasse Typ der im Zweifel konsensfähig ist. Was seltsam erscheint, wenn man bedenkt dass die Republikaner eigentlich nie auf sonderlich konsensfähige Typen gesetzt haben, sondern auf Figuren mit klaren Positionen und direkten Aussagen.

  14. gang
    18.01.2008 | 12:59

    ABC:

    1. Ron Paul
    2. Fred Thompson
    3. Dennis Kucinich

    Holland:

    1. Ron Paul
    2. Rudy Giuliani (*wunder*)
    3. Mitt Romney

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