Schade

… dass die FDP damit gescheitert ist.
Aber selbst in solchen unsinnigen Dingen ist die Mehrheit in diesem Lande wohl eben besitzstandswahrend.

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19 Kommentare zu “Schade”

  1. dagny
    14.12.2007 | 12:09

    Warum muss die Politik überhaupt die Zeit per Gesetz regeln?

    Es reicht völlig aus, wenn die Astronomen sich hin und wieder auf eine Schaltsekunde einigen und sonst jeder seine Zeitzone wählt, wie er will.

    Sommerzeit ist eine Erfindung der Kriegswirtschaft und nichts liberales.

  2. FG
    14.12.2007 | 12:54

    Wollten die wirklich die WINTERzeit abschaffen? Allen ernstes?? Haben die denn keine Fraktionsassistenten, die mal kurz recherchieren können, was die “Normal”zeit ist und was irgendwann mal künstlich aufgepfropft wurde (und nach meiner Meinung abgeschafft gehört)? Die FDP wollte die seit 1893 bewährte Zeitzonenregelung um eine Stunde verschieben. Wenn die sonst keine Probleme hat. Gut, dass sie damit gescheitert ist.

  3. 14.12.2007 | 13:02

    @FG

    Ich finde, dass die Umstellerei das Problem ist und dies abgeschafft gehört. Ob man dann Winter- oder Sommerzeit als Norm wählt, ist mir egal.

    Hier (PDF) steht übrigens die FDP-Verlautbarung zum Thema mit der Begründung, warum Sommer- und nicht Winterzeit.

  4. FG
    14.12.2007 | 13:09

    OK, sie haben Mitarbeiter, die sowas recherchieren können, wie man dem Antrag entnehmen kann.

    Und da liest man dann wirklich erstaunliche Dinge:

    Die Vereinheitlichung der Zeitumstellung in der Europäischen Union sollte vor allem Hindernisse für den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Personen beseitigen und so ein reibungsloseres Funktionieren des EU-Binnenmarktes ermöglichen. Der Deutsche Bundestag befürwortet dieses Anliegen weiterhin und verweist darauf, dass diesem Ziel am besten mit einer vollständigen Harmonisierung der Zeitregelung auf europäischer Ebene entsprochen werden kann. Dazu ist die Zeitumstellung abzuschaffen und eine EU-weite ganzjährig geltende Zeitregelung für alle Mitgliedstaaten einzuführen. Die derzeitige Sommerzeit ist hierfür am besten geeignet, weil sich die Lebens- und Arbeitsgewohnheiten der Menschen in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert haben.
    Heute arbeiten weitaus mehr Menschen im Dienstleistungsbereich als im Agrar- und Industriesektor und damit in Berufen, in denen die Arbeitszeiten später beginnen als dies früher der Fall war. Wegen der zusätzlichen Zeit mit Tageshelligkeit am Abend begünstigt die heutige Sommerzeit zudem viele Freizeitaktivitäten, die primär in dieser Tageszeit durchgeführt werden können. Dies bringt den Bürgern mehr Lebensqualität, gleichzeitig profitieren die Einrichtungen und Unternehmen des Freizeit- und Fremdenverkehrssektors. Die Sommerzeit ist damit als permanent geltende Zeit besser geeignet als die Winterzeit.

    Die simple, jahrtausendalte Weisheit, dass 12 Uhr dann ist, wenn die Sonne im Süden steht, muss also vor der Langschläferlobby weichen. warum dann nicht gleich konsequent um drei oder vier Stunden? kurz nach Mitternacht Sonnenuntergang im Biergarten, das hat doch Lebensqualität!

    Das ist die Rückkehr der Guidomobilpolitik. Welche Partei kann man eigentlich noch halbwegs ernst nehmen?

  5. 14.12.2007 | 13:33

    Dass die Uhr vor Jahrtausenden schon 12 schlug haben diese oberflächlichen Spaßliberalen doch tatsächlich außer Acht gelassen!

    War Papst Gregor XIII. eigentlich auch so ein nicht ernst zu nehmender Guido-Typ? Bastelt einfach so einen Kalender, wo doch seit Jahrtausenden das Jahr nach Silvester beginnt.
    Die Existenz eines Papamobils zeigt ja erstaunliche Ähnlichkeiten auf…

  6. 14.12.2007 | 13:40

    Ich lege Wert auf die Feststellung, dass von Päpsten erstellte Kalender nicht zum christlichen Glauben gehören!

  7. 14.12.2007 | 13:41

    Und nicht zum Liberalismus!

  8. 14.12.2007 | 17:34

    Papst Gregor hat nur den Kalender von Julius Cäsar ein wenig verbessert. Und Cäsar war nur zu faul, als Pontifex Maximus immer die Kalender zu regulieren und hat deswegen diese neumodische Idee des Sosigenes eingeführt, dass das automatisch gehen soll. So ein neumodischer Quatsch aber auch *g*

  9. 14.12.2007 | 19:50

    Eigentlich müssen wir nur Eisenbahn und Flugzeuge wieder abschaffen. Dann können wir wieder die längengradbezogene Ortszeit (12 Uhr, wenn die Sonne am höchsten steht) einführen.

  10. 14.12.2007 | 19:51

    Äh, sicherheitshalber ein ;-)

  11. FG
    15.12.2007 | 10:36

    Und außerdem war es nicht der Papst höchstselbst, sondern ein Bmberger.

    Letztendlich ist es nicht wirklich wichtig, warum man eine Annäherung an eine seit Jahrhunderten bewährte natürliche Faustformel aufgeben will, nur weil man das Timing des Tagesablaufs sklavisch an in stück Mechanik am Handgelenk orientieren will uns nicht am natürlichen Gang des Firmaments bzw. des eigenen natürlichen Tagesrythmusses, und das auch noch allen Ernstes in einen politischen Antrag gießt, das verstehe wer will.

  12. 15.12.2007 | 15:21

    Papst hin oder her. Meine biologische Uhr verkraftet die Umstellung der Uhr nur ziemlich widerwillig. Jetzt hätte ich mal für die FDP – Position gestimmt und nun das…

  13. 15.12.2007 | 15:28

    [...] via Diese Links sind im Artikel enthalten:www.welt.de/vermischtes/article1460112/Bundestag_lwww.bissige-liberale.net/2007/12/14/schade/ [...]

  14. 15.12.2007 | 15:38

    Mensch, Horst! Pass’ bloß auf. Mit

    Jetzt hätte ich mal für die FDP – Position gestimmt

    hat das damals bei mir auch angefangen. Einmal ist keinmal und so.

    Naja, wenigstens beim Mindestlohn bleibst Du starrsinnig … äh … standhaft ;-) .

  15. 15.12.2007 | 16:14

    @Marian, einer muss eben (auf fremden Terrain) tun, was getan werden muss.

  16. 15.12.2007 | 16:48

    Horst,

    na, was den Mindestlohn angeht, bist Du hier ja nun wahrlich nicht alleine.

  17. Florian
    15.12.2007 | 17:47

    @ FG & Co.:
    Hier mit Liberalität zu kommen ist wohl ein Witz.

    Selbstverständlich ist es jedem unbenommen, für sich privat mit jeder Zeit zu arbeiten wie er will.
    Aber ebenso selbstverständlich gibt es in einer modernen Gesellschaft einen Bedarf an einer einheitlichen Zeit-Definition. Andernfalls würde alles zusammenbrechen. Jede einfache Terminkoordination wäre unmöglich, wenn es keine Standardisierung der Zeit gäbe.
    Es ist dies ein klassischer Bereich, in dem eine Standardisierung positive Wirkung für alle Betroffenen hat. Und keinerlei negative Wirkung, die ich erkennen könnte (denn selbstverständlich ist keiner gezwungen, sein Leben irgendwie auf bestimmte Uhrzeiten auszurichten).

  18. FG
    15.12.2007 | 18:25

    @ Florian
    Ja, da hast Du recht. Ich glaube nicht, dass ich irgendwo etwas wesentlich anderes behauptet hätte. Ich bin für den Standard, der sich fast 90 Jahre bewährt hat. Das schrub ich, glaube ich.

  19. 15.12.2007 | 20:45

    @Marian, insgesamt zwar schon… Leider sind die Argumente der anderen nicht schlecht. Dementsprechend sind sie kaum zu entkräften. Aber mal sehen, ob Döpfner nicht evtl. doch noch das Management-Buy-out vorzieht und Herrn Thiel grünes Licht für seinen Vorschlag gibt.

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