Schrecksekunde

Die hatte ich, als ich den Titel eines Eintrags bei Polixea las:

Bundesregierung
Aufschlussreicher Blick ins Hirn

Die Überwachung unserer Telefon- und Internetkommunikation reicht denen also jetzt schon nicht mehr? Dachte ich.
Dann wars aber doch vorerst noch nicht ganz so schlimm und ging um etwas anderes.

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8 Kommentare zu “Schrecksekunde”

  1. 23.11.2007 | 15:14

    [...] Eine „Schrecksekunde“ hatte Boche von den Bissigen Liberalen, als bei POLIXEA Portal die Meldung mit der Überschrift „Bundesregierung: Aufschlussreicher Blick ins Hirn“ über den Ticker lief. Allerdings ging es nicht um Wolfgang Schäuble, sondern um Annette Schavan und darum, wie Kinder und Jugendliche lernen. [...]

  2. 23.11.2007 | 15:20

    [...] Eine „Schrecksekunde“ hatte Boche von den Bissigen Liberalen, als bei POLIXEA Portal die Meldung mit der Überschrift „Bundesregierung: Aufschlussreicher Blick ins Hirn“ über den Ticker lief. Allerdings ging es nicht um Wolfgang Schäuble, sondern um Annette Schavan und darum, wie Kinder und Jugendliche lernen.Die Schrecksekunde war aber verständlich, denn immerhin hat die Internet-Gemeinde nach den Beschlüssen zur Vorratsdatenspeicherung etc. eine regelrechte Angststarre ergriffen. Die Blogs vieler Politiker schweigen sich seit Tagen aus – nicht nur zu diesem Thema. Wissen da einige mehr als andere? Oder gibt es einfach nichts mitzuteilen? Lasst Euch nicht kirre machen!In einer Stunde werden wir übrigens erfahren, ob Gabriele Pauli die halbe Einladung der Grünen annehmen wird, und die Bundesdelegiertenkonferenz in Nürnberg besucht. Dort ist aber schon eine andere Personalie interessanter: Bleibt Oswald Metzger in der Partei oder nimmt er sich den von ihm gelobten Müntefering-Rücktritt zum Vorbild? „Notwendige Strukturreformen kann man getrost abhaken oder muss sich gar darauf einstellen, dass sie zurückgedreht werden.“, schrieb Herr Metzger noch am 13. November über die Große Koalition. Da wird er in den kommenden Tagen wenig Freude haben, denn genau das wollen aus seiner Sicht auch Parteivorstand und baden-württembergsiche Basis – wenn die auch untereinander streiten. Morgen wissen wir mehr. [...]

  3. 23.11.2007 | 16:56

    Ich hätte dabei eher an einen aufschlussreichen Blick ins Hirn der Bundesregierung gedacht.

  4. 23.11.2007 | 18:47

    Ach Jottchen, pflegte Tucholsky zu seufzen, lieber Boche.

    Erstens ist da ja nicht “die Bundesregierung” am Gucken ins Gehirn, auch nicht die Forschungsministerin, auch nicht ihr Ministerium.

    Sondern es sind Wissenschaftler in ganz Deutschland, die über dieses Programm lediglich ihre Forschung (mit) finanziert bekommen.

    Und zweitens geht es nicht darum, “ins Gehirn zu blicken”, sondern das Lernen weiter zu erforschen, und damit auch die Ursachen von Lernschwierigkeiten.

    Dazu gehören heute selbstverständlich auch bildgebende Verfahren. Wenn man verstehen will, wie ein Lernprozeß funktioniert, dann wird man sich natürlich ansehen, was dabei im Gehirn passiert.

    Ich finde es, lieber Boche, ausgesprochen deprimierend, wie mißtrauisch gegenüber der Wissenschaft, wie geradezu wissenschaftsfeindlich nicht nur die meisten Roten und Grünen, sondern leider auch viele Liberale sind.

    Da fehlt es wohl an Aufklärung, im doppelten Sinnd es Worts. ;-)

    Herzlich, Zettel

  5. 23.11.2007 | 21:04

    Lieber Zettel,
    misstrauisch gegen die Wissenschaft bin ich ganz und gar nicht. Den falschen Eindruck hast du wohl deshalb gewonnen, weil ich meine Art ironisch zu sein, nicht so gut auszudrücken wusste, dass sie auch dir verständlich wurde.
    Zur Erklärung: Ich hatte nur die (oben zitierte) Überschrift gelesen – und eine spontane Assoziation zur Vorratsdatenspeicherung und ähnliche Attacken des Staates aufs Bürgerrecht stellte sich ein.
    Mit dem Inhalt des Artikels hatte das nichts zu tun.

    Schönes Wochenende!

  6. Lina
    23.11.2007 | 21:49

    @ Boche

    … ich aber habe dich in deinen denkerischen Assoziationen auf Anhieb verstanden – wenn dir das (gegen des klugen Zettels Einwand) irgendwie helfen kann. Ich bin sogar spontan und von mir aus denselben gefolgt. Es war die selbe Schrecksekunde.

    Du weisst, ich bin immer auf deiner Seite, auch vorsorglich, wenn es sein muss, wehalb ich dies auch sagen wollte; verlass dich drauf! :-) .

    Schönes Wochenende!

  7. 24.11.2007 | 21:03

    Danke,liebe Lina. Das baut auf! Vom lieben Zettel nicht verstanden zu werden, schmerzt tatsächlich ein wenig.

  8. 24.11.2007 | 22:44

    Lieber Boche,

    ich habe dich doch gar nicht mißverstanden! ;-)

    Du hattest ja geschrieben, daß es “um etwas anderes ging”. Also sah ich dich ganz auf meiner Seite.

    Gezielt habe ich auf diejenigen wie den von dir Verlinkten, den ich nicht kenne. Vor allem aber allgemein auf diese wissenschafts- skeptische Haltung, die ich eben leider oft auch bei Liberalen finde.

    Irgendwie spielt da glaube ich ein Bild von “Big Science” eine Rolle, sozusagen als Erfüllungsgehilfe des Big Government; bei Linken auch noch des Big Business.

    Aber soweit ich das, a bisserl ja von innen, beurteilen kann, ist gerade in Deutschland die Einflußnahme von außen auf die Forschung ausgesprochen gering. Das liegt an der demokratischen Organisation der DFG, durch die die Forschungsmittel überwiegend nach der wissenschaftlichen Qualität der Projekte vergeben werden. (Außerdem allerdings nach Prioritätensetzungen, die auch erforderlich sind).

    Herzlich, und ein schönes Rest-Wochenend,

    Zettel

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