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	<title>Kommentare zu: Sie st&#246;ren</title>
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	<description>Bürger zur Sonne, zur Freiheit!</description>
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		<item>
		<title>Von: B.L.O.G. - Bissige Liberale ohne Gnade &#187; Gedanken zur Bildung</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-2/#comment-25697</link>
		<dc:creator>B.L.O.G. - Bissige Liberale ohne Gnade &#187; Gedanken zur Bildung</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 23:01:07 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Meine Frage neulich war nicht einfach so ins Blaue hinein gestellt - tats&#228;chlich ist der Zusammenhang zwischen Freiheit und Reife ein wichtiger. Als Liberaler wird man meistens eingestehen, dass, so sehr jedes Kind auch als selbst&#228;ndiges Individuum zu respektieren ist, es nicht als solches den gleichen direkten Anspruch auf Freiheit hat wie ein Erwachsener, sondern &#252;ber seine Erziehungsberechtigten, meist also die Eltern, nur einen in mittelbarer Form. Bis man als Erwachsener gilt, ist eine k&#246;rperliche und geistige Entwicklung zur&#252;ckzulegen, von der meist mehr oder weniger willk&#252;rlich angenommen wird, dass sie in einem bestimmten Alter hinreichend weit fortgeschritten ist (&#8221;Vollj&#228;hrigkeit&#8221;). Diese Stichtagsbetrachtung entspricht zwar nicht dem Charakter des Prozesses, findet ihre Berechtigung aber im Objektivierungsbed&#252;rfnis. Wenn es dennoch zu einem eklatanten Konflikt zwischen gesetzlich festgelegtem Anspruch und individueller Wirklichkeit kommt, wird dann wenigstens staatlicherseits schon noch etwas mehr differenziert (siehe z.B. Heranwachsendenstrafrecht, Zurechnungsf&#228;higkeitskriterien u.&#228;.). [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Meine Frage neulich war nicht einfach so ins Blaue hinein gestellt &#8211; tats&#228;chlich ist der Zusammenhang zwischen Freiheit und Reife ein wichtiger. Als Liberaler wird man meistens eingestehen, dass, so sehr jedes Kind auch als selbst&#228;ndiges Individuum zu respektieren ist, es nicht als solches den gleichen direkten Anspruch auf Freiheit hat wie ein Erwachsener, sondern &#252;ber seine Erziehungsberechtigten, meist also die Eltern, nur einen in mittelbarer Form. Bis man als Erwachsener gilt, ist eine k&#246;rperliche und geistige Entwicklung zur&#252;ckzulegen, von der meist mehr oder weniger willk&#252;rlich angenommen wird, dass sie in einem bestimmten Alter hinreichend weit fortgeschritten ist (&#8221;Vollj&#228;hrigkeit&#8221;). Diese Stichtagsbetrachtung entspricht zwar nicht dem Charakter des Prozesses, findet ihre Berechtigung aber im Objektivierungsbed&#252;rfnis. Wenn es dennoch zu einem eklatanten Konflikt zwischen gesetzlich festgelegtem Anspruch und individueller Wirklichkeit kommt, wird dann wenigstens staatlicherseits schon noch etwas mehr differenziert (siehe z.B. Heranwachsendenstrafrecht, Zurechnungsf&#228;higkeitskriterien u.&#228;.). [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-2/#comment-25123</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 16:20:05 +0000</pubDate>
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		<description>Ich forsche noch nach einem Gegenmittel. 
Widerspruch gegen die sie hervorrufenden falschen Gleichsetzungen scheint jedenfalls nicht oder nur in unpraktikabel hohen Dosen zu wirken. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich forsche noch nach einem Gegenmittel.<br />
Widerspruch gegen die sie hervorrufenden falschen Gleichsetzungen scheint jedenfalls nicht oder nur in unpraktikabel hohen Dosen zu wirken. <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-2/#comment-25120</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 16:09:07 +0000</pubDate>
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		<description>@ Boche

Und wie wirkt sich die digitale Kr&#228;tze aus? Was zeigt sich? Juckt sie? Gibt es einen Impfstoff?

(K&#246;nnte noch mehr von der Art kommen, weisst Du.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Boche</p>
<p>Und wie wirkt sich die digitale Kr&#228;tze aus? Was zeigt sich? Juckt sie? Gibt es einen Impfstoff?</p>
<p>(K&#246;nnte noch mehr von der Art kommen, weisst Du.)</p>
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	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-2/#comment-25113</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 14:04:53 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn ich noch einmal lese, dass hier Laissez-faire und Gleichg&#252;ltigkeit gemeint sind, aber Liberalit&#228;t geschrieben wird, dann bekomme ich die digitale Kr&#228;tze und werd bissig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich noch einmal lese, dass hier Laissez-faire und Gleichg&#252;ltigkeit gemeint sind, aber Liberalit&#228;t geschrieben wird, dann bekomme ich die digitale Kr&#228;tze und werd bissig.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Stimme aus dem Off</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-2/#comment-25112</link>
		<dc:creator>Die Stimme aus dem Off</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 13:53:57 +0000</pubDate>
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		<description>Kulturkonservativ? Ja, vermutlich. 

In Bezug auf die Schule ist mir Sache aber ziemlich ernst. Ohne Disziplin und Strenge wird unser Bildungsniveau weiter sinken. Liberalit&#228;t f&#252;hrt in der P&#228;dagogik leider zu Beliebigkeit und Bequemlichkeit, also zu nichts. Das k&#246;nnen wir uns aber nicht leisten, haben wir doch keine Rohstoffe auf denen wir uns ausruhen k&#246;nnen. Das Niveau muss wieder steigen und das wird leider Opfer kosten. 

Wenn wir alles der Selbstbestimmung &#252;berlassen, dann erodiert das gesamte Bildungssystem. Ich habe gerade &#252;ber einen Freund einen sehr exklusiven Einblick in eine deutsche Universit&#228;t und kann Euch sagen: Es ist zum heulen. Das Niveau sinkt stetig und das wird gr&#252;ndlich verschleiert. Das Notenniveau wird der schlechten Leistung der Studenten einfach angepasst, es d&#252;rfen durch eine Hausarbeit eben nur 30 % aller Studenten durchfallen. 

Und das ist kein lokal begrenztes Problem. Ich wei&#223; von einer Uni, an der 80 % der Jurastudenten nach neuem Examen im universit&#228;ren Teil des Examens ein Vollbefriedigend machen. Der Wettbewerb der Unis hat eben auch dort Einzug gehalten.

Und das alles nur um mehr Akademiker zu bekommen und damit die Arbeitslosenstatistik zu verschleiern. 

Der B&#252;rger ist zu bl&#246;d und ihm fehlen die Mittel, um dagegen einzuschreiten. Liberalit&#228;t ist im Bildungsbereich leider die Ursache des Problems. (Wenn man das Problem auf die derzeitige Situation begrenzt)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kulturkonservativ? Ja, vermutlich. </p>
<p>In Bezug auf die Schule ist mir Sache aber ziemlich ernst. Ohne Disziplin und Strenge wird unser Bildungsniveau weiter sinken. Liberalit&#228;t f&#252;hrt in der P&#228;dagogik leider zu Beliebigkeit und Bequemlichkeit, also zu nichts. Das k&#246;nnen wir uns aber nicht leisten, haben wir doch keine Rohstoffe auf denen wir uns ausruhen k&#246;nnen. Das Niveau muss wieder steigen und das wird leider Opfer kosten. </p>
<p>Wenn wir alles der Selbstbestimmung &#252;berlassen, dann erodiert das gesamte Bildungssystem. Ich habe gerade &#252;ber einen Freund einen sehr exklusiven Einblick in eine deutsche Universit&#228;t und kann Euch sagen: Es ist zum heulen. Das Niveau sinkt stetig und das wird gr&#252;ndlich verschleiert. Das Notenniveau wird der schlechten Leistung der Studenten einfach angepasst, es d&#252;rfen durch eine Hausarbeit eben nur 30 % aller Studenten durchfallen. </p>
<p>Und das ist kein lokal begrenztes Problem. Ich wei&#223; von einer Uni, an der 80 % der Jurastudenten nach neuem Examen im universit&#228;ren Teil des Examens ein Vollbefriedigend machen. Der Wettbewerb der Unis hat eben auch dort Einzug gehalten.</p>
<p>Und das alles nur um mehr Akademiker zu bekommen und damit die Arbeitslosenstatistik zu verschleiern. </p>
<p>Der B&#252;rger ist zu bl&#246;d und ihm fehlen die Mittel, um dagegen einzuschreiten. Liberalit&#228;t ist im Bildungsbereich leider die Ursache des Problems. (Wenn man das Problem auf die derzeitige Situation begrenzt)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-2/#comment-25107</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 00:11:53 +0000</pubDate>
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		<description>@Sado:

&lt;blockquote&gt;Das Recht zu Selbstbestimmung dem Recht zur Selbstbestimmung wegen ist mir zuwider.&lt;/blockquote&gt;

Uiuiui. Da bin ich aber sowas von anderer Meinung... aber die hat mir Boche ja schon vorweggenommen. Nun gut, bei Deinen folgenden Kommentaren klingt mir auch ein Kulturkonservativer durch, der nur aufgrund einer Abneigung gegen&#252;ber einer Gesellschaft, die aufgrund von Regeln und Gesetzen zusammenh&#228;lt, seine Positionen klarmacht. Da sind wir wohl trotz gemeinsamer Grundideen zu v&#246;llig unterschiedlichen Schl&#252;ssen geraten... und das hat wirklich nix mit dem Alter zu tun. Denn erheblich &#228;ltere Leute kritsieren mich, wenn ich nur Ans&#228;tze dessen zeige, was Du hier schreibst. Vielleicht ein generelles Problem des Liberalismus? *staun*</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Sado:</p>
<blockquote><p>Das Recht zu Selbstbestimmung dem Recht zur Selbstbestimmung wegen ist mir zuwider.</p></blockquote>
<p>Uiuiui. Da bin ich aber sowas von anderer Meinung&#8230; aber die hat mir Boche ja schon vorweggenommen. Nun gut, bei Deinen folgenden Kommentaren klingt mir auch ein Kulturkonservativer durch, der nur aufgrund einer Abneigung gegen&#252;ber einer Gesellschaft, die aufgrund von Regeln und Gesetzen zusammenh&#228;lt, seine Positionen klarmacht. Da sind wir wohl trotz gemeinsamer Grundideen zu v&#246;llig unterschiedlichen Schl&#252;ssen geraten&#8230; und das hat wirklich nix mit dem Alter zu tun. Denn erheblich &#228;ltere Leute kritsieren mich, wenn ich nur Ans&#228;tze dessen zeige, was Du hier schreibst. Vielleicht ein generelles Problem des Liberalismus? *staun*</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-2/#comment-25100</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 10:09:07 +0000</pubDate>
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		<description>@ stefanolix - auch DSadO, Rayson...

Ja, es gab immer Phasen; das ist wie beim Klima, dessen Phasen urs&#228;chlich noch ungekl&#228;rt sind, aber derzeit viel Wind machen Diejenige Phase, aus der die Studie stammt, hat eben diese Kausalit&#228;t nahegelegt, die mir - heute mehr noch als damals - sehr einleuchtend erscheint. Da lasse ich mich auch gar nicht davon abbringen, dass mit Einzug der neuen Medien vom freien Markt Unkultur Kultur dominiert - und ihre Konsumenten mehrheitlich deformiert. Und: Elitedenken ist das nicht, wenn ich das sage - und (hier f&#252;r Rayson!) doppelt unterstreiche, dem ich z. B. die Klassifizierung staatlicherseits zu garantierender kultureller Grundversorgung noch immer nicht verziehen habe ;-)...

Wenn Du sagst, dass nichts Dich zwingen kann, am Programm teilzunehmen, stimmt das zwar, aber wir leben nicht auf einer Insel, sondern in einem gesellschaftlichen Umfeld, in dem und mit dem wir es aushalten wollen, mit dem wir klarkommen m&#252;ssen. Das ist schwierig genug, aber wenn der freiheitlich medial erzeugte Minimalanspruch an die Existenz des Menschen weiter fortschreitet, wird es schwer, dem gelassen zuzusehen. Wir haben doch Umgang, sind doch auch Teil!  

Und das sind keine  Geschmacksfragen. Hinter dieser Entwicklung steht ein faules System, und zwar im doppelten Wortsinn, weil es die Dinge einfach laufen l&#228;sst. Unter politischem Liberalismus verstehe ich (hier wie DSadO) - in der praktischen Anwendung etwas anderes. Aber sch&#246;ne Theorie, zweifellos ;-).  

Mir hat mal jemand gesagt, ein sehr alter Liberaler &#252;brigens, Liberalismus verhielte sich zur Politik wie ein Mangel an Form. Ich finde, da ist was dran.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ stefanolix &#8211; auch DSadO, Rayson&#8230;</p>
<p>Ja, es gab immer Phasen; das ist wie beim Klima, dessen Phasen urs&#228;chlich noch ungekl&#228;rt sind, aber derzeit viel Wind machen Diejenige Phase, aus der die Studie stammt, hat eben diese Kausalit&#228;t nahegelegt, die mir &#8211; heute mehr noch als damals &#8211; sehr einleuchtend erscheint. Da lasse ich mich auch gar nicht davon abbringen, dass mit Einzug der neuen Medien vom freien Markt Unkultur Kultur dominiert &#8211; und ihre Konsumenten mehrheitlich deformiert. Und: Elitedenken ist das nicht, wenn ich das sage &#8211; und (hier f&#252;r Rayson!) doppelt unterstreiche, dem ich z. B. die Klassifizierung staatlicherseits zu garantierender kultureller Grundversorgung noch immer nicht verziehen habe <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> &#8230;</p>
<p>Wenn Du sagst, dass nichts Dich zwingen kann, am Programm teilzunehmen, stimmt das zwar, aber wir leben nicht auf einer Insel, sondern in einem gesellschaftlichen Umfeld, in dem und mit dem wir es aushalten wollen, mit dem wir klarkommen m&#252;ssen. Das ist schwierig genug, aber wenn der freiheitlich medial erzeugte Minimalanspruch an die Existenz des Menschen weiter fortschreitet, wird es schwer, dem gelassen zuzusehen. Wir haben doch Umgang, sind doch auch Teil!  </p>
<p>Und das sind keine  Geschmacksfragen. Hinter dieser Entwicklung steht ein faules System, und zwar im doppelten Wortsinn, weil es die Dinge einfach laufen l&#228;sst. Unter politischem Liberalismus verstehe ich (hier wie DSadO) &#8211; in der praktischen Anwendung etwas anderes. Aber sch&#246;ne Theorie, zweifellos <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .  </p>
<p>Mir hat mal jemand gesagt, ein sehr alter Liberaler &#252;brigens, Liberalismus verhielte sich zur Politik wie ein Mangel an Form. Ich finde, da ist was dran.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Stimme aus dem Off</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-2/#comment-25098</link>
		<dc:creator>Die Stimme aus dem Off</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 09:11:31 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Vielleicht meinst du mit “sog.Liberalen” die Libert&#228;ren? Denn die haben meines Erachtens tats&#228;chlich das beschriebene Grundsatzproblem mit dem Staat. Liberale eigentlich nicht. Als Schutzmittel des Individuums ist er in unseren Kreisen akzeptiert.&lt;/blockquote&gt;

Stimmt. Ertappt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Vielleicht meinst du mit “sog.Liberalen” die Libert&#228;ren? Denn die haben meines Erachtens tats&#228;chlich das beschriebene Grundsatzproblem mit dem Staat. Liberale eigentlich nicht. Als Schutzmittel des Individuums ist er in unseren Kreisen akzeptiert.</p></blockquote>
<p>Stimmt. Ertappt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Stimme aus dem Off</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-2/#comment-25097</link>
		<dc:creator>Die Stimme aus dem Off</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 09:06:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/#comment-25097</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;Liberalit&#228;t als »Beherrschungsinstrument« scheint mir ein Widerspruch in sich selbst zu sein.&lt;/blockquote&gt;

Nur keine Sorge, das geht. Die Masse der Menschen ist n&#228;mlich viel zu berechenbar, als das die Liberalit&#228;t ihnen wirklich den Weg in die Freiheit ebnen k&#246;nnte. 

Am Ende steht eine weitestgehend alleingelassene Klasse von Menschen, die sich immer in den richtigen Augenblicken Eingriffen in ihre Rechte ausgesetzt sieht. Aber eben nur zu diesen Zeitpunkten und sonst nicht, hehe.
Der Staat ohne Leistungs- daf&#252;r aber mit Eingriffsverwaltung. Eine tolle Sache, ich muss auf die Insel ;-)

Ich bef&#252;rchte mit zunehmenden Alter entwickle ich mich zum Sozialdemokraten (das war &#252;brigens eine unfaire und unsportliche Anspielung gegen&#252;ber Rayson und Boche). Das liegt vermutlich daran, dass ich so langsam sp&#228;tpubert&#228;re Abgrenzungsphasen ausgestanden habe. :-) Im Alter w&#228;chst das Bed&#252;rfnis nach Geborgenheit und famili&#228;rer W&#228;rme, hehe. Deswegen werden alte Menschen auch religi&#246;s! :-D

Vielleicht liegt auch daran, dass meine Frau sich dem schn&#246;den Materialismus hingegeben hat und ich jetzt wieder hier sein muss und gerade die Orangenernte verpasse, ganz abgesehen von spannenden Schie&#223;ereien in den Bergd&#246;rfern mit der Polizei. 

Eine Katastrophe, die nur mit Diana Krall und Cognac zu ertragen ist.

Wenn ich es mir so richtig &#252;berlege, m&#246;chte ich Kurt Beck wohl doch nicht in meiner Familie haben. Dann lieber schn&#246;den Materialismus!

In Bezug auf die Entwicklung von Struktur und Form hebe ich aber  trotzdem gewisse Zweifel an den F&#228;higkeiten der Menschen. Ohne forcierte Strukturen werden sich kaum neue Bilden k&#246;nnen, woher sollen sie denn kommen? 

Ich finde Liberalit&#228;t wirklich toll, nur sollte ein gewisses Grundger&#252;st eben doch vorhanden sein oder zumindest der Parlamentarismus und vor allem auch die Justiz reformiert werden (ich denke da gerade an den skandal&#246;sen TOR-Vorfall, nat&#252;rlich auch hier - im besten Blog des Netzes - gefunden).

Sonst setzen sich am Ende Jamba und Aldi bei unseren Entscheidungskaspern in den Parlamenten durch. Das w&#228;re nicht gut. Viele Grenzen werden ihnen von so au&#223;ergew&#246;nlich guten Juristen wie TOR-Vorfall ja nicht mehr gesetzt. Es ist zum heulen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Liberalit&#228;t als »Beherrschungsinstrument« scheint mir ein Widerspruch in sich selbst zu sein.</p></blockquote>
<p>Nur keine Sorge, das geht. Die Masse der Menschen ist n&#228;mlich viel zu berechenbar, als das die Liberalit&#228;t ihnen wirklich den Weg in die Freiheit ebnen k&#246;nnte. </p>
<p>Am Ende steht eine weitestgehend alleingelassene Klasse von Menschen, die sich immer in den richtigen Augenblicken Eingriffen in ihre Rechte ausgesetzt sieht. Aber eben nur zu diesen Zeitpunkten und sonst nicht, hehe.<br />
Der Staat ohne Leistungs- daf&#252;r aber mit Eingriffsverwaltung. Eine tolle Sache, ich muss auf die Insel <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich bef&#252;rchte mit zunehmenden Alter entwickle ich mich zum Sozialdemokraten (das war &#252;brigens eine unfaire und unsportliche Anspielung gegen&#252;ber Rayson und Boche). Das liegt vermutlich daran, dass ich so langsam sp&#228;tpubert&#228;re Abgrenzungsphasen ausgestanden habe. <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Im Alter w&#228;chst das Bed&#252;rfnis nach Geborgenheit und famili&#228;rer W&#228;rme, hehe. Deswegen werden alte Menschen auch religi&#246;s! <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Vielleicht liegt auch daran, dass meine Frau sich dem schn&#246;den Materialismus hingegeben hat und ich jetzt wieder hier sein muss und gerade die Orangenernte verpasse, ganz abgesehen von spannenden Schie&#223;ereien in den Bergd&#246;rfern mit der Polizei. </p>
<p>Eine Katastrophe, die nur mit Diana Krall und Cognac zu ertragen ist.</p>
<p>Wenn ich es mir so richtig &#252;berlege, m&#246;chte ich Kurt Beck wohl doch nicht in meiner Familie haben. Dann lieber schn&#246;den Materialismus!</p>
<p>In Bezug auf die Entwicklung von Struktur und Form hebe ich aber  trotzdem gewisse Zweifel an den F&#228;higkeiten der Menschen. Ohne forcierte Strukturen werden sich kaum neue Bilden k&#246;nnen, woher sollen sie denn kommen? </p>
<p>Ich finde Liberalit&#228;t wirklich toll, nur sollte ein gewisses Grundger&#252;st eben doch vorhanden sein oder zumindest der Parlamentarismus und vor allem auch die Justiz reformiert werden (ich denke da gerade an den skandal&#246;sen TOR-Vorfall, nat&#252;rlich auch hier &#8211; im besten Blog des Netzes &#8211; gefunden).</p>
<p>Sonst setzen sich am Ende Jamba und Aldi bei unseren Entscheidungskaspern in den Parlamenten durch. Das w&#228;re nicht gut. Viele Grenzen werden ihnen von so au&#223;ergew&#246;nlich guten Juristen wie TOR-Vorfall ja nicht mehr gesetzt. Es ist zum heulen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-2/#comment-25096</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 08:37:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/#comment-25096</guid>
		<description>@DSadO

&lt;blockquote&gt;?Der Markt? ist auch nichts weiter als die vermeintliche Summe der Individualentscheidungen.
Ich wage zu bezweifeln dass diese immer schlau sein m&#252;ssen.&lt;/blockquote&gt;

Das bezweifle ich auch. Liberal ist es aber, dumme Entscheidungen anderer Leute nicht nur deshalb durch eigene Entscheidungen ersetzen zu wollen, weil man die f&#252;r schlauer h&#228;lt. 

&lt;blockquote&gt;Das Recht zu Selbstbestimmung dem Recht zur Selbstbestimmung wegen ist mir zuwider.&lt;/blockquote&gt;

Du wirfst mal eben eine lange freiheitliche Tradition der Emanzipation des Individuums von Fremdbestimmung weg, auf die wir Europ&#228;er (im erweiterten Sinne) stolz sein k&#246;nnen. 

&lt;blockquote&gt;Wenn Pr&#228;ferenzen so gesetzt werden d&#252;rfen, dass Eltern tatenlos die Verwahrlosung ihrer Kinder geschehen lassen d&#252;rfen, dann ist das eben nicht liberal, sondern verantwortungslos.&lt;/blockquote&gt;

Richtig. Aber kein Liberaler wird bestreiten, dass der Eigenverantwortung dort Grenzen gesetzt sind, wo dem Anderen Schaden zugef&#252;gt wird.

&lt;blockquote&gt;Der freie Wille hat eben auch seine schlechten Seiten. Das passt aber leider nicht ins Programm der sog. Liberalen, darum muss staatliche Kontrolle nat&#252;rlich schlecht oder gar dumm oder ineffizient sein.&lt;/blockquote&gt;

Vielleicht meinst du mit &quot;sog.Liberalen&quot; die Libert&#228;ren? Denn die haben meines Erachtens tats&#228;chlich das beschriebene Grundsatzproblem mit dem Staat. Liberale eigentlich nicht. Als Schutzmittel des Individuums ist er in unseren Kreisen akzeptiert.

&lt;blockquote&gt;Ich liebe die bissigen Liberalen. Der letzte Ort an dem man noch halbwegs zusammenh&#228;ngend argumentierende Diskussionspartner findet.&lt;/blockquote&gt;

Die Liebe wird erwidert. ;-) 
Denn es sind ja vor allem die gesch&#228;tzten Leser und Kommentatoren, die den Ort zu dem von dir beschriebenen machen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@DSadO</p>
<blockquote><p>?Der Markt? ist auch nichts weiter als die vermeintliche Summe der Individualentscheidungen.<br />
Ich wage zu bezweifeln dass diese immer schlau sein m&#252;ssen.</p></blockquote>
<p>Das bezweifle ich auch. Liberal ist es aber, dumme Entscheidungen anderer Leute nicht nur deshalb durch eigene Entscheidungen ersetzen zu wollen, weil man die f&#252;r schlauer h&#228;lt. </p>
<blockquote><p>Das Recht zu Selbstbestimmung dem Recht zur Selbstbestimmung wegen ist mir zuwider.</p></blockquote>
<p>Du wirfst mal eben eine lange freiheitliche Tradition der Emanzipation des Individuums von Fremdbestimmung weg, auf die wir Europ&#228;er (im erweiterten Sinne) stolz sein k&#246;nnen. </p>
<blockquote><p>Wenn Pr&#228;ferenzen so gesetzt werden d&#252;rfen, dass Eltern tatenlos die Verwahrlosung ihrer Kinder geschehen lassen d&#252;rfen, dann ist das eben nicht liberal, sondern verantwortungslos.</p></blockquote>
<p>Richtig. Aber kein Liberaler wird bestreiten, dass der Eigenverantwortung dort Grenzen gesetzt sind, wo dem Anderen Schaden zugef&#252;gt wird.</p>
<blockquote><p>Der freie Wille hat eben auch seine schlechten Seiten. Das passt aber leider nicht ins Programm der sog. Liberalen, darum muss staatliche Kontrolle nat&#252;rlich schlecht oder gar dumm oder ineffizient sein.</p></blockquote>
<p>Vielleicht meinst du mit &#8220;sog.Liberalen&#8221; die Libert&#228;ren? Denn die haben meines Erachtens tats&#228;chlich das beschriebene Grundsatzproblem mit dem Staat. Liberale eigentlich nicht. Als Schutzmittel des Individuums ist er in unseren Kreisen akzeptiert.</p>
<blockquote><p>Ich liebe die bissigen Liberalen. Der letzte Ort an dem man noch halbwegs zusammenh&#228;ngend argumentierende Diskussionspartner findet.</p></blockquote>
<p>Die Liebe wird erwidert. <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Denn es sind ja vor allem die gesch&#228;tzten Leser und Kommentatoren, die den Ort zu dem von dir beschriebenen machen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefanolix</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25095</link>
		<dc:creator>stefanolix</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 08:27:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/#comment-25095</guid>
		<description>@»Stimme aus dem Off«: Haben Liberale wirklich ein Programm? Wo kann ich das finden? ;-)

Liberale haben ihre Grunds&#228;tze, aber sie k&#246;nnen in der Politik nur einen Teil davon verwirklichen. Liberalit&#228;t als »Beherrschungsinstrument« scheint mir ein Widerspruch in sich selbst zu sein. 

Lina beschrieb oben eine Entwicklung der »Verrohung« und des »Niedergangs« und brachte diese Entwicklung in Zusammenhang mit dem Privatfernsehen. Aber hinter welchem Medienkonzern stecken denn nachweislich Liberale?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@»Stimme aus dem Off«: Haben Liberale wirklich ein Programm? Wo kann ich das finden? <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Liberale haben ihre Grunds&#228;tze, aber sie k&#246;nnen in der Politik nur einen Teil davon verwirklichen. Liberalit&#228;t als »Beherrschungsinstrument« scheint mir ein Widerspruch in sich selbst zu sein. </p>
<p>Lina beschrieb oben eine Entwicklung der »Verrohung« und des »Niedergangs« und brachte diese Entwicklung in Zusammenhang mit dem Privatfernsehen. Aber hinter welchem Medienkonzern stecken denn nachweislich Liberale?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Stimme aus dem Off</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25094</link>
		<dc:creator>Die Stimme aus dem Off</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 07:46:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/#comment-25094</guid>
		<description>&quot;Der Markt&quot; ist auch nichts weiter als die vermeintliche Summe der Individualentscheidungen. 
Ich wage zu bezweifeln dass diese immer schlau sein m&#252;ssen. Das Recht zu Selbstbestimmung dem Recht zur Selbstbestimmung wegen ist mir zuwider. So wird Politik zur Ideologie und Liberalit&#228;t zum Beherrschungsintrument, das dem Zweck der Freiheit zuwider l&#228;uft.
Aus Liberalit&#228;t wird dann Verantwortungslosigkeit.

Wenn Pr&#228;ferenzen so gesetzt werden d&#252;rfen, dass Eltern tatenlos die Verwahrlosung ihrer Kinder geschehen lassen d&#252;rfen, dann ist das eben nicht liberal, sondern verantwortungslos. 

Der freie Wille hat eben auch seine schlechten Seiten. Das passt aber leider nicht ins Programm der sog. Liberalen, darum muss staatliche Kontrolle nat&#252;rlich schlecht oder gar dumm oder ineffizient sein. Immerhin ist der freie Wille nicht fremdgesteuert... ob es einen freien Willen &#252;berhaupt gibt ist zwar nicht ganz unumstritten (vorsichtig formuliert), der Verdacht seiner Existenz reicht aber aus um quasi einen politischen Religionskrieg seinetwillen zu f&#252;hren.

Mit dem Argument der Ineffizienz wird ja sehr gerne von Liberalen argumentiert; gemeint ist aber meistens leider nur die &#246;konomische Effizienz, das habe ich mittlerweile gelernt. Um andere Effizienzen wird nur sehr selten Gedanken gemacht, weil man die n&#228;mlich angeblich so schlecht messen kann.

Ich liebe die bissigen Liberalen. Der letzte Ort an dem man noch halbwegs zusammenh&#228;ngend argumentierende Diskussionspartner findet. Viele andere Blogs haben mittlerweile das Niveau einer Talkshow erreicht, in der es nur noch um die Erlangung von Aufmerksamkeit geht. Das erinnert mich stark an die Jamba-Klingeltonwerbung, bei der Menschen Geld daf&#252;r bezahlen auf das primitivste abgelenkt zu werden.

Hier wird tats&#228;chlich noch inhaltlich und zielorientiert argumeniert. Daf&#252;r m&#246;chte ich an dieser Stelle einmal meinen Dank aussprechen.

Ich hoffe, dass dieser Blog ein Leuchtturm im Meer der Verklingeltonisierung bleibt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Der Markt&#8221; ist auch nichts weiter als die vermeintliche Summe der Individualentscheidungen.<br />
Ich wage zu bezweifeln dass diese immer schlau sein m&#252;ssen. Das Recht zu Selbstbestimmung dem Recht zur Selbstbestimmung wegen ist mir zuwider. So wird Politik zur Ideologie und Liberalit&#228;t zum Beherrschungsintrument, das dem Zweck der Freiheit zuwider l&#228;uft.<br />
Aus Liberalit&#228;t wird dann Verantwortungslosigkeit.</p>
<p>Wenn Pr&#228;ferenzen so gesetzt werden d&#252;rfen, dass Eltern tatenlos die Verwahrlosung ihrer Kinder geschehen lassen d&#252;rfen, dann ist das eben nicht liberal, sondern verantwortungslos. </p>
<p>Der freie Wille hat eben auch seine schlechten Seiten. Das passt aber leider nicht ins Programm der sog. Liberalen, darum muss staatliche Kontrolle nat&#252;rlich schlecht oder gar dumm oder ineffizient sein. Immerhin ist der freie Wille nicht fremdgesteuert&#8230; ob es einen freien Willen &#252;berhaupt gibt ist zwar nicht ganz unumstritten (vorsichtig formuliert), der Verdacht seiner Existenz reicht aber aus um quasi einen politischen Religionskrieg seinetwillen zu f&#252;hren.</p>
<p>Mit dem Argument der Ineffizienz wird ja sehr gerne von Liberalen argumentiert; gemeint ist aber meistens leider nur die &#246;konomische Effizienz, das habe ich mittlerweile gelernt. Um andere Effizienzen wird nur sehr selten Gedanken gemacht, weil man die n&#228;mlich angeblich so schlecht messen kann.</p>
<p>Ich liebe die bissigen Liberalen. Der letzte Ort an dem man noch halbwegs zusammenh&#228;ngend argumentierende Diskussionspartner findet. Viele andere Blogs haben mittlerweile das Niveau einer Talkshow erreicht, in der es nur noch um die Erlangung von Aufmerksamkeit geht. Das erinnert mich stark an die Jamba-Klingeltonwerbung, bei der Menschen Geld daf&#252;r bezahlen auf das primitivste abgelenkt zu werden.</p>
<p>Hier wird tats&#228;chlich noch inhaltlich und zielorientiert argumeniert. Daf&#252;r m&#246;chte ich an dieser Stelle einmal meinen Dank aussprechen.</p>
<p>Ich hoffe, dass dieser Blog ein Leuchtturm im Meer der Verklingeltonisierung bleibt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: stefanolix</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25093</link>
		<dc:creator>stefanolix</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 07:42:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/#comment-25093</guid>
		<description>Lina, ich bin nicht sicher, ob da wirklich eine Kausalit&#228;t vorliegt. Vielleicht hatte die Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt genau das Stadium des Zerfalls erreicht, in dem sie das Privatfernsehen brauchte?

In der Geschichte gab es auch ganz ohne elektronische Medien immer Phasen der [ohnehin subjektiv wahrgenommenen] Dekadenz. Die Menschen haben sich dann Mittel und Wege gesucht, ihre Bed&#252;rfnisse zu erf&#252;llen. 

Ich w&#252;rde auch hinterfragen, ob das Privatfernsehen »dem Markt« wirklich genutzt hat. Es hat vielleicht einigen Marktteilnehmern genutzt, aber es hat anderen Marktteilnehmern auch geschadet. 

Nebenbei gesagt: kein Markt der Welt kann mich dazu zwingen, die Sendungen privater Fernsehsender zu konsumieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lina, ich bin nicht sicher, ob da wirklich eine Kausalit&#228;t vorliegt. Vielleicht hatte die Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt genau das Stadium des Zerfalls erreicht, in dem sie das Privatfernsehen brauchte?</p>
<p>In der Geschichte gab es auch ganz ohne elektronische Medien immer Phasen der [ohnehin subjektiv wahrgenommenen] Dekadenz. Die Menschen haben sich dann Mittel und Wege gesucht, ihre Bed&#252;rfnisse zu erf&#252;llen. </p>
<p>Ich w&#252;rde auch hinterfragen, ob das Privatfernsehen »dem Markt« wirklich genutzt hat. Es hat vielleicht einigen Marktteilnehmern genutzt, aber es hat anderen Marktteilnehmern auch geschadet. </p>
<p>Nebenbei gesagt: kein Markt der Welt kann mich dazu zwingen, die Sendungen privater Fernsehsender zu konsumieren.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25092</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 07:25:07 +0000</pubDate>
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		<description>@ DSadO

Eine Endlosschleife. Wenn wir bei der &quot;Kultur&quot;, die einer hat oder nicht, ankommen (eine Veranlagung und eine Pr&#228;gung hat er auch noch), dann f&#228;llt mir eine breit angelegte Studie ein, die vor etlichen Jahren zum Ergebnis kam, dass die Verrohung famili&#228;rer Sitten und der  Niedergang schulischer Leistungsbereitschaft unmittelbar mit der Einf&#252;hrung des Privatfernsehens (und seiner Nachfolgemedien) einsetzten. 

Das w&#252;rde schlicht und einfach bedeuten, der freie Markt auf diesem Sektor hat der Gesellschaft nicht gut getan. Daf&#252;r hat es dem Markt genutzt. Das wiederum besagt, dass die Gesellschaft fortan einem Markt unterliegt, der ihr in ihren Kernbereichen schadet. Der seelenlose Markt triumphiert &#252;ber den beseelten Menschen. Das kann nicht gutgehen, da ist etwas grundfaul - und gleichzeitig nicht mehr korrigierbar. Dieses Drama, zweiter Akt, in dem sich Mensch und Markt distanzlos gegen&#252;berstehen, kommt aber nicht mehr vom Spielplan, daf&#252;r ist gesorgt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ DSadO</p>
<p>Eine Endlosschleife. Wenn wir bei der &#8220;Kultur&#8221;, die einer hat oder nicht, ankommen (eine Veranlagung und eine Pr&#228;gung hat er auch noch), dann f&#228;llt mir eine breit angelegte Studie ein, die vor etlichen Jahren zum Ergebnis kam, dass die Verrohung famili&#228;rer Sitten und der  Niedergang schulischer Leistungsbereitschaft unmittelbar mit der Einf&#252;hrung des Privatfernsehens (und seiner Nachfolgemedien) einsetzten. </p>
<p>Das w&#252;rde schlicht und einfach bedeuten, der freie Markt auf diesem Sektor hat der Gesellschaft nicht gut getan. Daf&#252;r hat es dem Markt genutzt. Das wiederum besagt, dass die Gesellschaft fortan einem Markt unterliegt, der ihr in ihren Kernbereichen schadet. Der seelenlose Markt triumphiert &#252;ber den beseelten Menschen. Das kann nicht gutgehen, da ist etwas grundfaul &#8211; und gleichzeitig nicht mehr korrigierbar. Dieses Drama, zweiter Akt, in dem sich Mensch und Markt distanzlos gegen&#252;berstehen, kommt aber nicht mehr vom Spielplan, daf&#252;r ist gesorgt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Stimme aus dem Off</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25090</link>
		<dc:creator>Die Stimme aus dem Off</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 22:48:54 +0000</pubDate>
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		<description>Lina, das Problem ist nicht die Alimentierung der Eltern, sondern der bereits weit vorangeschrittene Kulturverlust.

Wenn diese Menschen Kultur h&#228;tten, dann w&#252;rden sie versuchen das Beste aus ihrem Leben zu machen. Ganz egal, ob jemand anderes ihnen ihr Leben bezahlt oder nicht. Sie w&#252;rden versuchen etwas positives zu erreichen um ihrem Leben Sinn zu geben.

Der Faktor &quot;Zwang zur Arbeit&quot; spielt dabei keine Rolle.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lina, das Problem ist nicht die Alimentierung der Eltern, sondern der bereits weit vorangeschrittene Kulturverlust.</p>
<p>Wenn diese Menschen Kultur h&#228;tten, dann w&#252;rden sie versuchen das Beste aus ihrem Leben zu machen. Ganz egal, ob jemand anderes ihnen ihr Leben bezahlt oder nicht. Sie w&#252;rden versuchen etwas positives zu erreichen um ihrem Leben Sinn zu geben.</p>
<p>Der Faktor &#8220;Zwang zur Arbeit&#8221; spielt dabei keine Rolle.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25089</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 20:15:13 +0000</pubDate>
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		<description>@ DSadO

&quot;Das sind keine Probleme des &quot;Wohlfahrtstaates&quot;. - Nicht? Dann ist es dieser &quot;unflexible&quot; Arbeitsmarkt, der die Eltern schlafen l&#228;sst, w&#228;hrend ihre Kinder arbeiten. Eine ratlose Gesellschaft und eine Politik , die ihre Defizite mit Sozialleistungen zuschmiert. Was anderes f&#228;llt mir pers&#246;nlich zur Begr&#252;ndung nicht ein. 

&quot;...dass mir als einziges Mittel die Einf&#252;hrung einer strengen und auf Disziplin ausgerichteten Ganztagsschule einf&#228;llt&quot;. Da stimme ich Ihnen zu, schon der Kinder wegen, die aus solchen Verh&#228;ltnissen kommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ DSadO</p>
<p>&#8220;Das sind keine Probleme des &#8220;Wohlfahrtstaates&#8221;. &#8211; Nicht? Dann ist es dieser &#8220;unflexible&#8221; Arbeitsmarkt, der die Eltern schlafen l&#228;sst, w&#228;hrend ihre Kinder arbeiten. Eine ratlose Gesellschaft und eine Politik , die ihre Defizite mit Sozialleistungen zuschmiert. Was anderes f&#228;llt mir pers&#246;nlich zur Begr&#252;ndung nicht ein. </p>
<p>&#8220;&#8230;dass mir als einziges Mittel die Einf&#252;hrung einer strengen und auf Disziplin ausgerichteten Ganztagsschule einf&#228;llt&#8221;. Da stimme ich Ihnen zu, schon der Kinder wegen, die aus solchen Verh&#228;ltnissen kommen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: ex-blond</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25088</link>
		<dc:creator>ex-blond</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 19:55:50 +0000</pubDate>
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		<description>P.S ich habe das schon mal in einer anderen Diskussion gesagt - Verbote sind vielleicht auch wirklihc nicht der richtige Weg, aber zumindest muss man Wege finden, wie man die Eltern wieder dazu erm&#228;chtigen kann, mehr Kontrolle &#252;ber den Medieneinfluss, dem die Kinder ausgesetzt sind, zu bekommen. Dazu geh&#246;rt auch eine strenge gesellschafltiche Nicht-Akzeptanz von Dingen wie offen rumliegende Gewaltvideos, pornografiegleichen Bravo-Postern usw. Bei uns wird das alles ja mit einem Augenzwinkern geduldet. Wohl gemerkt: es geht hier um die KINDER/JUGENDLICHEN, nicht um die Erwachsenen. Das hier (http://ex-blond.com/?p=19) habe ich mir nicht ausgedacht. In einer entsprechenden Umgebung rennen Sie als Elternteil gegen W&#228;nde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>P.S ich habe das schon mal in einer anderen Diskussion gesagt &#8211; Verbote sind vielleicht auch wirklihc nicht der richtige Weg, aber zumindest muss man Wege finden, wie man die Eltern wieder dazu erm&#228;chtigen kann, mehr Kontrolle &#252;ber den Medieneinfluss, dem die Kinder ausgesetzt sind, zu bekommen. Dazu geh&#246;rt auch eine strenge gesellschafltiche Nicht-Akzeptanz von Dingen wie offen rumliegende Gewaltvideos, pornografiegleichen Bravo-Postern usw. Bei uns wird das alles ja mit einem Augenzwinkern geduldet. Wohl gemerkt: es geht hier um die KINDER/JUGENDLICHEN, nicht um die Erwachsenen. Das hier (<a href="http://ex-blond.com/?p=19" rel="nofollow">http://ex-blond.com/?p=19</a>) habe ich mir nicht ausgedacht. In einer entsprechenden Umgebung rennen Sie als Elternteil gegen W&#228;nde.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ex-blond</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25087</link>
		<dc:creator>ex-blond</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 19:50:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/#comment-25087</guid>
		<description>@ Boche
ein sch&#246;nes Ideal, das ich gerne teilen w&#252;rde. Aber nicht teilen kann, denn die Realit&#228;t sieht leider anders aus. 

Was, wenn die Dorfbewohner sich nicht &#252;berzeugen lassen und Dein Kind betroffen ist? Setze dabei einfach voraus, dass Du Dein Kind nicht abschotten kannst (ohne es wirklich sozial zu isolieren) und dass der Einfluss von au&#223;en proportional zum Alter des Kindes gr&#246;&#223;er wird, wohingegen Dein elterlicher Einfluss proportional zum Alter des Kindes abnimmt. Rapide abnimmt. Und falls das nicht Deiner pers&#246;nlichen Erfahrung entspricht, setze einfach voraus dass es f&#252;r viele andere so ist.

Das ist meiner Meinung nach nicht einfach zu beantworten - es ist zumindest ein Dilemma. 
Liberale machen es sich da deutlich zu einfach, pauschalisiere ich jetzt hier einfach mal so voreingenommen *smile*

Insbesondere in sozial angeschlagenen Verh&#228;ltnisse, z.B. bei einem Elternhaus aus anderer Kultur, Religion, bei Armut (s. Lina&#039;s Beitrag 19:15) etc. ist die Wahrscheinlichkeit, dass &lt;i&gt;&#228;u&#223;ere&lt;/i&gt; Einfl&#252;sse (Fernsehen, Spiele, Freunde, Werte) auf Kinder einfach &#252;berw&#228;ltigend wirken, nahe 100%. Das Ganze gekoppelt mit innerem Konflikt, rebellischer Pubert&#228;t, fehlendes Selbstwertgef&#252;hl usw. - gute Nacht Deutschland.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Boche<br />
ein sch&#246;nes Ideal, das ich gerne teilen w&#252;rde. Aber nicht teilen kann, denn die Realit&#228;t sieht leider anders aus. </p>
<p>Was, wenn die Dorfbewohner sich nicht &#252;berzeugen lassen und Dein Kind betroffen ist? Setze dabei einfach voraus, dass Du Dein Kind nicht abschotten kannst (ohne es wirklich sozial zu isolieren) und dass der Einfluss von au&#223;en proportional zum Alter des Kindes gr&#246;&#223;er wird, wohingegen Dein elterlicher Einfluss proportional zum Alter des Kindes abnimmt. Rapide abnimmt. Und falls das nicht Deiner pers&#246;nlichen Erfahrung entspricht, setze einfach voraus dass es f&#252;r viele andere so ist.</p>
<p>Das ist meiner Meinung nach nicht einfach zu beantworten &#8211; es ist zumindest ein Dilemma.<br />
Liberale machen es sich da deutlich zu einfach, pauschalisiere ich jetzt hier einfach mal so voreingenommen *smile*</p>
<p>Insbesondere in sozial angeschlagenen Verh&#228;ltnisse, z.B. bei einem Elternhaus aus anderer Kultur, Religion, bei Armut (s. Lina&#8217;s Beitrag 19:15) etc. ist die Wahrscheinlichkeit, dass <i>&#228;u&#223;ere</i> Einfl&#252;sse (Fernsehen, Spiele, Freunde, Werte) auf Kinder einfach &#252;berw&#228;ltigend wirken, nahe 100%. Das Ganze gekoppelt mit innerem Konflikt, rebellischer Pubert&#228;t, fehlendes Selbstwertgef&#252;hl usw. &#8211; gute Nacht Deutschland.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Stimme aus dem Off</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25086</link>
		<dc:creator>Die Stimme aus dem Off</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 19:41:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/#comment-25086</guid>
		<description>@ Lina:

Das sind keine Probleme des &quot;Wohlfahrtstaates&quot;. Der Begriff &quot;Wohlfahrstaat&quot; kommt &#252;brigens aus Preu&#223;en und hat mit sozialen Leistungen nichts zu tun.

Diese Probleme tauchen in allen Gesellschaften auf. Sie w&#252;rden auch bestehen, wenn es keinerlei soziale Unterst&#252;tzung f&#252;r die Eltern geben w&#252;rde. Dann w&#228;ren die Eltern allerdings gezwungen arbeiten zu gehen und k&#246;nnten morgens nicht liegen bleiben. Sie h&#228;tten allerdings noch weniger Zeit f&#252;r ihre Kinder. 

An dem Verh&#228;ltnis zu den Kindern w&#252;rde sich folglich nichts &#228;ndern.

Das Problem besteht vielmehr darin, dass der Staat aus einem pseudo-liberalen rechtsstaatlichen Verst&#228;ndnis heraus die Eltern von zu vielen Pflichten entbunden hat und seine Kontrollm&#246;glichkeiten zur&#252;ckgefahren hat. Schuluntersuchungen oder Schulspeisungen finden doch nicht oder kaum noch statt. Die Situation ist in Bezug auf die intellektuellen F&#228;higkeiten der Sch&#252;ler mittlerweile so schlimm geworden, dass mir als einziges Mittel die Einf&#252;hrung einer strengen und auf Disziplin ausgerichteten Ganztagsschule einf&#228;llt. Das h&#228;tte ich bis vor kurzem noch vehement abgelehnt. Mittlerweile sehe ich aber keine andere L&#246;sung mehr.

Alle Formen der elterlichen Eigenverantwortung werden n&#228;mlich keinen Erfolg zeigen. Den Eltern fehlen dazu alle erforderlichen Voraussetzungen. 

Nein, mit Liberalit&#228;t hat das ganze nur wenig zu tun. Das Problem ist die Verantwortungslosigkeit. Das Motto unserer sog. &quot;Berufsbeamten&quot; lautet: F&#252;r alles zust&#228;ndig, f&#252;r nichts verantwortlich.&quot;

Angesichts des verbreiteten Strukturverlustes w&#252;rde es geradezu kontraproduktiv sein bestehende sozialrechtliche Anspr&#252;che abzubauen. Woher soll eine Strukturbildung kommen, wenn das letzte bisschen Halt diesen Menschen verloren geht? 

Nein, das Problem sitzt einzig und allein im Berufsbeamtentum und den Verwaltungsapparaten. Die m&#252;ssen weg und zwar schnell.

Lehrer, Professoren, Verwaltungsbeamte. Alle &#196;mter m&#252;ssen austauschbar sein. Niemand darf in seinem Amt unantastbar sein. Wir brauchen in diesen Stellen viel mehr Wettbewerb. Und vor allem brauchen wir viel mehr kommunale Entscheidungsgewalt, es m&#252;ssen viel mehr Kompetenzen von Bund und L&#228;ndern weg zu den Kommunen. Erst mit einem kommunalen Wettbewerb w&#252;rde es f&#252;r die Menschen Sinn ergeben sich liberalen Prinzipien anzuvertrauen. Niedrige Steuern auf kommunaler Basis k&#246;nnten so ihre direkte Auswirkung beweisen.

Leider vertraut die FDP ja mehr darauf einen Liberalismus zu verfechten, der zuerst Opfer vom kleinen Mann fordert. Nicht umsonst wurden die freien Berufe erst ganz zum Schluss liberalisiert. Und von einer Reform der Beamtenschaft oder des Parlamentarismus ist auch nichts zu erkennen.

Solange die Formel der FDP lautet: Steuern runter, koste es was es wolle! ist die Politik der FDP ein schlechter Witz und an L&#228;cherlichkeit kaum noch zu &#252;berbieten. Das vermag selbst die SPD - trotz katastrophaler Besetzung - nicht.

Deutschland ist eben ein Land ohne Rohstoffe. Wenn wir unser Bildungsniveau nicht enorm steigern, dann wird dieses Land immer weiter zur&#252;ckfallen. Insoweit erlaube ich mir das kollektive Bed&#252;rfnis zu definieren.

Aber was soll es, ich werde von den negativen Auswirkungen nicht betroffen sein. Es kann mir daher im Grunde egal sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Lina:</p>
<p>Das sind keine Probleme des &#8220;Wohlfahrtstaates&#8221;. Der Begriff &#8220;Wohlfahrstaat&#8221; kommt &#252;brigens aus Preu&#223;en und hat mit sozialen Leistungen nichts zu tun.</p>
<p>Diese Probleme tauchen in allen Gesellschaften auf. Sie w&#252;rden auch bestehen, wenn es keinerlei soziale Unterst&#252;tzung f&#252;r die Eltern geben w&#252;rde. Dann w&#228;ren die Eltern allerdings gezwungen arbeiten zu gehen und k&#246;nnten morgens nicht liegen bleiben. Sie h&#228;tten allerdings noch weniger Zeit f&#252;r ihre Kinder. </p>
<p>An dem Verh&#228;ltnis zu den Kindern w&#252;rde sich folglich nichts &#228;ndern.</p>
<p>Das Problem besteht vielmehr darin, dass der Staat aus einem pseudo-liberalen rechtsstaatlichen Verst&#228;ndnis heraus die Eltern von zu vielen Pflichten entbunden hat und seine Kontrollm&#246;glichkeiten zur&#252;ckgefahren hat. Schuluntersuchungen oder Schulspeisungen finden doch nicht oder kaum noch statt. Die Situation ist in Bezug auf die intellektuellen F&#228;higkeiten der Sch&#252;ler mittlerweile so schlimm geworden, dass mir als einziges Mittel die Einf&#252;hrung einer strengen und auf Disziplin ausgerichteten Ganztagsschule einf&#228;llt. Das h&#228;tte ich bis vor kurzem noch vehement abgelehnt. Mittlerweile sehe ich aber keine andere L&#246;sung mehr.</p>
<p>Alle Formen der elterlichen Eigenverantwortung werden n&#228;mlich keinen Erfolg zeigen. Den Eltern fehlen dazu alle erforderlichen Voraussetzungen. </p>
<p>Nein, mit Liberalit&#228;t hat das ganze nur wenig zu tun. Das Problem ist die Verantwortungslosigkeit. Das Motto unserer sog. &#8220;Berufsbeamten&#8221; lautet: F&#252;r alles zust&#228;ndig, f&#252;r nichts verantwortlich.&#8221;</p>
<p>Angesichts des verbreiteten Strukturverlustes w&#252;rde es geradezu kontraproduktiv sein bestehende sozialrechtliche Anspr&#252;che abzubauen. Woher soll eine Strukturbildung kommen, wenn das letzte bisschen Halt diesen Menschen verloren geht? </p>
<p>Nein, das Problem sitzt einzig und allein im Berufsbeamtentum und den Verwaltungsapparaten. Die m&#252;ssen weg und zwar schnell.</p>
<p>Lehrer, Professoren, Verwaltungsbeamte. Alle &#196;mter m&#252;ssen austauschbar sein. Niemand darf in seinem Amt unantastbar sein. Wir brauchen in diesen Stellen viel mehr Wettbewerb. Und vor allem brauchen wir viel mehr kommunale Entscheidungsgewalt, es m&#252;ssen viel mehr Kompetenzen von Bund und L&#228;ndern weg zu den Kommunen. Erst mit einem kommunalen Wettbewerb w&#252;rde es f&#252;r die Menschen Sinn ergeben sich liberalen Prinzipien anzuvertrauen. Niedrige Steuern auf kommunaler Basis k&#246;nnten so ihre direkte Auswirkung beweisen.</p>
<p>Leider vertraut die FDP ja mehr darauf einen Liberalismus zu verfechten, der zuerst Opfer vom kleinen Mann fordert. Nicht umsonst wurden die freien Berufe erst ganz zum Schluss liberalisiert. Und von einer Reform der Beamtenschaft oder des Parlamentarismus ist auch nichts zu erkennen.</p>
<p>Solange die Formel der FDP lautet: Steuern runter, koste es was es wolle! ist die Politik der FDP ein schlechter Witz und an L&#228;cherlichkeit kaum noch zu &#252;berbieten. Das vermag selbst die SPD &#8211; trotz katastrophaler Besetzung &#8211; nicht.</p>
<p>Deutschland ist eben ein Land ohne Rohstoffe. Wenn wir unser Bildungsniveau nicht enorm steigern, dann wird dieses Land immer weiter zur&#252;ckfallen. Insoweit erlaube ich mir das kollektive Bed&#252;rfnis zu definieren.</p>
<p>Aber was soll es, ich werde von den negativen Auswirkungen nicht betroffen sein. Es kann mir daher im Grunde egal sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25085</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 18:15:54 +0000</pubDate>
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		<description>@ex-blond

&lt;blockquote&gt;Es gibt da diesen Spruch:
„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“.

Da ist sehr viel Wahres dran. Die Konsequenz ist, dass das Dorf Mitverantwortung tr&#228;gt. Die Dorfbewohner tragen Mitverantwortung f&#252;r Kinder, die nicht die eigenen sind. Wie wollen Liberale diese Mitverantwortung tragen? Die Konsequenzen stehen diametral den Idealen der Liberalen (zu denen ich mich selbst ein St&#252;ck weit z&#228;hle) entgegen. &lt;/blockquote&gt;

Das liberale Ideal, wie ich es verstehe, steht dem &#252;berhaupt nicht entgegen. Ein Liberaler w&#252;rde ein Dorf nur eben nicht per Gesetz zum Miterziehen zwingen wollen. Sondern die Dorfbewohner ggf. davon &#252;berzeugen, dass sie es aus guten Gr&#252;nden tun sollten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ex-blond</p>
<blockquote><p>Es gibt da diesen Spruch:<br />
„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“.</p>
<p>Da ist sehr viel Wahres dran. Die Konsequenz ist, dass das Dorf Mitverantwortung tr&#228;gt. Die Dorfbewohner tragen Mitverantwortung f&#252;r Kinder, die nicht die eigenen sind. Wie wollen Liberale diese Mitverantwortung tragen? Die Konsequenzen stehen diametral den Idealen der Liberalen (zu denen ich mich selbst ein St&#252;ck weit z&#228;hle) entgegen. </p></blockquote>
<p>Das liberale Ideal, wie ich es verstehe, steht dem &#252;berhaupt nicht entgegen. Ein Liberaler w&#252;rde ein Dorf nur eben nicht per Gesetz zum Miterziehen zwingen wollen. Sondern die Dorfbewohner ggf. davon &#252;berzeugen, dass sie es aus guten Gr&#252;nden tun sollten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25084</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 18:15:51 +0000</pubDate>
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		<description>@ DSadO

Danke! - Ihr j&#252;ngster langer und sehr repektabler Kommentar war - unausgesprochen - eine eindringliche Warnung vor Zust&#228;nden wie denen, in die ich k&#252;rzlich via TV Einsicht nehmen konnte: 

Eltern arbeitslos, die Kinder stehen, bevor sie zur Schule gehen, alleine auf, Eltern bleiben liegen; gr&#246;ssere Schwester und kleinerer Bruder verfr&#252;hst&#252;cken stehend die selbst geschmierten Marmeladenbrote, sie baut sich und ihm nebenher noch ein Pausenbrot zusammen, sie gehen ohne Abschied. Weil Mutter auch mittags keinen Einstieg in die K&#252;che findet, schickt sie die Kinder mal zum &quot;Fastfood&quot;, meist aber zur Gratisspeisung eines Sozialvereins; dort k&#246;nnen sie auch gleich die Hausaufgaben machen, am Tisch ist n&#228;mlich kein Platz. Wenn sie heimkommen, werden nicht sie, sondern vom Sofa aus die Fernsehbilder wahrgenommen, und wann sie zu Bett gehen wollen, entscheiden sie selbst.
 
Das sind Rituale der Verwahrlosung, und nach solchen Bilder verfluche ich ganz unchristlich den heutigen Wohlfahrtsstaat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ DSadO</p>
<p>Danke! &#8211; Ihr j&#252;ngster langer und sehr repektabler Kommentar war &#8211; unausgesprochen &#8211; eine eindringliche Warnung vor Zust&#228;nden wie denen, in die ich k&#252;rzlich via TV Einsicht nehmen konnte: </p>
<p>Eltern arbeitslos, die Kinder stehen, bevor sie zur Schule gehen, alleine auf, Eltern bleiben liegen; gr&#246;ssere Schwester und kleinerer Bruder verfr&#252;hst&#252;cken stehend die selbst geschmierten Marmeladenbrote, sie baut sich und ihm nebenher noch ein Pausenbrot zusammen, sie gehen ohne Abschied. Weil Mutter auch mittags keinen Einstieg in die K&#252;che findet, schickt sie die Kinder mal zum &#8220;Fastfood&#8221;, meist aber zur Gratisspeisung eines Sozialvereins; dort k&#246;nnen sie auch gleich die Hausaufgaben machen, am Tisch ist n&#228;mlich kein Platz. Wenn sie heimkommen, werden nicht sie, sondern vom Sofa aus die Fernsehbilder wahrgenommen, und wann sie zu Bett gehen wollen, entscheiden sie selbst.</p>
<p>Das sind Rituale der Verwahrlosung, und nach solchen Bilder verfluche ich ganz unchristlich den heutigen Wohlfahrtsstaat.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Stimme aus dem Off</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25083</link>
		<dc:creator>Die Stimme aus dem Off</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 17:07:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/#comment-25083</guid>
		<description>@ Friedel B:
Von abstrakten Ratschl&#228;gen halte ich recht wenig. Konkrete kann ich Dir aber leider auch nicht geben. Deshalb dieser Link: www.sovd.de

Die haben garantiert auch eine Zweigstelle an Deinem Wohnort. F&#252;r einen Jahresbeitrag von unter 100 Euro bekommst Du ziemlich fundierte Hilfe durch Fachanw&#228;lte f&#252;r Sozialrecht. Die Leute im SOVD kennen sich wirklich gut aus und haben vor allem auch Kontaktanschriften. Das Wichtigste ist allerdings, dass die Leute beim SOVD f&#252;r Dich die n&#246;tigen Antr&#228;ge ausf&#252;llen und Anspr&#252;che kompetent und vor allem auch schnell notfalls vor Gericht durchsetzen.

Im Jahresbeitrag ist auch Rechtsschutz inbegriffen. Geringe Geb&#252;hren werden wohl nur f&#252;r das Widerspruchsverfahren und die evtl. Klage erhoben. Das sind aber geringe Betr&#228;ge und g&#252;nstiger wirst Du so viel Hilfe keinesfalls finden.

Der einzige Rat den ich Dir geben kann ist, m&#246;glichst schnell zum SOVD zu gehen. Man wird Dir dort ganz sicher helfen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Friedel B:<br />
Von abstrakten Ratschl&#228;gen halte ich recht wenig. Konkrete kann ich Dir aber leider auch nicht geben. Deshalb dieser Link: <a href="http://www.sovd.de" rel="nofollow">http://www.sovd.de</a></p>
<p>Die haben garantiert auch eine Zweigstelle an Deinem Wohnort. F&#252;r einen Jahresbeitrag von unter 100 Euro bekommst Du ziemlich fundierte Hilfe durch Fachanw&#228;lte f&#252;r Sozialrecht. Die Leute im SOVD kennen sich wirklich gut aus und haben vor allem auch Kontaktanschriften. Das Wichtigste ist allerdings, dass die Leute beim SOVD f&#252;r Dich die n&#246;tigen Antr&#228;ge ausf&#252;llen und Anspr&#252;che kompetent und vor allem auch schnell notfalls vor Gericht durchsetzen.</p>
<p>Im Jahresbeitrag ist auch Rechtsschutz inbegriffen. Geringe Geb&#252;hren werden wohl nur f&#252;r das Widerspruchsverfahren und die evtl. Klage erhoben. Das sind aber geringe Betr&#228;ge und g&#252;nstiger wirst Du so viel Hilfe keinesfalls finden.</p>
<p>Der einzige Rat den ich Dir geben kann ist, m&#246;glichst schnell zum SOVD zu gehen. Man wird Dir dort ganz sicher helfen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25082</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 16:48:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/#comment-25082</guid>
		<description>@Friedel B.:
Es ist ziemlich schwierig, von au&#223;en so eine komplexe Situation beurteilen zu wollen oder gar Ratschl&#228;ge zu geben.

Mir sind aber zwei Punkte aufgefallen:
&gt; Ansonsten habe ich eisern
&gt; geschwiegen.
Ich kann mir ehrlich gesagt kaum (oder gar keine) Situationen vorstellen, wo das sinnvoll sein kann.
Es k&#246;nnte sein, da&#223; mehr Kommunikation zwischen den Eltern und zwischen Eltern und Kind helfen w&#252;rde.

&gt; Die Eigenschaft, dass er zur
&gt; Mitwirkung im Haushalt nur
&gt; unwillig bereit ist und in
&gt; dieser Hinsicht kaum jemals
&gt; initiativ wird, teilt er mit
&gt; vielen anderen (&#252;brigens auch
&gt; mit mir).
Den Unwillen teile ich durchaus.
Und trotzdem MUSS man da initiativ werden und mithelfen. Und nur wenn man selber das Beispiel vorlebt, wird auch der Sohn Ermahnungen in dieser Richtung zug&#228;nglich sein.

Bei der Gesamtsituation gebe ich eher Ihrer Frau recht.
Wenn der Sohn nun erwachsen ist, mu&#223; ihm auch klar sein, da&#223; er nicht nur nehmen kann, sondern auch geben mu&#223;.
Was er an Hobbies pflegt ist da zweitrangig - es entbindet ihn nicht der moralischen Pflicht, seinen Teil zur Familienarbeit beizutragen, wenn er schon zu Hause durchf&#252;ttern l&#228;&#223;t.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Friedel B.:<br />
Es ist ziemlich schwierig, von au&#223;en so eine komplexe Situation beurteilen zu wollen oder gar Ratschl&#228;ge zu geben.</p>
<p>Mir sind aber zwei Punkte aufgefallen:<br />
&gt; Ansonsten habe ich eisern<br />
&gt; geschwiegen.<br />
Ich kann mir ehrlich gesagt kaum (oder gar keine) Situationen vorstellen, wo das sinnvoll sein kann.<br />
Es k&#246;nnte sein, da&#223; mehr Kommunikation zwischen den Eltern und zwischen Eltern und Kind helfen w&#252;rde.</p>
<p>&gt; Die Eigenschaft, dass er zur<br />
&gt; Mitwirkung im Haushalt nur<br />
&gt; unwillig bereit ist und in<br />
&gt; dieser Hinsicht kaum jemals<br />
&gt; initiativ wird, teilt er mit<br />
&gt; vielen anderen (&#252;brigens auch<br />
&gt; mit mir).<br />
Den Unwillen teile ich durchaus.<br />
Und trotzdem MUSS man da initiativ werden und mithelfen. Und nur wenn man selber das Beispiel vorlebt, wird auch der Sohn Ermahnungen in dieser Richtung zug&#228;nglich sein.</p>
<p>Bei der Gesamtsituation gebe ich eher Ihrer Frau recht.<br />
Wenn der Sohn nun erwachsen ist, mu&#223; ihm auch klar sein, da&#223; er nicht nur nehmen kann, sondern auch geben mu&#223;.<br />
Was er an Hobbies pflegt ist da zweitrangig &#8211; es entbindet ihn nicht der moralischen Pflicht, seinen Teil zur Familienarbeit beizutragen, wenn er schon zu Hause durchf&#252;ttern l&#228;&#223;t.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Stimme aus dem Off</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25081</link>
		<dc:creator>Die Stimme aus dem Off</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 16:04:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/#comment-25081</guid>
		<description>@ ex-blond: 
&lt;blockquote&gt;
Mit Mitte Zwanzig hat sie Selbstmord begangen. Im Nachhinein (!) hatte ich immer - bis heute - das Gef&#252;hl, dass diese Unterst&#252;tzungsstrategie durch Psychologen und Eltern falsch war, dass ein Rauswurf mit Totalabsturz am Anfang ihrer Depressionen besser gewesen w&#228;re, dass sie sich dann selbst h&#228;tte fangen k&#246;nnen und dass das die einzige M&#246;glichkeit gewesen w&#228;re, aus Ihrer chronischen Depression auszubrechen.&lt;/blockquote&gt;

H&#228;tte, w&#228;re, k&#246;nnte, sollte. Mach Dir blo&#223; keine Vorw&#252;rfe. Suizidalit&#228;t muss nicht unbedingt mit einer Depression zusammenh&#228;ngen. Nat&#252;rlich spricht viel daf&#252;r, aber es ist auch gut m&#246;glich das eine andere Ursache, wie z.B. eine Psychose Deine Freundin in den Tod trieb. 

Ganz nebenbei schreibst Du ja selbst, dass starke Depressionen auch k&#246;rperliche Ursachen haben k&#246;nnen.

Der Rausschmiss und das Fallenlassen ist &#252;brigens mittlerweile kein angeratenes Mittel mehr. Das hat man vor Jahrzehnten mal in die Runde geschmissen und das galt auch nur f&#252;r Abh&#228;ngige. 
Ein guter Freund von mir ist Psychiater und der kommt zu einem ganz anderen Schluss. Meistens ist es die n&#228;mlich Familie oder die soziale Bindung, die diese Menschen noch am Leben h&#228;lt. Wenn sie diesen Halt auch noch verlieren, sind sie oftmals nicht zu retten. Viele &#196;rzte raten den Angeh&#246;rigen &#252;brigens aus einem ganz anderen Grund zur Distanz: Sie wollen verhindern, dass der Rest der Familie an der seelischen Krankheit des Patienten leidet oder das sich ein sog. &quot;sekund&#228;rer Krankheitsgewinn&quot; des Patienten manifestiert, dass also der Patient durch st&#228;ndige &#220;bung lernt seiner Krankheit einen gewissen sozialen Nutzen zu entnehmen, weil er damit Aufmerksamkeitsanteile auf sich ziehen kann.

Das ist dann auch eine Ritualisierung, aber keine erstrebenswerte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ ex-blond: </p>
<blockquote><p>
Mit Mitte Zwanzig hat sie Selbstmord begangen. Im Nachhinein (!) hatte ich immer &#8211; bis heute &#8211; das Gef&#252;hl, dass diese Unterst&#252;tzungsstrategie durch Psychologen und Eltern falsch war, dass ein Rauswurf mit Totalabsturz am Anfang ihrer Depressionen besser gewesen w&#228;re, dass sie sich dann selbst h&#228;tte fangen k&#246;nnen und dass das die einzige M&#246;glichkeit gewesen w&#228;re, aus Ihrer chronischen Depression auszubrechen.</p></blockquote>
<p>H&#228;tte, w&#228;re, k&#246;nnte, sollte. Mach Dir blo&#223; keine Vorw&#252;rfe. Suizidalit&#228;t muss nicht unbedingt mit einer Depression zusammenh&#228;ngen. Nat&#252;rlich spricht viel daf&#252;r, aber es ist auch gut m&#246;glich das eine andere Ursache, wie z.B. eine Psychose Deine Freundin in den Tod trieb. </p>
<p>Ganz nebenbei schreibst Du ja selbst, dass starke Depressionen auch k&#246;rperliche Ursachen haben k&#246;nnen.</p>
<p>Der Rausschmiss und das Fallenlassen ist &#252;brigens mittlerweile kein angeratenes Mittel mehr. Das hat man vor Jahrzehnten mal in die Runde geschmissen und das galt auch nur f&#252;r Abh&#228;ngige.<br />
Ein guter Freund von mir ist Psychiater und der kommt zu einem ganz anderen Schluss. Meistens ist es die n&#228;mlich Familie oder die soziale Bindung, die diese Menschen noch am Leben h&#228;lt. Wenn sie diesen Halt auch noch verlieren, sind sie oftmals nicht zu retten. Viele &#196;rzte raten den Angeh&#246;rigen &#252;brigens aus einem ganz anderen Grund zur Distanz: Sie wollen verhindern, dass der Rest der Familie an der seelischen Krankheit des Patienten leidet oder das sich ein sog. &#8220;sekund&#228;rer Krankheitsgewinn&#8221; des Patienten manifestiert, dass also der Patient durch st&#228;ndige &#220;bung lernt seiner Krankheit einen gewissen sozialen Nutzen zu entnehmen, weil er damit Aufmerksamkeitsanteile auf sich ziehen kann.</p>
<p>Das ist dann auch eine Ritualisierung, aber keine erstrebenswerte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Stimme aus dem Off</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25080</link>
		<dc:creator>Die Stimme aus dem Off</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 15:49:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/#comment-25080</guid>
		<description>@ Rayson und Lina:

Nat&#252;rlich wollte ich es nicht an diesen beiden Ritualen jetzt unbedingt festmachen. Sie sind nat&#252;rlich eher als Beispiel f&#252;r religi&#246;se Rituale gedacht gewesen. Ich habe sie gew&#228;hlt, weil ich ihren praktischen Nutzen in der Kindererziehung selbst oft vor Augen gef&#252;hrt bekommen habe.
Man kann sie selbstverst&#228;ndlich auch durch andere Rituale ersetzen.

Es wird den meisten Leuten aber schwer fallen Rituale zu finden, die keine religi&#246;sen Wurzeln haben und sich &#228;hnlich selbstverst&#228;ndlich und konfliktfrei ausleben, bzw. durchhalten lassen. Au&#223;erdem wird es ihnen wohl an Akzeptanz fehlen, weil  sich das Kind bei der Durchf&#252;hrung dieser Rituale nicht in den Verhaltensweisen anderer Kinder spiegeln kann. Dem Kind fehlen die Vergleichs- und Interaktionsm&#246;glichkeiten.

Einen Verzicht auf Rituale halte ich f&#252;r katastrophal. Dem ohne Rituale erzogenen Kind (kann man das &#252;berhaupt Erziehung nennen?) fehlt die emotionale Vertrautheit. Es muss sich in Alltagssituationen st&#228;ndig neu orientieren, ist also einem gewissen Orientierungsstress ausgesetzt. Stark ritualisierte Verhaltensweisen geben dem Kind die Sicherheit die es braucht, um z.B. seine kognitiven F&#228;higkeiten zu den erforderlichen Zeitpunkten und Zeitspannen schneller und vor allem auch entspannter parat zu haben. Rituell erzogene Kinder haben deswegen sehr viel mehr Zeit als Kinder die anderen Erziehungsgedanken ausgesetzt waren. Es muss ja seine Gr&#252;nde haben, warum die konfessionsgebundenen Schulen von areligi&#246;sen Eltern &#252;berrannt werden, die ihre Kinder auf genau diese Schulen geben wollen. Das Geheimnis dieser Schulen ist IMHO ihre Ritualit&#228;t. Die Zunahme von Aufmerksamkeitsst&#246;rungen ergibt sich dann meiner Meinung nach daher vor allem aus einem Mangel an eben dieser Ritualit&#228;t. Wie sollen die Kinder kognitiv aufmerksam sein, wenn sie einen gro&#223;en Teil ihrer Aufmerksamkeit auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung und das Absch&#228;tzen der richtigen Verhaltensweise in der konkreten Situation richten m&#252;ssen? 

Die Absenkung der Leistungsf&#228;higkeit der Studenten z.B. ist doch keine neue Erscheinung. Sie wird nur leider immer deutlicher und ausgepr&#228;gter. Mittlerweile leidet sogar schon in F&#228;chern wie Jura der Inhalt daher deutlich. 

Bestes Beispiel:http://www.lawblog.de/index.php/archives/2007/11/15/nicht-jeden-tag/#comments

Am Ende geht n&#228;mlich nicht nur die F&#228;higkeit verloren sich selbst zu strukturieren, sondern auch konsequent strukturiert zu denken. Mit der F&#228;higkeit strukturiert zu denken geht leider auch die F&#228;higkeit verloren den Sinn der Struktur zu erkennen und L&#246;sungen in der angemessenen Zeit zu finden. Schlie&#223;lich entsteht eine Klasse von Menschen, die sich in einer gewissen Weise nicht mehr traut den Mund aufzumachen, weil sie kein deutliches Gesp&#252;r f&#252;r die Struktur oder die Form entwickelt haben. 

Ganz grunds&#228;tzliche Dinge m&#252;ssen von den Kindern einer  solchen entritualisierten Erziehung doch erst noch gelernt werden. Die F&#228;higkeit zu  SELBSTST&#196;NDIGER strukturierter Arbeit und der selbstbewussten Einforderung eben dieser hat doch deutlich abgenommen. 

Man gucke sich doch nur einmal die Schulhefte heutiger Kinder an. Das Problem ist wohl gemeinhin ernster als angenommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Rayson und Lina:</p>
<p>Nat&#252;rlich wollte ich es nicht an diesen beiden Ritualen jetzt unbedingt festmachen. Sie sind nat&#252;rlich eher als Beispiel f&#252;r religi&#246;se Rituale gedacht gewesen. Ich habe sie gew&#228;hlt, weil ich ihren praktischen Nutzen in der Kindererziehung selbst oft vor Augen gef&#252;hrt bekommen habe.<br />
Man kann sie selbstverst&#228;ndlich auch durch andere Rituale ersetzen.</p>
<p>Es wird den meisten Leuten aber schwer fallen Rituale zu finden, die keine religi&#246;sen Wurzeln haben und sich &#228;hnlich selbstverst&#228;ndlich und konfliktfrei ausleben, bzw. durchhalten lassen. Au&#223;erdem wird es ihnen wohl an Akzeptanz fehlen, weil  sich das Kind bei der Durchf&#252;hrung dieser Rituale nicht in den Verhaltensweisen anderer Kinder spiegeln kann. Dem Kind fehlen die Vergleichs- und Interaktionsm&#246;glichkeiten.</p>
<p>Einen Verzicht auf Rituale halte ich f&#252;r katastrophal. Dem ohne Rituale erzogenen Kind (kann man das &#252;berhaupt Erziehung nennen?) fehlt die emotionale Vertrautheit. Es muss sich in Alltagssituationen st&#228;ndig neu orientieren, ist also einem gewissen Orientierungsstress ausgesetzt. Stark ritualisierte Verhaltensweisen geben dem Kind die Sicherheit die es braucht, um z.B. seine kognitiven F&#228;higkeiten zu den erforderlichen Zeitpunkten und Zeitspannen schneller und vor allem auch entspannter parat zu haben. Rituell erzogene Kinder haben deswegen sehr viel mehr Zeit als Kinder die anderen Erziehungsgedanken ausgesetzt waren. Es muss ja seine Gr&#252;nde haben, warum die konfessionsgebundenen Schulen von areligi&#246;sen Eltern &#252;berrannt werden, die ihre Kinder auf genau diese Schulen geben wollen. Das Geheimnis dieser Schulen ist IMHO ihre Ritualit&#228;t. Die Zunahme von Aufmerksamkeitsst&#246;rungen ergibt sich dann meiner Meinung nach daher vor allem aus einem Mangel an eben dieser Ritualit&#228;t. Wie sollen die Kinder kognitiv aufmerksam sein, wenn sie einen gro&#223;en Teil ihrer Aufmerksamkeit auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung und das Absch&#228;tzen der richtigen Verhaltensweise in der konkreten Situation richten m&#252;ssen? </p>
<p>Die Absenkung der Leistungsf&#228;higkeit der Studenten z.B. ist doch keine neue Erscheinung. Sie wird nur leider immer deutlicher und ausgepr&#228;gter. Mittlerweile leidet sogar schon in F&#228;chern wie Jura der Inhalt daher deutlich. </p>
<p>Bestes Beispiel:http://www.lawblog.de/index.php/archives/2007/11/15/nicht-jeden-tag/#comments</p>
<p>Am Ende geht n&#228;mlich nicht nur die F&#228;higkeit verloren sich selbst zu strukturieren, sondern auch konsequent strukturiert zu denken. Mit der F&#228;higkeit strukturiert zu denken geht leider auch die F&#228;higkeit verloren den Sinn der Struktur zu erkennen und L&#246;sungen in der angemessenen Zeit zu finden. Schlie&#223;lich entsteht eine Klasse von Menschen, die sich in einer gewissen Weise nicht mehr traut den Mund aufzumachen, weil sie kein deutliches Gesp&#252;r f&#252;r die Struktur oder die Form entwickelt haben. </p>
<p>Ganz grunds&#228;tzliche Dinge m&#252;ssen von den Kindern einer  solchen entritualisierten Erziehung doch erst noch gelernt werden. Die F&#228;higkeit zu  SELBSTST&#196;NDIGER strukturierter Arbeit und der selbstbewussten Einforderung eben dieser hat doch deutlich abgenommen. </p>
<p>Man gucke sich doch nur einmal die Schulhefte heutiger Kinder an. Das Problem ist wohl gemeinhin ernster als angenommen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ex-blond</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25079</link>
		<dc:creator>ex-blond</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 14:45:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/#comment-25079</guid>
		<description>@Rayson

Ja, die Frage hat es in sich. Dar&#252;ber denke ich oft nach. 

Meiner Meinung nach gelten beim Thema Kindererziehung n&#228;mlich sozusagen ‚Naturgesetze’, die den Liberalen nicht gefallen k&#246;nnen.
Ich erinnere mich da an die Diskussion hier auf diesem Blog um Ego-Shooter-Spiele, brutale Filme etc. und Kinder, die ich zutiefst unbefriedigend fand. 

Es gibt da diesen Spruch:
&lt;b&gt;„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“&lt;/b&gt;.

Da ist sehr viel Wahres dran. Die Konsequenz ist, dass das Dorf Mitverantwortung tr&#228;gt. Die Dorfbewohner tragen Mitverantwortung f&#252;r Kinder, die nicht die eigenen sind. Wie wollen Liberale diese Mitverantwortung tragen? Die Konsequenzen stehen diametral den Idealen der Liberalen (zu denen ich mich selbst ein St&#252;ck weit z&#228;hle) entgegen. 

Ich habe selbst noch kein abgeschlossene Meinung, aber grunds&#228;tzlich tendiere ich dazu zu sagen, dass f&#252;r Kinder oft Entgegengesetztes gedeihlich ist als f&#252;r Erwachsenen. Konsequente Verbote und Einschr&#228;nkungen (Kinder) vs. gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Freiheit (Erwachsene) (Beispiele: Rauchen, Alkohol, Medien (!), auch Verhaltensweisen etc). Bzgl. Kinder br&#228;uchten wir eine viel konservativere Umgebung, bzgl. Erwachsene eine liberalere.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Rayson</p>
<p>Ja, die Frage hat es in sich. Dar&#252;ber denke ich oft nach. </p>
<p>Meiner Meinung nach gelten beim Thema Kindererziehung n&#228;mlich sozusagen ‚Naturgesetze’, die den Liberalen nicht gefallen k&#246;nnen.<br />
Ich erinnere mich da an die Diskussion hier auf diesem Blog um Ego-Shooter-Spiele, brutale Filme etc. und Kinder, die ich zutiefst unbefriedigend fand. </p>
<p>Es gibt da diesen Spruch:<br />
<b>„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“</b>.</p>
<p>Da ist sehr viel Wahres dran. Die Konsequenz ist, dass das Dorf Mitverantwortung tr&#228;gt. Die Dorfbewohner tragen Mitverantwortung f&#252;r Kinder, die nicht die eigenen sind. Wie wollen Liberale diese Mitverantwortung tragen? Die Konsequenzen stehen diametral den Idealen der Liberalen (zu denen ich mich selbst ein St&#252;ck weit z&#228;hle) entgegen. </p>
<p>Ich habe selbst noch kein abgeschlossene Meinung, aber grunds&#228;tzlich tendiere ich dazu zu sagen, dass f&#252;r Kinder oft Entgegengesetztes gedeihlich ist als f&#252;r Erwachsenen. Konsequente Verbote und Einschr&#228;nkungen (Kinder) vs. gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Freiheit (Erwachsene) (Beispiele: Rauchen, Alkohol, Medien (!), auch Verhaltensweisen etc). Bzgl. Kinder br&#228;uchten wir eine viel konservativere Umgebung, bzgl. Erwachsene eine liberalere.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ex-blond</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25078</link>
		<dc:creator>ex-blond</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 14:23:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/#comment-25078</guid>
		<description>(offtopic)
@ Friedel B.
Gibt es keine M&#246;glichkeit, den jungen Mann alleine wohnen zu lassen statt zu Hause? K&#246;nnte ihm das nicht gut tun?
Ich sage das nat&#252;rlich ohne jegliche Kenntnisse der Details. Als ich ca. 17 war, hatte ich eine Freundin, die stark depressiv wurde und nie wieder da raus kam. Sie pendelte zwischen l&#228;ngeren Klinikaufenthalten und wohnte sonst bei ihren Eltern, die sie fortw&#228;hrend verst&#228;ndnisvoll unterst&#252;tzt haben. Mit Mitte Zwanzig hat sie Selbstmord begangen. Im Nachhinein (!) hatte ich immer - bis heute - das Gef&#252;hl, dass diese Unterst&#252;tzungsstrategie durch Psychologen und Eltern falsch war, dass ein Rauswurf mit Totalabsturz am Anfang ihrer Depressionen besser gewesen w&#228;re, dass sie sich dann selbst h&#228;tte fangen k&#246;nnen und dass das die einzige M&#246;glichkeit gewesen w&#228;re, aus Ihrer chronischen Depression auszubrechen. Dahinter steht meine eigene Erfahrung mit mir selbst, dass je mehr Selbstverantwortung ich in meinem eigenen Leben &#252;bernommen habe, je herausfordernder Leben wurde, desto heller und stabiler wurde meine eigene psychsiche Grundstimmung (ich leide nicht an Depressionen, aber bin zuweilen etwas leicht depressiv vestimmt, freilich ist das vermutlich nicht vergleichbar mit krankhaften starken Depressionen, die ja auch k&#246;rperlich verursacht sein k&#246;nnen)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(offtopic)<br />
@ Friedel B.<br />
Gibt es keine M&#246;glichkeit, den jungen Mann alleine wohnen zu lassen statt zu Hause? K&#246;nnte ihm das nicht gut tun?<br />
Ich sage das nat&#252;rlich ohne jegliche Kenntnisse der Details. Als ich ca. 17 war, hatte ich eine Freundin, die stark depressiv wurde und nie wieder da raus kam. Sie pendelte zwischen l&#228;ngeren Klinikaufenthalten und wohnte sonst bei ihren Eltern, die sie fortw&#228;hrend verst&#228;ndnisvoll unterst&#252;tzt haben. Mit Mitte Zwanzig hat sie Selbstmord begangen. Im Nachhinein (!) hatte ich immer &#8211; bis heute &#8211; das Gef&#252;hl, dass diese Unterst&#252;tzungsstrategie durch Psychologen und Eltern falsch war, dass ein Rauswurf mit Totalabsturz am Anfang ihrer Depressionen besser gewesen w&#228;re, dass sie sich dann selbst h&#228;tte fangen k&#246;nnen und dass das die einzige M&#246;glichkeit gewesen w&#228;re, aus Ihrer chronischen Depression auszubrechen. Dahinter steht meine eigene Erfahrung mit mir selbst, dass je mehr Selbstverantwortung ich in meinem eigenen Leben &#252;bernommen habe, je herausfordernder Leben wurde, desto heller und stabiler wurde meine eigene psychsiche Grundstimmung (ich leide nicht an Depressionen, aber bin zuweilen etwas leicht depressiv vestimmt, freilich ist das vermutlich nicht vergleichbar mit krankhaften starken Depressionen, die ja auch k&#246;rperlich verursacht sein k&#246;nnen)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25077</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 13:17:18 +0000</pubDate>
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		<description>@ Rayson

Immer diese Spitzfindigkeiten, Rayson!;-) 

Nat&#252;rlich leuchten mir Notwendigkeit und Wirkung gewisser Rituale ein - ich sagte es ja. Aber warum sollen das (ich korrigiere mich!) konfessionstr&#228;chtige Rituale sein? Nur weil sie christlicher Standard bei uns sind? Hausgemacht &quot;gottlos&quot;(DSado!) sind sie mir lieber. Sie werden entweder vorgegeben oder ergeben sich aus Tagesabl&#228;ufen praktisch wie von selbst - in jeder Gruppe. Ich kann (bindungshalber) gesittete Regeln einf&#252;hren - und sie funktionieren auch, lassen aber - Gedankenfreiheit. Aus Dressur - billig oder nicht - folgt gedankenloses Parieren mit unter Umst&#228;nden verheerenden Folgen besonders dann, wenn zum Beispiel betont glaubenstr&#228;chtige (hier stimmt es wieder!) Inhalte vermittelt, bzw. eingetrichtert werden. (Ich denke an religi&#246;se Sekten - aber zugegeben;-): als ein Extrem. Ist da auch nichts determiniert? Ich glaube schon.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Rayson</p>
<p>Immer diese Spitzfindigkeiten, Rayson!;-) </p>
<p>Nat&#252;rlich leuchten mir Notwendigkeit und Wirkung gewisser Rituale ein &#8211; ich sagte es ja. Aber warum sollen das (ich korrigiere mich!) konfessionstr&#228;chtige Rituale sein? Nur weil sie christlicher Standard bei uns sind? Hausgemacht &#8220;gottlos&#8221;(DSado!) sind sie mir lieber. Sie werden entweder vorgegeben oder ergeben sich aus Tagesabl&#228;ufen praktisch wie von selbst &#8211; in jeder Gruppe. Ich kann (bindungshalber) gesittete Regeln einf&#252;hren &#8211; und sie funktionieren auch, lassen aber &#8211; Gedankenfreiheit. Aus Dressur &#8211; billig oder nicht &#8211; folgt gedankenloses Parieren mit unter Umst&#228;nden verheerenden Folgen besonders dann, wenn zum Beispiel betont glaubenstr&#228;chtige (hier stimmt es wieder!) Inhalte vermittelt, bzw. eingetrichtert werden. (Ich denke an religi&#246;se Sekten &#8211; aber zugegeben;-): als ein Extrem. Ist da auch nichts determiniert? Ich glaube schon.)</p>
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	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25076</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 11:56:04 +0000</pubDate>
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		<description>Es geht wohl weniger darum, ob die Rituale &quot;glaubenstr&#228;chtig&quot; sind, sondern dass es &#252;berhaupt welche gibt. Die Wichtigkeit von Ritualen in engen Beziehungen, ob es sich dabei nun um eine Ehe oder eine Familie handelt, d&#252;rfte mittlerweile unbestritten sein.

DSadO weist zu Recht darauf hin, dass solch wichtige Rituale meist von Religionen &#252;ber die Generationen hinweg transportiert werden und schwer aus dem Nichts durch andere zu ersetzen sind, die eine &#228;hnliche Bindungswirkung entfalten.

Der Vorwurf &quot;Dressur&quot; ist hier zu billige M&#252;nze, kann man ihn doch so polemisch gemeint gegen Erziehung schlechthin wenden. Im &#220;brigen kann ich versichern, dass &#220;bungen in sonnt&#228;glichem Kirchgang und regelm&#228;&#223;ige Tischgebete allein (beides &#252;briges Dinge, die in unserer Familie nie praktiziert wurden) mit &quot;Glauben&quot; so wenig zu tun haben, dass man damit f&#252;r die Zukunft des Kindes in dieser Hinsicht &#252;berhaupt nichts determiniert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht wohl weniger darum, ob die Rituale &#8220;glaubenstr&#228;chtig&#8221; sind, sondern dass es &#252;berhaupt welche gibt. Die Wichtigkeit von Ritualen in engen Beziehungen, ob es sich dabei nun um eine Ehe oder eine Familie handelt, d&#252;rfte mittlerweile unbestritten sein.</p>
<p>DSadO weist zu Recht darauf hin, dass solch wichtige Rituale meist von Religionen &#252;ber die Generationen hinweg transportiert werden und schwer aus dem Nichts durch andere zu ersetzen sind, die eine &#228;hnliche Bindungswirkung entfalten.</p>
<p>Der Vorwurf &#8220;Dressur&#8221; ist hier zu billige M&#252;nze, kann man ihn doch so polemisch gemeint gegen Erziehung schlechthin wenden. Im &#220;brigen kann ich versichern, dass &#220;bungen in sonnt&#228;glichem Kirchgang und regelm&#228;&#223;ige Tischgebete allein (beides &#252;briges Dinge, die in unserer Familie nie praktiziert wurden) mit &#8220;Glauben&#8221; so wenig zu tun haben, dass man damit f&#252;r die Zukunft des Kindes in dieser Hinsicht &#252;berhaupt nichts determiniert.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/comment-page-1/#comment-25075</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 11:45:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/11/16/sie-stoeren/#comment-25075</guid>
		<description>@ DSadO

Die genannte Wirkung bleibt in Theorie und Praxis unwidersprochen - ich mag&#039;s nur nicht so eng und verliere lieber mal die Fassung.

&quot;Diese Rituale sind uralt und deswegen haben sich in der Gesellschaft leider noch keine “gottlosen” Alternativen entwickeln k&#246;nnen.&quot; - Was f&#252;r ein Satz ;-)!

Kontrolle mittels glaubenstr&#228;chtiger Rituale erreichen zu wollen, hat eine starke Schlagseite zur Dressur und ist f&#252;r mich weiter problematisch; einem Kind Manieren beizubringen geht auch anders.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ DSadO</p>
<p>Die genannte Wirkung bleibt in Theorie und Praxis unwidersprochen &#8211; ich mag&#8217;s nur nicht so eng und verliere lieber mal die Fassung.</p>
<p>&#8220;Diese Rituale sind uralt und deswegen haben sich in der Gesellschaft leider noch keine “gottlosen” Alternativen entwickeln k&#246;nnen.&#8221; &#8211; Was f&#252;r ein Satz <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> !</p>
<p>Kontrolle mittels glaubenstr&#228;chtiger Rituale erreichen zu wollen, hat eine starke Schlagseite zur Dressur und ist f&#252;r mich weiter problematisch; einem Kind Manieren beizubringen geht auch anders.</p>
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