11. November 2007
11 Namen, die man sich merken sollte
Am Freitag hat der Bundestag das elende Gesetz zur Internet-Überwachung verabschiedet .
Wie zu erwarten haben sich Liberale und Grüne komplett dagegen ausgesprochen.
Was ihnen natürlich als Oppositionsparteien auch leicht gefallen ist – immerhin habe ich bei einigen auch die Hoffnung, daß sie auch in der Regierung genauso abgestimmt hätten.
Wesentlich schwerer fiel 11 Regierungsabgeordneten ihr Abstimmungsverhalten …
Mit ihrer Ablehnung stellten sie sich öffentlich gegen die von ihrer Partei verkündete Linie.
In einem wichtigen und kontrovers diskutierten Projekt folgten sie ihrem Gewissen und nahmen dabei politische Schwierigkeiten in Kauf.
Es handelt sich dabei um:
Dr. Hans-Georg Faust, Arzt, Niedersachsen.
Dr. Peter Gauweiler, Rechtsanwalt, Bayern.
Wolfgang Gunkel, Polizeipräsident a. D., Sachsen.
Petra Heß, Kindergärtnerin, Thüringen.
Eike Hovermann, Lehrer, Nordrhein-Westfalen.
Ulrich Kelber, Informatiker, Nordrhein-Westfalen.
Dr. Rolf Koschorrek, Zahnarzt, Schleswig-Holstein.
Katharina Landgraf, Ingenieurin, Sachsen.
Sönke Rix, Erzieher, Schleswig-Holstein.
Frank Schwabe, Gästeführer, Nordrhein-Westfalen.
Jörn Thießen, Pastor, Schleswig-Holstein
Eine sehr heterogene Gruppe, mit überaus unterschiedlichen Positionen und Gründen, das Gesetz abzulehnen.
Ich bezweifele auch, ob ich persönlich mit einem Gauweiler oder einem Juso-Chef Rix in sonstigen politischen Fragen viele Übereinstimmungen finden würde.
Aber die eigene Überzeugung vor den persönlichen Nutzen zu stellen, und öffentlich zu einer Minderheitenmeinung zu stehen – das ist wichtig und lobenswert, das sind auf jeden Fall Leute, die einem einen Rest Vertrauen in den Parlamentarismus lassen.
Verfasst von R.A. um 11:38 Uhr in der Kategorie Innenpolitik, Politik (Trackback)
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