Höhere Diäten? Aber gern!

Als äußerst handlungsfähig erweist sich die große Koalition bei der Frage des eigenen Gehalts. Streiks sind nicht nötig, niemand muss erpresst werden, der Arbeitgeber wird nicht gefragt, weil alte Sitte es so will, dass er mit der letzten Wahl einen allumfassenden Blankoscheck ausgestellt hat.

Die Abgeordneten unseres Parlaments genehmigen sich also knapp 10% höhere monatliche Gehälter. Andernorts werden diesbezüglich berechtigte und etwas populistische von sozialer Gerechtigkeitssehnsucht angehauchte Fragen gestellt. Ich will das Geschehen einfach mal mit einem Gehaltsangebot an meine lieben Angestellten in Berlin beantworten:

Liebe Regierung, liebes Parlament,
mit Interesse habe ich euren Wunsch zur Kenntnis genommen, monatlich etwas mehr Geld in der Tasche zu haben. Ich werde zwar nicht gefragt, möchte aber trotzdem kurz etwas dazu sagen. (So, wie ihr meistens nicht von mir gefragt werdet und trotzdem Antworten gebt, die meine Art zu leben beeinträchtigen.)

Nehmt bitte das Doppelte oder gern auch das Zehnfache der geplanten Erhöhung.
Im Ausgleich lasst ihr mich einfach etwas mehr in Frieden.

Ihr sorgt euch bitte nicht mehr darum, wie und ob ich für Krankheit, Rente und Arbeitslosigkeit vorsorge.
Ihr verschafft mir Freiheit bei der Auswahl meines Medienkonsums und steht mir bei, wenn dahergelaufene GEZ-Schergen vor meiner Tür stehen, um Geld für die mediale Darstellung von Kerner-Müll und Fußball-Millionärs-Gehampel einzutreiben.
Ihr schreibt mir bitte nicht vor, wie groß das Gehalt mindestens sein muss, für das ich freiwillig einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben beabsichtige. Und ihr erlaubt mir, demjenigen, der für mich arbeiten möchte, genau den Lohn zu zahlen, auf den ich mich mit diesem Menschen selbst einige.
Ihr entscheidet bitte nicht mehr an meiner statt, wer mir als handwerklich Begabterer zur Seite stehen darf.
Und lasst das Sammeln meiner privaten Kommunikationsdaten sein. Als Ex-DDR-Bürger bin ich da etwas sensibel.
Nebenbei könntet ihr bitte mal nachsehen, wem ihr alles das Geld gebt, das ihr mir über Steuern und Abgaben abgeknöpft habt. Falls dort andere als wirklich Arme, Polizisten, Soldaten oder Richter dabei sind (ausgenommen seid natürlich außerdem ihr und eure Gehälter!), würde ich darum bitten, dass ihr damit aufhört und im Gegenzug die Steuern senkt.

Ich weiß, das klingt jetzt nach sehr vielen Wünschen. Aber bitte bedenkt, dass ich euch nicht darum bitte, etwas zu tun. Sondern darum, das Meiste zu lassen. Und dafür biete ich euch sehr, sehr viel mehr Geld an.
Mehr Geld für weniger Arbeit – wär das nicht etwas?

Beste Grüße,
euer Wahluntertan Boche

Update:
Martin Eisenhardt war dankenswerterweise so freundlich, aus meinem Beitrag einen sprachlich geglätteten Brief in Form eines PDF-Formulars zu erstellen.
Zum Ausfüllen, Ausdrucken und Versenden an den nächstgelegenen Gehaltsempfänger Bundestagsabgeordneten.

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36 Kommentare zu “Höhere Diäten? Aber gern!”

  1. 5.11.2007 | 13:59

    Sehr nett! Da unterschreibe ich doch gleich mit.

    Wie es der Zufall aber wollte, habe ich gerade eben ausgerechnet, wie hoch der jährliche Zuwachs denn wäre, wenn die kolportierten Zahlen und Erhöhungszeitpunkte denn wahr würden: Die Erhöhung wäre gerade mal vergleichbar einem Zuwachs von 1,5% p.a.. Es ist wirklich taktisch ungeschickt und programmiert die Schlagzeile der Blöd-Zeitung geradezu, wenn die Parlamentarier mit der Anpassung zu lange warten und sich dann einen größeren Happen auf einmal gönnen.

  2. 5.11.2007 | 14:06

    Dann wird mein, nein, unser Angebot ja noch interessanter! Können die es überhaupt noch ausschlagen?

    PS: Ich hatte auch kurz mit dem Gedanken gespielt, die faktische Gehaltserhöhung mal durchzurechnen. Aber dann kam mir die Idee zum beschriebenen Angebot, das ja alle diese Fragen erübrigt. ;-)

  3. 5.11.2007 | 14:09

    Boche, wollen wir den Text nicht einfach mal schön setzen, als PDF zum Download anbieten und dann eine kleine Mail-Aktion starten?

    Jaja, es gibt eMails, aber mir scheint, die meisten MdBs erreicht man zuverlässiger per snail mail … :-D

  4. 5.11.2007 | 14:18

    Das können wir gern machen. Wenn jemand das PDF-Erstellen übernimmt. Mir fehlt grad die Software dafür.

  5. 5.11.2007 | 14:28

    “Streiks sind nicht nötig, niemand muss erpresst werden, der Arbeitgeber wird nicht gefragt, weil alte Sitte es so will, dass er mit der letzten Wahl einen allumfassenden Blankoscheck ausgestellt hat.”

    Jetzt weiß ich endlich, was Tarifautonomie bedeutet.

  6. 5.11.2007 | 14:39

    :-)

  7. 5.11.2007 | 14:51

    @Rayson
    Wenn man es am jährlichen Zuwachs festmacht kommt man auf die Zahlen, aber glaubst Du etwa, dass selbiges dann noch eine Schlagzeile wäre? Abgesehen davon unterstelle ich mal gewissen Publikationsorganen sowieso gezielte desinformation(eventuell könnte es natürlich sein, dass die dort Beschäftigten nicht rechnen können ;-) ).
    Andererseits müsste man allerdings auch mal die jährlichen Zuwächse in anderen Bereichen berechnen, z.B. Polizistengehälter, Krankenschwestern etc.
    Boche’s Schreiben würde ich allerdings auch voll unterstützen.

  8. 5.11.2007 | 15:02

    Natürlich wäre es schlauer, jedes Jahr die Diäten ein wenig anzupassen, als jahrelang aus populistischen Gründen darauf zu verzichten und dann einen größeren Satz machen zu wollen. Der Ärger ist immer der gleiche.

    Zudem ich das Nachholargument nicht so recht gelten lassen will: Wer damals nicht wollte, hat halt schon. Ich kann auch nicht kommen und meinem Auftraggeber wegen “ich habe früher für dich ja soviel getan” mehr Honorar abkknöpfen. Da bin ich fein selber schuld, wenn ich die Klappe nicht aufbekomme.

    Und natürlich sollen die Abgeordneten auch ordentlich bezahlt werden, denn ich weiß, dass unsere Abgeordneten selten einen freien Abend oder ein freies Wochenende haben. Nur finde ich die Grundlage Bundesrichter ungünstig, denn das sind (wenn wir es mal glauben) Top-Fachleute mit Studium. Und ob ob das so auf unsere Abgeordneten zutrifft?

  9. 5.11.2007 | 15:11

    @Boche + eigentlich alle:

    Wer möchte, kann ein PDF-Formular mit Boches Text hier finden. Einfach mit dem Adobe Reader öffnen, Absender- und Empfängeradresse sowie die Unterschrift eintragen, ausdrucken und ab damit an den Bundestagsabgeordneten der eigenen Wahl.

    Das Formular ist jetzt auf die schnelle zusammengeschludert, bei Bedarf kann man auch eine etwas schönere Lösung mit einem on-demand aus LaTeX heraus erzeugten PDF entwickeln. Das mache ich dann vielleicht nach dem 100sten Download … ;-)

  10. Lina
    5.11.2007 | 15:11

    Ich bin ja sowas von dabei! Wo liegt die Unterschriftenliste aus? Wieviele Unterschriften sollten es werden? Eine Million, zehn oder fünzig?

    Die kriegen wir vielleicht nicht ganz zusammen, wenn ich bedenke, dass etwa die FDP unter 10 Prozent dümpelt, aber Ihr furioses Schreiben öffnet Horizonte, an die so mancher noch gar nicht herangetreten ist.

    Öffentlich machen, bitte!

  11. 5.11.2007 | 15:23

    @Lina:

    Vielleicht war das in meinem letzten Kommentar noch nicht deutlich genug: Das PDF-Formular lässt sich unter http://node-0.mneisen.org/wp-content/uploads/2007/11/dieten.pdf herunterladen. Du kannst es direkt im Adobe Reader ausfüllen, ausdrucken und dann an Deinen MdB schicken.

    Viel Spaß!

  12. 5.11.2007 | 15:25

    @Martin

    Herzlichen Dank! Ich habe den Link zum PDF in den Beitrag oben eingearbeitet.

    @Lina

    Sie sollten es mit der Euphorie nicht übertreiben. Es ist sehr zu schätzen, dass Sie sich so ins Zeug legen. Aber ich möchte nicht, dass Sie die Enttäuschung über das Ausbleiben der neoliberalen Morgendämmerung zu schmerzhaft trifft.

  13. 5.11.2007 | 15:33

    Sehr gut :-) – geht gleich an “meinen” Bundestagsabgeordneten raus, Herrn Dr. Rainer Stinner. Obwohl, der ist ja Mitglied einer Oppositionsfraktion, der hat ja schon mal so was von gar niX zu bestimmen… den ereilt die Diätenerhöhung gleichsam wie das Schicksal Gottes…

  14. 5.11.2007 | 15:37

    @Bodo

    Beim Ratschlag Gottes die Hand heben zu dürfen, um dafür oder dagegen zu stimmen – wer hätte diese Möglichkeit schon?! ;-)
    Aber natürlich gehen wir davon aus, dass dein Abgeordneter dagegen stimmt und dies auch tun würde, wenn von seiner Stimme die Entscheidung abhinge. ;-)

  15. gelegentlicher Besucher
    5.11.2007 | 15:40

    Ich halte es eher für taktisch klug, Diätenerhöhungen selten aber dafür groß anzusetzen. Die öffentliche Aufregung ist nämlich nicht zur Höhe proportional. Auch über eine 1%-Erhöhung würden sich ja viele aufregen, schließlich gibt es ja immer genug Bürger, die im fraglichen Jahr gar keine Erhöhung oder gar Verluste hatten. Wenn die Aufregung aber mit der Erhöhung weniger als proportional ansteigt, dann kann man die Gesamtaufregung durch Zudammenfassen mehrerer Erhöhungen verkleinern. Zusammen mit dem dem entgegenstehenden Interesse des einzelnen Abgeordneten von der von ihm mitbeschlossenen Diätenerhöhung auch selber etwas zu haben legt das ziemlich genau den Erhöhungsrythmus nahe der auch tatsächlich stattfindet.

  16. R.A.
    5.11.2007 | 16:17

    @Rayson:
    > Es ist wirklich
    > taktisch
    > ungeschickt …
    Wenn ich diese Diskussion so über die Jahre beobachte (auch auf Landes- und Kommunalebene), dann gibt es überhaupt keine taktisch geschickte Möglichkeit, die Diäten zu erhöhen.

    Entweder ist kurz vor der Wahl oder kurz nach der Wahl oder man hat gerade irgendwo eine Streichung beschlossen oder der Sprit ist teurer geworden oder irgendwo gab es einen Skandal …

    Unterm Strich kommt über die Jahre heraus, daß Politiker in Relation zu anderen Berufen immer schlechter bezahlt werden.

    Und weil auch hier gilt: “Man kriegt, was man zahlt” sinkt die Qualität immer mehr.

    Ich bin sonst sehr vorsichtig mit Argumenten à la “früher war es besser”.
    Aber wenn ich mir die Kappen im Magistrat vor Ort anschaue oder oben die Nahles dieser Welt – so Personal konnte früher keine Karriere machen.

    Weil Politik eben früher auch finanziell eine vernünftie Berufswahl war – das ist sie inzwischen schon längst nicht mehr.

  17. 5.11.2007 | 17:23

    @R.A.: Für die, die Politk jetzt machen ist es bestimmt eine finanziell vernünftige Berufswahl. Immerhin besser als Abiturient mit Führerschein, Buchhändler oder Taxifahrer.

  18. Lina
    5.11.2007 | 17:24

    @ Martin Eisenhardt

    Doch, war eigentlich deutlich genug – jetzt, wo ich es nochmal lese.

    Vielen Dank, so werde ich es machen.

  19. Lina
    5.11.2007 | 17:41

    @ Boche

    Weil ich Smileys zu vermeiden suche, wo immer es geht, kam meine Euphorie wohl etwas zu ungebrochen rüber. Ich kann Ihnen aber versichern, dass Ihr Schreiben sie ausserordentlich beflügelt hat.

    Und wenn mir dabei auch eingefallen ist, dass sich für viele der Vorhang vor ihren Freiheiten noch gar nicht gehoben hat, dann ist das der Liste an möglichen Zugewinnen zuzuschreiben, von denen ich einige selbst noch gar nicht ins Auge gefasst hatte.

    Ja, wirklich!

  20. 5.11.2007 | 20:03

    @Lina

    Ihre Euphorie kam genauso gebrochen rüber wie hoffentlich mein Mitgefühl. Oder sollten Sie die Smilies benötigen, die Sie anderen (in meinem Fall möchte ich anmerken: zu Recht!) verwehren zu können meinen?

  21. Lina
    5.11.2007 | 21:03

    @ Boche

    Nein, eben nicht: Ihr Mitgefühl hat mich nicht erreicht, weshalb ich mich gezwungen sah, meine Euphorie nachträglich zu brechen.

    Mit Ihrem zweiten Satz tue ich mir echt schwer. Ich fürchte, ich muss Ihretwegen doch noch diesen Grundkurs in Textverständnis belegen, zu dem Rayson mir gestern abend geraten hat.

    Das ist aber auch ein schwieriges Pflaster hier…

  22. 6.11.2007 | 9:39

    Das ist aber auch ein schwieriges Pflaster hier…

    Paris-Roubaix ist ein Sch…dreck dagegen!

  23. Lina
    6.11.2007 | 10:14

    @ Boche

    Nachfrage: Sind es die Hunde, deren Sch… das Pflaster zum schwierigen macht? Aber da kann man doch ausweichen…

    Ich nicht. Ich bin unausweichlich darauf angewiesen, Sie verstehen zu lernen.

  24. 6.11.2007 | 10:25

    @Lina

    Aber da kann man doch ausweichen…

    Dann versuchen Sie das doch einfach mal!

    Ich bin unausweichlich darauf angewiesen, Sie verstehen zu lernen.

    Oha. Dieser Verantwortung war ich mir nicht bewusst. Hat man Sie zu Fortbildungs- oder zu Strafzwecken als Leserin zu uns geschickt?

  25. stefanolix
    6.11.2007 | 10:56

    Ich kann gern auch noch ein paar harmlosere Beispiele für schwierige Pflasterwege beisteuern: dort fahren keine gedopten Radfahrer, sondern dort laufen ehrliche Freizeitsportler …

    Aber die Hundehäufchen geben schon eine gute Parallele zur Diätendiskussion her: man kann über das Thema nicht sprechen, ohne ganz tief in mindestens eines hineinzutreten. Da gibt es die Neiddebatte, die »Selbstbedienungsmentalität«, diverse Rechenexempel über allgemeine Nettolohneinbußen und vieles mehr. Eigentlich macht es keinen Spaß.

    Ich bin ja ein Mensch, der sehr selten fernsieht, aber am Sonntagabend habe ich im Hotel etwas »Berlin direkt« (ZDF?) aufgeschnappt. Es ging unter anderem um Politiker aus unserer groß(artig)en Regierungskoalition. Bin ich der einzige, dem es so vorkommt, als ob sich da zwei Verrückte auf einem galoppierenden Pferd prügelten?

    Und dann noch dieser Tiefensee, der mit seiner schönen tiefen Stimme Belanglosigkeiten absondert. Früher machte er Wind. Heute ist es (um noch mal Lichtenberg zu zitieren) eher ein »wehendes Vakuum«.

    So, jetzt muss ich erst mal meine Schuhe putzen ;-)

  26. Lina
    6.11.2007 | 12:05

    Nichts gegen Paris. Aber deswegen nach Paris-Roubaix fahren? Sch… kann ich auch hier sehen, aber doch ausweichen, weil ich weiss, wo die meiste herumliegt.

    Und wenn ich mir Ihre erneut ausweichende Antwort betrachte, dann würde ich es schon für ein Strafmassnahme halten, weshalb ich hier bin. Geschickt hat mich niemand, ich bin regelrecht eingefallen, wie man an der leidigen Quote sehen kann.

    Und da ich eine Neigung zur Selbstquälerei habe, bleibe ich mindestens noch so lange, bis ich eine leicht zu entschlüsselnde Antwort von Ihnen erhalte, was es mit den verwehrten Smileys auf sich haben soll.

  27. 6.11.2007 | 13:11

    Paris-Roubaix ist kein Ort, zu dem man hinfahren könnte.

    Das nur als kleiner Tipp, damit sich Ihre Wartezeit bei uns produktiv gestaltet.

  28. stefanolix
    6.11.2007 | 13:24

    @Boche: nicht jeder klickt automatisch auf Links im laufenden Text (wie ich sie selbst so gern verwende und nutze).

    @Lina: Von Paris nach Roubaix führt ein berühmt-berüchtigtes Radrennen. Berüchtigt ist es deswegen, weil die Fahrer teilweise über sehr holpriges Pflaster fahren müssen. Und um schwieriges Pflaster ging es ja oben.

  29. 6.11.2007 | 13:32

    Auch genannt die “Hölle des Nordens” (um mal wieder ein wenig Religion in die Diskussion zu bringen ;-) )

  30. Lina
    6.11.2007 | 13:53

    @ stefanolix

    Auf Dich ist Verlass. Du bist grenzenlos aufklärungswillig, und ich bin Dir dankbar. Fortan will ich Dich “Informatix” nennen.

    @ Boche

    Mit dieser Begleitinformation hinter dem Berg gehalten zu haben, kreide ich Ihnen ebenso an wie die grundsätzliche und anhaltende Weigerung, mein Wissen über Smileys zu bereichern.

    @ Rayson

    Wie kann man – um Himmels Willen! – ein profanes Pflaster gleich “Die Hölle des Nordens” nennen müssen? (Genügt das als religionskritischer Beitrag?)

  31. stefanolix
    6.11.2007 | 14:03

    Ein neuer Nick? Ich will gar nicht darüber nachdenken, was das wieder für Verwechslungen und Komplikationen mit sich bringen kann. Ich bin eher nicht scharf darauf ;-)

    Das profane Pflaster wird schnell zur Hölle, wenn man bei schlechtem Wetter darauf mit Rennrädern unterwegs ist und unbedingt durchhalten oder gar gewinnen muss.

  32. Lina
    6.11.2007 | 14:17

    @ stefanolix

    “Das profane Pflaster wird schnell zur::: Hölle” – genau darin besteht ja gerade meine Religionskritik, darin nämlich, dass sie uns eine solche einreden wollen und wir uns darauf beziehen müssen.

    (Okay, den Nick ziehe ich natürlich zurück.)

  33. 6.11.2007 | 18:41

    Lieber Boche,

    dein Liberales Manifest spricht mir aus dem Herzen :)

    Was die Diäten angeht – die Kopplung an die Bezüge von Richtern kommt mir sehr vernünftig vor. Ob es allerdings gleich die Bezüge der Bundesrichter sein müssen? Ich würde eher an Amtsrichter denken, oder allenfalls Richter am Landgericht. Das scheint mir dem mittleren Qualifikationsniveau von Abgeordneten eher zu entsprechen.

    Meine eigenen Vorstellungen zur Entschädigung der Abgeordneten gehen eigentlich in eine noch etwas andere Richtung; mal sehen, vielleicht schreibe ich in ZR einen kleinen Beitrag dazu.

    Herzlich, Zettel

  34. R.A.
    7.11.2007 | 12:06

    @Zettel:
    > Das scheint mir
    > dem mittleren
    > Qualifikationsniveau
    > von Abgeordneten
    > eher zu
    > entsprechen.
    Welchem Niveau aber nun?

    Dem aktuell existierenden, oder dem, was man sich wünscht.

    Das ist der entscheidende Unterschied!

  35. 7.11.2007 | 13:23

    [...] Und so ist es auch. In der Blogoshähre findet man viele Beiträge, die sich gegen die Erhöhung aussprechen. So fragt man sich im Hexenblog wofür die das eigentlich verdienen, mblogger meint, dass die besseres zu tun haben sollten und im Kännchen Blog wird der Vergleich mit Hartz 4 Empfängern gewagt. Wer will kann sich auch Boche von den bissigen Liberalen anschließen, die den Abgeordneten mehr Geld zugestehen wollen – sofern sich diese dafür aus dem Leben heraushalten. [...]

  36. 8.11.2007 | 10:20

    [...] Nachdem ich das Thema der Diäten-Erhöhung missbraucht habe, um unsere Obrigkeit mit liberalen Ketzereien zu belästigen, hat sich Zettel in gewohnt kluger Art um die eigentliche Frage gekümmert: Wie sollte eine sinnvolle Bezahlung Entschädigung für Menschen aussehen, die als Abgeordneter dem Gemeinwesen dienen möchten? [...]

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