Sarkozy hat auch seine guten Seiten

Da ich ja nun hin und wieder mein Mißfallen über Nicolas Sarkozy und die ihm von einigen entgegen gebrachte Verehrung zum Ausdruck gebracht habe, kommt jetzt mal ein positiver Hinweis auf Sarkozy:

In einem F.A.Z.-Artikel über Rama Yade heißt es:

(…) 

Sarkozy hat Rama Yade in seiner Partei „entdeckt“, weil die elegante junge Frau meckerte. Über Sarkozys gehässigen Tonfall in der Banlieue, die er mit dem Hochdruckreiniger „Kärcher“ säubern wollte, in der er „Gesindel“ („racaille“) leben sah. Rama Yade, die nach der Trennung ihrer Eltern selbst in einem Pariser Vorort aufgewachsen ist, hat ihm auf Augenhöhe gesagt, dass sie von diesem Vokabular nichts halte.

Sarkozy war beeindruckt von dem Selbstbewusstsein der 1,77 Meter großen Frau. Er gab ihr zunächst einen Posten in der Partei (Nationalsekretärin für Frankophonie) und dann einen Kabinettssitz. Rama Yade hat ein Buch geschrieben, „Noirs de France“ („Schwarze Frankreichs“). Das passte zu Sarkozys Wunsch, die „sichtbaren Minderheiten“ sichtbarer zu machen.

(…)

Rama Yade: Das neue Gesicht Frankreichs. Von Michaela Wiegel, F.A.Z.

Da Sarkozy für dieses Unterfangen sicher noch andere Kandidatinnen und Kandidaten hätte finden können, die ihn nicht zuvor kritisiert hatten, finde ich sein Verhalten in diesem Fall richtig gut. Und da Rama Yade Muslima ist, hat sich Sarkozy auch noch als Dhimmi zu erkennen gegeben ;-) .

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