Ohne Hoffnung

Manchmal sind es kleine Sätze, die einem die Hoffnung nehmen, durch irgendwelche Veränderungen der Regierung könnte sich etwas zum grundsätzlich Positiven wenden:

Ihr Ziel sei die Wiederherstellung der Demokratie und das Ende der “Militärdiktatur”, sagte die Parteichefin auf Lebenszeit.

Die “Chefin aus Lebenszeit” soll also die Demokratie wieder herstellen. Na Mahlzeit. Sieht wohl eher nach “Our Bastard” aus, die Frau Bhutto. Wobei vermutlich alles besser ist, als wenn die Taliban Pakistan an sich reißen…

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2 Kommentare zu “Ohne Hoffnung”

  1. Markus Oliver
    19.10.2007 | 9:20

    Das mit der Lebenszeit könnte sich aber auch bald schon relativieren, wie ich heute morgen im Fernsehen sehen konnte.

  2. 19.10.2007 | 17:37

    Es scheint eine Eigenart der dortigen Parteien zu sein, als Erbhöfe führender Personen verstanden zu werden. Das mag sehr befremden, Liberale zumal.

    Aber nun, einerseits kann das Volk nach ihrer groß inszenierten Rückkehr unter verschiedenen Erbhöfen wählen – und dies durchaus mit unterschiedlichen Programmen. Insofern ist das eine fühlbare, in Pakistan sogar erhebliche Demokratisierung. Andererseits steht es in unserem Muserland mit der Demokratie auch nicht zum Besten, nicht einmal innerhalb der Parteien. Nimment man z.B. die typische Parteikultur innerhalb der SPD (“Kreisfürsten”) oder der CDU (wo z.B. Rayson gute Einblicke hat), dann ist es bei uns innerhalb der Parteien auch nicht immer soo toll.

    Und überhaupt: Haben wir nicht gelernt, dass wirtschaftliche Interessen mit politischen Interessen von Bürgern sowie den Interessen des Staates im Konflikt stehen können – und “die Demokratie” hierbei ein hässliches und populistisches Antlitz zu zeigen pflegt?

    Hat eine überzogene Demokratie nicht im Kern sogar einen kollektivistischen Inhalt, im übelsten Fall sogar einen, der gegen wirtschaftliche Freiheit und Eigentumsrechte gerichtet sein kann?

    Insofern: Ist es nicht vielleicht sogar besser, und besser handbar, ggf. sogar besser im Sinne einer natürlichen Ordnung, wenn es “Parteichefs auf Lebenszeit” gibt? Eine Partei als Eigentumstitel der jeweiligen Führer hat zumindestens eine klare Identität – und steht mit ihrer automatischen Parteikultur eher gegen kollektivistisch-demokratische Verirrungen.

    In den USA sind es oft führende Familien und Clans, welche in den beiden Parteien die Führung stellen.

    Was ist so übermäßig schlecht daran?

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