Metakommunikation

Pflicht:

1. Greife dein Gegenüber persönlich an. Unterstelle ihm bestimmte Vorgehensweisen, spiele auf seine persönliche Vergangenheit an und dichte ihm Aussagen an, die er nicht getroffen hat.
2. Tue dies so lange, bis bei deinem Gegenüber eine Schmerzgrenze erreicht ist und er das auch verbal äußert.

Kür:

3. Greife aus der Entgegnung deines Gegenüber einzelne Passagen heraus und führe sie hintereinander auf. Falls jemand das Isolieren einzelner Textstellen kritisieren sollte, zitiere eine beliebige Aussage, die ohne unmittelbaren Kontext getroffen wurde (hier gerne genommen: Parolen aus dem Dritten Reich) und frage rhetorisch, ob die denn auch aus dem Zusammenhang gerissen sei.
4. Ordne dein Gegenüber einem virtuellen Kollektiv zu, das du als Feindbild parat liegen hast.
5. Analysiere den Ärger deines Gegenüber über deine Unterstellungen, deine Anspielungen und deine Verdrehungen als Beleg dafür, dass er es aufgrund der Zugehörigkeit zu diesem Kollektiv gewohnt sei, selbst so vorzugehen und dies nur auf deine eigene Argumentation überträgt.

Angestrebte A-Note:

Fünf mal die 6,0 für die dialektische Meisterleistung und die Argumentation mit dem zu Beweisenden.

Risiken für die B-Note:

Abzüge wegen Durchschaubarkeit des Vorgehens und Beliebigkeit beim Zusammenstellen des virtuellen Kollektivs.

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2 Kommentare zu “Metakommunikation”

  1. Buenavista
    11.10.2007 | 14:49

    Addendum: Sich die ganze Mühe bei einer Frau sparen, die auch ohne Drittes Reich fast nur Stuss redet.

  2. 13.10.2007 | 20:23

    @Rayson

    Danke. Ich hätte gern selbst so kühl reagieren wollen.

    @Buenavista

    Ich denke, du liegst thematisch falsch.

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