Bock als Gärtner

Ein chinesisches Gericht verhängt eine Rekordstrafe wegen Patentverletzung… gegen ein französisches Unternehmen, das ein chinesisches Patent verletzt hat. Nun gut, lange hieß es, dass Frankreich seine Geheimdienste als Waffe im Dienst der Wirtschaft benutzt hat; in China ist es offenbar die Justiz…

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7 Kommentare zu “Bock als Gärtner”

  1. Libero
    1.10.2007 | 13:59

    Wenn es sich so verhält, wie Schneider behauptet, daß das chinesische Patent für einen Baustein erteilt wurde, der 1999 bereits bekannt war, ist eine Patentanfechtung sinnvoll.

    Nach meinen bisherigen Erfahrungen in drei sehr unterschiedlichen technischen Sachgebieten werden in China häufig Patente für Erfindungen erteilt, die in anderen Ländern der Welt entweder bereits patententiert oder veröffentlicht sind. Wie die chinesischen Patentprüfer prüfen, ist mir schleierhaft. An einem Informationsdefizit kann es eigentlich nicht liegen.

    Diese “Übersehen” der Prioritäten gibt es nicht nur in China.

  2. R.A.
    1.10.2007 | 14:16

    Das scheint mir doch ein sehr durchsichtiges Ablenkungsmanöver gegen die zunehmenden Plagiats-Vorwürfe des Westens zu sein.

    Allmählich kommt der Punkt, da würde ich es mir als Unternehmen dreimal überlegen, in China Geschäfte zu machen.

    Es gibt genügend ähnlich attraktive Standorte mit weniger politischen Schikanen und mehr Rechtssicherheit.

  3. Libero
    1.10.2007 | 14:25

    Sehr geehrter R.A.

    Wie wollen Sie verhindern, daß Ihre Produkte in China kopiert werden? Wenn sie sich aus China zurückziehen, können Sie nur verhindern, daß Sie auch noch die Belegschaft für ihre illegalen Mitbewerber ausbilden, mehr aber nicht. Wenn Sie die Plagiate verhindern wollen, müssen Sie in China mit einheimischer Rechtsberatung und Detektiven vor Ort sein.

    Wieso eigentlich allmählich? Das andere Verhältnis Chinas zum Plagiat war eigentlich seit langem bekannt.

  4. 1.10.2007 | 14:32

    Das gibt´s doch echt net – erst kopieren die alles wie wild, und jetzt mahnen sie auch noch andere Unternehmen ab… either way, hauptsache Geldfluss in Richtung China… :-)

  5. R.A.
    1.10.2007 | 15:22

    @Libero:
    > Wie wollen Sie
    > verhindern, daß
    > Ihre Produkte in
    > China kopiert
    > werden?
    Das ist jetzt erst einmal ein anderes Kapitel!
    Denn darum ging es doch in diesem Fall gar nicht.
    Schneider ist ja als angeblicher Täter verurteilt worden.
    Und wenn die ihre Standorte z. B. in Indien aufgemacht hätten, wäre ihnen dieser Prozess erspart geblieben.

    Den Chinesen ging es doch darum, einem vor Ort präsenten Unternehmen die Millionen abzunehmen – die würden m. E. nicht in Indien oder Frankreich zwangsvollstrecken können.

  6. pkv
    3.10.2007 | 0:34

    erst züchten wir horden von top-ausgebildeten fachleuten an unseren unis heran und wundern uns dann über die auswirkungen?
    das was wir hier und in anderen fällen erleben, ist häufig das werk ehemaliger absolventen westlicher elit-hochschulen.

    eine schöne nacht peter-karsten

  7. 3.10.2007 | 0:56

    Bei der Firma bei der ich Ausgebildet ist es schwiering, da wir eine Schwesterfirma in China haben, die großserienproduktion von leiterkarten macht. Ich hoffe unserer Firmenleitung ist bewusst das das ein Risiko ist.

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