Wie spendet ein Neoliberaler?

Indem er zinslose Kredite vergibt statt reine Geschenke zu machen. Sehr schön zum Beispiel so.

via SteffenH

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24 Kommentare zu “Wie spendet ein Neoliberaler?”

  1. Libero
    24.09.2007 | 20:25

    interessante website, aber ich verstehe nicht so ganz, warum du diese Organisation für den Liberalismus reklamierst.

  2. 24.09.2007 | 20:51

    Nun, einen Kredit zu geben und selbstverantwortliches Handeln durch das Eingehen einer freigewählten vertraglichen Beziehung zwischen Privatleuten zu verlangen, könnte man als liberaler bezeichnen als das reine Schenken und die damit erzeugte Kluft zwischen versorgendem Geber und passiv empfangendem Empfänger.

    Könnte man, muss man aber nicht. Denn natürlich ist das Geben eines zinslosen Kredites auch ein Geschenk, nämlich in Höhe des üblichen Zinses.

    Aber ich verrate mal ein Geheimnis: Mit der Überschrift wollte ich vorrangig Leser anlocken (bislang mit, zumindest rein zahlenmäßig, geringem Erfolg). Mit dem Reklamieren dieser Webseite für diese oder jene politische Denkrichtung hatte das eher wenig zu tun.

  3. Libero
    24.09.2007 | 22:05

    Mit der Überschrift wollte ich vorrangig Leser anlocken

    Anfänger! Das macht man so

    Wie bitte hält bloß dieser Ausschnitt?
    http://www.welt.de/lifestyle/article1210093/Wie_bitte_haelt_bloss_dieser_Ausschnitt.html?nr=2&pbpnr=0

  4. 24.09.2007 | 22:16

    Hehe. Wahrscheinlich spielen Piercings eine tragende Rolle.

  5. 24.09.2007 | 22:21

    @Libero

    Wir sind hier aber auch nicht in der Abteilung Leifsteil. Die verantwortet Kollege Rayson mit seiner Ledermurmel-Elffreundesolltihrsein-Serie.
    Hier geht es um ernsthafte Themen und da passt nackte Haut nur hinein, wenn sie von kapitalistischen Ausbeutern aus Profitgier gepeitscht wird. Was bei der Dame nicht den Anschein hat.

  6. 25.09.2007 | 8:00

    “Wie bitte hält bloß dieser Ausschnitt?”
    In der Regel mit doppelseitigen Klebeband.

  7. stefanolix
    25.09.2007 | 10:11

    @Libero: ich hätte das Bild ja eher bei SPON erwartet (beim Online-Angebot jener Illustrierten, die ich nach 15 Jahren und zuletzt lausigem Zustellservice nun endgültig abbestellt habe).

    @Boche: Kapitalistische Ausbeuter schrecken vor nichts zurück.

    @Marc: Aber Zaubertricks verrät man doch nicht …

    @David: Autsch!

  8. R.A.
    25.09.2007 | 10:40

    Nichts gegen den hübschen Ausschnitt, aber das Thema selber finde ich interessanter.

    Ich finde dieses Projekt wirklich interessant. Und stimme Boche zu, daß das mustergültiger Liberalismus ist.

    Wobei man noch ein Detail verbessern könnte: Der Zinsverzicht müßte nicht sein.

    Eine angemessene Verzinsung (3-5%) wäre fair, alleine um den Inflationseffekt auszugleichen. Es würde dann auch den Spendencharakter minimieren.
    Und m. E. wäre das für dieser Unternehmer kein Problem – deren Hauptvorteil ist doch, daß sie ohne die üblichen Sicherheiten zu Kapital kommen.

  9. R.A.
    25.09.2007 | 10:41

    Nachtrag: Mein persönliches Problem wäre, dort als Person mit Photo präsentiert zu werden.
    Das ist für den Kapitalgeber eigentlich unnötig.

  10. Libero
    25.09.2007 | 10:55

    Richtig ist, daß die Geldgeber auf Zinsen verzichten. Falsch ist, daß die Ausleiher auf Zinsen verzichten. Ingesamt sind die Zinsen niedriger als in diesen Ländern üblich, aber die Mikrokredite sind keineswegs umsonst.

  11. 25.09.2007 | 11:43

    @R.A.

    Ein Foto brauchst du als Geldgeber nicht reinstellen. Du kannst auch komplett anonym bleiben.

    Was die Zinsen angeht, hat Libero wohl Recht – die Empfänger müssen sie an die lokalen Mikrokreditbanken zahlen. Und ein wenig Spende darf das Ganze aus meiner Sicht auch sein. Schenken ist ja nichts Unanständiges, nichts Unliberales.

  12. R.A.
    25.09.2007 | 11:52

    @Boche:
    > Und ein wenig
    > Spende darf das
    > Ganze aus meiner
    > Sicht auch sein.
    > Schenken ist ja
    > nichts
    > Unanständiges,
    > nichts
    > Unliberales.
    Darf natürlich sein und ist auch nur ein Nebenaspekt.

    Aber Schenken hat doch ein bißchen etwas von Bedürftigkeit auf der Empfängerseite.

    Bei Verzinsung dagegen würden sich zwei Geschäftsleute auf Augenhöhe gegenüberstehen, das fände ich irgendwie angenehmer.

  13. R.A.
    25.09.2007 | 11:57

    Mal eine Nebenfrage: Kommmt Ihr nach Gummersbach?

  14. 25.09.2007 | 12:02

    @R.A.

    Aber Schenken hat doch ein bißchen etwas von Bedürftigkeit auf der Empfängerseite.

    Stimmt schon. Aber ohne einen wenigstens geringfügigen Anreiz des Karitativen bekommst du die Leute vielleicht nicht dazu, dort Geld zu verleihen.

    Mal eine Nebenfrage: Kommmt Ihr nach Gummersbach?

    Ich nicht, Rayson meines Wissens auch nicht.
    Aber einer von uns (ich hab grad vergessen, wer) hatte es erwogen.

  15. 25.09.2007 | 12:04

    Da fällt mir bei meinen eigenen Worten auf:
    Der besagte Anreiz des Karitativen ist den Geldverleihern vermutlich Ausgleich für die fehlende Verzinsung. Das Geschäft steht dann also vielleicht doch auf Augenhöhe. ;-)

  16. R.A.
    25.09.2007 | 15:36

    > Ich nicht, Rayson
    > meines Wissens auch
    > nicht.
    Schade.
    Überlegt es Euch doch noch mal …

  17. 25.09.2007 | 15:39

    Ich hab mein Budget familienferner Kurzurlaube für dieses Jahr aufgebraucht. Wenns in Hamburg oder Umgebung wäre…

  18. R.A.
    25.09.2007 | 16:41

    @Boche:
    Wenn das ein Zeitbudget ist, kann ich das (bedauernd) nachvollziehen. Allzu oft fände meine Frau das auch nicht lustig …

    Bei Geldbudget dagegen würde ich doch sagen, daß dieses Seminar recht preiswert ist.

  19. 25.09.2007 | 16:53

    Die Zeit ist’s tatsächlich. Leider.

  20. 25.09.2007 | 18:27

    @R.A.:

    Ich werde wahrscheinlich nach Gummersbach fahren. Dort könnten wir uns mal über MS unterhalten.

    @libero:

    kiva.org schreibt: Currently, Kiva Lenders can only receive 0% interest on their loan. Kiva.org hopes to allow Field Partners to offer non-zero interest rates to Kiva Lenders once the related legal issues have been resolved.

    D.h. das Geld, welches ich ausgeliehen habe geht meinerseits zinslos über den Tresen. Insofern wirkt unser Engagement zumindest zinssenkend.

  21. Thomas Wolf
    25.09.2007 | 20:48

    -SteffenH

    kiva.org schreibt: Currently, Kiva Lenders can only receive 0% interest on their loan. Kiva.org hopes to allow Field Partners to offer non-zero interest rates to Kiva Lenders once the related legal issues have been resolved.

    D.h. das Geld, welches ich ausgeliehen habe geht meinerseits zinslos über den Tresen. Insofern wirkt unser Engagement zumindest zinssenkend.

    Lese ich nicht so. Da steht: Die Geldverleiher (also wir) erhalten derzeit 0% Zinsen auf unser Darlehen. Kiva.org hofft, dass es den lokalen Mikrokreditbanken (den “Field Partners”) künftig möglich sein wird, den Geldverleihern Zinsen zu zahlen. Dem steht derzeit die amerikanische Rechtslage entgegen. Dass die Mikrokreditbanken den Geldempfängern die Darlehen ebenfalls zinslos zur Verfügung stellen, geht aus dem Zitat nicht hervor.

  22. 26.09.2007 | 9:59

    @ Thomas Wolf:

    Ich erwarte eigentlich keine Zinsen. Ich wollte damit auch nur ausdrücken, dass ich mit meinem Geld keinen Beitrag zur Erhöhung etwaiger Zinsen leiste.

  23. R.A.
    26.09.2007 | 11:18

    @Steffen:
    > Ich werde
    > wahrscheinlich
    > nach Gummersbach
    > fahren.
    Sehr schön, ich habe mich auch angemeldet.

    > Dort könnten wir
    > uns mal über MS
    > unterhalten.
    Auf jeden Fall.

    Und noch wichtiger: Vielleicht finden wir dort Ideen, solche Fragen grundsätzlich besser zu diskutieren und darzustellen.
    Vielleicht hast Du es beim A-Team gelesen: Gerade unsere MS-Diskussion habe ich dort als Beispiel aufgeführt, wo Blogs und Kommentardiskussionen an ihre Grenzen stoßen.

  24. 27.09.2007 | 9:23

    @R.A.:

    Hab ich, ich denke auch, dass sich diese Diskussion in einem direkten Gespräch besser führen lassen.

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