<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Markt und Microsoft &#8211; Urteil und Exkurs</title>
	<atom:link href="http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/</link>
	<description>Bürger zur Sonne, zur Freiheit!</description>
	<lastBuildDate>Tue, 09 Feb 2010 09:31:53 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: Ein Ausreißer? &#124; Mit dem Kopf voran</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23363</link>
		<dc:creator>Ein Ausreißer? &#124; Mit dem Kopf voran</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Sep 2007 16:37:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23363</guid>
		<description>[...] Mit dem Kopf voran 25.09.2007 um 18:37 UhrEin Ausrei&#223;er?von: steffenh &#160; Kategorie:&#160;Blogosph&#228;re Ganz zuf&#228;llig bin ich im Internet auf den Leserbrief eines Softwareentwicklers gesto&#223;en, der eine etwas andere Perspektive der Microsoft-Debatte als bei den Leuten von B.L.O.G. repr&#228;sentiert: [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Mit dem Kopf voran 25.09.2007 um 18:37 UhrEin Ausrei&#223;er?von: steffenh &nbsp; Kategorie:&nbsp;Blogosph&#228;re Ganz zuf&#228;llig bin ich im Internet auf den Leserbrief eines Softwareentwicklers gesto&#223;en, der eine etwas andere Perspektive der Microsoft-Debatte als bei den Leuten von B.L.O.G. repr&#228;sentiert: [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23210</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 15:44:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23210</guid>
		<description>@Steffen:
&gt; Geht es um den
&gt; Bereich der
&gt; Betriebssysteme
&gt; k&#246;nnen sie sich
&gt; nicht h&#228;ngen
&gt; lassen, weil sie
&gt; sonst Marktanteile
&gt; an die
&gt; konkurrierenden
&gt; System verlieren. 
Solange es diese noch gibt!
Das ist doch der Punkt.

MS war schon dicht dran am Monopol, die meisten Konkurrenten waren schon platt, nur noch Apple lebte noch in einer Nische, aber ziemlich im Niedergang.
Und das war nicht die Zeit, wo es im OS-Bereich besonders innovativ zuging, das war schon eher schleppend.

Da&#223; dann Linux kam war aus Sicht der Theorie eine Anomalie.
Denn die ganze Frage von Markteintrittskosten stellt sich nat&#252;rlich bei Open Source v&#246;llig anders dar.

Ein normales Unternehmen w&#228;re in diesen Markt nicht mehr reingekommen, siehe z. B. Next und Be.

Auch Apple hat nur die Kurve gekriegt, weil es noch die Kraft hatte, auf den Unix-Zug aufzuspringen.
Und es mu&#223;te extrem viel Innovation hinlegen, um Windows wieder wenige Prozent Anteil abzunehmen.

&gt; Ob sie immer nur
&gt; kopiert haben kann
&gt; ich nicht
&gt; beurteilen, aber
&gt; ich kann ein
&gt; derartig
&gt; drastisches Urteil
&gt; auch nicht glauben.
&quot;Immer&quot; ist in der Tat ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt.
Irgendwo wird MS vielleicht auch mal ein paar kleine Innovationen geschafft haben - aber das war marginal, mir f&#228;llt wirklich kein Beispiel ein.

&gt; weshalb vorherige
&gt; Nicht-MS-
&gt; Marktf&#252;hrer auf
&gt; Windows durch ein
&gt; Schnittstellenproblem 
&gt; die
&gt; Marktf&#252;hrerschaft
&gt; verloren haben. 
Siehe dazu Davids Antwort und weiter oben Andreas Spengler.

Wobei es unm&#246;glich sein wird, hier einen wasserdichten Nachweis zu f&#252;hren.

Das ist auch f&#252;r eine Grundsatzdiskussion nicht wirklich n&#246;tig.
Fakt ist ja, da&#223; die Anti-Trust-Gesetze in den USA so etwas verbieten.
Offen konnte MS das also gar nicht machen.

Der Punkt ist aber: Deiner Meinung nach w&#228;ren genau diese Gesetze unn&#246;tig bzw. illegitim, weil sie MS in seinen Eigentumsrechten beschneiden.

Ohne solche Gesetze aber h&#228;tte MS deutlich mehr machen k&#246;nnen, als David und ich und andere unterstellen - es w&#228;re ganz schlicht m&#246;glich gewesen, die Ausf&#252;hrung von nicht genehmigter Software technisch zu verhindern.

&gt; Weshalb ich ganz
&gt; auf der Seite der
&gt; Intertic-Leute bin…
Dir ist aber klar, da&#223; ich Intertiv wegen logischer Widerspr&#252;che kritisiere, nicht wegen unterschiedlicher Interpretation der Historie?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Steffen:<br />
&gt; Geht es um den<br />
&gt; Bereich der<br />
&gt; Betriebssysteme<br />
&gt; k&#246;nnen sie sich<br />
&gt; nicht h&#228;ngen<br />
&gt; lassen, weil sie<br />
&gt; sonst Marktanteile<br />
&gt; an die<br />
&gt; konkurrierenden<br />
&gt; System verlieren.<br />
Solange es diese noch gibt!<br />
Das ist doch der Punkt.</p>
<p>MS war schon dicht dran am Monopol, die meisten Konkurrenten waren schon platt, nur noch Apple lebte noch in einer Nische, aber ziemlich im Niedergang.<br />
Und das war nicht die Zeit, wo es im OS-Bereich besonders innovativ zuging, das war schon eher schleppend.</p>
<p>Da&#223; dann Linux kam war aus Sicht der Theorie eine Anomalie.<br />
Denn die ganze Frage von Markteintrittskosten stellt sich nat&#252;rlich bei Open Source v&#246;llig anders dar.</p>
<p>Ein normales Unternehmen w&#228;re in diesen Markt nicht mehr reingekommen, siehe z. B. Next und Be.</p>
<p>Auch Apple hat nur die Kurve gekriegt, weil es noch die Kraft hatte, auf den Unix-Zug aufzuspringen.<br />
Und es mu&#223;te extrem viel Innovation hinlegen, um Windows wieder wenige Prozent Anteil abzunehmen.</p>
<p>&gt; Ob sie immer nur<br />
&gt; kopiert haben kann<br />
&gt; ich nicht<br />
&gt; beurteilen, aber<br />
&gt; ich kann ein<br />
&gt; derartig<br />
&gt; drastisches Urteil<br />
&gt; auch nicht glauben.<br />
&#8220;Immer&#8221; ist in der Tat ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt.<br />
Irgendwo wird MS vielleicht auch mal ein paar kleine Innovationen geschafft haben &#8211; aber das war marginal, mir f&#228;llt wirklich kein Beispiel ein.</p>
<p>&gt; weshalb vorherige<br />
&gt; Nicht-MS-<br />
&gt; Marktf&#252;hrer auf<br />
&gt; Windows durch ein<br />
&gt; Schnittstellenproblem<br />
&gt; die<br />
&gt; Marktf&#252;hrerschaft<br />
&gt; verloren haben.<br />
Siehe dazu Davids Antwort und weiter oben Andreas Spengler.</p>
<p>Wobei es unm&#246;glich sein wird, hier einen wasserdichten Nachweis zu f&#252;hren.</p>
<p>Das ist auch f&#252;r eine Grundsatzdiskussion nicht wirklich n&#246;tig.<br />
Fakt ist ja, da&#223; die Anti-Trust-Gesetze in den USA so etwas verbieten.<br />
Offen konnte MS das also gar nicht machen.</p>
<p>Der Punkt ist aber: Deiner Meinung nach w&#228;ren genau diese Gesetze unn&#246;tig bzw. illegitim, weil sie MS in seinen Eigentumsrechten beschneiden.</p>
<p>Ohne solche Gesetze aber h&#228;tte MS deutlich mehr machen k&#246;nnen, als David und ich und andere unterstellen &#8211; es w&#228;re ganz schlicht m&#246;glich gewesen, die Ausf&#252;hrung von nicht genehmigter Software technisch zu verhindern.</p>
<p>&gt; Weshalb ich ganz<br />
&gt; auf der Seite der<br />
&gt; Intertic-Leute bin…<br />
Dir ist aber klar, da&#223; ich Intertiv wegen logischer Widerspr&#252;che kritisiere, nicht wegen unterschiedlicher Interpretation der Historie?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23209</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 15:43:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23209</guid>
		<description>@David:

Ich kann mich jedoch nicht daran erinnern, dass die Verlierer im Office-Markt aufgrund ihrer Instabilit&#228;t vom Markt verschwanden, zumal ja kaum eines von diesen wirklich verschwand. Wordperfect und Star-Office gibt es nach wie vor, wenn teilweise unter anderem Eigent&#252;mer. Andere sind dazugekommen. Wieder andere sind bereits vor langer Zeit vom Markt verschwunden. Die Ursache ist also nicht monokausal.  Das musste ich wegen Kompatibilit&#228;tsproblemen ausrangieren. Was die Instabilit&#228;t betrifft k&#246;nnen sich ja MS-Office-Programme ja nicht grad sonnen, die benehmen sich nicht weniger bockig wie ihre Konkurrenten. Mein Lotus Ami Pro damals war wesentlich stabiler als das Word. Allerdings kann man Stabilit&#228;tsprobleme auch nicht immer nur dem Betriebssystem in die Schuhe schieben, ebenso wie umgekehrt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@David:</p>
<p>Ich kann mich jedoch nicht daran erinnern, dass die Verlierer im Office-Markt aufgrund ihrer Instabilit&#228;t vom Markt verschwanden, zumal ja kaum eines von diesen wirklich verschwand. Wordperfect und Star-Office gibt es nach wie vor, wenn teilweise unter anderem Eigent&#252;mer. Andere sind dazugekommen. Wieder andere sind bereits vor langer Zeit vom Markt verschwunden. Die Ursache ist also nicht monokausal.  Das musste ich wegen Kompatibilit&#228;tsproblemen ausrangieren. Was die Instabilit&#228;t betrifft k&#246;nnen sich ja MS-Office-Programme ja nicht grad sonnen, die benehmen sich nicht weniger bockig wie ihre Konkurrenten. Mein Lotus Ami Pro damals war wesentlich stabiler als das Word. Allerdings kann man Stabilit&#228;tsprobleme auch nicht immer nur dem Betriebssystem in die Schuhe schieben, ebenso wie umgekehrt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: David</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23208</link>
		<dc:creator>David</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 15:12:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23208</guid>
		<description>Fortschritte -&gt; Vorteile</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Fortschritte -&gt; Vorteile</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: David</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23207</link>
		<dc:creator>David</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 15:11:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23207</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;Bei den Office-Systemen kann ich deine Kritik auch nicht nachvollziehen, weil mir immer noch nicht klar ist, weshalb vorherige Nicht-MS-Marktf&#252;hrer auf Windows durch ein Schnittstellenproblem die Marktf&#252;hrerschaft verloren haben.&lt;/blockquote&gt;

Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen, da kenne ich mich nicht hinreichend aus; aber was gemeint ist, sind Betriebssystemschnittstellen deren Bekanntheit beim Schreiben von Software wesentliche Fortschritte verschafft; was R.A. sagte war ja auch, da&#223; MS daf&#252;r gesorgt habe, das Konkurrenzprogramme nicht mehr sauber liefen. Und das ist dann schon eine M&#246;glichkeit, einen Konkurrenten einigerma&#223;en niederzumachen. Es ist auch genau das, was mit der Nutzung von Vorherrschaft im OS-Bereich zur Erlangung von Vorherrschaft im Anwendungsbereich gemeint ist. Und besonders perfide dabei ist nat&#252;rlich auch, da&#223; die durch das Betriebssystem verursachte Instabilit&#228;t der Anwendung wohl eher dieser zugeschrieben wird - weil dem Nutzer schlicht eine solide Beurteilungsgrundlage fehlt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Bei den Office-Systemen kann ich deine Kritik auch nicht nachvollziehen, weil mir immer noch nicht klar ist, weshalb vorherige Nicht-MS-Marktf&#252;hrer auf Windows durch ein Schnittstellenproblem die Marktf&#252;hrerschaft verloren haben.</p></blockquote>
<p>Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen, da kenne ich mich nicht hinreichend aus; aber was gemeint ist, sind Betriebssystemschnittstellen deren Bekanntheit beim Schreiben von Software wesentliche Fortschritte verschafft; was R.A. sagte war ja auch, da&#223; MS daf&#252;r gesorgt habe, das Konkurrenzprogramme nicht mehr sauber liefen. Und das ist dann schon eine M&#246;glichkeit, einen Konkurrenten einigerma&#223;en niederzumachen. Es ist auch genau das, was mit der Nutzung von Vorherrschaft im OS-Bereich zur Erlangung von Vorherrschaft im Anwendungsbereich gemeint ist. Und besonders perfide dabei ist nat&#252;rlich auch, da&#223; die durch das Betriebssystem verursachte Instabilit&#228;t der Anwendung wohl eher dieser zugeschrieben wird &#8211; weil dem Nutzer schlicht eine solide Beurteilungsgrundlage fehlt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23206</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 15:01:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23206</guid>
		<description>Das mit den Innovationen sehe ich nicht so. Geht es um den Bereich der Betriebssysteme k&#246;nnen sie sich nicht h&#228;ngen lassen, weil sie sonst Marktanteile an die konkurrierenden System verlieren. Gerade in den vergangenen Jahren ist der Konkurrenzdruck durch Apple (Preise gesenkt) und Linux (Nutzerfreundlichkeit) erh&#246;ht enorm gestiegen. MS hat darauf reagiert und seine Betriebssysteme ebenfalls an den neuen Bedarf angepasst und das nicht nur bei den PCs. Auch bei mobilen Endger&#228;ten haben sie zugelegt, wie etwa bei den PDAs, die bis vor kurzen noch eine Palm-OS-Dom&#228;ne waren. Ob sie immer nur kopiert haben kann ich nicht beurteilen, aber ich kann ein derartig drastisches Urteil auch nicht glauben. Bei den Office-Systemen kann ich deine Kritik auch nicht nachvollziehen, weil mir immer noch nicht klar ist, weshalb vorherige Nicht-MS-Marktf&#252;hrer auf Windows durch ein Schnittstellenproblem die Marktf&#252;hrerschaft verloren haben. Auch wenn MS-Office-Programme Fremdstandards nicht unterst&#252;tzen w&#252;rde w&#252;rde sich ein wirklich innovatives Programm dennoch durchsetzen, weil diese ja die Formate der Office-Produkte unterst&#252;tzen k&#246;nnten. Auch ist es nicht so, dass es keine alternativen Textverarbeitungsprogramme gibt (CorelWordPerfekt OfficeX3, TextMaker TM 2006, OpenOffice, StarOffice, PapyrusOffice). All diese Programme haben zwar keinen gro&#223;en Marktanteil, sind aber innovativ und auch nicht platt. Ich sehe also nicht, weshalb das Hegemoniestreben von MS tats&#228;chlich zu den von dir beschriebenen katastrophalen Folgen gef&#252;hrt haben soll. Weshalb ich ganz auf der Seite der Intertic-Leute bin...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das mit den Innovationen sehe ich nicht so. Geht es um den Bereich der Betriebssysteme k&#246;nnen sie sich nicht h&#228;ngen lassen, weil sie sonst Marktanteile an die konkurrierenden System verlieren. Gerade in den vergangenen Jahren ist der Konkurrenzdruck durch Apple (Preise gesenkt) und Linux (Nutzerfreundlichkeit) erh&#246;ht enorm gestiegen. MS hat darauf reagiert und seine Betriebssysteme ebenfalls an den neuen Bedarf angepasst und das nicht nur bei den PCs. Auch bei mobilen Endger&#228;ten haben sie zugelegt, wie etwa bei den PDAs, die bis vor kurzen noch eine Palm-OS-Dom&#228;ne waren. Ob sie immer nur kopiert haben kann ich nicht beurteilen, aber ich kann ein derartig drastisches Urteil auch nicht glauben. Bei den Office-Systemen kann ich deine Kritik auch nicht nachvollziehen, weil mir immer noch nicht klar ist, weshalb vorherige Nicht-MS-Marktf&#252;hrer auf Windows durch ein Schnittstellenproblem die Marktf&#252;hrerschaft verloren haben. Auch wenn MS-Office-Programme Fremdstandards nicht unterst&#252;tzen w&#252;rde w&#252;rde sich ein wirklich innovatives Programm dennoch durchsetzen, weil diese ja die Formate der Office-Produkte unterst&#252;tzen k&#246;nnten. Auch ist es nicht so, dass es keine alternativen Textverarbeitungsprogramme gibt (CorelWordPerfekt OfficeX3, TextMaker TM 2006, OpenOffice, StarOffice, PapyrusOffice). All diese Programme haben zwar keinen gro&#223;en Marktanteil, sind aber innovativ und auch nicht platt. Ich sehe also nicht, weshalb das Hegemoniestreben von MS tats&#228;chlich zu den von dir beschriebenen katastrophalen Folgen gef&#252;hrt haben soll. Weshalb ich ganz auf der Seite der Intertic-Leute bin&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23205</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 14:37:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23205</guid>
		<description>@Steffen:
&gt; die Netzwerkeffekte
&gt; laden jeden
&gt; Anbieter dazu ein
&gt; sich wie ein
&gt; dominanter
&gt; Marktf&#252;hrer zu
&gt; verhalten ...
Richtig.
Und das alleine ist noch v&#246;llig in Ordnung.

Ein Marktf&#252;hrer kann mit weniger Innovation mehr Geld verdienen und hat strukturelle Vorteile gegen&#252;ber seinen Konkurrenten.

Und diese m&#252;ssen sich sehr anstrengen und sehr innovativ sein, um dagegen anzukommen.

Das ist alles ein sch&#246;ner Wettbewerb und sehr f&#246;rderlich, bis entweder der Marktf&#252;hrer seine Stellung so ausbaut, da&#223; er fast ein Monopol hat - dann kann der Wettbewerb zusammenbrechen, weil keiner mehr gegen den Vorsprung ankommt.

Das ist f&#252;r die Kunden dann ziemlich schlecht - und das war die Situation mit dem Windows-Quasi-Monopol  so ab Mitte der 90er.

Aber es war immerhin ein Monopol, da&#223; im Markt selber halbwegs ehrlich erk&#228;mpft worden ist - da darf m. E. ein Kartellamt nur eingreifen, wenn der Schaden f&#252;r die Kunden wirklich zu heftig w&#252;rde.

Ganz anders dagegen ist die Lage, wenn in einem Markt (Office-Systeme) Wettbewerb herrscht - aber dann ein Konkurrent mit seinem extern erreichten OS-Monopol den Wettbewerb rauskickt.
Das ist ziemlich innovationsfeindlich, und da ist m. E. durchaus ein Eingreifen zur Erzwingung fairer Bedingungen statthaft.

&gt; Um diese dominante
&gt; Rolle zu halten
&gt; m&#252;ssen sie aber
&gt; eine aggresive
&gt; Rolle fahren, die
&gt; du ausschlie&#223;lich
&gt; als
&gt; Verhinderungstaktik
&gt; siehst, ...
Wie schon gesagt, die normalen Vorteile eines Marktf&#252;hrers gestehe ich gerne zu - nicht aber den R&#252;ckgriff auf das OS-Monopol, wenn es um Anwendungsprogramme geht.

&gt; Der Punkt ist,
&gt; dass Br&#252;ssel den
&gt; Wettbewerbern
&gt; hilft und MS
&gt; schadet.
Nat&#252;rlich, das war der Sinn des Eingreifens.
Wobei ich konkret die Sache beim Mediaplayer f&#252;r recht doof halte - so ein Bundling halte ich noch f&#252;r wenig problematisch.

Die Schnittstellen waren der Knackpunkt.

Wie schon oben gesagt: Die Prozesse in den USA und der EU waren f&#252;r sich genommen nicht so wirksam. Aber ohne diese h&#228;tte MS noch ganz andere Schikanen verwenden k&#246;nnen.

&gt; da zwar auf der
&gt; einen Seite der
&gt; Innovationsanreiz
&gt; steigt, ...
Der Investitionsanreiz bei den Wettbewerbern ist solange da, solange sie noch Aussicht haben, wenigstens einen Teil des Marktes zu behalten.
Wenn sie dagegen platt gemacht werden, bringen sie auch keine Innovation mehr.

&gt; beim Leader aber
&gt; der Anreiz zur
&gt; Innovation sinkt. 
Der Leader hat deutlich weniger Anreiz zur Innovation. Ihm reicht es in der Regel, mitzuschwimmen und in halbwegs ertr&#228;glicher Zeit nachzuziehen.
MS hat m. W. auch nie selber eine Innovation gebracht, sondern immer nur kopiert.

&gt; Eine aufmerksame
&gt; Lekt&#252;re des
&gt; Intertic-Papers
&gt; macht das
&gt; transparent.
Ich habe es sehr aufmerksam gelesen und die Fehler genannt, die ich da sehe. Da habe ich auch noch keine Widerlegung gesehen.

&gt; Im &#220;brigen, auch
&gt; bei dir macht der
&gt; Ton die Musik.
Wenn das in Bezug auf Deine Person oder Deine Beitr&#228;ge so angekommen w&#228;re, w&#252;rde mir das leid tun, das war bestimmt nicht meine Absicht.

Wenn ich aber meine, in den verlinkten Texten Unf&#228;higkeit oder Falschaussagen zu entdecken, dann m&#246;chte ich auch weiterhin deutlich formulieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Steffen:<br />
&gt; die Netzwerkeffekte<br />
&gt; laden jeden<br />
&gt; Anbieter dazu ein<br />
&gt; sich wie ein<br />
&gt; dominanter<br />
&gt; Marktf&#252;hrer zu<br />
&gt; verhalten &#8230;<br />
Richtig.<br />
Und das alleine ist noch v&#246;llig in Ordnung.</p>
<p>Ein Marktf&#252;hrer kann mit weniger Innovation mehr Geld verdienen und hat strukturelle Vorteile gegen&#252;ber seinen Konkurrenten.</p>
<p>Und diese m&#252;ssen sich sehr anstrengen und sehr innovativ sein, um dagegen anzukommen.</p>
<p>Das ist alles ein sch&#246;ner Wettbewerb und sehr f&#246;rderlich, bis entweder der Marktf&#252;hrer seine Stellung so ausbaut, da&#223; er fast ein Monopol hat &#8211; dann kann der Wettbewerb zusammenbrechen, weil keiner mehr gegen den Vorsprung ankommt.</p>
<p>Das ist f&#252;r die Kunden dann ziemlich schlecht &#8211; und das war die Situation mit dem Windows-Quasi-Monopol  so ab Mitte der 90er.</p>
<p>Aber es war immerhin ein Monopol, da&#223; im Markt selber halbwegs ehrlich erk&#228;mpft worden ist &#8211; da darf m. E. ein Kartellamt nur eingreifen, wenn der Schaden f&#252;r die Kunden wirklich zu heftig w&#252;rde.</p>
<p>Ganz anders dagegen ist die Lage, wenn in einem Markt (Office-Systeme) Wettbewerb herrscht &#8211; aber dann ein Konkurrent mit seinem extern erreichten OS-Monopol den Wettbewerb rauskickt.<br />
Das ist ziemlich innovationsfeindlich, und da ist m. E. durchaus ein Eingreifen zur Erzwingung fairer Bedingungen statthaft.</p>
<p>&gt; Um diese dominante<br />
&gt; Rolle zu halten<br />
&gt; m&#252;ssen sie aber<br />
&gt; eine aggresive<br />
&gt; Rolle fahren, die<br />
&gt; du ausschlie&#223;lich<br />
&gt; als<br />
&gt; Verhinderungstaktik<br />
&gt; siehst, &#8230;<br />
Wie schon gesagt, die normalen Vorteile eines Marktf&#252;hrers gestehe ich gerne zu &#8211; nicht aber den R&#252;ckgriff auf das OS-Monopol, wenn es um Anwendungsprogramme geht.</p>
<p>&gt; Der Punkt ist,<br />
&gt; dass Br&#252;ssel den<br />
&gt; Wettbewerbern<br />
&gt; hilft und MS<br />
&gt; schadet.<br />
Nat&#252;rlich, das war der Sinn des Eingreifens.<br />
Wobei ich konkret die Sache beim Mediaplayer f&#252;r recht doof halte &#8211; so ein Bundling halte ich noch f&#252;r wenig problematisch.</p>
<p>Die Schnittstellen waren der Knackpunkt.</p>
<p>Wie schon oben gesagt: Die Prozesse in den USA und der EU waren f&#252;r sich genommen nicht so wirksam. Aber ohne diese h&#228;tte MS noch ganz andere Schikanen verwenden k&#246;nnen.</p>
<p>&gt; da zwar auf der<br />
&gt; einen Seite der<br />
&gt; Innovationsanreiz<br />
&gt; steigt, &#8230;<br />
Der Investitionsanreiz bei den Wettbewerbern ist solange da, solange sie noch Aussicht haben, wenigstens einen Teil des Marktes zu behalten.<br />
Wenn sie dagegen platt gemacht werden, bringen sie auch keine Innovation mehr.</p>
<p>&gt; beim Leader aber<br />
&gt; der Anreiz zur<br />
&gt; Innovation sinkt.<br />
Der Leader hat deutlich weniger Anreiz zur Innovation. Ihm reicht es in der Regel, mitzuschwimmen und in halbwegs ertr&#228;glicher Zeit nachzuziehen.<br />
MS hat m. W. auch nie selber eine Innovation gebracht, sondern immer nur kopiert.</p>
<p>&gt; Eine aufmerksame<br />
&gt; Lekt&#252;re des<br />
&gt; Intertic-Papers<br />
&gt; macht das<br />
&gt; transparent.<br />
Ich habe es sehr aufmerksam gelesen und die Fehler genannt, die ich da sehe. Da habe ich auch noch keine Widerlegung gesehen.</p>
<p>&gt; Im &#220;brigen, auch<br />
&gt; bei dir macht der<br />
&gt; Ton die Musik.<br />
Wenn das in Bezug auf Deine Person oder Deine Beitr&#228;ge so angekommen w&#228;re, w&#252;rde mir das leid tun, das war bestimmt nicht meine Absicht.</p>
<p>Wenn ich aber meine, in den verlinkten Texten Unf&#228;higkeit oder Falschaussagen zu entdecken, dann m&#246;chte ich auch weiterhin deutlich formulieren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Verlinkt... &#124; Mit dem Kopf voran</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23203</link>
		<dc:creator>Verlinkt... &#124; Mit dem Kopf voran</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 13:05:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23203</guid>
		<description>[...] Auch wenn einige Blogger das etwas anders sehen, f&#252;r mich ist die kritische Analyse der Wettbewerbspolitik im Microsoft-Fall von Frederico Etro in &quot;Competition Policy for the New Economy&quot; &#252;berzeugend. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Auch wenn einige Blogger das etwas anders sehen, f&#252;r mich ist die kritische Analyse der Wettbewerbspolitik im Microsoft-Fall von Frederico Etro in &quot;Competition Policy for the New Economy&quot; &#252;berzeugend. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: David</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23199</link>
		<dc:creator>David</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 10:54:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23199</guid>
		<description>&quot;Die Warheitliegt sicherlich irgendwo dazwischen, sonst s&#228;&#223;en wir heute noch an DOS-PCs.&quot;

Ich nicht ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die Warheitliegt sicherlich irgendwo dazwischen, sonst s&#228;&#223;en wir heute noch an DOS-PCs.&#8221;</p>
<p>Ich nicht <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23198</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 10:47:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23198</guid>
		<description>Nein, die Netzwerkeffekte laden jeden Anbieter dazu ein sich wie ein dominanter Marktf&#252;hrer zu verhalten und die Rolle fielnunmal auf MS. Um diese dominante Rolle zu halten m&#252;ssen sie aber eine aggresive Rolle fahren, die du ausschlie&#223;lich als Verhinderungstaktik siehst, andere aber auch als Innovationsdruck. Die Warheitliegt sicherlich irgendwo dazwischen, sonst s&#228;&#223;en wir heute noch an DOS-PCs. Der Punkt ist, dass Br&#252;ssel den Wettbewerbern hilft und MS schadet. Welche Innovationswirkung das hat kann keiner sagen, da zwar auf der einen Seite der Innovationsanreiz steigt, beim Leader aber der Anreiz zur Innovation sinkt. Was dominiert ist unklar, genauso wie die Frage, ob dem Konsumenten damit geholfen ist oder nicht. Eine aufmerksame Lekt&#252;re des Intertic-Papers macht das transparent. Im &#220;brigen, auch bei dir macht der Ton die Musik. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, die Netzwerkeffekte laden jeden Anbieter dazu ein sich wie ein dominanter Marktf&#252;hrer zu verhalten und die Rolle fielnunmal auf MS. Um diese dominante Rolle zu halten m&#252;ssen sie aber eine aggresive Rolle fahren, die du ausschlie&#223;lich als Verhinderungstaktik siehst, andere aber auch als Innovationsdruck. Die Warheitliegt sicherlich irgendwo dazwischen, sonst s&#228;&#223;en wir heute noch an DOS-PCs. Der Punkt ist, dass Br&#252;ssel den Wettbewerbern hilft und MS schadet. Welche Innovationswirkung das hat kann keiner sagen, da zwar auf der einen Seite der Innovationsanreiz steigt, beim Leader aber der Anreiz zur Innovation sinkt. Was dominiert ist unklar, genauso wie die Frage, ob dem Konsumenten damit geholfen ist oder nicht. Eine aufmerksame Lekt&#252;re des Intertic-Papers macht das transparent. Im &#220;brigen, auch bei dir macht der Ton die Musik. <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23197</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 10:14:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23197</guid>
		<description>@Steffen:
&gt; Deinen ersten
&gt; Punkt verstehe
&gt; ich nicht
Wir reden hier &#252;ber zwei verschiedene Szenarien.

Einerseits den Eintritt in einen neuen Markt.
Wer jetzt eine v&#246;llig frische Idee f&#252;r EDV-Anwendung findet, hat relativ geringe Markteintrittskosten.

Anders ist das bei einem Markt, bei dem sich ein Marktf&#252;hrer schon klar etabliert hat - wie eben MS bei Betriebssystemen oder Office.
Da sind die Markteintrittskosten verdammt hoch, das kann man als Neuling de facto vergessen.

Intertic bringt die Gr&#252;nde daf&#252;r auf Angebots- und Nachfrageseite - und zieht dann den komplett verkehrten Schlu&#223; daraus.
Und da sage ich: Wenn dieser Artikel den &quot;state of the art&quot; der aktuellen WiWi repr&#228;sentiert, dann wird es &#252;bel.

&gt; weil jeder Anbieter
&gt; unter den gegebenen
&gt; Kosten- und
&gt; Nachfragestrukturen
&gt; wie MS agieren
&gt; w&#252;rde. 
Aber doch nur bei neuen Produkten!

Wenn MS oder Anbieter X ein Programm f&#252;r die Schweinezucht auf den Markt bringen, agieren sie unter fairen Bedingungen.

Wenn MS aber sein OS-Monopol ins Spiel bringt und der Konkurrenz damit die n&#246;tigen Grundlagen wegnimmt, ist die Sache f&#252;r X gelaufen.

Wer einen neuen Markt erschlie&#223;t, mu&#223; immer damit rechnen, da&#223; er von MS platt gemacht wird, sobald dieser neue Markt lukrativ genug erscheint.
DAS ist eine echte Innovationsbremse.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Steffen:<br />
&gt; Deinen ersten<br />
&gt; Punkt verstehe<br />
&gt; ich nicht<br />
Wir reden hier &#252;ber zwei verschiedene Szenarien.</p>
<p>Einerseits den Eintritt in einen neuen Markt.<br />
Wer jetzt eine v&#246;llig frische Idee f&#252;r EDV-Anwendung findet, hat relativ geringe Markteintrittskosten.</p>
<p>Anders ist das bei einem Markt, bei dem sich ein Marktf&#252;hrer schon klar etabliert hat &#8211; wie eben MS bei Betriebssystemen oder Office.<br />
Da sind die Markteintrittskosten verdammt hoch, das kann man als Neuling de facto vergessen.</p>
<p>Intertic bringt die Gr&#252;nde daf&#252;r auf Angebots- und Nachfrageseite &#8211; und zieht dann den komplett verkehrten Schlu&#223; daraus.<br />
Und da sage ich: Wenn dieser Artikel den &#8220;state of the art&#8221; der aktuellen WiWi repr&#228;sentiert, dann wird es &#252;bel.</p>
<p>&gt; weil jeder Anbieter<br />
&gt; unter den gegebenen<br />
&gt; Kosten- und<br />
&gt; Nachfragestrukturen<br />
&gt; wie MS agieren<br />
&gt; w&#252;rde.<br />
Aber doch nur bei neuen Produkten!</p>
<p>Wenn MS oder Anbieter X ein Programm f&#252;r die Schweinezucht auf den Markt bringen, agieren sie unter fairen Bedingungen.</p>
<p>Wenn MS aber sein OS-Monopol ins Spiel bringt und der Konkurrenz damit die n&#246;tigen Grundlagen wegnimmt, ist die Sache f&#252;r X gelaufen.</p>
<p>Wer einen neuen Markt erschlie&#223;t, mu&#223; immer damit rechnen, da&#223; er von MS platt gemacht wird, sobald dieser neue Markt lukrativ genug erscheint.<br />
DAS ist eine echte Innovationsbremse.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: David</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23195</link>
		<dc:creator>David</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 23:14:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23195</guid>
		<description>@Stefanolix:

Bei Knuth mu&#223; ich gerade wieder an den Artikel von Martin auf seinem Blog k&#252;rzlich denken, &lt;a href=&quot;http://martinm.twoday.net/stories/4219864/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;&#220;ber Musik, Philosopie, Wissenschaft und Poesie&lt;/a&gt;. Knuth war meines Wissens der erste, der eine mathematische Theorie (Conways surreale Zahlen) in Form einer Novelle ver&#246;ffentlicht hat. Gelesen habe ich die aber leider noch nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefanolix:</p>
<p>Bei Knuth mu&#223; ich gerade wieder an den Artikel von Martin auf seinem Blog k&#252;rzlich denken, <a href="http://martinm.twoday.net/stories/4219864/" rel="nofollow">&#220;ber Musik, Philosopie, Wissenschaft und Poesie</a>. Knuth war meines Wissens der erste, der eine mathematische Theorie (Conways surreale Zahlen) in Form einer Novelle ver&#246;ffentlicht hat. Gelesen habe ich die aber leider noch nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23193</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 16:18:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23193</guid>
		<description>@rayson:

falls du mal zeit hast, lies doch mal den Artikel &lt;a href=&quot;http://www.intertic.org/Policy%20Papers/CRESSE.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;&quot;Competition Policy for the New Economy&quot;&lt;/a&gt; von Federico Etro. Der umreist in die Gr&#252;nde ganz gut, warum ich die Lage anders einsch&#228;tze als ihr.

@R.A.:

Deinen ersten Punkt verstehe ich nicht, ich sage nur auf diesem Markt ist schlichtweg mit keiner anderen Situation zu rechnen, weil jeder Anbieter unter den gegebenen Kosten- und Nachfragestrukturen wie MS agieren w&#252;rde. Und ich behaupte eben, dass diese Situation auch nicht eindeutig so zu interpretieren ist wie ihr es hier seht.  Das hab ich hier schon mehrmals gesagt und man kann diese Sichtweise im o.g. Paper noch elaborierter, wenn auch nicht ganz einfach, nochmal nachlesen.

Damit mu&#223; ich leider aus der Debatte aussteigen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@rayson:</p>
<p>falls du mal zeit hast, lies doch mal den Artikel <a href="http://www.intertic.org/Policy%20Papers/CRESSE.pdf" rel="nofollow">&#8220;Competition Policy for the New Economy&#8221;</a> von Federico Etro. Der umreist in die Gr&#252;nde ganz gut, warum ich die Lage anders einsch&#228;tze als ihr.</p>
<p>@R.A.:</p>
<p>Deinen ersten Punkt verstehe ich nicht, ich sage nur auf diesem Markt ist schlichtweg mit keiner anderen Situation zu rechnen, weil jeder Anbieter unter den gegebenen Kosten- und Nachfragestrukturen wie MS agieren w&#252;rde. Und ich behaupte eben, dass diese Situation auch nicht eindeutig so zu interpretieren ist wie ihr es hier seht.  Das hab ich hier schon mehrmals gesagt und man kann diese Sichtweise im o.g. Paper noch elaborierter, wenn auch nicht ganz einfach, nochmal nachlesen.</p>
<p>Damit mu&#223; ich leider aus der Debatte aussteigen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23192</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 16:11:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23192</guid>
		<description>Es ist &#252;brigens nicht v&#246;llig uninteressant, dass dieses Urteil des europ&#228;ischen Gerichts das US-Justiministerium zu einer &lt;a href=&quot;http://www.usdoj.gov/atr/public/press_releases/2007/226070.htm&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;&#246;ffentlichen Kritik&lt;/a&gt; verleitet.

&lt;blockquote&gt;We are, however, concerned that the standard applied to unilateral conduct by the CFI, rather than helping consumers, may have the unfortunate consequence of harming consumers by chilling innovation and discouraging competition.&lt;/blockquote&gt;

Da wir wohl davon ausgehen k&#246;nnen, dass der Nutzen der europ&#228;ischen Verbraucher das US-Justizministerium auch nicht die Bohne interessiert, d&#252;rfen wir einen anderen, daf&#252;r aber um so eindeutigeren Anlass vermuten. Wirtschaftliche Macht ist schlecht, politische Macht ist &#252;bel, aber ihre personelle und ideologische Vermischung sind zum Kotzen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist &#252;brigens nicht v&#246;llig uninteressant, dass dieses Urteil des europ&#228;ischen Gerichts das US-Justiministerium zu einer <a href="http://www.usdoj.gov/atr/public/press_releases/2007/226070.htm" rel="nofollow">&#246;ffentlichen Kritik</a> verleitet.</p>
<blockquote><p>We are, however, concerned that the standard applied to unilateral conduct by the CFI, rather than helping consumers, may have the unfortunate consequence of harming consumers by chilling innovation and discouraging competition.</p></blockquote>
<p>Da wir wohl davon ausgehen k&#246;nnen, dass der Nutzen der europ&#228;ischen Verbraucher das US-Justizministerium auch nicht die Bohne interessiert, d&#252;rfen wir einen anderen, daf&#252;r aber um so eindeutigeren Anlass vermuten. Wirtschaftliche Macht ist schlecht, politische Macht ist &#252;bel, aber ihre personelle und ideologische Vermischung sind zum Kotzen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23191</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 15:49:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23191</guid>
		<description>@Steffen:
&gt; Wir reden hier
&gt; ja auch nicht
&gt; um den Wettberb
&gt; um Betriebssysteme,
Auch, weil die &quot;Beweisf&#252;hrung&quot; des Intertic-Artikels da ja erst recht gelten m&#252;&#223;te - und das Gegenbeispiel OS zeigt, da&#223; deren Argumentation v&#246;llig absurd ist.

&gt; Im Markt f&#252;r
&gt; Anwendungen sieht
&gt; das jedoch ganz
&gt; anders aus. Hier
&gt; herrscht m. E.
&gt; ein erstaunlich
&gt; hoher Wettbewerb, 
Aber eben nur dort, wo MS eben nicht seine durch das OS errungene Stellung ausnutzt.

Das ist doch der Knackpunkt: Solange im Anwendungsbereich fair gespielt wird, gibt es einen harten Wettbewerb mit erheblicher Innovationskraft und Kundennutzen.

Und genau der wird abgew&#252;rgt, wenn man MS seine Man&#246;ver erlaubt h&#228;tte.

&gt; Es gibt gute
&gt; Gr&#252;nde keine
&gt; Patente f&#252;r
&gt; Software und
&gt; Standards zu
&gt; vergeben, ...
Das ist m. E. ein v&#246;llig getrenntes Thema.

&gt; wieso gleiches
&gt; Verhalten von
&gt; Google, mit seiner
&gt; Vielzahl von
&gt; Gratisprogrammen,
&gt; anders zu bewerten
&gt; w&#228;re.
Weil weder Google ein Monopol bei den Suchmaschinen hat, noch irgendeine feste Kopplung zu den &#252;brigen Programmen besteht.

Ich kann v&#246;llig problemlos mit Altavista suchen und trotzdem Google Maps verwenden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Steffen:<br />
&gt; Wir reden hier<br />
&gt; ja auch nicht<br />
&gt; um den Wettberb<br />
&gt; um Betriebssysteme,<br />
Auch, weil die &#8220;Beweisf&#252;hrung&#8221; des Intertic-Artikels da ja erst recht gelten m&#252;&#223;te &#8211; und das Gegenbeispiel OS zeigt, da&#223; deren Argumentation v&#246;llig absurd ist.</p>
<p>&gt; Im Markt f&#252;r<br />
&gt; Anwendungen sieht<br />
&gt; das jedoch ganz<br />
&gt; anders aus. Hier<br />
&gt; herrscht m. E.<br />
&gt; ein erstaunlich<br />
&gt; hoher Wettbewerb,<br />
Aber eben nur dort, wo MS eben nicht seine durch das OS errungene Stellung ausnutzt.</p>
<p>Das ist doch der Knackpunkt: Solange im Anwendungsbereich fair gespielt wird, gibt es einen harten Wettbewerb mit erheblicher Innovationskraft und Kundennutzen.</p>
<p>Und genau der wird abgew&#252;rgt, wenn man MS seine Man&#246;ver erlaubt h&#228;tte.</p>
<p>&gt; Es gibt gute<br />
&gt; Gr&#252;nde keine<br />
&gt; Patente f&#252;r<br />
&gt; Software und<br />
&gt; Standards zu<br />
&gt; vergeben, &#8230;<br />
Das ist m. E. ein v&#246;llig getrenntes Thema.</p>
<p>&gt; wieso gleiches<br />
&gt; Verhalten von<br />
&gt; Google, mit seiner<br />
&gt; Vielzahl von<br />
&gt; Gratisprogrammen,<br />
&gt; anders zu bewerten<br />
&gt; w&#228;re.<br />
Weil weder Google ein Monopol bei den Suchmaschinen hat, noch irgendeine feste Kopplung zu den &#252;brigen Programmen besteht.</p>
<p>Ich kann v&#246;llig problemlos mit Altavista suchen und trotzdem Google Maps verwenden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23190</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 15:41:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23190</guid>
		<description>@David:
&gt; Ich glaube nicht,
&gt; da&#223; Quasi-Monopol
&gt; und IP-Rechte
&gt; v&#246;llig getrennt
&gt; zu behandeln sind,
Sagen wir mal so: IP-Rechte k&#246;nnen das Problem noch deutlich versch&#228;rfen - aber bei der hier diskutierten MS-Vergangenheit spielten sie kaum eine ROlle.

&gt; Was die Elster
&gt; betrifft, so
&gt; w&#252;rde ich hier
&gt; aber nicht MS
&gt; die Schuld geben.
Richtig.
Das war nur ein Beispiel daf&#252;r, da&#223; man eben dem Problem in der Praxis oft nicht so leicht entgehen kann mit &quot;Linux und Open Office&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@David:<br />
&gt; Ich glaube nicht,<br />
&gt; da&#223; Quasi-Monopol<br />
&gt; und IP-Rechte<br />
&gt; v&#246;llig getrennt<br />
&gt; zu behandeln sind,<br />
Sagen wir mal so: IP-Rechte k&#246;nnen das Problem noch deutlich versch&#228;rfen &#8211; aber bei der hier diskutierten MS-Vergangenheit spielten sie kaum eine ROlle.</p>
<p>&gt; Was die Elster<br />
&gt; betrifft, so<br />
&gt; w&#252;rde ich hier<br />
&gt; aber nicht MS<br />
&gt; die Schuld geben.<br />
Richtig.<br />
Das war nur ein Beispiel daf&#252;r, da&#223; man eben dem Problem in der Praxis oft nicht so leicht entgehen kann mit &#8220;Linux und Open Office&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23189</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 15:23:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23189</guid>
		<description>Und um mich auch noch zu wiederholen und es damit auf meinen Punkt zu bringen: Es ist sehr wohl ein Grund f&#252;r Eingreifen der Wettbewerbspolitik, wenn sich alle Anbietern derart anstrengen m&#252;ssen bis auf ausgerechnet den, der eine gegebene Monopolsituation auf andere M&#228;rkte versucht auszudehnen. Es geht nicht darum, den anderen Anbietern einen Gefallen zu tun, sondern einen Wettbewerb zu erm&#246;glichen, der sich einstellen w&#252;rde, wenn der Anbieter des Betriebssystems nicht auch der Anbieter von Anwendungssoftware w&#228;re.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und um mich auch noch zu wiederholen und es damit auf meinen Punkt zu bringen: Es ist sehr wohl ein Grund f&#252;r Eingreifen der Wettbewerbspolitik, wenn sich alle Anbietern derart anstrengen m&#252;ssen bis auf ausgerechnet den, der eine gegebene Monopolsituation auf andere M&#228;rkte versucht auszudehnen. Es geht nicht darum, den anderen Anbietern einen Gefallen zu tun, sondern einen Wettbewerb zu erm&#246;glichen, der sich einstellen w&#252;rde, wenn der Anbieter des Betriebssystems nicht auch der Anbieter von Anwendungssoftware w&#228;re.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23188</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 15:03:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23188</guid>
		<description>Wir reden hier ja auch nicht um den Wettberb um Betriebssysteme, sondern um Anwendungssoftware. Darum geht es auch den Wettbewerbsh&#252;tern der EU. Sicherlich erlaubt eine Netz&#246;konomie nur wenige Anbieter. Im Markt f&#252;r Anwendungen sieht das jedoch ganz anders aus. Hier herrscht m. E. ein erstaunlich hoher Wettbewerb, wenn die Netzwerkeffekte nicht so gro&#223; sind. Aber das sagst du ja selbst. Und hier kommt, wie David auch feststellt, die Frage der IPRs ins Spiel. Es gibt gute Gr&#252;nde keine Patente f&#252;r Software und Standards zu vergeben, aber ich halte es eben auch nicht f&#252;r legitim den Versuch des privaten Schutzes von Eigentumsrechten (soweit der Quellcode geistiges Eigentum ist und per Compilation gesch&#252;tzt wird) staatlich zu torpedieren. Ebenso kann ich nicht nachvollziehen, warum das Bundling von Software zu einer un&#252;berwindbaren Markteintrittsbarriere f&#252;hren sollte. Hier w&#228;re dann zu Fragen, wieso gleiches Verhalten von Google, mit seiner Vielzahl von Gratisprogrammen, anders zu bewerten w&#228;re.

Insofern stimme ich auch Rayson zu, dass der Patentschutz in der Summe innovationsfeindlich wirken kann. Aber das Unverm&#246;gen von Herstellern sich gegen den IE oder Mediaplayer und die Bequemlichkeit der Konsumenten durchzusetzen zu k&#246;nnen, obwohl diese Programme vermeidlich schlechte Qualit&#228;t haben kann ich nach wie vor nicht als Grund f&#252;r das Eingreifen der Wettbewerbspolitik erkennen. Aber ich glaube ich wiederhole mich...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wir reden hier ja auch nicht um den Wettberb um Betriebssysteme, sondern um Anwendungssoftware. Darum geht es auch den Wettbewerbsh&#252;tern der EU. Sicherlich erlaubt eine Netz&#246;konomie nur wenige Anbieter. Im Markt f&#252;r Anwendungen sieht das jedoch ganz anders aus. Hier herrscht m. E. ein erstaunlich hoher Wettbewerb, wenn die Netzwerkeffekte nicht so gro&#223; sind. Aber das sagst du ja selbst. Und hier kommt, wie David auch feststellt, die Frage der IPRs ins Spiel. Es gibt gute Gr&#252;nde keine Patente f&#252;r Software und Standards zu vergeben, aber ich halte es eben auch nicht f&#252;r legitim den Versuch des privaten Schutzes von Eigentumsrechten (soweit der Quellcode geistiges Eigentum ist und per Compilation gesch&#252;tzt wird) staatlich zu torpedieren. Ebenso kann ich nicht nachvollziehen, warum das Bundling von Software zu einer un&#252;berwindbaren Markteintrittsbarriere f&#252;hren sollte. Hier w&#228;re dann zu Fragen, wieso gleiches Verhalten von Google, mit seiner Vielzahl von Gratisprogrammen, anders zu bewerten w&#228;re.</p>
<p>Insofern stimme ich auch Rayson zu, dass der Patentschutz in der Summe innovationsfeindlich wirken kann. Aber das Unverm&#246;gen von Herstellern sich gegen den IE oder Mediaplayer und die Bequemlichkeit der Konsumenten durchzusetzen zu k&#246;nnen, obwohl diese Programme vermeidlich schlechte Qualit&#228;t haben kann ich nach wie vor nicht als Grund f&#252;r das Eingreifen der Wettbewerbspolitik erkennen. Aber ich glaube ich wiederhole mich&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: David</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23187</link>
		<dc:creator>David</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 13:34:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23187</guid>
		<description>@R.A.:

Ich glaube nicht, da&#223; Quasi-Monopol und IP-Rechte v&#246;llig getrennt zu behandeln sind, sondern halte sie eher f&#252;r zwei Seiten einer Medaille. Gut, kann man diskutieren.

Was die Elster betrifft, so w&#252;rde ich hier aber nicht MS die Schuld geben. Das halte ich eher f&#252;r einen (wahrscheinlich typischen) Fall von Beh&#246;rdenignoranz, wie  sie immer dann zustande kommen d&#252;rften, wenn Beamte ihren Horizont f&#252;r das Ende der Welt halten. Das hielte ich z.B. auch noch f&#252;r wesentlich wichtiger, als MS zu irgendwas zu zwingen: &#214;ffentliche Stellen konsequent in die Pflicht nehmen, offene Standards, zumindest &lt;em&gt;auch&lt;/em&gt; zu unterst&#252;tzen. Wenn Beh&#246;rden eine solche &quot;Windows hat doch eh jeder, das ist doch mit PC identisch&quot; Einstellung an den Tag legen, dann kotzt mich das n&#228;mlich mehr an, als alle miesen Tricks von MS zusammen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@R.A.:</p>
<p>Ich glaube nicht, da&#223; Quasi-Monopol und IP-Rechte v&#246;llig getrennt zu behandeln sind, sondern halte sie eher f&#252;r zwei Seiten einer Medaille. Gut, kann man diskutieren.</p>
<p>Was die Elster betrifft, so w&#252;rde ich hier aber nicht MS die Schuld geben. Das halte ich eher f&#252;r einen (wahrscheinlich typischen) Fall von Beh&#246;rdenignoranz, wie  sie immer dann zustande kommen d&#252;rften, wenn Beamte ihren Horizont f&#252;r das Ende der Welt halten. Das hielte ich z.B. auch noch f&#252;r wesentlich wichtiger, als MS zu irgendwas zu zwingen: &#214;ffentliche Stellen konsequent in die Pflicht nehmen, offene Standards, zumindest <em>auch</em> zu unterst&#252;tzen. Wenn Beh&#246;rden eine solche &#8220;Windows hat doch eh jeder, das ist doch mit PC identisch&#8221; Einstellung an den Tag legen, dann kotzt mich das n&#228;mlich mehr an, als alle miesen Tricks von MS zusammen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23186</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 12:15:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23186</guid>
		<description>@Steffen:
&gt; Die
&gt; Markteintrittskosten
&gt; sind in Relation
&gt; zu anderen M&#228;rkten
&gt; recht bescheiden. 
Aber dieser Vergleich ist doch v&#246;llig unwichtig!
Die Markteintrittskosten m&#252;ssen doch in Relation gesetzt werden zu den Kostenstrukturen der schon im Markt befindlichen Teilnehmer (insbesondere des Marktf&#252;hrers) und zu den Gewinnchancen.

Wenn Du im Prinzip dieselben Einmalkosten hast wie der Marktf&#252;hrer, dieser fast keine Mehrkosten hat, wenn er sehr viele Exemplare herstellt - und Du deine Kosten mit viel weniger Verk&#228;ufen bestreiten mu&#223;t, dann ist ein Markteintritt extrem schwer.

Es ist auch heute noch fast ausgeschlossen, da&#223; wirklich ein kommerzieller Anbieter neu in den Markt der PC-Betriebs-Systeme einsteigt. Die Barrieren sind viel zu hoch.

Wir reden hier also &#252;berhaupt nur &#252;ber neu entstehende Teilm&#228;rkte f&#252;r neue Anwendungen. Da ist der Markteintritt gut m&#246;glich - aber eben nur, wenn MS nicht den Joker des Betriebssystem-Monopols spielt. 

&gt; die Drohung der
&gt; EU-Kommission
&gt; immer dann zu
&gt; regulieren, wenn
&gt; es ans Absahnen
&gt; geht
Ich sehe keine solche Drohung.
Absahnen ist in der EDV- oder anderen Branchen problemlos m&#246;glich, und die Kommission interventiert da nicht.

Sie interveniert nur, wenn es um den Mi&#223;brauch einer Monopolstellung geht, so h&#228;ufig ist das nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Steffen:<br />
&gt; Die<br />
&gt; Markteintrittskosten<br />
&gt; sind in Relation<br />
&gt; zu anderen M&#228;rkten<br />
&gt; recht bescheiden.<br />
Aber dieser Vergleich ist doch v&#246;llig unwichtig!<br />
Die Markteintrittskosten m&#252;ssen doch in Relation gesetzt werden zu den Kostenstrukturen der schon im Markt befindlichen Teilnehmer (insbesondere des Marktf&#252;hrers) und zu den Gewinnchancen.</p>
<p>Wenn Du im Prinzip dieselben Einmalkosten hast wie der Marktf&#252;hrer, dieser fast keine Mehrkosten hat, wenn er sehr viele Exemplare herstellt &#8211; und Du deine Kosten mit viel weniger Verk&#228;ufen bestreiten mu&#223;t, dann ist ein Markteintritt extrem schwer.</p>
<p>Es ist auch heute noch fast ausgeschlossen, da&#223; wirklich ein kommerzieller Anbieter neu in den Markt der PC-Betriebs-Systeme einsteigt. Die Barrieren sind viel zu hoch.</p>
<p>Wir reden hier also &#252;berhaupt nur &#252;ber neu entstehende Teilm&#228;rkte f&#252;r neue Anwendungen. Da ist der Markteintritt gut m&#246;glich &#8211; aber eben nur, wenn MS nicht den Joker des Betriebssystem-Monopols spielt. </p>
<p>&gt; die Drohung der<br />
&gt; EU-Kommission<br />
&gt; immer dann zu<br />
&gt; regulieren, wenn<br />
&gt; es ans Absahnen<br />
&gt; geht<br />
Ich sehe keine solche Drohung.<br />
Absahnen ist in der EDV- oder anderen Branchen problemlos m&#246;glich, und die Kommission interventiert da nicht.</p>
<p>Sie interveniert nur, wenn es um den Mi&#223;brauch einer Monopolstellung geht, so h&#228;ufig ist das nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23185</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 11:19:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23185</guid>
		<description>@SteffenH

Der Mechanismus ist eine Einbahnstra&#223;e. Schon bei Office nicht, denn denjenigen, der &quot;Word unbedingt haben will&quot; und &quot;sich verf&#252;hren l&#228;sst, billig Excel einzustecken&quot;, den gibt es in freier Wildbahn so gut wie gar nicht.

Und wenn ich hier nicht die Existenz von Exoten g&#228;nzlich ausschlie&#223;en will, so ist die Idee, der zus&#228;tzlich beigepackte Browser f&#246;rdere den Absatz von Windows, in meinen Augen g&#228;nzlich absurd. Es gab ja bereits Browser f&#252;r Windows, und dass die Aussicht, f&#252;r so ein Teil nicht mehr ein paar Mark abdr&#252;cken zu m&#252;ssen, die &quot;Wahl&quot; des Betriebssystems, die man als Privatmensch normalerweise eh kaum hatte, beeinflussen soll, kannst du der n&#228;chsten Parkuhr erz&#228;hlen, aber nicht mir.

Selbstverst&#228;ndlich hat MS einen Grund gehabt, seinen Browser zu verschenken. Es ging darum, das zu verhindern, was sich jetzt abzeichnet, n&#228;mlich dass das Betriebssystem auf dem Einzelplatz-System seine pr&#228;gende Wirkung zugunsten des Netzes verliert. Das ist und war die typische MS-Reaktion auf Innovationen: Mit aller Kraft auf den fahrenden Zug aufspringen, die Lok kapern und das Ganze auf das im eigenen Besitz befindliche Gleisnetz leiten, wo man dann diverse Entgelte verlangen kann. Mal wurde es gut umgesetzt, mal weniger gut. MS versuchte zun&#228;chst immer, Wettbewerb und damit Wahlfreiheit auszuschalten, statt von der Leistungsf&#228;higkeit der eigenen Produkte m&#252;hsam &#252;berzeugen zu m&#252;ssen, und setzte dabei eben, so wie man das gelernt hatte, auf die Netzwerkeffekte. Im Internet kamen sie da wohl etwas zu sp&#228;t, und die Konkurrenz hatte gelernt, dass es aussichtslos ist, gegen die Versuche von MS jeweils individuell eigene propriet&#228;re Standards durchzusetzen zu wollen und schloss sich auf der Basis offener Standards zusammen. Die Firma Netscape abzuschie&#223;en, hat es zwar noch gereicht, aber noch im Fallen hat diese dem Riesen mit der Freigabe des Codes ein Ei ins Nest gelegt. 

Wenn man will, kann man r&#252;ckblickend die r&#252;cksichtslose Monopolstellung von MS als Ausl&#246;ser dieser industrieweiten Einsicht, von der jetzt alle profitieren, betrachten und somit guthei&#223;en. Aber wenn man sich ansieht, wie hart der Weg dahin war und welche gro&#223;en Umw&#228;lzungen von Gesch&#228;ftsmodellen dazu erforderlich waren, dann h&#228;tte die Sache auch schief gehen k&#246;nnen.

Pers&#246;nliche Betroffenheit spielt &#252;brigens bei mir auch keine Rolle. H&#246;chstens erlebe ich, seitdem ich privat fast ausschlie&#223;lich Linux nutze, erstmals konkret, zu was einen das MS-Monopol vorher richtiggehend gezwungen hatte, wie man da vom Anbieter geg&#228;ngelt wurde, der als Alleinherrscher &#252;berall Prokrustes-Betten aufstellte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@SteffenH</p>
<p>Der Mechanismus ist eine Einbahnstra&#223;e. Schon bei Office nicht, denn denjenigen, der &#8220;Word unbedingt haben will&#8221; und &#8220;sich verf&#252;hren l&#228;sst, billig Excel einzustecken&#8221;, den gibt es in freier Wildbahn so gut wie gar nicht.</p>
<p>Und wenn ich hier nicht die Existenz von Exoten g&#228;nzlich ausschlie&#223;en will, so ist die Idee, der zus&#228;tzlich beigepackte Browser f&#246;rdere den Absatz von Windows, in meinen Augen g&#228;nzlich absurd. Es gab ja bereits Browser f&#252;r Windows, und dass die Aussicht, f&#252;r so ein Teil nicht mehr ein paar Mark abdr&#252;cken zu m&#252;ssen, die &#8220;Wahl&#8221; des Betriebssystems, die man als Privatmensch normalerweise eh kaum hatte, beeinflussen soll, kannst du der n&#228;chsten Parkuhr erz&#228;hlen, aber nicht mir.</p>
<p>Selbstverst&#228;ndlich hat MS einen Grund gehabt, seinen Browser zu verschenken. Es ging darum, das zu verhindern, was sich jetzt abzeichnet, n&#228;mlich dass das Betriebssystem auf dem Einzelplatz-System seine pr&#228;gende Wirkung zugunsten des Netzes verliert. Das ist und war die typische MS-Reaktion auf Innovationen: Mit aller Kraft auf den fahrenden Zug aufspringen, die Lok kapern und das Ganze auf das im eigenen Besitz befindliche Gleisnetz leiten, wo man dann diverse Entgelte verlangen kann. Mal wurde es gut umgesetzt, mal weniger gut. MS versuchte zun&#228;chst immer, Wettbewerb und damit Wahlfreiheit auszuschalten, statt von der Leistungsf&#228;higkeit der eigenen Produkte m&#252;hsam &#252;berzeugen zu m&#252;ssen, und setzte dabei eben, so wie man das gelernt hatte, auf die Netzwerkeffekte. Im Internet kamen sie da wohl etwas zu sp&#228;t, und die Konkurrenz hatte gelernt, dass es aussichtslos ist, gegen die Versuche von MS jeweils individuell eigene propriet&#228;re Standards durchzusetzen zu wollen und schloss sich auf der Basis offener Standards zusammen. Die Firma Netscape abzuschie&#223;en, hat es zwar noch gereicht, aber noch im Fallen hat diese dem Riesen mit der Freigabe des Codes ein Ei ins Nest gelegt. </p>
<p>Wenn man will, kann man r&#252;ckblickend die r&#252;cksichtslose Monopolstellung von MS als Ausl&#246;ser dieser industrieweiten Einsicht, von der jetzt alle profitieren, betrachten und somit guthei&#223;en. Aber wenn man sich ansieht, wie hart der Weg dahin war und welche gro&#223;en Umw&#228;lzungen von Gesch&#228;ftsmodellen dazu erforderlich waren, dann h&#228;tte die Sache auch schief gehen k&#246;nnen.</p>
<p>Pers&#246;nliche Betroffenheit spielt &#252;brigens bei mir auch keine Rolle. H&#246;chstens erlebe ich, seitdem ich privat fast ausschlie&#223;lich Linux nutze, erstmals konkret, zu was einen das MS-Monopol vorher richtiggehend gezwungen hatte, wie man da vom Anbieter geg&#228;ngelt wurde, der als Alleinherrscher &#252;berall Prokrustes-Betten aufstellte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23183</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 10:40:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23183</guid>
		<description>@rayson:

Der Internetexplorer ist nicht umsonst, denn schlie&#223;lich m&#252;ssen die Entwicklungskosten sp&#228;ter wieder reinkommen. Also steigt der Preis etwas, aber die Kunden sind ja auch bereit f&#252;r das B&#252;ndel mehr zu zahlen, weil sie kein &#196;rger mit zus&#228;tzlichen Installationen haben. Wenn der Browser keinen Einfluss auf den Absatz von Windows h&#228;tte, weshalb sollte sich MS dann die Entwicklungskosten aufb&#252;rden. F&#252;r mich macht die Argumentation daher Sinn.

Am Beispiel Office erkl&#228;rst du mir dann genau das, was ich vorher gesagt habe: Man zahlt f&#252;r Excel etwas mehr, weil man damit Word fast geschenkt bekommt. Jemand der Word unbedingt haben will, l&#228;sst sich verf&#252;hren etwas mehr zu zahlen um billig Excel einzustecken. Genau das ist die Strategie. Wenn jetzt eines der beiden Programme besser wird, steigert dass automatisch auch den Absatz des anderen im B&#252;ndel.

Was die freiheitsbeschr&#228;nkende Macht betrifft, scheint die unterschiedliche pers&#246;nliche Betroffenheit von der Einschr&#228;nkung der pers&#246;nlichen Freiheit durch MS ausschlaggebend f&#252;r die Differenzen zu sein. Weshalb ich mir hier besonders unsicher bin, ob die Dosis nicht schon zum Gift geworden ist.

@R.A.:

Die Markteintrittskosten sind in Relation zu anderen M&#228;rkten recht bescheiden. Niemand braucht f&#252;r ein Softwareprogramm riesen Werkhallen und Maschinen anzuschaffen. Ein kluger Kopf und ein Notebook gen&#252;gen, dass hat die Geschichte gezeigt (Stichwort Google).

Das MS sich erst richtig bewegt, wenn die Konkurrenz besser wird ist klar. F&#252;r &quot;besser&quot; muss es ja erstmal eine Referenz geben.

F&#252;r mich ist es durchaus plausibel, dass die Drohung der EU-Kommission immer dann zu regulieren, wenn es ans Absahnen geht die Bereitschaft zur Investition reduziert. Ich w&#252;rde es genauso machen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@rayson:</p>
<p>Der Internetexplorer ist nicht umsonst, denn schlie&#223;lich m&#252;ssen die Entwicklungskosten sp&#228;ter wieder reinkommen. Also steigt der Preis etwas, aber die Kunden sind ja auch bereit f&#252;r das B&#252;ndel mehr zu zahlen, weil sie kein &#196;rger mit zus&#228;tzlichen Installationen haben. Wenn der Browser keinen Einfluss auf den Absatz von Windows h&#228;tte, weshalb sollte sich MS dann die Entwicklungskosten aufb&#252;rden. F&#252;r mich macht die Argumentation daher Sinn.</p>
<p>Am Beispiel Office erkl&#228;rst du mir dann genau das, was ich vorher gesagt habe: Man zahlt f&#252;r Excel etwas mehr, weil man damit Word fast geschenkt bekommt. Jemand der Word unbedingt haben will, l&#228;sst sich verf&#252;hren etwas mehr zu zahlen um billig Excel einzustecken. Genau das ist die Strategie. Wenn jetzt eines der beiden Programme besser wird, steigert dass automatisch auch den Absatz des anderen im B&#252;ndel.</p>
<p>Was die freiheitsbeschr&#228;nkende Macht betrifft, scheint die unterschiedliche pers&#246;nliche Betroffenheit von der Einschr&#228;nkung der pers&#246;nlichen Freiheit durch MS ausschlaggebend f&#252;r die Differenzen zu sein. Weshalb ich mir hier besonders unsicher bin, ob die Dosis nicht schon zum Gift geworden ist.</p>
<p>@R.A.:</p>
<p>Die Markteintrittskosten sind in Relation zu anderen M&#228;rkten recht bescheiden. Niemand braucht f&#252;r ein Softwareprogramm riesen Werkhallen und Maschinen anzuschaffen. Ein kluger Kopf und ein Notebook gen&#252;gen, dass hat die Geschichte gezeigt (Stichwort Google).</p>
<p>Das MS sich erst richtig bewegt, wenn die Konkurrenz besser wird ist klar. F&#252;r &#8220;besser&#8221; muss es ja erstmal eine Referenz geben.</p>
<p>F&#252;r mich ist es durchaus plausibel, dass die Drohung der EU-Kommission immer dann zu regulieren, wenn es ans Absahnen geht die Bereitschaft zur Investition reduziert. Ich w&#252;rde es genauso machen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23182</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 09:51:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23182</guid>
		<description>Zuerst einmal volle Zustimmung zu allen drei Beitr&#228;gen von Rayson (das ist doch mal etwas Besonderes ;-)

Und dann zum Intertic-Artikel:
Sind diese Aussagen wirklich der aktuelle Stand der Wirtschafts-Wissenschaft?

Das f&#228;nde ich erschreckend.

Die schreiben erst einmal richtigerweise:
&quot;The supply side of these markets are characterized by high overall costs of production with constant (and close to zero) costs to produce additional units of the product.&quot;

Und dann auch richtig:
&quot;As for the demand side, the market for operating systems is characterized by strong network effects; as more people use a particular operating system, its value increases for both consumers and software developers.&quot;

Und dann kommt der atemberaubende Schlu&#223;:
&quot;Since the entry into this market is free, the leader has to keep prices low to control for the entry of competitors and to keep upgrading the quality and functionality of its products.&quot;
Das ist schlichter Unsinn und entsprechend falsch sind die weiteren Folgerungen.

Die Markteintrittskosten sind im Gegenteil sehr hoch, eben weil man einen Riesenbetrag f&#252;r die Erstentwicklung hinlegen mu&#223;, aber keine Kosten spart, weil man anfangs nur wenige Exemplare produzieren mu&#223;.

Und der Netzwerkeffekt sorgt daf&#252;r, da&#223; der Marktf&#252;hrer sich vergleichsweise wenig M&#252;he geben mu&#223;, die Preise zu senken und die Qualit&#228;t zu steigern.

Das sah man auch beim MS-Beispiel: Erst wenn der Wettbewerb bei den Preisen oder der Qualit&#228;t deutlich besser war als MS, mu&#223;te sich der Quasi-Monopolist ein bi&#223;chen bewegen.
Ansonsten ern&#228;hrt sich die Marktf&#252;hrerposition bestens selber, wenn man nicht gro&#223;e Fehler macht.

Und dann geht es weiter:
&quot;The EC requested compulsory licensing of the Microsoft software code to its direct competitors.&quot;
Das geht am Kern vorbei.
Es geht in erster Linie darum, Zugang zu Schnittstellen und Formaten zu bekommen.  Die Software selber ist bedeutungslos.

Und deswegen ist auch die Folgerung v&#246;llig neben der Sache:
&quot;The first and most obvious consequence of this will be a general disincentive to invest in innovation&quot;
Nichts bei den strittigen Punkten war in irgendeiner Weise innovativ.
Niemand wollte Zugang zu irgendeiner von MS entwickelten Funktionalit&#228;t haben - es ging alleine um Kompatibilit&#228;t.

Jetzt fragt sich nur: Haben die Autoren so wenig technisches Grundverst&#228;ndnis, um das Problem &#252;berhaupt zu begreifen?
Oder werfen sie hier bewu&#223;t Nebelkerzen um von den Knackpunkten abzulenken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst einmal volle Zustimmung zu allen drei Beitr&#228;gen von Rayson (das ist doch mal etwas Besonderes <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und dann zum Intertic-Artikel:<br />
Sind diese Aussagen wirklich der aktuelle Stand der Wirtschafts-Wissenschaft?</p>
<p>Das f&#228;nde ich erschreckend.</p>
<p>Die schreiben erst einmal richtigerweise:<br />
&#8220;The supply side of these markets are characterized by high overall costs of production with constant (and close to zero) costs to produce additional units of the product.&#8221;</p>
<p>Und dann auch richtig:<br />
&#8220;As for the demand side, the market for operating systems is characterized by strong network effects; as more people use a particular operating system, its value increases for both consumers and software developers.&#8221;</p>
<p>Und dann kommt der atemberaubende Schlu&#223;:<br />
&#8220;Since the entry into this market is free, the leader has to keep prices low to control for the entry of competitors and to keep upgrading the quality and functionality of its products.&#8221;<br />
Das ist schlichter Unsinn und entsprechend falsch sind die weiteren Folgerungen.</p>
<p>Die Markteintrittskosten sind im Gegenteil sehr hoch, eben weil man einen Riesenbetrag f&#252;r die Erstentwicklung hinlegen mu&#223;, aber keine Kosten spart, weil man anfangs nur wenige Exemplare produzieren mu&#223;.</p>
<p>Und der Netzwerkeffekt sorgt daf&#252;r, da&#223; der Marktf&#252;hrer sich vergleichsweise wenig M&#252;he geben mu&#223;, die Preise zu senken und die Qualit&#228;t zu steigern.</p>
<p>Das sah man auch beim MS-Beispiel: Erst wenn der Wettbewerb bei den Preisen oder der Qualit&#228;t deutlich besser war als MS, mu&#223;te sich der Quasi-Monopolist ein bi&#223;chen bewegen.<br />
Ansonsten ern&#228;hrt sich die Marktf&#252;hrerposition bestens selber, wenn man nicht gro&#223;e Fehler macht.</p>
<p>Und dann geht es weiter:<br />
&#8220;The EC requested compulsory licensing of the Microsoft software code to its direct competitors.&#8221;<br />
Das geht am Kern vorbei.<br />
Es geht in erster Linie darum, Zugang zu Schnittstellen und Formaten zu bekommen.  Die Software selber ist bedeutungslos.</p>
<p>Und deswegen ist auch die Folgerung v&#246;llig neben der Sache:<br />
&#8220;The first and most obvious consequence of this will be a general disincentive to invest in innovation&#8221;<br />
Nichts bei den strittigen Punkten war in irgendeiner Weise innovativ.<br />
Niemand wollte Zugang zu irgendeiner von MS entwickelten Funktionalit&#228;t haben &#8211; es ging alleine um Kompatibilit&#228;t.</p>
<p>Jetzt fragt sich nur: Haben die Autoren so wenig technisches Grundverst&#228;ndnis, um das Problem &#252;berhaupt zu begreifen?<br />
Oder werfen sie hier bewu&#223;t Nebelkerzen um von den Knackpunkten abzulenken.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23181</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 09:20:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23181</guid>
		<description>Ach, eins noch:

&lt;em&gt;Zumal mir auch diese Leidenschaft f&#252;r das eine oder andere Softwareprodukt total abgeht…;-)&lt;/em&gt;

Das kann nichts mit unseren unterschiedlichen Positionen zu tun haben, denn auch bei mir gibt es f&#252;r Software h&#246;chstens Pr&#228;ferenzen, aber keine Leidenschaft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, eins noch:</p>
<p><em>Zumal mir auch diese Leidenschaft f&#252;r das eine oder andere Softwareprodukt total abgeht…;-)</em></p>
<p>Das kann nichts mit unseren unterschiedlichen Positionen zu tun haben, denn auch bei mir gibt es f&#252;r Software h&#246;chstens Pr&#228;ferenzen, aber keine Leidenschaft.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23180</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 09:18:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23180</guid>
		<description>Danke f&#252;r den Link, aber wenn ich lese, dass die Ma&#223;nahmen der EU MS von Innovationen abhalten w&#252;rden, kriege ich Lachkr&#228;mpfe. Ernsthaft.

MS kann innovativ sein - ohne Frage. In der j&#252;ngsten Zeit war es das zweimal: Einmal bei der Gestaltung der Benutzeroberfl&#228;che des neuen Office, einmal bei der Einf&#252;hrung von .NET. Beide Male sind nicht einer Monopolstellung zu verdanken, sondern im einen Fall deren konkreter Bedrohung, im anderen deren Abwesenheit. Die Behauptung, eine Monopolstellung veranlasse den Platzhirsch aus Angst vor Neueinsteigern zu st&#228;ndigen Innovationen, halte ich f&#252;r realit&#228;tsfern (wie man z.B. auch an Vista bewundern kann). Wahrscheinlich hat sie mit einer kompletten &#220;bersch&#228;tzung der Geschwindigkeit von Anpassungen zu tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r den Link, aber wenn ich lese, dass die Ma&#223;nahmen der EU MS von Innovationen abhalten w&#252;rden, kriege ich Lachkr&#228;mpfe. Ernsthaft.</p>
<p>MS kann innovativ sein &#8211; ohne Frage. In der j&#252;ngsten Zeit war es das zweimal: Einmal bei der Gestaltung der Benutzeroberfl&#228;che des neuen Office, einmal bei der Einf&#252;hrung von .NET. Beide Male sind nicht einer Monopolstellung zu verdanken, sondern im einen Fall deren konkreter Bedrohung, im anderen deren Abwesenheit. Die Behauptung, eine Monopolstellung veranlasse den Platzhirsch aus Angst vor Neueinsteigern zu st&#228;ndigen Innovationen, halte ich f&#252;r realit&#228;tsfern (wie man z.B. auch an Vista bewundern kann). Wahrscheinlich hat sie mit einer kompletten &#220;bersch&#228;tzung der Geschwindigkeit von Anpassungen zu tun.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23179</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 09:09:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23179</guid>
		<description>@SteffenH

&lt;em&gt;Wieso geht das nicht anders. Wenn man MS zwingen w&#252;rde, was man versucht hat, den Browser nicht vorzuinstallieren, dann w&#228;re es wohl m&#246;glich gewesen Windows ohne (direkt benutzbaren) Browser zu verkaufen. &lt;/em&gt;

Dem war ja auch eine Zeitlang so. Also nicht, dass MS wirksam h&#228;tte gezwungen werden k&#246;nnen, sondern dass Windows ohne Browser &#252;ber den Ladentisch ging. Aber das ist nicht der Punkt. Sondern, dass MS eben nicht in den Wettbewerb mit konkurrierenden Browsern einsteigen wollte, indem es seinen praktisch gratis &#252;ber das Betriebssystem verteilte. Es gab nicht zwei Monopole, sondern nur eins. Und das wurde ausgenutzt, um auch ein zweites zu schaffen, allerdings, wie einer der Experten aus deinen Links so s&#252;ffisant bemerkte, mit einem Marktanteil von Null, weil das Produkt, um das es ging, ja f&#252;r lau abgegeben wurde. Die Idee des Doppel-Monopols, dass die Absatzsteigerung des einen Produkts den Verkauf des anderen bef&#246;rdern w&#252;rde, stimmt deswegen von beiden Seiten her nicht: Der Browser kurbelte das Gesch&#228;ft des Betriebssystems so wenig an wie der Schwanz mit dem Hund wedelt, und das Betriebssystem konnte den Verkauf des Browsers nicht ankurbeln, weil der gar nicht verkauft wurde und auch schon ungefragt mitgeliefert wurde.

Insofern ist es eine Ironie der Wirtschaftsgeschichte und jeder Menge Schadenfreude w&#252;rdig, dass MS-Software sich jetzt einer Konkurrenz stellen muss, die ebenfalls vor allem davon lebt, dass sie zu minimalen Grenzkosten auf die Festplatte oder in den Arbeitsspeicher kommt. Dass aber nur diese &#196;nderung der &#252;blichen kommerziellen Spielregeln in der Lage war, an der MS-Dominanz zu kratzen, zeigt andererseits, wie tief verankert diese schon war.

&lt;i&gt;Auch ein Office-Paket kann man einzeln vertickern, was MS in der Vergangenheit auch gemacht hat bzw. heute noch macht, wenn es nur Word und Excel vorinstallieren l&#228;sst. &lt;/i&gt;

Einzelverk&#228;ufe d&#252;rften gegen Null gegen, was auch mit der Preisgestaltung zu tun hat. Tabellenkalkulation und Textverarbeitung sind die Brot-und-Butter-Programme f&#252;r &quot;Stand-Alone&quot;-B&#252;ro-PCs. Man braucht so gut wie immer beides, nimmt also einen etwas h&#246;heren Preis f&#252;r Excel in Kauf und kriegt daf&#252;r Word, dessen G&#252;te sich &#252;brigens auch darin zeigt, dass es als Teil von &quot;Works&quot; mitverramscht wird, quasi umsonst.

Ich h&#228;nge mich im &#220;brigen mal an R.A.s Argumentation dran.

Es w&#228;re m.E. ziemlich blind, wenn man nicht zur Kenntnis n&#228;hme, dass in bestimmten Situationen die Handlungen eines Anbieters nicht nur ihn und seine Kunden ber&#252;hren, sondern aufgrund der Dominanz - ob man sie nun &quot;Monopol&quot; nennt oder nur &quot;Fast-Monopol&quot;, &#252;berlasse ich denen, denen das wichtig ist - auch erheblichen Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft haben. 

Ich bin auch der Meinung, dass es mit dem Schutz von Eigentum allein nicht getan ist. Erst wenn dazu ein funktionierender Wettbewerb kommt, kann freiheitsbeschr&#228;nkende Macht begrenzt werden. Es ist in meinen Augen Aufgabe des Staates, hier einen funktionierenden Rahmen zu schaffen. Auch den Vorwurf des Utilitarimus nehme ich gerne entgegen. Er ist unvermeidlich, wenn man das Wohl von Menschen gegen&#252;ber eisernen Prinzipien pr&#228;feriert, es also nicht zulassen will, dass Mittel zu Letztzielen erhoben werden.

Nat&#252;rlich besteht immer die Gefahr, dass aus der Rahmengebung Interventionismus wird und aus Wettbewerbssicherung Willk&#252;r. Das ist dann eine Frage des Ma&#223;es. Die Dosis macht auch hier das Gift, aber das ist kein Grund, auf das Medikament zu verzichten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@SteffenH</p>
<p><em>Wieso geht das nicht anders. Wenn man MS zwingen w&#252;rde, was man versucht hat, den Browser nicht vorzuinstallieren, dann w&#228;re es wohl m&#246;glich gewesen Windows ohne (direkt benutzbaren) Browser zu verkaufen. </em></p>
<p>Dem war ja auch eine Zeitlang so. Also nicht, dass MS wirksam h&#228;tte gezwungen werden k&#246;nnen, sondern dass Windows ohne Browser &#252;ber den Ladentisch ging. Aber das ist nicht der Punkt. Sondern, dass MS eben nicht in den Wettbewerb mit konkurrierenden Browsern einsteigen wollte, indem es seinen praktisch gratis &#252;ber das Betriebssystem verteilte. Es gab nicht zwei Monopole, sondern nur eins. Und das wurde ausgenutzt, um auch ein zweites zu schaffen, allerdings, wie einer der Experten aus deinen Links so s&#252;ffisant bemerkte, mit einem Marktanteil von Null, weil das Produkt, um das es ging, ja f&#252;r lau abgegeben wurde. Die Idee des Doppel-Monopols, dass die Absatzsteigerung des einen Produkts den Verkauf des anderen bef&#246;rdern w&#252;rde, stimmt deswegen von beiden Seiten her nicht: Der Browser kurbelte das Gesch&#228;ft des Betriebssystems so wenig an wie der Schwanz mit dem Hund wedelt, und das Betriebssystem konnte den Verkauf des Browsers nicht ankurbeln, weil der gar nicht verkauft wurde und auch schon ungefragt mitgeliefert wurde.</p>
<p>Insofern ist es eine Ironie der Wirtschaftsgeschichte und jeder Menge Schadenfreude w&#252;rdig, dass MS-Software sich jetzt einer Konkurrenz stellen muss, die ebenfalls vor allem davon lebt, dass sie zu minimalen Grenzkosten auf die Festplatte oder in den Arbeitsspeicher kommt. Dass aber nur diese &#196;nderung der &#252;blichen kommerziellen Spielregeln in der Lage war, an der MS-Dominanz zu kratzen, zeigt andererseits, wie tief verankert diese schon war.</p>
<p><i>Auch ein Office-Paket kann man einzeln vertickern, was MS in der Vergangenheit auch gemacht hat bzw. heute noch macht, wenn es nur Word und Excel vorinstallieren l&#228;sst. </i></p>
<p>Einzelverk&#228;ufe d&#252;rften gegen Null gegen, was auch mit der Preisgestaltung zu tun hat. Tabellenkalkulation und Textverarbeitung sind die Brot-und-Butter-Programme f&#252;r &#8220;Stand-Alone&#8221;-B&#252;ro-PCs. Man braucht so gut wie immer beides, nimmt also einen etwas h&#246;heren Preis f&#252;r Excel in Kauf und kriegt daf&#252;r Word, dessen G&#252;te sich &#252;brigens auch darin zeigt, dass es als Teil von &#8220;Works&#8221; mitverramscht wird, quasi umsonst.</p>
<p>Ich h&#228;nge mich im &#220;brigen mal an R.A.s Argumentation dran.</p>
<p>Es w&#228;re m.E. ziemlich blind, wenn man nicht zur Kenntnis n&#228;hme, dass in bestimmten Situationen die Handlungen eines Anbieters nicht nur ihn und seine Kunden ber&#252;hren, sondern aufgrund der Dominanz &#8211; ob man sie nun &#8220;Monopol&#8221; nennt oder nur &#8220;Fast-Monopol&#8221;, &#252;berlasse ich denen, denen das wichtig ist &#8211; auch erheblichen Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft haben. </p>
<p>Ich bin auch der Meinung, dass es mit dem Schutz von Eigentum allein nicht getan ist. Erst wenn dazu ein funktionierender Wettbewerb kommt, kann freiheitsbeschr&#228;nkende Macht begrenzt werden. Es ist in meinen Augen Aufgabe des Staates, hier einen funktionierenden Rahmen zu schaffen. Auch den Vorwurf des Utilitarimus nehme ich gerne entgegen. Er ist unvermeidlich, wenn man das Wohl von Menschen gegen&#252;ber eisernen Prinzipien pr&#228;feriert, es also nicht zulassen will, dass Mittel zu Letztzielen erhoben werden.</p>
<p>Nat&#252;rlich besteht immer die Gefahr, dass aus der Rahmengebung Interventionismus wird und aus Wettbewerbssicherung Willk&#252;r. Das ist dann eine Frage des Ma&#223;es. Die Dosis macht auch hier das Gift, aber das ist kein Grund, auf das Medikament zu verzichten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23178</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 08:37:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23178</guid>
		<description>@rayson:

Das k&#246;nnte dich evtl. interessieren, inkl. dem Artikel auf der Homepage zum Fall MS vs. EU: http://www.intertic.org/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@rayson:</p>
<p>Das k&#246;nnte dich evtl. interessieren, inkl. dem Artikel auf der Homepage zum Fall MS vs. EU: <a href="http://www.intertic.org/" rel="nofollow">http://www.intertic.org/</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23177</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 08:23:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23177</guid>
		<description>@Steffen:
&gt; warum bei all
&gt; diesen Katastrophen
&gt; noch immer alle
&gt; Leute
&gt; Windows-Computer
&gt; kaufen ...
Weil alle anderen schon Windows haben ...
Und weil es bestimmte Programme nur auf Windows gibt.
Schlimmstes Beispiel: Als Selbst&#228;ndiger mu&#223; ich meine Umsatzsteuererkl&#228;rung mit dem Programm &quot;Elster&quot; ans Finanzamt &#252;bertragen.
Und das gibt es nur f&#252;r Windows.
Im Prinzip zwingt hier der Staat die Steuerpflichtigen zu diesem Betriebssystem.

&gt; MS hat kein
&gt; Monopol.
Das ist richtig. Es hatte auch nie eins.
Aber es war sehr nahe davor.
Und je n&#228;her es dran war, desto schlimmer war die Situation (weil die Software-Entwicklung f&#252;r andere Plattformen fast zum Erliegen kam).

Da&#223; es jetzt etwas besser geworden ist, ist sch&#246;n - aber man sollte wirklich verhindern, da&#223; sich so eine Gefahr wiederholt.

&gt; MS profitiert von
&gt; Netzwerkeffekten,
&gt; keine Frage und
&gt; MS torpediert
&gt; die Konkurrenz.
Exakt.
Und das kann man als legitime Gesch&#228;ftsstrategie sehen.

Aber wenn eine gewisse Schwelle (eben dicht am Monopol) &#252;berschritten ist, wird halt die Beeintr&#228;chtigung so gro&#223;, da&#223; die Abw&#228;gung zu Gunsten einer Intervention ausfallen kann.

&gt; Keine
&gt; Softwarepatente,
&gt; daf&#252;r aber auch
&gt; kein Zwang zur
&gt; Offenlegung der
&gt; Programmierschnittstellen. 
Das sind zwei Fragen, die nichts miteinander zu tun haben und deswegen auch nicht miteinander verrechnet werden k&#246;nnen.

&gt; Dann kaufe ich
&gt; mir n&#228;chste mal
&gt; einen Mac oder
&gt; installiere Linux,
&gt; so wie ich jetzt
&gt; schon OpenOffice
&gt; benutze. Das w&#228;rs
&gt; dann…
Das w&#228;rs dann 
a) f&#252;r Dich, weil Du offenbar mit recht wenig Programmen zufrieden bist. Das ist nicht die Norm.
b) weil MS eben nicht mehr nach Belieben an den Schnittstellen und Formaten rumschrauben kann. OpenOffice lebt davon, mit MS-Programmen kompatibel sein zu k&#246;nnen. Wenn das wieder wegfiele, ist OO tot.

&gt; ich meine die
&gt; FDoG-Sachen, die
&gt; ich f&#252;r wichtig
&gt; und stichhaltig
&gt; halte, auch wenn
&gt; etwa R.A. das
&gt; nicht so sieht.
Das ist nat&#252;rlich etwas ungl&#252;cklich gelaufen mit den beiden Diskussionsstr&#228;ngen.
Die FDoG-Links behandeln die Monopol-Frage (da kann ich noch halbwegs zustimmen) und die Frage des geistigen Eigentums (geh&#246;rt m. E. nicht hierher).

Sie belegen m. E. nicht, da&#223; weniger Wettbewerb besser w&#228;re.

&gt; Was mir hier
&gt; eigentlich so
&gt; aufst&#246;&#223;t ist
&gt; dieser arbitr&#228;re
&gt; Umgang mit den
&gt; Nutzungsrechten
&gt; von Privatpersonen.
Da geht es halt um eine G&#252;terabw&#228;gung.
Solange freier Wettbewerb herrscht, stehen den Teilnehmern ihre Nutzungsrecht voll zu.

Wenn dagegen ein Marktanteil so hoch wird, da&#223; die Monopol-Nachteile eintreten (das ist kurz bevor es ein 100%-Monopol ist), dann sehe ich sehr wohl eine Begr&#252;ndung f&#252;r ein Eingreifen.

Wobei mir v&#246;llig klar ist, da&#223; jedes Abw&#228;gen immer einen Anteil von Unsicherheit und Willk&#252;r hat. 100%-Sicherheit gibt es nur, wenn man einem Standpunkt absolute Priorit&#228;t gibt und alle anderen Interessen unterordnet.

Auf jeden Fall ist mir der praktische Nutzen wichtiger als die theoretische Lupenreinheit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Steffen:<br />
&gt; warum bei all<br />
&gt; diesen Katastrophen<br />
&gt; noch immer alle<br />
&gt; Leute<br />
&gt; Windows-Computer<br />
&gt; kaufen &#8230;<br />
Weil alle anderen schon Windows haben &#8230;<br />
Und weil es bestimmte Programme nur auf Windows gibt.<br />
Schlimmstes Beispiel: Als Selbst&#228;ndiger mu&#223; ich meine Umsatzsteuererkl&#228;rung mit dem Programm &#8220;Elster&#8221; ans Finanzamt &#252;bertragen.<br />
Und das gibt es nur f&#252;r Windows.<br />
Im Prinzip zwingt hier der Staat die Steuerpflichtigen zu diesem Betriebssystem.</p>
<p>&gt; MS hat kein<br />
&gt; Monopol.<br />
Das ist richtig. Es hatte auch nie eins.<br />
Aber es war sehr nahe davor.<br />
Und je n&#228;her es dran war, desto schlimmer war die Situation (weil die Software-Entwicklung f&#252;r andere Plattformen fast zum Erliegen kam).</p>
<p>Da&#223; es jetzt etwas besser geworden ist, ist sch&#246;n &#8211; aber man sollte wirklich verhindern, da&#223; sich so eine Gefahr wiederholt.</p>
<p>&gt; MS profitiert von<br />
&gt; Netzwerkeffekten,<br />
&gt; keine Frage und<br />
&gt; MS torpediert<br />
&gt; die Konkurrenz.<br />
Exakt.<br />
Und das kann man als legitime Gesch&#228;ftsstrategie sehen.</p>
<p>Aber wenn eine gewisse Schwelle (eben dicht am Monopol) &#252;berschritten ist, wird halt die Beeintr&#228;chtigung so gro&#223;, da&#223; die Abw&#228;gung zu Gunsten einer Intervention ausfallen kann.</p>
<p>&gt; Keine<br />
&gt; Softwarepatente,<br />
&gt; daf&#252;r aber auch<br />
&gt; kein Zwang zur<br />
&gt; Offenlegung der<br />
&gt; Programmierschnittstellen.<br />
Das sind zwei Fragen, die nichts miteinander zu tun haben und deswegen auch nicht miteinander verrechnet werden k&#246;nnen.</p>
<p>&gt; Dann kaufe ich<br />
&gt; mir n&#228;chste mal<br />
&gt; einen Mac oder<br />
&gt; installiere Linux,<br />
&gt; so wie ich jetzt<br />
&gt; schon OpenOffice<br />
&gt; benutze. Das w&#228;rs<br />
&gt; dann…<br />
Das w&#228;rs dann<br />
a) f&#252;r Dich, weil Du offenbar mit recht wenig Programmen zufrieden bist. Das ist nicht die Norm.<br />
b) weil MS eben nicht mehr nach Belieben an den Schnittstellen und Formaten rumschrauben kann. OpenOffice lebt davon, mit MS-Programmen kompatibel sein zu k&#246;nnen. Wenn das wieder wegfiele, ist OO tot.</p>
<p>&gt; ich meine die<br />
&gt; FDoG-Sachen, die<br />
&gt; ich f&#252;r wichtig<br />
&gt; und stichhaltig<br />
&gt; halte, auch wenn<br />
&gt; etwa R.A. das<br />
&gt; nicht so sieht.<br />
Das ist nat&#252;rlich etwas ungl&#252;cklich gelaufen mit den beiden Diskussionsstr&#228;ngen.<br />
Die FDoG-Links behandeln die Monopol-Frage (da kann ich noch halbwegs zustimmen) und die Frage des geistigen Eigentums (geh&#246;rt m. E. nicht hierher).</p>
<p>Sie belegen m. E. nicht, da&#223; weniger Wettbewerb besser w&#228;re.</p>
<p>&gt; Was mir hier<br />
&gt; eigentlich so<br />
&gt; aufst&#246;&#223;t ist<br />
&gt; dieser arbitr&#228;re<br />
&gt; Umgang mit den<br />
&gt; Nutzungsrechten<br />
&gt; von Privatpersonen.<br />
Da geht es halt um eine G&#252;terabw&#228;gung.<br />
Solange freier Wettbewerb herrscht, stehen den Teilnehmern ihre Nutzungsrecht voll zu.</p>
<p>Wenn dagegen ein Marktanteil so hoch wird, da&#223; die Monopol-Nachteile eintreten (das ist kurz bevor es ein 100%-Monopol ist), dann sehe ich sehr wohl eine Begr&#252;ndung f&#252;r ein Eingreifen.</p>
<p>Wobei mir v&#246;llig klar ist, da&#223; jedes Abw&#228;gen immer einen Anteil von Unsicherheit und Willk&#252;r hat. 100%-Sicherheit gibt es nur, wenn man einem Standpunkt absolute Priorit&#228;t gibt und alle anderen Interessen unterordnet.</p>
<p>Auf jeden Fall ist mir der praktische Nutzen wichtiger als die theoretische Lupenreinheit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23175</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 07:49:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23175</guid>
		<description>@rayson:

Wieso geht das nicht anders. Wenn man MS zwingen w&#252;rde, was man versucht hat, den Browser nicht vorzuinstallieren, dann w&#228;re es wohl m&#246;glich gewesen Windows ohne (direkt benutzbaren) Browser zu verkaufen. Auch ein Office-Paket kann man einzeln vertickern, was MS in der Vergangenheit auch gemacht hat bzw. heute noch macht, wenn es nur Word und Excel vorinstallieren l&#228;sst. Insofern verstehe ich deinen Einwand nicht. 

Zu den FDoG-Artikeln. Ich finde das eine sehr wichtige Debatte, ob &#252;berhaupt ein Monopol vorliegt. F&#252;r den Verbraucher liegt sicherlich kein Monopol vor, es sei denn wir befinden uns in einer &quot;blackbord&quot;-&#246;konomie welt, wo jede Art von Transaktionskosten schon als 100%ige Markteintrittsbarriere interpretiert werden, was ja auch hier gern so gesehen wird.

Was mir hier eigentlich so aufst&#246;&#223;t ist dieser arbitr&#228;re Umgang mit den Nutzungsrechten von Privatpersonen. Mal sind diese zu respektieren, ein anderes Mal wie bei MS haben sie ihren Quellcode und Programmierschnittstellen offen zu legen. Mir fehlt einfach eine schl&#252;ssige Begr&#252;ndung f&#252;r diese Differenzierung. 

Insofern erscheint mir die hier durchscheinende Debatte auch etwas wenig neutral. Wenn einem irgendwas nicht passt, dann reklamiert man ein Marktversagensproblem und ruft die starke Hand des Staates herbei. Daf&#252;r denken wir uns dann noch in guter alter utilitaristischer Tradition ein &quot;was k&#246;nnten wir nicht alles haben, wenn...&quot; und fertig ist das Politikmodell in dem jeder sagen kann, was ich nicht mit MS verhandelt bekomme, das setze ich politisch durch. 

Ich dagegen muss dagegen den ultimativen Beweis antreten, dass MS seinen Konkurrenten nicht die Suppe versalzen hat. Was ich nicht kann, weil sie tats&#228;chlich versucht haben ihrer Konkurrenz das Leben schwer zu machen. Das jedoch d&#252;rfte wohl ein ganz normales Wettbewerbsproblem sein. Ich glaube niemand kann hier reklamieren er w&#252;rde seine Produkte so gestalten, dass es die Konkurrenz m&#246;glichst einfach hat. Das kann man auch kaum erwarten. Ich denke auch nicht, dass dies pl&#246;tzlich ab einem bestimmten Marktanteil zur Pflicht wird, obgleich sich MS in langer Sicht damit sicher einen Gefallen getan hat. Ich hab mich in den letzten Jahren lange, wenn auch meist theoretisch mit dem Schutz von Eigentums- und Verf&#252;gungsrechten und deren Vor- und Nachteilen auseinandergesetzt. Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass Br&#252;ssels Politik im wesentlichen Konkurrenzkampf jenseits der Programmierstuben ist sehe ich die Sache eben etwas anders als ihr. Zumal mir auch diese Leidenschaft f&#252;r das eine oder andere Softwareprodukt total abgeht...;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@rayson:</p>
<p>Wieso geht das nicht anders. Wenn man MS zwingen w&#252;rde, was man versucht hat, den Browser nicht vorzuinstallieren, dann w&#228;re es wohl m&#246;glich gewesen Windows ohne (direkt benutzbaren) Browser zu verkaufen. Auch ein Office-Paket kann man einzeln vertickern, was MS in der Vergangenheit auch gemacht hat bzw. heute noch macht, wenn es nur Word und Excel vorinstallieren l&#228;sst. Insofern verstehe ich deinen Einwand nicht. </p>
<p>Zu den FDoG-Artikeln. Ich finde das eine sehr wichtige Debatte, ob &#252;berhaupt ein Monopol vorliegt. F&#252;r den Verbraucher liegt sicherlich kein Monopol vor, es sei denn wir befinden uns in einer &#8220;blackbord&#8221;-&#246;konomie welt, wo jede Art von Transaktionskosten schon als 100%ige Markteintrittsbarriere interpretiert werden, was ja auch hier gern so gesehen wird.</p>
<p>Was mir hier eigentlich so aufst&#246;&#223;t ist dieser arbitr&#228;re Umgang mit den Nutzungsrechten von Privatpersonen. Mal sind diese zu respektieren, ein anderes Mal wie bei MS haben sie ihren Quellcode und Programmierschnittstellen offen zu legen. Mir fehlt einfach eine schl&#252;ssige Begr&#252;ndung f&#252;r diese Differenzierung. </p>
<p>Insofern erscheint mir die hier durchscheinende Debatte auch etwas wenig neutral. Wenn einem irgendwas nicht passt, dann reklamiert man ein Marktversagensproblem und ruft die starke Hand des Staates herbei. Daf&#252;r denken wir uns dann noch in guter alter utilitaristischer Tradition ein &#8220;was k&#246;nnten wir nicht alles haben, wenn&#8230;&#8221; und fertig ist das Politikmodell in dem jeder sagen kann, was ich nicht mit MS verhandelt bekomme, das setze ich politisch durch. </p>
<p>Ich dagegen muss dagegen den ultimativen Beweis antreten, dass MS seinen Konkurrenten nicht die Suppe versalzen hat. Was ich nicht kann, weil sie tats&#228;chlich versucht haben ihrer Konkurrenz das Leben schwer zu machen. Das jedoch d&#252;rfte wohl ein ganz normales Wettbewerbsproblem sein. Ich glaube niemand kann hier reklamieren er w&#252;rde seine Produkte so gestalten, dass es die Konkurrenz m&#246;glichst einfach hat. Das kann man auch kaum erwarten. Ich denke auch nicht, dass dies pl&#246;tzlich ab einem bestimmten Marktanteil zur Pflicht wird, obgleich sich MS in langer Sicht damit sicher einen Gefallen getan hat. Ich hab mich in den letzten Jahren lange, wenn auch meist theoretisch mit dem Schutz von Eigentums- und Verf&#252;gungsrechten und deren Vor- und Nachteilen auseinandergesetzt. Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass Br&#252;ssels Politik im wesentlichen Konkurrenzkampf jenseits der Programmierstuben ist sehe ich die Sache eben etwas anders als ihr. Zumal mir auch diese Leidenschaft f&#252;r das eine oder andere Softwareprodukt total abgeht&#8230;;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefanolix</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/comment-page-2/#comment-23174</link>
		<dc:creator>stefanolix</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 06:50:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/09/18/markt-und-microsoft-urteil-und-exkurs/#comment-23174</guid>
		<description>Das ist ja ein richtig langer Diskussionsfaden geworden. Zu einem Aspekt noch ein paar Argumente. LaTeX hat viel mehr Vorteile als den sch&#246;nen Formelsatz und den &#228;sthetischen Blocksatz.

Ich setze LaTeX auf einigen Ebenen beruflich (bei mir und bei Kunden) ein. Ich finde, es ist richtig beobachtet, dass einem LaTeX-Befehle, Befehlsgruppen oder Prinzipien ganze Welten er&#246;ffnen k&#246;nnen. 

Allein die logische Ordnung eines Dokumentes und die Verweise auf alle Arten von Abbildungen, Tabellen, Abschnitte und Quelltexte: man findet es anderswo kaum und wenn man es findet, dann ist es mit sehr hohen Kosten verbunden. 

LaTeX bietet geniale M&#246;glichkeiten zum datenbankgest&#252;tzten Publizieren. LaTeX-Quelltexte k&#246;nnen maschinell aus anderen Formaten erzeugt werden (also auch aus XML oder den Ergebnissen von Datenbankabfragen).

LaTeX kann man von »make« oder »ant« aus steuern, LaTeX-Dokumente kann man in ein CVS einstelllen -- somit ist auch eine nahezu vollautomatische Versionskontrolle m&#246;glich.

&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Donald_Ervin_Knuth&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;D. E. Knuth&lt;/a&gt; war mit TeX prinzipiell einer der Vordenker der heutigen OpenSource-Bewegung. Es lohnt sich auch aus anderen Gr&#252;nden, sich mit dieser sehr interessanten Pers&#246;nlichkeit zu besch&#228;ftigen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist ja ein richtig langer Diskussionsfaden geworden. Zu einem Aspekt noch ein paar Argumente. LaTeX hat viel mehr Vorteile als den sch&#246;nen Formelsatz und den &#228;sthetischen Blocksatz.</p>
<p>Ich setze LaTeX auf einigen Ebenen beruflich (bei mir und bei Kunden) ein. Ich finde, es ist richtig beobachtet, dass einem LaTeX-Befehle, Befehlsgruppen oder Prinzipien ganze Welten er&#246;ffnen k&#246;nnen. </p>
<p>Allein die logische Ordnung eines Dokumentes und die Verweise auf alle Arten von Abbildungen, Tabellen, Abschnitte und Quelltexte: man findet es anderswo kaum und wenn man es findet, dann ist es mit sehr hohen Kosten verbunden. </p>
<p>LaTeX bietet geniale M&#246;glichkeiten zum datenbankgest&#252;tzten Publizieren. LaTeX-Quelltexte k&#246;nnen maschinell aus anderen Formaten erzeugt werden (also auch aus XML oder den Ergebnissen von Datenbankabfragen).</p>
<p>LaTeX kann man von »make« oder »ant« aus steuern, LaTeX-Dokumente kann man in ein CVS einstelllen &#8212; somit ist auch eine nahezu vollautomatische Versionskontrolle m&#246;glich.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Donald_Ervin_Knuth" rel="nofollow">D. E. Knuth</a> war mit TeX prinzipiell einer der Vordenker der heutigen OpenSource-Bewegung. Es lohnt sich auch aus anderen Gr&#252;nden, sich mit dieser sehr interessanten Pers&#246;nlichkeit zu besch&#228;ftigen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
