16. September 2007
Der Teppich wölbt sich schon verdächtig
Aber der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt kehrt weiterhin munter den hässlichen braunen Dreck darunter:
Nach den Ausschreitungen gegen acht Inder in Mügeln sieht er die Bewohner der sächsischen Kleinstadt als Opfer einer hysterischen Debatte.
Es sei unerträglich, “wenn ein ganzer Ort oder ein ganzer Landstrich stigmatisiert wird”, sagte Milbradt, der von “hysterischen Debatten und “stereotypen Betroffenheitsadressen” in der öffentlichen Auseinandersetzung sprach.
Mehr zum Nachlesen bei n-tv: “Hetzjagd auf Mügeln”
Laut Staatsanwaltschaft ereignete sich der Übergriff vor einem fremdenfeindlichen Hintergrund, wurde aber nicht von Rechtsextremen organisiert. Die Zusammenrottung des Mobs vor der Pizzeria, in die die Inder in der Nacht zum 19. August flüchteten, sei jedoch geprägt gewesen von “fremdenfeindlichen Äußerungen Einzelner aus der Menschenmenge”. Die Rede ist von Rufen wie “Ausländer raus” und “Deutschland den Deutschen”. Bei der Auseinandersetzung waren 14 Menschen verletzt worden, darunter alle Inder und zwei Polizisten.
Offensichtlich ist die Welt für Milbradt so lange “in Ordnung”, solange ein rassistisch motivierter Mob nicht zentral von der NPD oder den “freien Kameradschaften” organisiert worden ist.
Ja, und wenn wir ganz fest die Augen zumachen, dann verschwinden diese hässlichen Rassisten ganz von allein!
Verfasst von MartinM um 21:49 Uhr in der Kategorie Grundsatzfragen, Innenpolitik, Politik, Sprache (Trackback)
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