10. September 2007
Von Dummen und Heuchlern
Zu Eva Herman möchte ich gar nicht viel schreiben. So, wie ich sie aus der NDR-Talkshow selbst als auch aus ihren in der Presse veröffentlichten Äußerungen kenne, scheint mir das, was sie sagen möchte, mangels intellektuellen Niveaus keiner Antwort würdig zu sein.
Nun hat diese Frau also ihre persönliche Frauenmissionierung mit einer lobenden Erwähnung der Nazi-Familienpolitik gekrönt. Decken wir den Mantel des Schweigens über so viel Peinlichkeit, ehe uns noch ein Blondinenwitz rausrutscht.
Nun lese ich, dass die grüne Chefmoralistin und Quotenempörte eine Distanzierung, nein, eine Entschuldigung verlangt:
Die Grünen-Bundesvorsitzende Claudia Roth sagte, Hermans Aussagen seien „eine dreiste und gefährliche Geschichtsverfälschung“. Sie forderte die 48-Jährige auf, sich von ihnen zu distanzieren und sich zu entschuldigen.
Dazu denke ich erstens:
Wer dummes Gerede als “gefährlich” adelt, ist offensichtlich selbst nicht viel klüger.
Und zweitens denke ich:
Was nützt eine erzwungene Entschuldigung (bei wem eigentlich?), wenn der Kopf, aus dem die wirren Gedanken stammen, dadurch nicht klüger wird?
Der Roth’sche Ruf nach Entschuldigung ist natürlich pure Heuchelei, dummes (un)politisches Symbolgeplänkel. Dient er doch dem alleinigen Zweck, sich selbst in eine Position des moralisch Guten zu stellen, in dem man den Gerufenen als böse kennzeichnet.
Erbärmlich. Lächerlich. Langweilig. Claudia Roth.
Verfasst von Boche um 13:49 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)
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