Schunkeln und Kerner – dafür gern!

Solche Geschichten machen erst wütend.

Ruft man sich aber in Erinnerung, dass dies nun einmal der Preis ist, wenn man gutes Fernsehen haben möchte, und dass wirklich Gutes in deutschen Landen nun einmal nur durch Behörden und Beamte gewährleistet werden kann, dann ist man gleich besänftigt. Oder?

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8 Kommentare zu “Schunkeln und Kerner – dafür gern!”

  1. Libero
    7.09.2007 | 11:00

    Es kann nicht angehen, daß man für jedes Gerät, das man besitzt, bezahlen muß. Es gibt zwar Menschen, bei denen gleichzeitig Fernsehen, Radio und Rechner auf volle Lautstärke laufen, aber das dürften Ausnahmen sein.

    Der Fall des Touristen, der sich selbst mit einem Leserbrief zu Worte gemeldet hat, erinnert mich an das Vorgehen bei der Fahrscheinkontrolle.

    Die Kontrolleure bekommen Erfolgsprämien, kassieren also gnadenlos von Touristen ab, die mit der frohen Botschaft in ihr Heimatland zurückkehren.

    Wenn das bei der GEZ ebenso ist, erklärt das die Reaktion bei Übergriffen. Man will ja die übereifrigen nicht demotivieren. Beim Storno stellt man sich dann stur.

  2. 7.09.2007 | 17:47

    Na ja, zum Glück gibt es noch die “Zweitgeräteregelung”, nach der man durchaus mehrere Radios und Fernsehser in der Wohnung haben kann – auch wenn die GEZ, kreativ, wie sie ist, auch da “Missbrauchsfälle” sieht. Aber schon, wenn ich meinen Ghettoblaster mit nach draußen nehme, wird es dank GEZ kompliziert.
    Vielleicht wäre sogar ein steuerfinanziertes System (ich sehr Boche jetzt zusammenzucken) besser als der derzeitige Murks – die ganze Behörde namens GEZ samt aufgeblähtem Kontroll- und Inkassoapparat wäre überflüssig. Aber wahrscheinlich ist das der Grund, weshalb es die GEZ noch gibt: wer will schon überflüssig werden.

  3. 7.09.2007 | 17:54

    “Vielleicht wäre sogar ein steuerfinanziertes System (ich sehr Boche jetzt zusammenzucken) besser als der derzeitige Murks”

    In jedem Fall wäre es folgerichtiger, denn wenn tatsächlich öffentliches Interesse an der ‘Grundversorgung’ bestünde, dann ist es nicht plausibel, diese nur von Gerätebesitzern finanzieren zu lassen, auch wenn diese sie nicht in Anspruch nehmen, von Nicht-Gerätebesitzern aber nicht – bei beiden müßte der ‘Anteil am öffentlichen Interesse’ daran, daß andere “heute” und Rosamunde Pilcher gucken können ja gleich groß sein.

    Aber vielleicht sollte man sich auch einfach von der Idee verabschieden, irgendetwas in diesem Bereich sei vernünftig begründet oder zu begründen.

  4. 7.09.2007 | 19:41

    Der krasseste Satz ist wirklich der (das) letzte:

    “Wer jahrelang keine Wohnung hatte und vergaß, sich befreien zu lassen, muss, sobald er wieder eine Wohnung bezieht, für die unbehausten Jahre nachzahlen.”

    whoa!!

  5. 7.09.2007 | 20:29

    @Martin

    Nein, so schlimm ideologisch bin ich doch gar nicht befallen, dass sich das in Körperzuckungen äußern würde.
    Eine Steuerfinanzierung wäre sicher richtiger als das jetzige Murksmodell. Auch wenn ich – und dieser Satz ist wohl die Entsprechung des Zuckens ;-) – grundsätzlich zweifle, ob der Staat Medieninhalte liefern muss.

  6. 8.09.2007 | 8:28

    Ihr Defätisten! ;-)

    “öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist ‘von allen für alle’

    Steht in der GEZ-PM zur neuen Werbekampagne.
    http://www.gez.de/docs/pm_neue_gez_kampagne_2007.pdf

    Fragen wir mal dazu die Freunde der Volksmusik.

  7. 8.09.2007 | 8:31

    Grmpf, falscher Link, ich wollte die Meldung Meldung

  8. 8.09.2007 | 9:05

    Selbstverständlich wäre ein steuerfinanziertes System besser. Schon allein, weil es die Existenz dieses GEZ-Monstrums beenden würde. Aber ebenso selbstverständlich gibt es keinen Grund mehr da stehen zu bleiben.

    Die Finanzierung pro Gerät stammt noch aus einer Zeit, als die Nichtzahler nicht davon ausgeschlossen werden konnten, sich die Sendungen trotzdem anzuschauen oder anzuhören. Eben dann, wenn sie auch ein Gerät besaßen. Da bald nur noch digitales Fernsehen und Radio existieren wird, entfällt auch diese Begründung.

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