Alles auf einmal

Während der Kollege Martin Hagen sich über die offenbar doch recht gestörte Diskussionskultur bei der CSU beklagt, ist mir etwas ganz anderes aufgefallen – nämlich der Slogan, den sich die CSU für diesen Parteitag gegeben hat: “Konservativ-Liberal-Sozial”. Da ist ja alles drin. Und nichts. Absolute Personalisierung bei völliger politischer Belanglosigkeit und ständig fluktuierendem Populismus: Das ist die CSU.

Julia reformiert uns

Wem fällt der logische Widerspruch auf?

Anstatt mit der Gießkanne Geld aus dem Ehegattensplitting an Eheringträgerinnen und ?träger zu verschenken, muss die öffentliche Hand gestärkt werden. Denn die solidarische Gesell­schaft von morgen ist vielfältig, individualistisch und selbstbestimmt…

(Quelle: Julia Seeliger in der jungle world; Diskussion dazu auch in ihrem Blog)

Tipp: Wessen Eigentum soll von wo nach wo verlagert werden und wer gewinnt dadurch Handlungsmöglichkeiten?
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Gute Empfehlung

Man soll die Spammer nicht unterschätzen! Zwischen Viagra und Schuhputzgeräten findet man Perlen der Weisheit und des Humors wie diese:

“Man lebt nur einmal – probier es aus!”

Mach ich doch schon.

Lila im Interview

Hier bei politik-digital findet man ein Interview mit Lila, meiner Lieblingsbloggerin (allerdings auch der einzigen) aus Israel. Lesenswert.

via Philologisches Klo

Schmankerl zum Wochenende

Da gewisse Kommentatoren, die ihren Nutzernamen einer im modernen Fußball nicht mehr anzutreffenden Position entliehen haben, den Liberalen immer wieder emotionale Kälte vorwerfen, habe ich mich entschlossen, mit großen Gefühlen darauf zu antworten (die etwas gehässige Anmoderation des Clips ist natürlich nicht gemeint):

(mit einem kleinen Gruß an Boches Nostalgie…)

Fragen für Niedersachsen

Als Niedersachse mit politischem Interesse schreibe ich hin und wieder mal meinem Ministerpräsidenten e-Mails.
Ich frage ihn, warum er mein Steuergeld zum Fenster hinauswirft, in dem er das Land an Großunternehmen beteiligt.
Ich frage ihn, warum er die Freiheit des kleinen Kneipenbesitzers einschänkt, in dem er ihm vorschreibt, dass er nur noch Nichtraucher als Kunden akzeptieren darf.

Ich frage dies und jenes. Meistens, nein eigentlich immer bekomme ich auch eine Antwort.
Hin und wieder natürlich von seinen Mitarbeitern, ab und zu kommt aber auch mal ein recht persönlich gehaltener Brief von Wulff selbst. Alles in allem finde ich die Art der Kommunikation sehr angenehm und aufmerksam. Anders als übrigens mit der niedersächsischen Landes-FDP. Die antwortet meist überhaupt nicht.

Nun gibt es eine neue Plattform, auf der Bürger Fragen an den Ministerpräsidenten stellen können. (mehr…)

Ein Wahlprogramm

Nachdem wir in diesem Blog schon über Eva Herman gesprochen haben, können wir über Gabriele Pauli nicht schweigen. Sie hat einige Tage vor dem CSU-Parteitag ihr Programm zur Bewerbung um den Parteivorsitz als PDF-Datei veröffentlicht und wird sich damit ganz sicher in die Reihe der komplett missverstandenen Autorinnen einreihen. Es beginnt im Grunde schon mit dem Titel:

Von Menschen für Menschen – CSU: Beginn der ganzheitlichen Politik

Wer seine Kaffeetasse sicher abgestellt hat, mag sich nun vorstellen, wie Frau Pauli mit diesem Titel ihre Bewerbungsrede auf einem CSU-Parteitag beginnt ;-)

Edmund Stoiber hat die CSU, das Publikum und sich selbst mit Schachtelsätzen in die Verzweiflung getrieben. Gabriele Pauli beginnt ihren Kampf um seine Nachfolge mit einem Trommelfeuer kurzer Sätze:

Die Parteien brauchen Erneuerung. Die CSU kann hier eine Vorreiterrolle übernehmen. Das politische System verliert immer mehr die Unterstützung der Bürger. Nur jeder zehnte Deutsche hält Politiker für vertrauenswürdig (Umfrage der GfK). Die Wahlbeteiligung bei Wahlen sinkt.

Vermutlich wird sie nach dieser messerscharfen Analyse die ersten Ovationen erhalten.

Gabriele Pauli führt dann mehrere Beispiele bayrischer Politik auf, die ihr ganzheitliches Missfallen erregen. Ein Glanzstück ihrer Argumentation:

- Prestigeprojekte wie der Transrapid in München, der 2 Mrd. Euro an Steuergelder verzehren soll, während viele Hartz IV-Familien in Armut leben und hierunter vor allem die Kinder leiden.

Der nächste Abschnitt ihres Programms steht unter dem Titel Der Mensch ist wichtiger als Macht. Darin beklagt sie, dass die Politiker nicht nach ihren Gefühlen handeln können:

Viele Parlamentarier würden gerne mehr nach ihrem Herzen handeln, glauben sich aber in Abhängigkeit “von oben” zu befinden. Diese Abhängigkeit ist jedoch dann nicht mehr gegeben, wenn die Sache in den Vordergrund rückt und nicht persönliche Ziele. Auf der anderen Seite haben die Bürger vergessen, dass sie selbst Verantwortung für diese Entwicklung haben. Jeder Staat bringt die Politiker hervor, die seine Bürger wollen.

Und diese Kandidatin will sich ernsthaft um den Vorsitz einer Volkspartei bewerben? Aber es kommt noch besser. Scheinbar ist ein politisches Programm nicht vollständig, wenn die Religion darin fehlt. Manche Politiker fordern dann Kruzifixe in jedem Klassenzimmer, niedrigere Minarette oder Register für Konvertiten, die zum falschen Glauben übertreten wollen. Frau Pauli wird grundsätzlich:

Wir können zeigen, dass uns die Menschen mehr bedeuten als die Macht! Das fängt beim Menschenbild an. Den Menschen als unvollkommen zu sehen, macht ihn zum unwürdigen und unmündigen Wesen, das sein Handeln nicht selbst verantwortet.

Tja, Karsten: Mit dieser Logik kann Adorno nicht mithalten …

Frau Paulis Ausführungen zur Familienpolitik haben ja schon ein großes Medienecho ausgelöst. Auf Seite 9 kann man nachlesen, wie sie die Ehe auf Zeit umsetzen will. Sie hat zwar nicht die geringste Chance, diesen Vorschlag umzusetzen. Aber er bringt ihr mindestens soviel Aufmerksamkeit wie ein ganzes »Eva-Prinzip« — bei etwa gleichwertigem Inhalt ….

Auch wenn die Ehe nur noch befristet geschlossen werden soll, müssen die bayrischen Familien natürlich gut ernährt werden. Auf Seite 11 wird eine ganz einfache Lösung vorgestellt:

Anstatt die Lebensmittelkontrollen weiter auszudehnen, sollten fleischverarbeitende Betriebe Zertifizierungen anstreben. Der Kunde reguliert dann mit seinem Kaufverhalten den Markt. Das Umweltministerium ist als Fachministerium nicht der geeignete Ansprechpartner zur Bekämpfung internationaler Kriminalität. Als sicherstes Bundesland in der Bundesrepublik sollte Bayern auch Vorbildfunktion bei der Aufklärung verbrecherischer Machenschaften beim Fleischhandel einnehmen.

Zum Schluss noch die Datei-Informationen zum Pauli-Programm:
pdfinfo programm.pdf
Title: Microsoft Word - Deckblatt_Programm.docx
Author: Roland
CreationDate: Tue Sep 25 09:51:21 2007

Wer immer »Roland« sein mag: er hat Gabriele Pauli keinen Gefallen getan. Warum stürzen solche Textverarbeitungsprogramme nicht dann ab, wenn es wirklich mal notwendig wäre?

PS: Es gibt in dem Programm noch mehr schöne Stellen, aber ich will nicht alle Kommentare vorwegnehmen ;-)

Sar-KO-zee

Ich bin mir absolut sicher, dass jeder deutsche Politiker die Namen aller anderen Politiker der Welt, ob sie nun russisch, spanisch oder chinesisch sein sollten, auf Anhieb, ohne Hilfe und Notizen korrekt aussprechen kann. Oder welchen Sinn sollte sonst solche Häme machen?

Ich mag Bush ja auch nicht. Ich freue mich sogar sehr, dass die Welt ihn bald los sein wird, als Politiker jedenfalls. Aber der Umgang deutscher Medien mit seiner Person wird mittlerweile echt pathologisch. Und lächerlich.

Nachtrag: Während Boche hier unten in den Kommentaren belegt, dass vielleicht nicht Bush unfähig ist, dafür aber die Leute, die ihm eine falsche Aussprache des Herrn Sarkozy aufgeschrieben haben, beschäftigt sich auch USA Erklärt mit dem Thema dieser Aussprachehilfen. Lesenswert.

Bundesliga-Notizen, 7. Spieltag

Spricht noch irgendetwas gegen die Bayern? Eigentlich nicht. Was die Meisterschaft angeht, ist die Saison hiermit beendet. Die Tendenz ist absehbar: Bayern verliert nicht bzw. nur selten, die Konkurrenz untereinander und gegen andere aber um so regelmäßiger.

Es gibt nur einen ernstznehmenden Bayern-Verfolger, und der heißt natürlich Werder Bremen. Alles andere ist Störgeräusch.

HSV-Anhänger müssen einen besonderen Humor haben. Da kämpft dieser Verein zwei Spielzeiten lang gegen den Abstieg, und kaum kommt ein Trainer, der einem das erspart, wird dessen Stil kritisiert. Urdeutsch.

Was meine Vereine angeht: Hertha hat Punkte im Abstiegskampf verloren, der KSC gewonnen. Schade eigentlich, dass auch die Berliner inzwischen das Privileg des 1. FC Köln für sich in Anspruch nehmen, nach zwei Siegen in Folge die Gegner in der Champions League zu diskutieren. In Karlsruhe ist man da bescheidener. Und wird wohl auch am Ende der Saison vor der Hertha stehen, da kann der Favre soviel flüstern wie er will: Eine Mannschaft erschafft sich selbst.

Schröders letzte Ausfahrt

Lieber Gerhard Schröder,

wenn du jetzt deinen Posten bei einer russischen Staatsfirma aufgibst, kannst du dein Gesicht noch halbwegs wahren. Aber auch nur dann.

(siehe http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,508105,00.html)

Gutes aus dem Schlechten? – Minima Moralia IV und Schluss

(Man kann) sich mit einzelnen Gedanken und Argumentationen Adornos auseinandersetzen, und dies, sofern man dies sorgfältig und geistreich genug tut, auch mit Gewinn.

Das schreibt “Schwerträger” hier drüben, und liefert mir damit die Einleitung zu meinem abschließenden Beitrag über die “Minima Moralia” von Adorno. Denn auch, wenn ich gegen vieles, was ich da gelesen habe, und wohl auch gegen den Autor selbst eine gewisse Abneigung empfinde (im Gegensatz zu vor der Lektüre, als er mir ebenso unbekannt wie egal war), habe ich aus diesem Werk einiges mitgenommen, was ich bedenkenswert finde.

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Also doch

SPON klärt auf: Die Mauer war also doch ein antifaschistischer Schutzwall, immerhin noch “verbunden mit der Flüchtlingsfrage”.

Haut und Uniform

Meine Schwiegermutter, die als Flakhelferin am zweiten Weltkrieg beteiligt war, erzählte von ihrer damaligen Angst, von Russen oder Schwarzen in Kriegsgefangenschaft genommen zu werden. Dann kam es:

Ich hatte ja noch nie einen gesehen, einen Schwarzen, meine ich. Und da kam er, auf einem Motorrad, an uns vorbeigefahren. Wir zitterten vor Angst, als er abstieg. Aber er gab nur meiner Kameradin einen Kuß, steckte ihr einen Riegel Schokolade zu, lächelte breit mit einem Mund voller weißer Zähne, stieg wieder auf sein Motorrad und brauste davon.

Da habe ich angefangen, nachzudenken. Und später habe ich dann verstanden, dass wir nicht vor den Menschen mit der schwarzen Haut hätten Angst haben sollen, sondern vor denen in den schwarzen Uniformen!

Eine schöne Geschichte, die zeigt, dass nicht die Herkunft, sondern das Handeln einen schlechten Menschen macht.

Verschlafen

China ist sauer, weil unsere Kandesbunzlerin den Dalai Lama zu sich eingeladen hat. Das kann keine Überraschung sein für alle, die sich über den chinesischen Staat keine Illusionen gemacht haben. Es gibt aber zwei Punkte, die vielleicht unsere Beachtung verdienen. (mehr…)

Zweierlei Barbaren – Minima Moralia III

Was mir schon zu Beginn der MM-Lektüre aufgefallen ist, ist gegen Ende sogar noch deutlicher: Adorno verwendet den Begriff der “Barbaren” oder der “Barbarei” sehr gern. Das verbindet ihn auf den ersten Blick wieder einmal mit seinem Antipoden Popper, bei dem mir die reichliche Verwendung des Begriffes vom Barbaren ebenfalls auffiel. Wieder einmal neige ich dazu, hier eine historische Erklärung zu suchen – beide schrieben unter dem Eindruck des 2. Weltkrieges, einer Zeit, die sehr viele Autoren als einen Rückfall in die Barbarei betrachteten und bezeichneten.

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Wie spendet ein Neoliberaler?

Indem er zinslose Kredite vergibt statt reine Geschenke zu machen. Sehr schön zum Beispiel so.

via SteffenH

Neues Altes von der solidarischen Gesellschaft – Minima Moralia II

In einem Kommentar hatte ich bereits angekündigt, dass ich noch Überraschendes zitieren würde, das Adorno über die Sozialisten und die Arbeiterbewegung zu sagen hatte. Also hier:

Solidarisch waren Gruppen von Menschen, die gemeinsam ihr Leben einsetzten, und denen das eigene, im Angesicht der greifbaren Möglichkeit, nicht das wichtigste war, so daß sie, ohne die abstrakte Besessenheit von der Idee, aber auch ohne individuelle Hoffnung, doch bereit waren, füreinander sich aufzuopfern. Solches Aufgeben der Selbsterhaltung hatte zur Voraussetzung Erkenntnis und Freiheit des Entschlusses; fehlen diese, so stellt das blinde Partikularinteresse sogleich wieder sich her. Mittlerweile aber ist Solidarität übergegangen ins Vertrauen darauf, dass die Partei tausend Augen hat, in die Anlehnung an die längst zu Uniformträgern avancierten Arbeiterbataillone als die eigentlich stärkeren, ins Mitschwimmen mit dem Strom der Weltgeschichte. Was an Sekurität dabei zeitweise etwa zu gewinnen ist, wird bezahlt mit permanenter Angst, mit Kuschen, Lavieren und Bauchrednerei.

(MM, Kapitel 31: “Katze aus dem Sack”)

Historisch lässt sich natürlich anmerken, dass Adorno hier wohl Kritik übt an den Kommunisten aus dem “real existierenden Sozialismus” der UdSSR oder den selbst ernannten Arbeiterbewegten des Nationalsozialismus.

Mir persönlich fällt aber auf, wie sehr das der Kritik ähnelt, die radikal Liberale und Libertäre am Sozialstaat in seiner modernen Ausprägung äußern. Dazu muss man nur “die Partei” durch “den Staat” ersetzen, und das ist meiner Auffassung nach keine Umkehrung, sondern nur eine der Zeit (mit ihren relativ austauschbaren Parteien) angemessen Substitution innerhalb der eigentlichen Aussage.

“Das blinde Partikularinteresse”, das sich sogleich wieder herstellt, das klingt schon ein wenig nach der Kritik an den “Nettostaatsprofiteuren”, die im libertären Lager heiß diskutiert wurde.

Vielleicht ist es das, was momorulez meinte, als er sagte, dass bei allem, was einen an Adorno ärgert, ja, zur Aufregung bringt, wirklich so viel Schlaues in seinen Büchern steht…

Bundesliga-Notizen, 6. Spieltag

Es wäre zu schön gewesen. Der KSC und Hertha an der Tabellenspitze – das hätte ich mir eingerahmt und an die Wand gehängt. Aber nun denn – der Sieg der Bayern bei mir zu Hause war nicht nur das Offensichtliche, also ein Sieg der individuellen Klasse. (mehr…)

Knietief im Sumpf – Minima Moralia I

Allmählich nähere ich mich dem Ende des ersten Teils der “Minima Moralia”, der 1944 verfasst wurde. Zur Erinnerung: Rayson und ich haben beim Spielen mit den Schmuddelkindern von der anderen Straßenseite ein Projekt vereinbart. Rayson liest Foucault, momorulez Milton Friedman, ich habe mir zwei Bücher von Adorno zugelegt und Lars beschäftigt sich mit Ayn Rand. Wobei ich anmerken möchte, dass meines Wissens nach keiner der Bloggies Objektivist ist und somit das Ayn-Rand-Studium etwas am Ziel des Projektes, nämlich der Beschäftigung mit den Quellen und Grundlagen des Denkens des Gegenübers, vorbeischießt… aber dafür hat Momo sich ja vorher auch schon mit Hayek gebalgt, was die Sache wieder etwas ausgleicht.

Doch zum Thema. Beginnen sollte ich vielleicht mit einigen persönlichen Eindrücken, die “Minima Moralia” (fortan MM) bei mir jetzt schon hinterlassen hat. Eindrücke, die ich so bisher eigentlich nur beim Versuch hatte, Schopenhauer zu lesen und zu verstehen. Es ist das Gefühl, das zurückbleibt, wenn man einen ganzen Gedichtband von Gottfried Benn durchgelesen hat – nämlich das Gefühl, sich auf der Stelle entleiben zu wollen, wenn man sich völlig auf das einlassen würde, was gerade vor den eigenen Augen vorbeigewandert ist. Adorno schreibt keine großen Kapitel – mehr oder weniger zusammenhanglos greift er alle ein, zwei Seiten einen neuen Aspekt des Lebens auf und setzt sich mit diesem auseinander. Der rote Faden ist nur der, dass alles, was er so literarisch angefasst hat, besudelt und beschmutzt zurückbleibt. Wort für Wort dringt ein massiver Ekel gegenüber der modernen Welt und allem, was sie prägt, in den Leser ein. Alles ist verdorben, verrottet und zerstört, von den Grundlagen menschlichen Lebens über die kleinen Gesten, die unseren Alltag prägen, bis hin zu den Gefühlen und dem Denken der Menschen selbst.

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Programmtipp

Wer will schon sehen, wie Schwaben Fußball spielen?

Daher um 20.35 Uhr einschalten zu Real Madrid gegen Werder Bremen. Auf SF2. Grenznahe und Kabel-BW-Bezieher mit Digitalempfänger dürfen sich auch ohne Premiere-Maut darauf freuen. Und keine Angst: Schwyzerdütsch quatschen die höchstens vorher, in der Pause und hinterher. Während des Spiels wird eine Sprache verwendet, die in der Schweiz als Hochdeutsch durchgeht.

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