Verlust

Marian hat es schon erwähnt: Ulrich Speck stellt seinen Kosmoblog ein.

Damit müssen wir nicht nur einen Favoriten auf unserer Blogroll streichen, die Blogwelt verliert mit Ulrich Speck auch den meines Erachtens außenpolitisch profiliertesten Blog-Autoren deutscher Sprache. Wir von BLOG wünschen ihm jedenfalls alles Gute und viel Erfolg in der nun anstehenden neuen Tätigkeit. Deutschland ist zu wünschen, dass seine Stimme weiterhin zu hören sein wird.

Übrigens: Die Anmerkungen Ulrich Specks zum Abschied kann man sicher als Sahnehäubchen auf seinen Kosmoblog bezeichnen.

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22 Kommentare zu “Verlust”

  1. 29.08.2007 | 22:27

    Vielen Dank für den Abschiedsgruß – und die fast schon langjährige Unterstützung!

    Erst mal wird Deutschland jetzt auf mich verzichten müssen.

    Dafür müsst Ihr hier jetzt eben mehr ran ;)

    Gutes Gelingen!

  2. 30.08.2007 | 8:08

    Vielen Dank zurück! Aber die Aufgabe ist dann doch wohl etwas zu groß für uns Laiendarsteller. ;-)

  3. 31.08.2007 | 12:12

    Vielleicht habt ihr Interesse mein “Blog für Liberphile(Freiheitsliebende” in eurer Blogroll aufzunehmen. Habe euch bei mir eingetrage, toller Blog!

  4. 31.08.2007 | 12:12

    Hier noch der Link: http://liberphil.wordpress.com

  5. 31.08.2007 | 14:33

    Hallo liberphil,

    dank dir für das Lob! Gern nehmen wir deinen Blog mal in Augenschein. Auf die Blogroll kommt bei uns jeder, der mindestens von einem unserer Autoren regelmäßig gelesen wird. Vielleicht gehörst du ja bald dazu?!

  6. 1.09.2007 | 16:39

    Habe mein älteres Blog auf http://www.liberphil.blog.de wieder revitalisiert. Dort findet ihr mehr Beiträge und Artikel von mir. Da könnt ihr euch ein besseres Bild machen.

    Mfg,
    liberphil

  7. 1.09.2007 | 16:40

    P.S.:

    Würde mich über eine kurze Rezension von erfahrenen Bloggern freuen ;-)

  8. AM
    2.09.2007 | 22:15

    Kosmoblog macht wohl auch deshalb dicht, weil es hartnäckig Positionen verteidigt hat, die sich immer weniger verteidigen lassen. Liberale Aussenpolitik schön und gut, aber Speck war einer der hartnäckigsten Unterstützer der NeoCons und des Kriegs im Irak. Wer sich so aus dem Fenster gehängt hat, kann solche verlorenen Positionen aber nicht aufgeben und weitermachen. Da helfen nur noch “persönliche Gründe”, ein Abgang und die Tauchstation zum Warten auf das Vergessen.

  9. 3.09.2007 | 9:37

    @AM

    Könntest du solch plumpes Nachtreten bitte zukünftig auf deinem eigenen oder den diesem Stil geneigten Blogs veranstalten? Danke!

  10. AM
    3.09.2007 | 10:13

    @ Boche
    Zum vielleicht nicht nur rühmlichen Abzug Ulrich Specks gab es ausschliesslich völlig unkritische Lobhudelei, Freundlichkeiten, Dankbarkeit und Verehrung zu lesen. Sogar auf einem Blog für “bissige” Liberale scheint mir das ein bisschen wenig, oder? Deine Masche, jede kritische Anmerkung als “plump” oder schlechten “Stil” zu bezeichnen, entspringt einer Form von gesellschaftlichem Komment, die mit Liberalismus nicht das Geringste zu tun hat.

  11. 3.09.2007 | 10:31

    Es trifft mich nicht sonderlich, dass ich nicht deiner Vorstellung von liberalem Komment entspreche. Und weißt du, warum? Weil ich den Vorwurf, ich würde “jede kritische Anmerkung als plump bezeichnen” schlicht – plump finde.

    Aber in dieser Hinsicht haben wir wohl schlicht unüberbrückbare Unterschiede der Wahrnehmung. Um Specks durchdachte und ausgewogene Argumentationen als “Neocon”-Propaganda zu betrachten, würde ich Drogen benötigen, die mir nicht zur Verfügung stehen.

  12. AM
    3.09.2007 | 10:55

    @ Boche
    Lies Dir meinen Kommentar von oben nochmals durch und denke dann über die Frage nach, ob Deine aggressive Reaktion in irgendeinem Sinn angemessen ist. Ich habe ausserdem Specks Blog nicht pauschal als NeoCon-Propaganda bezeichnet. Er hat aber in einigen Fragen bis zum Schluss gewagte NeoCon-Positionen unterstützt, die sich “durchdacht und ausgewogen” einfach nicht mehr halten lassen. Durchaus plausibel, dass er lieber seinen Blog zugemacht hat, als sich hier zu korrigieren. Er ist ja nicht der erste, der so aus dem Markt gegangen ist.

  13. 3.09.2007 | 11:12

    Ich habe ausserdem Specks Blog nicht pauschal als NeoCon-Propaganda bezeichnet.

    Nicht wortwörtlich, nein.
    Nichts desto trotz unterstellst du ihm, dass er nicht zu Korrekturen der von ihm vertretenen (und von dir offensichtlich als – auf Grundlage welcher Argumentation auch immer – erwiesenermaßen falsch betrachteten) Positionen in der Lage oder willens wäre. Das nenne ich nun einmal “plumpes Nachtreten”.

    Und wie gesagt: Unsere Ansichten darüber, was durchdacht und ausgewogen ist, gehen eben wohl auseinander.

  14. AM
    3.09.2007 | 11:44

    @ Boche
    “Unsere Ansichten darüber, was durchdacht und ausgewogen ist, gehen eben wohl auseinander.”
    Eindeutig. Für Dich sind das diejenigen Stellungnahmen, die Deiner Meinung schmeicheln. Und für mich auch.

  15. 3.09.2007 | 11:50

    @AM

    Ja, die Gefahr, dass die Wahrnehmung so funktioniert, besteht wohl für jeden.
    Gehen wir doch für heute einfach mit dem Bekenntnis auseinander, dass jeder für sich daran arbeitet, dieses Prinzip so weit wie möglich zurück zu drängen.

  16. stefanolix
    3.09.2007 | 11:55

    Das ist — mit Verlaub gesagt — Quatsch. Wir können hier mit allen durchdachten Stellungnahmen umgehen, auch mit denen, die uns nicht schmeicheln.

    Aber schreib doch mal differenziert auf, welche »falschen« Positionen Du im Kosmoblog gefunden hast. Welche Fehler im Krieg der USA gegen den Terror und im Krieg gegen den Verbrecher Saddam Hussein hat der Autor denn gutgeheißen oder schöngeredet? Welche Positionen muss er denn aufgeben?

    Heute stellt sich das Ergebnis im Irak und in Afghanistan in vielen Teilen deprimierend dar. Aber hätte man überhaupt nichts tun sollen? Wäre der Irak mit Saddam heute ein besseres Land?

  17. stefanolix
    3.09.2007 | 12:03

    Die Antwort ging natürlich an AM. Man sollte nicht gleichzeitig telefonieren und kommentieren ;-)

  18. AM
    3.09.2007 | 13:32

    @ stefanolix
    Es war ein Fehler, den Krieg gegen Saddam Hussein zu dem Zeitpunkt und mit der Legitimation zu führen, wie es tatsächlich geschah. Nur wer die bereits übernommenen Aufgaben in Afghanistan und anderswo sträflich unterschätzte und Legitimität geringschätzte, konnte dieses Unternehmen unterstützen. Ulrich Speck hat sich dabei aus dem Fenster gehängt wie kaum ein zweiter in Deutschland. Von Kritik war beizeiten bei ihm keine Rede. Bis buchstäblich zum letzten Tag hat er Autoren in seinen “Lektüren” verlinkt, die Fehler im Streit um den Irak vor allem bei Jacques Chirac sehen. Und was die über den grünen Klee gelobte Qualität seiner Quellen betrifft, hat er sich dabei keineswegs gescheut, auch auf faktenresistente Schund- und Hetzblätter wie die “New York Post” zu verweisen. Angesichts der Enge der Zitierzirkel, in denen er sich über die lange Zeit bewegt hat, ist es ein Rätsel, womit er sich das Prädikat “ausgewogen” verdient haben könnte. Er selbst hat übrigens mehrmals betont, dass er einseitig auswählt und nicht “ausgewogen” sein will. Diesen Standpunkt kann man haben, aber er wirft ein Licht auf die Lobeshymnen, die bei seinem überfälligen Rückzug gesungen wurden.

  19. 3.09.2007 | 13:49

    “faktenresistente Schund- und Hetzblätter”
    “seinem überfälligen Rückzug”

    Interessante Formulierungen. Es scheint da nicht nur einen Dissenz in Sachen Wahrnehmung zu geben, sondern auch bei sowas wie dem Umgang mit Meinungsfreiheit.

  20. 3.09.2007 | 14:43

    Nein, würde ich da nicht sehen. Man kann durchaus zufrieden damit sein, wenn sich jemand zurückzieht ohne daß man ihn vorher dazu hätte zwingen wollen. Nur letzteres geht gegen die Meinungsfreiheit. Ersteres ist nur eine Bewertung der Bedingungen des eigenen Wohlbefindens.

  21. stefanolix
    3.09.2007 | 15:38

    Eine treffende Antwort auf AM steht schon im Kosmoblog. Darüber hinaus: dort ging es niemals ausschließlich um den Iran. Man konnte auch viele andere Kommentare und Links zu interessanten außenpolitischen Themen lesen. Auch insofern ist AMs aufgeregte Kritik ihrem Gegenstand nicht angemessen …

  22. 8.09.2007 | 22:57

    Selten so gelacht. Dank an AM. — Dieses Kaliber von Leuten, die alles sofort in ideologische Schubladen einordnen, ist überhaupt nicht an der Sache selbst interessiert, lediglich an der Bestätigung ihrer Gesinnung. Diskutieren zwecklos.

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