3. August 2007
Der Bundesgesundheitsminister empfiehlt…
SPON gibt sich überrascht: Die Enthaltsamkeits-PR, die manche Organisationen in den USA losgetreten haben, zeigt keine Wirkung bei den AIDS-Neuinfizierungen. Die naheliegende Erklärung, die auch durch Studien erhärtet wird: Die Appelle verhallen ungehört. Also nur eine winzigkleine Minderheit scheint auch tatsächlich das zu tun, was sie öffentlich predigt. Ist ja nicht so, dass wir dieses Phänomen noch nie erlebt hätten…
Wovon SPON nicht berichtet, schreibt aber Steven E. Landsburg in seinem Buch “More Sex Is Safer Sax” (meine aktuelle Lektüre). Eine gekürzte Version des entsprechenden Kapitels erschien bereits 1996 bei “Slate”. Diejenigen, die da so nett und rührend vor vielen Kameras ihren festen Willen zur Keuschheit bekunden, sollten, wenn es um eine Verringerung der Gefahr geht, an AIDS zu erkranken, nicht etwa weniger, sondern sogar mehr Sex haben. Das wäre doch mal eine Kampagne wert, Frau Schmidt!
Nachtrag:
Ein Klugscheißeraufmerksamer, netter Leser dieses Blogs macht darauf aufmerksam, dass es keine “AIDS-Neuinfizierungen” gebe, sondern höchstens HIV-Neuinfektionen. Ich bitte um freundliche Beachtung.
Verfasst von Rayson um 15:02 Uhr in der Kategorie Gesundheitspolitik, Politik (Trackback)
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