Späte (?) Erkenntnis

Ich weiß nicht: Will mir die F.A.Z. die Kündigung ihres Abos gründlich versauen? Oder warum bringt sie immer mehr Artikel, die ich interessant finde?

So wie diesen hier: Und wir Liberalen haben doch Recht!

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12 Kommentare zu “Späte (?) Erkenntnis”

  1. 24.06.2007 | 3:25

    Ich bin ein Freund der Umwelttechnikbranche (unter anderem auch aus eigennützigen Gründen), aber die Förderung schießt wirklich über das Ziel hinaus! Die Herstellungskosten von Solaranlagen sind mittlerweile so weit gesunken und der Wirkungsgrad so stark gestiegen, dass in den sonnenreichsten Gebieten (z.B. Südspanien) Solarstrom günstiger produziert werden kann als konventionller Strom!

  2. 24.06.2007 | 10:13

    Immer diese Rechthaberei … typisch Mann ;-)

  3. Llarian
    24.06.2007 | 12:51

    Die Herstellungskosten von Solaranlagen sind mittlerweile so weit gesunken und der Wirkungsgrad so stark gestiegen, dass in den sonnenreichsten Gebieten (z.B. Südspanien) Solarstrom günstiger produziert werden kann als konventionller Strom!

    Ah ja. Nun, “konventioneller” Strom kostet an der Leipsziger Strombörse zwischen 50 und 60 Euro pro Megawattstunde. Den Beleg, dass Solarzellen das unterbieten, den hätte ich doch gerne.
    Und sollte der ausbleiben, wovon ich ausgehe, so nenne ich das schonmal direkt totalen Quatsch.

  4. 24.06.2007 | 17:50

    … Die Herstellung von Strom aus Braunkohle kostet heute ungefähr acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde. In Südeuropa können die Hersteller von Solaranlagen, die eigene Kraftwerke betreiben, Solarstrom zu den gleichen Kosten anbieten bzw. werden diese Grenze in den nächsten drei Jahren unterschreiten. In Deutschland sinken die Produktionskosten im gleichen Zeitraum immerhin auf achtzehn Cent pro Kilowattstunde, so viel wie ein Privathaushalt heute für den Strom aus der Steckdose bezahlt. Allerdings lohnt es sich trotz dieser Kostenrelation momentan noch nicht für jeden einzelnen Hausbesitzer, sich eine Solaranlage aufs Dach montieren zu lassen. Denn wegen der hohen Einspeisevergütung für Solarstrom ist die Nachfrage der Privathaushalte nach Solaranlagen extrem hoch, was dazu führt, dass die gesunken Kosten erst in einigen Jahren an diese Kunden weitergegeben werden. Die Faktoren, die zu dem Preisverfall führen, sind vor allem sinkende Kosten für Silizium, Siliziumkristalle und Solarzellen sowie die gestiegenen Wirkungsgrade der Systeme. Außerdem sind auch die Preise für Anlagen, mit denen Gleichstrom in Drehstrom umgewandelt wird, stark gesunken. In Zukunft wird man Gleichstrom möglicherweise sogar direkt ins Netz einspeisen können. Denn es gibt jetzt schon die Technologie für Stromleitungen, mit denen sich Gleichstrom bei nur drei Prozent Verlust auf eintausend Kilometer übertragen lässt.

  5. Llarian
    24.06.2007 | 18:44

    … Die Herstellung von Strom aus Braunkohle kostet heute ungefähr acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde.

    Und deswegen wird der selbe Strom dann für 5,5 Cent verkauft ? Belege, Watson, Belege. So ist das alles nur hohles Geschwätz.
    Als ich das letzte mal nachgesehen habe, war Stromerzeugung in Deutschland ein sehr profitabeles Geschäft, und jetzt soll einer der Stützpfeiler der Erzeugung mehr als 40% Verlust schieben ?

    In Südeuropa können die Hersteller von Solaranlagen, die eigene Kraftwerke betreiben, Solarstrom zu den gleichen Kosten anbieten bzw.

    Und das nächste Geschwätz. Wo sind die Belege ? Ich habe nach Belegen gefragt und nicht nach einer Meinung.

  6. 25.06.2007 | 2:05

    Ich berufe mich auf Artikel, die ich in den letzten Monaten in der WirtschaftsWoche und im Handelsblatt gelesen habe. Meine eigene Meinung habe ich nicht geäußert, außer dass ich gegen die Subventionierung von Solarstrom bin. Sowohl die Innovationsberichte als auch die Informationen über die Preise und Kosten stammen von diesen Zeitungen. (Ich nehme an, deren Journalisten haben das bei verschiedenen Herstellern und Kraftwerksbetreibern recherchiert. Aber da rufst du am besten selbst mal an.) … Ich wundere mich ein bisschen über deinen Ton. Du tust so, als wöllte ich dir irgendwas verkaufen oder würde dich um Geld bitten, dabei habe ich mich gegen die Förderung und vor allem gegen die Einspeisevergütung für Solarstrom ausgesprochen.

  7. 25.06.2007 | 8:31

    Quellenangabe spart Mißverständnisse, lieber Marc. Und für den Ton ist Llarian ja bekannt…

  8. Llarian
    25.06.2007 | 11:18

    Ich berufe mich auf Artikel, die ich in den letzten Monaten in der WirtschaftsWoche und im Handelsblatt gelesen habe.

    Und ich berufe mich auf meine Oma Lieselotte, die hat das von ihrer Nachbarin. Das ist doch keine Quelle. Davon ab, dass Zeitungsartikel ohnehin schwache Quellen sind, weil ihnen meist auch die Quellenangaben fehlen, so solltest Du wenigstens einen konkreten zitieren/belegen. Dann könnte man die Frage stellen, wieso plötzlich ein so profitables Unternehmen wie Stromerzeugung ihr Produkt 40% unter Herstellungswert verkauft.

    Ich wundere mich ein bisschen über deinen Ton.

    Da auch Karsten das anspricht, möchte ichs kurz erläutern. Mein Ton stammt aus einer Verinnerlichung von etwas, was ich vor Jahren von (Sir) Salman Rushdie gelesen habe. Hart in der Sache, aber nicht an der Person. (Letzteres ist etwas, bei dem ich mich noch verbessern muss.) Was Du hier anführst ist, nach meiner Meinung, die Du ebenso als eine Meinung beliebig hart angehen kannst, hahnebüchener Unsinn. Und es gibt gerade in der Richtung und aus dieser Technik eine Menge hahnebüchenen Unsinn. Vielfach wird dieser Unsinn dann dazu gebraucht, um die eine oder andere Technik gut- oder schlechtzreden, häufig mit der Intonation einer politischen Handlung. Das hast Du nicht getan, werfe ich Dir auch nicht vor.

    Ich entstamme einer Diskussions-/Debattenkultur, wo Meinungen nicht sakroskant sind. Wo Meinungen keinerlei schutzwürdigkeit erhalten, nur weil es jemanden gibt, der sie vertritt. Ich finde es falsch, dass in Diskussionen Standpunkte nicht hart angegangen werden, weil man Angst haben muss, dass der Gegenüber sich beleidigt oder angergiffen fühlt. Eine Meinung kann man aber nicht beleidigen. Insofern sieh bitte meinen Ton, so wie er gemeint ist. Solltest Du Dich persönlich angemacht fühlen, so entschuldige das bitte, das war nicht das Ziel.

  9. 25.06.2007 | 22:06

    Ich sehe keinen Sinn darin, in einem Online-Forum Printquellen anzugeben… Oder habt ihr etwa diese Zeitungen immer neben dem Computer liegen um auf der entsprechenden Seite nachzuschlagen? Außerdem sind wir hier nicht vor Gericht… Deshalb verstehe ich nicht, warum Llarian davon ausgeht, dass ich irgendeinen Anlass hätte hier zu lügen… Das find ich ein bisschen paranoid. Zwar hätte ich bereits am Anfang die Zeitungen nennen können, aus denen ich die Zahlen habe. Aber in welcher Ausgabe das jeweils war, daran erinnere ich mich beim besten Willen nicht. …und da das Online-Angebot dieser Zeitungen ziemlich eingeschränkt ist, dürfte es auch mit dem zitieren schwierig werden.

  10. 25.06.2007 | 22:27

    @marc

    Ich kann das Problem nachvollziehen. Ich speichere auch nicht alles ab, was ich irgendwo lese. Allerdings kann man sich dann auch schwer darauf berufen.

    Wobei es IMHO im Sinne einer positiven Diskussion erstmal vernünftig ist, davon auszugehen, dass der andere nichtg lügt.

  11. 25.06.2007 | 23:34

    Llarian schrieb:

    Hart in der Sache, aber nicht an der Person. (Letzteres ist etwas, bei dem ich mich noch verbessern muss.)

    Einsicht ist der erste Weg zur Besserung ;-)

    Aber um ehrlich zu sein: mir geht es oft noch genauso, obwohl ich mich auch um Verbesserung mühe. Manchmal ist es wohl einfacher, beim Laufen nach einigen Kilometern noch ein paar Sekunden herauszuholen, als sich in Diskussionen hundertprozentig im Griff zu haben …

  12. Llarian
    26.06.2007 | 11:50

    @Marc:
    Ich unterstelle Dir keine Lüge. Aber nicht alles Unwahre was man sagt ist auch eine solche. Eine Lüge würde ja vorraussetzen, dass man wider besseren Wissens eine falsche Aussage macht. Man kann sich auch schlicht irren. Oder schlicht einem Irrtum oder der Lüge eines anderen aufgesessen sein.

    Prominentes Beispiel: Sehr viele Menschen glauben, dass Zecken von Bäumen fallen (was falsch ist) oder das Spinat besonders viel Eisen enthält (was ebenso nicht stimmt). Das sind zwar Unwahrheiten, aber trotzdem ist ein Mensch, der das sagt und glaubt, kein Lügner. Erst, wenn er es wirklich besser weiss.

    Natürlich drucke ich mir auch nicht alles aus, was ich lese. Und vielfach vergesse ich sogar die Quelle wo ich dieses oder jenes herhabe. Zum Beispiel die Behauptung, die ich oben aufgestellt habe, dass der Strom zur Zeit zwischen 50 und 60 Euro pro Megawattstunde kostet. Hat irgendwo im SPON gestanden. Glaube ich. Ich bin aber recht zuversichtlich, dass ich die Behauptung innerhalb sehr kurzer Zeit verifizieren kann. Wenn ich es nicht kann, und jemand die Behauptung in Frage stellt, steh ich genauso dar, ich habe halt behauptet.

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