Zwei verschiedene Polizeien

Manchmal frage ich mich, ob wir in diesem Land nur eine Polizei haben – oder zwei verschiedene, die jeweils von ihrer eigenen Organisation vertreten werden. Wann immer ich eine Verlautbarung der GdP (Gewerkschaft der Polizei) lese, freue ich mich darüber, wie freiheitlich, am Rechtsstaat orientiert und auf eine Begrenzung ihrer eigenen Befugnisse besinnt unsere Sicherheitskräfte doch sind.

Leider hält das nie lange an, denn ruck-zuck ist da ganz sicher wieder einmal ein Vertreter oder Statement des BdK (Bund der Kriminalbeamten), der mich in eine andere Welt zurückholt – eine Welt, in der jeder ein Verdächtiger ist und in der unsere Polizei immer nach neuen Mitteln und Befugnissen schreit, um ihre Mitmenschen zu kriminalisieren und zu überwachen.

Ich habe dafür leider keine aktuellen Beispiele zu liefern, es ist nur ein Eindruck, der mich in den letzten Jahren immer wieder einmal befiel. Vielleicht hat einer unserer Leser ja Hintergründe zu den beiden Polizeiverbänden? Würde mich jedenfalls sehr interessieren…

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35 Kommentare zu “Zwei verschiedene Polizeien”

  1. 25.05.2007 | 3:29

    Ich bin wohlwissend kein Experte. Allerdings gibt es für mich dort einen deutlichen Unterschied.

    Die einen – GdP – umfassen sämtliche Polizisten, Streifenpolizisten, usw. – also das, was jemand aus Außensicht das normale “Fußvolk” nennen würde. Die Menschen, die dir auch einen Zettel an die Karre verpassen würden, wenn du falsch parkst.

    Der BDK umfasst halt vor allen Dingen Kriminalpolizisten die (u.A. auch oft “subjektiv zurecht”) über ihre mangelnden Kompetenzen frustriert sind und sich die ganze Zeit fühlen, als seien ihnen die Hände gebunden. Ich muss dir ja nichts vormachen, Recht ist nicht immer gleich Gerechtigkeit. Ich kann verstehen, wenn es jemandem mächtig auf den Sack geht, einen ziemlich eindeutig Schuldigen aufgrund bestimmter Vorraussetzungen nicht belangen zu können. Aber wir beide sind uns wohl parteiübergreifend (Ich eher Anhänger einer großen, nicht christlichen Volkspartei) darin einig, dass es rechtsstaatliche Prinzipien gibt und eine Aufwägung von “einen vermeintlich offensichtlich Schuldigen laufen lassen zu müssen” nicht aufgewogen werden können mit “zum präventiven Sicherheitsstaat abzugleiten”. Jemand, der so etwas aufzuwiegen versucht, hat das grundsätzliche Prinzip des Rechtsstaats nicht verstanden.

    Die Mittel mit etwaigen Erfolgen zu rechtfertigen, ist einfach nicht rechtsstaatlich. Ich persönlich bin der Ansicht, dass man von 90% dieser Ermittlungsgrundlagen eh nichts mitbekommt, da diese nicht justiziabel sind oder eh nur dann, wenn es um (siehe Landesverf. NRW oder STGb) Taten in der Schwerstkriminalität geht. Die Frage ist ja dann die: Wann kann sich ein Ermittler herauswagen und sagen: “Wir haben X überwacht, der wollt dies oder das hochjagen und so und so viele Zivilisten dabei umbringen.” Und wann dies dann in der Relation zum möglichen Rechtsbruch auf Unversehrtheit der Wohnung usw. steht. Stichwort Bundestrojaner.

    Es ist einfach eine Zwickmühle, die nur mit vielen, vielen Ethik-, Enquette- und Rechtskommissionen gelöst werden kann. Zumindest eine Entscheidung für irgendetwas würde zu einer weitergreifenden Rechtssicherheit führen. Wenn sich diue Volksvertreter dazu durchringen und genug verängstigen lassen wollen einen Überwachungsstaat wie im Vereinigten Königreich aufziehen zu wollen, sollen sie es halt tun. Aber wenigstens herrschte dann einmal eine fundamentale Diskussionsgrundlage, die man einordnen könnte. Derzeit hängen wir hier zwischen den Stühlen und das ist verdammt unbequem.

  2. 25.05.2007 | 4:41

    “die nur mit vielen, vielen Ethik-, Enquette- und Rechtskommissionen gelöst werden kann.”

    Ich hoffe mal, das war Ironie.

  3. Wolfgang
    25.05.2007 | 8:21

    Eigentlich müßte es heißen, noch viel mehr Polizeien (BKA, BGS, Geheimdienste, bis hin zur Finanzpolizei Zoll) die allmählich zu einem undurchschaubaren etwas zusammen zentralipolyziert werden!

    > Anknüpfung @Bense

    “Die Frage ist ja dann die: Wann kann sich ein Ermittler herauswagen und sagen: “Wir haben X überwacht, der wollt dies oder das hochjagen und so und so viele Zivilisten dabei umbringen.”

    Was, sofern es um Terrorismus geht, den ich hier herauslese, eigentlich klassische und primäre Aufgabe der Geheimdienste wäre, die hierbei auch keine Interessenkonflikte hätten, weil nicht dem Legalitätsprinzip sondern allein der (bedingten) parlamentarischen Kontrolle unterworfen.

    Sprich, die müssten keinen kleinen Ladendieb hops nehmen, der ihnen (zufällig) in die (hier illegal, weil unverhältnismässig) Überwachungslauscher gegangen ist. D.h., sie könnten sich auf´s wesentliche konzentrieren, weitgehend geziehlt auf die entsprechenden Kreise.

    So wir dies im Kern z.B. in den USA praktiziert, der Schutz des Landes und seiner Bevölkerung als Ziel und nicht im Ziel.

    Wenn diese Dienste dann, auf der Spur nach Terrorgruppe XY dann mal durch alle Kreditkartendaten pflügen und selbige bei nicht fündig werden, alles andere dort ignorierend, weil nicht ihr Aufgabenbereich, dann wieder auf Ablage P beiseite schieben, so what?

    Wird hierzulande als der fortgeschrittene Überwachungsstaat gequotet, dabei haben die noch nichtmal ein Meldegetz. Geschweige denn, dass dort jeder Beamtentroll nach Belieben in Konten oder sonstwo schnüffeln könnte, auf der Suche nach irgendwas.

    Genau anders herum hierzulande. Da wird letzteres als “Terrorabwehr” verkauft, ins Netz geht aber nicht Bin Laden sondern allenfalls “Florida Rolf”.

    Alleine der Aufwand, die fadenscheinigen Begründungen und Methoden, die hierzulande aufgefahren werden, lassen einem die Haare zu Berge stehen, egal welchen Bereich man sich hierzu ansieht.

    Wie oft wurden unsere Geldscheine schon erneuert, mit der Begründung Fälschungssicherheit? Und was hats gebracht? Je neuer, desto besser gefälscht!

    Läßt dies für die neuen Ausweise anderes erwarten?

    Wieso drangsaliert (abkassiert) man dann die eigene Bevölkerung damit, während die USA den fingerprint von DENEN DIE REINKOMMEN ins Land verlangen, und dies nicht aus Willkür, sondern auf Grund von bitteren Erfahrungen?!

    Beispiel nicht politische Schwerkriminalität: Wieso schreit man hierzulande z.B nach jedem Kindermord, einem Verbrechen, bei dem die Aufklärungsquote nahe 100% liegt ausgerechnet regelmäßig nach neuen Fahndungsmethoden und Gesetzen, um dann beim Vollzug fast ebenso regelmäßig zu versagen??

    Ganz einfach, der Staat ist, hier wie in anderen Bereichen, zum Selbstzweck verkommen. Die eigentlichen Ziele völlig aus den Augen verloren, für dessen Ausweitung in blindem Aktionismus aber offener denn je. Und dies erzeugt Frust. Auch (lediglich aus anderen Interessen heraus) bei denen, den unausgegorenen Blödsinn staatlicherseits umsetzen müssen. Genau wie in einem schlecht geführten Unternehmen, das nicht nur Frust bei den Kunden, sondern auch bei den Mitarbeitern erzeugt.

  4. stefanolix
    25.05.2007 | 8:53

    Wenn ich Mitteilungen dieser beiden Organisationen nebeneinanderlege, muss ich immer an die Methode good cop, bad cop denken ;-)

  5. 25.05.2007 | 11:28

    @Wolfgang

    Ich stimme dir im Grundsatz zu, bei deinem USA-Vergleich ist aber schon noch die geografische Lage des jeweiligen Staates und die ihn umgebende Infrastruktur zu berücksichtigen.

  6. 25.05.2007 | 11:34

    Könnte es sein, dass es sich mit der GdP und dem BdK analog zu GEW und Philologenverband verhält?

  7. Wolfgang
    25.05.2007 | 12:55

    @Rayson,

    bei der geographischen Lage, sehe ich nicht recht inwiefern diese Auswirkungen auf´s Grundprinzip haben sollte. Ich spekulier mal kurz:

    Die Ozeane bezüglich einem Schutz vor irgendwas? Nicht wirklich. Grüne Grenze haben die dennoch ein paar tausend Kilometer mehr als wir (und nach Mexico hin solche mit vergleichbarem, wenn nicht größerem Wohlstandsgefälle als unsere gen osten)

    Geographische Distanz zu Middle East? Dadurch weniger latent explosionsbereite Islamists? Fakt, bei denen sind welche explodiert, bei uns noch nicht.
    Und ziehst bei uns die Türken ab, bleibt bei uns auch net mehr an Suspekten aus echten hardcore Staaten, Saudis, Egypts, Pakistani, Afghans, Indonesier, als bei denen.

    Bezüglich der umgebenden Infrastruktur, hab ich gerade keinen Peil, auf was du anspielst.

    @Martin

    bzw. wie DGB zu Beamtenbund

  8. 25.05.2007 | 13:45

    @Wolfgang

    Die USA grenzen auf dem Land im Grunde nur an zwei Staaten, einen im Norden, einen im Süden. Die Grenze zum ärmeren davon wird massiv abgeschottet. Westlich und östlich kann man den Staat nur über Ozeane erreichen.

    Deutschland liegt inmitten von Europa, hat daher Grenzen zu sehr vielen Staaten und ist natürliches Transitland mit vielen stark genutzen Verkehrswegen rein und raus. Ein den USA ähnliches Abschotten kann weder im Interesse des Landes liegen (Handel) noch ist es politisch vorstellbar (EU/Schengen).

  9. Wolfgang
    25.05.2007 | 14:34

    @Rayson,

    einen wirklich so krassen Unterschied bezüglich der “Abschottung” sehe ich so nicht, auch wenn er auf den ersten Blick so erscheinen mag. Zunächst mal heißt “inmitten von Europa” für uns auch inzwischen rund herum von “Puffer-Staaten” umgeben zu sein. Neben dem bedrohlichen schon mal ein gemütlicher Aspekt.

    Nur ein Bericht über, z.B. afrikanische Flüchtlingsboote, prämierte Abfanglager in Nordafrika etc., sollte eigentlich deutlich machen, dass die EU-Aussengrenzen ähnlich hermetisch abgeriegelt sind, wie die der USA, sicherlich auch mit Schlupflöchern hier wie dort. Beide sind auch auf offen Handel angewiesen und können sich diesbezüglich nicht abschotten.

    Btw., mißt man übrigens an tatsächlichen Netto-Einwanderungszahlen, sind unsere Grenzen dicht, die US hingegen sperrangelweit offen.

    Ebensowenig brauchen wir uns vor polnischen suicide bombern zu fürchten, wie die vor mexikanischen. Der Atta kam schließlich auch nicht auf ´nem mexikanischen LKW in die Staaten, ebensowenig wie zu uns auf´m ukrainischen. Ganz abgesehen davon, geht es bei diesen Grenzdurchlässigkeitsfragen erstrangig um wirtschaftlich- soziale Aspekte, viel weniger bis überhaupt nicht um Sicherheitspolitik.

    Diesbezüglich sind wir, dank Gerd dem Unmöglichen & Nachfahren, ja vielmehr kräftigst dabei unsere Allianzen in Stücke zu legen.

    Und nun frage ich ganz einfach nochmal: Was zum Kuckuck hindert uns geographisch, oder wie auch immer daran, eine Sicherheitspolitik nach innen wie außen zu betreiben, die sich nicht am höchstmöglichen Grad der Schikanierung der eigenen Bevölkerung, bei gleichzeitig stagnierender Sicherheit, sondern an der jeweiligen (Bedrohungs)Lage orientiert?

  10. 25.05.2007 | 15:07

    Ein paar Erklärungen zu den Polizeigewerkschaften in Deutschland:

    Da gibt es zuerst die GdP. Die GdP ist Teil des DGB. Sie ist die größte Berufsvereinigung der Polizeibeamten in Deutschland.

    Dann gibt es noch die DPolG. Die DPolG ist Mitglied im Deutschen Beamtenbund. Sie ist die zweitgrößte Berufsvereinigung der Polizeibeamten in Deutschland.

    Zu guter Letzt gibt es da noch den BdK. Eine Berufsvereinigung speziell für Kriminalbeamte. Sie ist die kleinste Berufsvereinigung.
    Daneben soll es noch kleinere Gewerkschaften geben, die aber keine besondere Rolle spielen.

    Zum Profil der Gewerkschaften:

    Die DPolG gilt als CDU-treu. Sie vertritt in Fragen von Grundrechtseingriffen eine eher restriktive Linie. Law and order eben.

    Der BdK ist noch eine Nummer heftiger. Der BdK sieht sich wohl auch einer besonderen Situation ausgesetzt: Viele Polizeien verzichten mittlerweile auf eine eigene Laufbahn der Kriminalbeamten. Das kommt bei den Kriminalbeamten nicht gut an, weil das mit einer Einschränkung des Prestiges einhergeht. Der BdK versucht sich als fachlich besonders qualifiziert darzustellen.
    Das gelingt m.E. nur sehr begrenzt. Das liegt wohl daran, dass der Beruf des Kriminalbeamten nun einmal ein aussterbender Beruf ist. Kriminalpolizeiliche Ermittlungen lassen sich nun einmal durch studierte Fachkräfte viel besser erledigen. Seien es Geldwäsche oder Spurensicherung. Es gibt an den Universitäten für jeden Teilbereich der kriminalpolizeilichen Tätigkeit bessere Fachkräfte.

    Die GdP sieht sich als Vertreterin aller Polizei- und Kriminalbeamten.

    Sie wird in juristischen Kreisen auch meistens ernst genommen. Das kann man z.B. auch daran sehen, dass das BVerfG bei Stellungnahmen meistens nur die Stellungnahme der GdP einholt.
    Was die GdP zu Grundrechtseingiffen schreibt ist fachlich meist ziemlich fundiert und nicht auf law and order angelegt. Die Strategie der GdP ist wohl auch, sich durch qualifizierte Sicherheitspolitik einen Raum einer monopoloartigen Sicherheitsanalysekompetenz zu erarbeiten. Dann lassen sich Forderungen leichter durchsetzen.

  11. 25.05.2007 | 15:25

    @Wolfgang

    War das Absicht, dass du gerade das Thema gewechselt bzw. erweitert hast? Eben redeten wir noch von Deutschland, jetzt betrachten wir die EU schon als Ganzes. Wenn zu Letzterem überwechseln, vergleichen wir auch wieder Äpfel und Birnen, denn die EU ist bei allem, was über Handelspolitik und Binnenwirtschaft hinausgeht, eben kein einheitliches Gebilde, sondern eine Gemeinschaft von Staaten mit sehr unterschiedlichen Interessen und auch Problemen. Eine einheitliche europäische Außenpolitik gibt es nur in Sonntagsreden.

    Die Einwanderungsthematik (die USA mögen zwar mehr haben, erlaubt sich aber den Luxus, nach den Interessen der heimischen Wirtschaft zu steuern) hat mit unserem Thema übrigens nicht so viel zu tun. Für Sicherheitsaspekte sind die Einreisenden, die nicht bleiben wollen, viel entscheidender. Aus rein deutscher Sicht weiß man aber über die mittlerweile relativ wenig, wenn sie nicht gerade über eine Schengen-Außengrenze einreisen.

  12. Wolfgang
    25.05.2007 | 16:56

    Sicher bin ich vom ursprünglichen Threadthema doch sehr weit abgedriftet, mit dem Sprung zur EU geziehlt Ablenken wollte ich sicher nicht. Habe halt die vergleichbare Außengrenze dort festgemacht. Wir haben sie selbst ja dahin verlegt, ist schließlich niemand einmarschiert und hat uns die Grenzen geklaut.

    Und nun stehen wir (wie die anderen) vor dem vom Himmel gefallenen? Problem und wissen uns alle in den “Sachzwängen gefangen” aller Handlungsmöglichkeiten beraubt? Der mit Sonntagsreden kaschierte Offenbarungseid?

    Der Eindruck drängt sich förmlich geradezu auf. Doch selbst wenn es so ist dürfte aussitzen auch nur die drittbeste Lösung sein. Ein Stück unilateraler “Luxus” gepaart mit der Wahrnehmung multilateraler Interessen müsste doch sowohl sicherheits- wie wirtschaftspolitisch möglich sein, ohne gleich ins wilhelminische Zeitalter zurück zu fallen. Dazu müssten aber die Beteiligten Ihre Interessen erkennen, auf´s wesentliche konzentrieren und nicht permanent immer weiter ins unbestimmte wie unverbindliche Nirvana der Sonntagsreden und Klimagagas verschieben.

    Dieses “alle sind für alles zuständig und verantwortlich” heißt letztendlich doch bloß niemand für irgendwas.

    Die innen und Sicherheitspolitik sähe ich auf jeden Fall gern stärker am Bundesstaatlichen Modell der US orientiert (mit allen Konsequenzen, wie echter Förderalismus, echte Gewaltenteilung etc.) irgendwie alles, was ich oben versuchte anzudeuten. Den Krieg gegen den Terror allemal und zwar mit deutlicher Ansage nach Teheran et Filialen vorweg um als ersten Schritt den Standort mal klar zu justieren.

    So das war jetzt noch weiter weg vom ursprünglichen Thema, womit der Ausflug auch beendet sein soll.

  13. der gute don
    25.05.2007 | 17:46

    Auch interessant die Meldepflicht. Bei uns Pflicht (wer wurde auch schonmal zur Kasse gebenten weil er die 4 Wochen Frist nicht eingehalten hat?) in USA gibt es sie nicht. Na gut, die haben dafür immer diese lässigen Sheriffs die den Fremden anknurren “Ich will Dich in meiner Stadt nicht haben, Wenn Du morgen noch hier bist …” ;-)

  14. Wolfgang
    25.05.2007 | 18:04

    Yep, @guter don,

    und diese lässigen Sheriffs werden, genau wie die Richter, sogar vom Volke gewählt!
    Soll heißen, wenn die oft genug falsch knurren und richten, haben´s das die längste Zeit getan. Dann will nämlich die keiner mehr in seiner Stadt haben. Und nixe Vollpension bis Lebensende nach nur 4 Jahr knurren.

    ;)

  15. 25.05.2007 | 18:07

    “wer wurde auch schonmal zur Kasse gebenten weil er die 4 Wochen Frist nicht eingehalten hat?”

    Ich habe das sogar zweimal geschafft. Was man mit gutem Recht als dämlich bezeichnen kann.

    Unser Staat will eben immer wissen, wo sich sein Eigentum befindet. Wer wollte ihm das schon verübeln?

  16. 25.05.2007 | 18:12

    Die Meldepflicht ist wirklich ein überholtes Relikt aus der Nachkriegszeit. Damals brauchte man sie um den knappen Wohnraum zu erfassen und Flüchtlingen zuzuteilen. Deshalb sind Ärzte auch heute noch als solche im Melderegister erfasst.

    Wie war das nochmal mit dem Grund für die Einführung der Schaumweinsteuer?

  17. 25.05.2007 | 18:20

    Die Meldepflicht ist wirklich ein überholtes Relikt aus der Nachkriegszeit.

    Zahlreiche Werber und Kommunen, die denen Adressen verkaufen, sehen das anders… In KA muss man z.B. neuerdings Opt-Out machen, wenn man seine Daten Dritten nicht zugänglich machen will (geht aber wenigstens per E-Mail).

  18. 25.05.2007 | 18:22

    Kein Witz? Die verticken die Daten aus den Melderegistern? Und da hat noch keiner gegen geklagt?

  19. 25.05.2007 | 18:31

    Das sind natürlich nur üble Verdächtigungen…

    Was KA betrifft, habe ich bewusst nur von “Dritten zugänglich machen” gesprochen, denn gegen eine Gebühr von 5-10 Euro kann dort jedermann Auskünfte aus dem Melderegister einholen. Wenn man dem denn nicht vorher widersprochen hat.

  20. 25.05.2007 | 18:34

    Naja, oder wenn man sich das Meldegesetz genau durchliest und sich mal überlegt, wie man eine Auskunftssperre hinbekommt :-D

  21. Wolfgang
    25.05.2007 | 18:38

    .. ja, der Schlußverkauf hat längst begonnen, im VEB BRD!

    Zu dem Thema gibts auch ellenlange Diskussionen bei Antispam.de

    ———- breaking news ——

    Dafür gibt dat Merkel jetzt den Rudolf Giuliani für Kleinmachnow

    http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1303

    zero tolerance … sag ich nur, rotfl

  22. 25.05.2007 | 18:44

    Mal kurzes Offtopic: Ich habe letzte Woche in der Musikabteilung des Mediamarktes eine ziemlich gute CD gehört. Was sehr rockig, das Cover des Albums zeigte mehrere Herren in Westernkleidung, das cover war auf ein Foto aus der Zeit des Wilden Westens gemacht. Die Band hieß irgendetwas mit B am Anfang. Das Album muss relativ aktuell sein. Hat jemand eine Idee?

  23. der gute don
    25.05.2007 | 19:26

    @MO
    Boss Hoss?

    @Wolfgang
    das Merkelvideo im verlinkten handelsblattblog hat mich beinahe rückwärts den Stuhl runtergewickelt. Die hat ja nen kompletten Schuss!

  24. 25.05.2007 | 19:31

    Nein, die waren es leider nicht! Der Name bestand zwar auch aus zwei Wörtern (mit einem “The” am Anfang), aber es waren wohl 5 Leute auf dem Cover. Alle in so alten Anzügen, wie man sie um 1890 herum trug. Dreiteiler eben und braune Stiefel dazu. Cover mit Wild West – Schrift beschrieben.
    Ach verdammt.

    Ziemlich Röhrensound!

  25. 25.05.2007 | 20:05

    The Berliner Philharmoniker?

  26. 25.05.2007 | 20:39

    hehe

  27. 25.05.2007 | 20:40

    [...] [via Indiskretion Ehrensache, dank an Wolfgang für den Link] [...]

  28. 25.05.2007 | 21:11

    Aber mal zum Thema zurück. Ich habe auch eine Theorie:

    Zur irgendwas können solche Serien wie “Toto & Harry” vielleicht gut sein. Sie zeigen nämlich, wie sehr der Alltag eines heutigen Streifenpolizisten in die Nähe der eines Sozialarbeiters rückt. Diese Beamten haben es überwiegend wohl nicht mit richtigen Kriminellen zu tun, sondern mit Gescheiterten und Gestrandeten aller Art.

    Bei der Kriminalpolizei wird das anders sein. Der “Kunde” dort hat immer und definitiv eine Straftat begangen.

  29. Wolfgang
    25.05.2007 | 21:25

    Danke, dür die mir eigentlich nicht zustehenden Federn @MO,
    hab den Link auch nur beim Lawblog aufgeschnappt.

    @Rayson,
    mit der kleinen, aber nicht unwesentlichen Einschränkung:
    Sofern der “Kunde” sich am Ende vor Gericht nicht als unschuldig erweist.

  30. 25.05.2007 | 21:39

    @Wolfgang

    Kommt drauf an, wen man als “Kunden” bezeichnet. Den, der die Tat begangen hat, oder den, der verdächtigt wird. Ich dachte wirklich an Ersteren.

  31. 25.05.2007 | 21:48

    Ich glaube diese Berufe unterscheiden sich grundlegend. Der Streifenpolizist ist wohl eher Gefahren ausgesetzt. Er muss Schichtdienst leisten und darf wohl auch viel an der frischen Luft sein, was gerade im Winter wohl nicht immer ein Vorteil ist. Und wenn man sich dann mal diese Serien anguckt: Nur Arschlöcher als Gegenüber.

    Der Kripo-Mann ist eher qualifizierter Handlanger des Staatsanwaltes, allerdings mit ein paar wesentlichen Einschränkungen. Er hat kein Einblick in das Bundeszentralregister und ihm fehlen wichtige zivilrechtliche Kenntnisse. Die Bearbeitung von Vermögensdelikten ist bei diesen Leuten daher nie gut aufgehoben. Und wenn es fachlich anspruchsvoller wird (egal ob Spurensicherung, Vollstreckung oder juristische Bewertung) müssen andere dran.

    Wahrscheinlich ist es die Verengung auf die Ermittlungsakten, die dem durchschnittlichen Kripo-Mann seine Weltsicht gibt. Die haben übrigens auffällig oft einen Schnauzer. Wer viel Sachbearbeitung macht verliert am Ende die Übersicht über die Zusammenhänge. Mich wundert es daher nicht, dass der BdK ständig in diesen Blödsinn abdriftet.

  32. Wolfgang
    25.05.2007 | 21:55

    o.k., geht aus dem Satz vor allem in Verbindung mit dem “immer und definitiv”.

    Und wenn wir ganz spitzfindig werden, haben die es eigentlich nur mit Verdächtigen zu tun. Denn spätestens mit der Verhandlung, enden normalerweise* die Ermittlungen.

    *Bestimmt einer mir hier gleich die Ausnahmen erläutert

  33. 25.05.2007 | 22:06

    Zum Beispiel eben die, dass der Verdächtige freigesprochen wird. Dann ist der wahre “Kunde” wohl doch ein anderer.

  34. Wolfgang
    25.05.2007 | 22:19

    … Verdächtiger!

    und die Variante, dass in diesem Fall der Tatvorwurf schlicht nicht gegeben war, dürfen wir hier nicht gänzlich ausblenden.

    Dafür gebe ich dir in deinen “Kundenbereich” gratis noch den upgrade vom Verdächtigen zum Beschuldigten. Soviel Ordnung muß sein ;)

  35. 4.06.2007 | 14:31

    Zu illustrieren der Unterschiede der Gewerkschaften:
    Netzeitung: Polizeigewerkschaft droht mit Pistolen-Einsatz.

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