Nachrichten aus Sozialististan

Die Vereinigung der Schuhsohlenproduzenten Deutschlands (SPD) hat für morgen zu einer Großkundgebung in Berlin aufgerufen. Grund seien die “dumpingartigen” Preise, die derzeit von den Schuhfabriken für Sohlen bezahlt würden. Diese ließen den wirtschaftlichen Betrieb der vielen Sohlenschneidereien kaum noch zu.
“Wenn das so weitergeht, werden wir die Sohlen in unseren Betrieben zurückhalten. Dann sollen die Leute mal sehen, was das Wichtigste am Schuh ist und wohin die desaströse Preispolitik der Schuhfabriken geführt hat!”
Die Politik reagierte prompt und will eine Ausgleichszahlung an Sohlenschneidereien prüfen, die wegen geringer Sohlenquoten besonders große Probleme hätten. Wie Staatssekretär A. Vierzig erklärte, müsse die sozial gerechte Versorgung der Bevölkerung mit Sohlen unbedingt garantiert werden. Niemand brauche viele Schuhe aber jeder brauche mindestens ein Paar. Und dies werde die Politik in Zusammenarbeit mit den Sohlenproduzenten zur Not auch gegen die Schuhfabrikanten durchsetzen.

Im kapitalistischen Ausland sinken derweil die Schuhpreise. Dies stellt nach Worten des Staatssekretärs Vierzig ein Problem dar. Einige Händler hätten damit begonnen, Schuhwerk zu importieren und an Bürger zu Preisen abzugeben, die weit unter den Produktionskosten der hiesigen Schuhfabriken lägen. “Das ist ein unsolidarisches und kurzsichtiges Verhalten. Heute sind es die Sohlenschneider, die arbeitslos werden, und morgen trifft es uns alle.” Über Gegenmaßnahmen werde beraten. Während die Sozialisten für Verkaufsverbote plädieren, forderten die Konservativen eine marktgerechte Lösung des Problems. “Wir leben schließlich in einer sozialen Marktwirtschaft und nicht im Sozialismus!” meinte Wirtschaftsminister Kloß. Sinnvoller als Verbote seien hohe Einfuhrzölle auf alle schuhartigen Produkte, um die heimische Wirtschaft zu schützen.

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Hintergründe zu einem ähnlichen Thema: hier.

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44 Kommentare zu “Nachrichten aus Sozialististan”

  1. 10.05.2007 | 15:52

    Köstlich ;)

  2. 10.05.2007 | 15:58

    Der neue Bastiat! Sehr schön!

  3. AM
    10.05.2007 | 16:06

    Nicht köstlich, sondern dröge, abgeschmackt und ideenlos. Wenn man keine Gegner mehr findet, die so etwas fordern, dann muss man sie sich eben erdichten, damit man sich als schlichter Liberaler mal wieder so richtig stark und heldenhaft fühlen kann.

  4. Schlens
    10.05.2007 | 16:12

    Offenbar gibt’s da noch ein paar andere, die nicht in der Lage sind, sich an die Aenderungen des Marktes anzupassen…

  5. 10.05.2007 | 16:13

    Dieses Gleichnis habe ja selbst ich verstanden. :-D

  6. 10.05.2007 | 16:14

    @AM

    was zum Teufel meinst du denn mit “Wenn man keine Gegner mehr findet”??? …das ist doch wohl nicht dein Ernst?!

    boches kleine Satire bleibt doch sogar noch hinter dem realen Protektionismus zurück(!)

  7. 10.05.2007 | 16:16

    @AM

    Du bist ja nur neidisch auf meine schlicht und einfach starke Heldenhaftigkeit.

    Und wenn ich Zeit habe, grüble ich mal über das Phänomen nach, wie einfach es ist, mit drögem Zeug die Gift- und Galle-Produktion manch eines Lesers anzuregen.

  8. 10.05.2007 | 16:20

    @Schlens

    “Musikindustrie und Udo Jürgens setzen Kanzlerin unter Druck” – bei dem Titel dachte ich erst, ich wäre auf einer Titanic-Seite gelandet. ;-)

    @Markus Oliver

    Uff! ;-)

  9. AM
    10.05.2007 | 16:40

    Könnte man die Produktion schlechter Satire nicht auch nach Indien oder China outsourcen? Es handelt sich schließlich um ein virtuelles Gut mit minimalen Transportkosten, mit dem auch ein gewiefter Inder oder ein propagandistisch geschulter chinesischer Ex-Parteisekretär keinerlei Probleme haben dürfte. Zum Lachen wäre der Inhalt dann wohl noch immer nicht, aber vielleicht immerhin die Rechtscheibung und die Grammatik. Es ist also gar nicht einzusehen, warum sich die viel zu teuren, ideen- und humorlosen Satireproduzenten Deutschlands (SPD) weiterhin damit beschäftigen dürfen.

  10. 10.05.2007 | 16:48

    Angesichts der Schärfe deiner Kritik hätte ich jetzt aber ein lustigeres und anspruchsvolleres Konter erwartet. Oder hast du gar schon einen Inder schreiben lassen?

  11. 10.05.2007 | 16:49

    “Könnte man die Produktion schlechter Satire nicht auch nach Indien oder China outsourcen?”

    Mach doch einfach mal.

    Wer wagt, gewinnt
    Und wird so reich
    Wie wir’s schon sind.

    Schlechte Dreizeiler zum Nulltarif – einmalig und nur bei B.L.O.G.

  12. 10.05.2007 | 16:59

    Die Erwähnung der “SPD” ist eben ein Trigger für Freunde der Unpolitik.

  13. 10.05.2007 | 17:38

    @AM:
    Es gibt Unmengen an Gegnern die so etwas fordern. Da hätte Boche sich tatsächlich nicht einer Parabel bedienen müssen. Ist doch nett von ihm, dass niemand namentlich genannt wird und sich doch alle Übeltäter angesprochen fühlen. Kann ja niemand etwas dafür, dass dir deshalb das Lachen im Halse stecken bleibt. Und das mit dem Outsourcen ist auch so eine zweischneidige Sache. Eine gute Satire bekommt nicht jeder hin, aber das Internet bringt dem Besitzer des Talents eine Menge Aufmerksamkeit. Mit den Schustern oder Milchbauern ist das was anderes. Wenn die Transportkosten erstmal günstig und der Markt offen ist, dann kommt die Konkurrenz und wir können uns über den billigen Joghurt freuen. Um Boche brauchen wir uns angesichts bestehender Sprachschwierigkeiten und Bildungsdefizite in Fernost also keine Sorgen zu machen. Um die … Bauern mit ihren großen Kartoffeln schon…

  14. der gute don
    10.05.2007 | 18:23

    “schuhartigen Produkte,”

    hehe …

  15. 10.05.2007 | 21:10

    Kritik nicht inhaltlicher sondern einfach stupider beleidigender Art ist immer so anregend. Da geht mir immer einer ab …

    Aber ich ordne dich jetzt mal einfach in die Region Linke ein AM. Irgendwie stellst du so ein typische Bild dar; nichts inhaltlich sinnvolles, schon gar kein Gegenvorschlag, beleidigend, anonym bleiben (es könnte ja jemand die wahre Person dahinter darauf festnageln), wahrscheinlich heimliche Freude über die angekündigte Gewalt beim G8-Gipfel.

    Einfach langweilig eben.

  16. 10.05.2007 | 21:18

    @hauptstadtstudent

    Dass AMs Art, Kritik zu üben, typisch für die Leute ist, die sich als links empfinden, würde ich nicht behaupten. Dazu kenne ich dann doch zu viele, die mehr drauf haben.

  17. 10.05.2007 | 22:03

    @Boche

    Ich ging jetzt nicht von der Blogosphäre aus sondern von Erfahrungen außerderhlab des Internets. Diverse Veranstaltungen von Die Linke oder noch weiter links stehenden Organisationen lassen mir den “typischen” Linken leider so erscheinen.

    Ausnahmen bilden natürlich die Regel. Aber um die Regel zu bestätigen lade ich dich gerne zu einigen Anti-G8-Kundgebungen/Konferenzen in Berlin ein oder zu einigen Diskussionen mit den Die Linke. Zumindest in Berlin ;)

  18. 10.05.2007 | 22:11

    Und einen Deutschkurs belege ich auch noch, sry.

  19. 10.05.2007 | 23:39

    @hauptstadtstudent

    Ich glaub dir gern, dass deine Erfahrungen (zumal mit der SED) authentisch sind. Und die Einladung muss ich leider ausschlagen. Dafür komme ich dann wohl doch nicht nach Berlin. ;-)

  20. Kirchturmkandidat
    11.05.2007 | 9:30

    @ Boche

    Dafür braucht’s auch starke Nerven. Nachdem ich 2 Veranstaltungen der linken Hochschulgruppe an der Humboldt besucht hatte, habe ich 2 Wochen lang überall nur noch Sozialisten gesehen und schonmal eine kleine Reisetasche gepackt. Ich habe beschlossen derartige Stippvisiten auf maximal 1/Jahr zu beschränken. Alles andere halten meine Nerven nicht aus.

    Wobei die Entwicklung durchaus interessant ist.

    Als besagte Gruppe noch HU Linke hieß und sich nicht offen zur PDS offen bekannt hat und sich anscheinend gerade konstituierte, waren die Argumente noch nicht so schablonenhaft und die Diskussionbereitschaft größer.

    Als ich vor ca. 3 Wochen mal wieder hineinschaute und einen Vortrag einer PDS Abgeordneten (MdB) erleben durfte (die Gruppe heißt jetzt Die Linke.HU), hatte ich das Gefühl, das in der Zwischenzeit Schulungen stattgefunden hatten. Die Aussagen waren schon sehr homogen und naja…schwer zu ertragen.

    Kann aber auch sein das dies mit dem nahenden G8 Gipfel und der Notwendigkeit griffiger Mobilisierungsparolen zusammenhängt.

  21. 11.05.2007 | 9:46

    Oder die Armen werden so, weil die Gesellschaft sie “kriminalisiert”.

  22. A. Vierzig
    12.05.2007 | 13:55

    Diese staatlichen Maßnahmen waren im Gegenteil ein großer Erfolg. Durch die nun geordnete Produktion und die Einstellung vieler Langzeitarbeitsloser, die eine neue Perspektive dadurch bekamen, blieb die Produktion stabil und konnte langsam erhöht werden. Der Staat kaufte nach und nach alle Aktien der Schuhkonzerne auf.

    Die ausländischen Schuhe wurden hingegen mit hohen Steuern belegt. Aus den Einnahmen der Steuern konnten wir heimischen Konzernen den Auftrag geben, in Indien und China Schuhfabriken zu bauen und diese dem jeweiligen Volk zu geben. Es konnte erreicht werden, dass sämtliche indische, chinesische und andere armen Schuhfabrikanten eine sichere Arbeit, sicheres Einkommen und folglich höhere Lebensqualität erhielten. Die Bundesregierung hat daher beschlossen, auch weitere Wirtschaftszweige unter staatliche Kontrolle zu stellen und so allen Menschen ein freies, gerechtes und solidarisches Leben zu ermöglichen.

  23. 12.05.2007 | 14:23

    Meinst Du das ernst, oder ist das ein mißlungener Witz?

  24. 12.05.2007 | 15:15

    Der meint das ernst. Fehlt nur noch ein “Amen” und ein “Hallelujah”.

  25. der gute don
    12.05.2007 | 15:27

    @A. (wie alt bist Du jeztt eigentlich?)

    das ihr linken und rechten Radikalen immer die armen ausländischen Schuhverkäufer verrecken lassen wollt, wird mir auch weiterhin unbegreiflich bleiben. Bei den rechten Radikalen brauch man nicht fragen, die linken Radikalen kann man aber ja mal nach dem Paradoxon Ihrer Ideologie fragen ?!

  26. 12.05.2007 | 16:20

    @don:

    Das hast Du ja völlig falsch verstanden: Wir nehmen doch erst unermeßlich viel Geld ein durch die hohen Steuern auf die ausländischen Schuhe. Von dem Geld bauen wir den Ausländern dann Schuhmanufakturen, damit sie Schuhe herstellen können. Danach sind alle zufrieden und glücklich.

  27. Albrecht Dreißig
    12.05.2007 | 17:27

    @David & Rayson

    Ja, ich meine das ernst. Ich bin ein dummer, kleiner Sozi, der nicht viel Ahnung von Wirtschaft hat, aber es erscheint mir völlig unlogisch, dass eine planvolle Produktion nicht funktionieren sollte. Vielleicht soll es auch gar nicht funktionieren, der Gewinn einzelner wäre ja dann weg.

    @der gute don

    “A. (wie alt bist Du jeztt eigentlich?)”

    Man “Dreißig” ist mein Name.

    “das ihr linken und rechten Radikalen immer die armen ausländischen Schuhverkäufer verrecken lassen wollt, wird mir auch weiterhin unbegreiflich bleiben. Bei den rechten Radikalen brauch man nicht fragen, die linken Radikalen kann man aber ja mal nach dem Paradoxon Ihrer Ideologie fragen ?!”

    Ich bin nicht gegen den globalisierten Handel, nur gegen den ökonomischen. Ich will solidariscgen Welthandel. Die hohen Steuern kriegen ja im Prinzip diejenigen, die ausgebeutet wurden.
    Außerdem, so linksradikal bin ich nuh auch wieder nicht.

  28. 12.05.2007 | 17:57

    Bevor Du die Einnahmen aus einer Steuer verplanst, solltest Du Dir vielleicht klar machen, mit welchem Ziel sie eingeführt werden soll, und welchen Effekt sie haben wird.

  29. googlehupf
    12.05.2007 | 17:58

    “aber es erscheint mir völlig unlogisch, dass eine planvolle Produktion nicht funktionieren sollte. Vielleicht soll es auch gar nicht funktionieren, der Gewinn einzelner wäre ja dann weg.”

    Eine mögliche Erklärung findet sich auch ganz ohne Verschwörungstheorien in der Fragestellung wie ohne Preise eine Volkswirtschaft den Wert von Gütern festlegen soll – und worin das Problem besteht wenn man versucht “objektive” Preise im Gegensatz zu subjektiven Preisen zu definieren.

    Ich glaube die VWL-Gelehrten hier wären sicherlich in der Lage das noch etwas weiter auszuführen.

  30. 12.05.2007 | 18:09

    Oder, folgende Frage: Welcher Mechanismus soll dazu bewirken, daß Strafzölle auf importierte Schuhe zu erhöhtem Schuhkonsum führen?

  31. 12.05.2007 | 18:09

    “dazu” streichen

  32. der gute don
    12.05.2007 | 18:46

    1) der nicht viel Ahnung von Wirtschaft hat, aber
    2) es erscheint mir völlig unlogisch, dass eine planvolle Produktion nicht funktionieren sollte.

    ich versichere Dir zwischen Axion 1) und Axiom 2) besteht eine ganz klare Korrelation *haha*

    Vielleicht soll es auch gar nicht funktionieren, der Gewinn einzelner wäre ja dann weg.

    der Gewinn des bösen Kapitalismus nehme ich an …

    “A. (wie alt bist Du jeztt eigentlich?)”
    Man “Dreißig” ist mein Name.
    > A. Vierzig 12.05.2007 | 13:55
    achso. kam nicht so klar raus

    Ich bin nicht gegen den globalisierten Handel, nur gegen den ökonomischen. Ich will solidariscgen Welthandel. Die hohen Steuern kriegen ja im Prinzip diejenigen, die ausgebeutet wurden.

    Mit Verlaub: Diese Worthülsen sind der reinste und pure Schwachsinn. Leere, dumme und unlogische leere Worte ohne Sinn und Verstand.

    1) Du willst den ausländischen Schuhverkäufern die Strafzölle zukommen lassen oder wie? Sie sollen sich mit ihren eigenen Strafzöllen bezahlen? Ich lach gleich los.

    2) Du faselst davon solidarischen Welthandel zu führen, gibst armen Ländern aber nicht die Chance Ihre Waren auf unseren Märkten zu verkaufen? Du willst Ihre Produkte so verteuern, daß sie keiner kaufen wird? Oder willst Du Tauschwirtschaft? Was willst Du dann tauschen? Schuhe ja wohl nicht, die soll ja der aufrechte soldiarische deutsche Arbeiter schon produzieren.

    Von Pinguin-Sensei kannst Du noch was lernen: MyVideo Link

    Außerdem, so linksradikal bin ich nuh auch wieder nicht.

    ne is klar, Du lupenreiner Demokrat.

  33. 12.05.2007 | 19:08

    Warum viel Worte verlieren, wenn ein Großer dazu schon alles gesagt hat?
    http://www.mises.de/texte/mises/artikel/wirtschaftsrechnung1920.html

    Der PDF-Download funktioniert bei mir nicht, dafür aber die Links am Rand zu den einzelnen Kapiteln in HTML.

  34. 12.05.2007 | 19:13

    Ansonsten lässt es sich auf der von Albrecht gewählten Ebene ebenso gut diskutieren wie mit anderen Gläubigen über ihre Religion.

    Wenn das “Argument” lautet, eine nicht näher konkretisierte Maßnahme X, die aber auf jeden Fall irgendwie ganz anders aussehen soll als alle bisherigen Versuche in dieser Richtung, führe automatisch, also qua Willen oder göttlicher Gnade, zu den Letztzielen des menschlichen Daseins, und wenn ich diese Gewissheit allein durch den Glauben, also ohne nähere Beschäftigung mit der Materie selbst, erlangen kann, dann kann man nur für die Religionsfreiheit plädieren, muss aber selbstverständlich verhindern, dass religiöse Erleuchtungen zum Gegenstand von Politik werden.

  35. 12.05.2007 | 19:13

    “Warum viel Worte verlieren, wenn ein Großer dazu schon alles gesagt hat?”

    Antiautoritäres Denken. ;-)

    “Der PDF-Download funktioniert bei mir nicht”

    Kommisch, bei mir ohne Probleme.

  36. 12.05.2007 | 19:19

    “Antiautoritäres Denken. ”

    Verliert bei mir immer gegen die Faulheit ;-)

  37. 12.05.2007 | 19:20

    @Rayson:

    Das Problem bei Vierzigs Kommentar scheint mir aber zu sein, daß er selbst vor der Annahme, Sozialismus könne toll funktionieren, keinerlei Sinn mehr ergibt:

    Wir erheben Strafzölle auf Schuhe aus dem Ausland, verhindern damit daß diese Schuhe gekauft werden, nehmen gleichzeitig massig Geld durch die Strafzölle auf diese Schuhe, die keiner kauft, ein, und dann ermöglichen wir mittels des Geldes, das wir aus diesen Strafzöllen eingenommen haben, dem Ausland, dem wir es mit den Strafzöllen zuvor unmöglich gemacht haben, seine produzierten Schuhe zu verkaufen, die Produktion von Schuhen.

    Das ist doch nicht sozialistisch. Das ist nur noch abgefahren (und hat deswegen schon wieder meine Sympathie).

  38. 12.05.2007 | 20:00

    @David

    In Vierzigs Welt kann es auch zu einer Vermehrung des Schuhbedarfs kommen, weil das eben gut und richtig ist. Ich meine, wenn wir schon von einer Welt ausgehen, in der Wunder wahr werden, dann doch gleich konsequent.

  39. 12.05.2007 | 20:51

    Aber selbstverständlich können wir in Albrechts Modell den Bedarf an Schuhen erhöhen: indem nämlich einfach immer schlechtere Schuhe importiert werden ;-)

  40. Albrecht Dreißig
    12.05.2007 | 21:04

    Gut stimmt, war unüberlegt mit den hohen Steuern (oder Zöllen). Ich kann mir vorstellen, was jetzt gleich wieder kommt. Wenn ihr erlaubt, ich werde es einfach überlesen. Es reicht, wenn die Schuhe aus dem Ausland genauso teuer sind, wie die einheimischen.

    @googlehupf

    Ich habe nicht davon gesprochen Preise zu diktieren, es reicht, wenn man sicherstellt, dass der Bedarf gedeckt wird.

    @der gute don

    “Mit Verlaub: Diese Worthülsen sind der reinste und pure Schwachsinn. Leere, dumme und unlogische leere Worte ohne Sinn und Verstand.” (Sei froh, dass ich kein Deutschlehrer bin)

    Eine alte Regel aus meinen Kindertagen lautete: “Wenn du es nicht hinkriegen willst, kriegst du es auch nie hin.” Wenn man das Wort “hinkriegen” in dem Fall durch “verstehen” ersetzen würde, könnte man diese Regel auf dich anwenden. Du must schon ein bisschen Kreativität zeigen.

    Aber ich werde es dir noch einmal erklären:
    1.) Nicht die Schuhverkäufer werden abbezahlt, sondern die Wirtschaft in armen Ländern wird aktiv aufgebaut.

    2.) Natürlich gebe ich ihnen die Chance, aber nicht diejenige unsrer Sklaven, sorry “Dienstleister” zu sein, sondern die auf eigenen Beinen zu stehen. Um den Wohlsatnd aller Völker letztlich zu mehren wird der solidarische Welthandel eigeführt, der so eine Art globaler Tauschhandel ist. In Land A wird das produziert, in Land B jenes etc. Haben wir das jetzt verstanden, na komm, das war nun wirklich nicht schwer.

    “ne is klar, Du lupenreiner Demokrat.”

    Falsch, mir ist alles klar. Wenn ich behaupte, dass der Kapitalist dazu gezwungen ist, manche Menschen als Minderwertig, manche als dumme Konsumenten zu betrachten (was wahr ist), dann heißt es gleich, dass ich nicht es ja nicht wissen kann, was in deren Köpfen vor sich geht. Du scheinst allerdings zu wissen, was in meinem Kopf so alles ist. Und da ist es schwachsinn, was ich erzähle.
    Aber eigentlich hast du ja sogar recht, ich bin demokratischer als du. Deine Ideologie würdest du bestimmt auch ohne demokratischen Beschluss umsetzen. Im Dienste der Freiheit natürlich.

    @Rayson

    Nun, wenn ich richtig gezählt habe, dann habe ich nur einen Versuch zur Umsetzung des Sozialismus gezählt. Halt szimmt nicht, aber nur einen, aus dem was hätte werden können, nämlich der 1917 in Russland. Allerdings ist der nun auf Grund der bolschiwistischer Politik, dem Welt- und dem Bürgerkrieg und der falschen Interpretation von Marx vollkommen in die Hosen gegangen. Alle weiteren “Sozialismen” sind Produkt sowjetischer Expansionspolitik.
    Also einen vom Ansatz her ideotischen Versuch als Beweis des Scheiterns einer guten Idee zu nehmen, ist billig.

    “Warum viel Worte verlieren, wenn ein Großer dazu schon alles gesagt hat?
    http://www.mises.de/texte/mises/artikel/wirtschaftsrechnung1920.html

    Ich dachte, das könnte man vielleicht auch irgendwie einfach erklären.

  41. der gute don
    12.05.2007 | 21:08

    indem nämlich einfach immer schlechtere Schuhe importiert werden

    achso. Dann könnte A. ja nur “Straf”zölle (Strafe ist hierbei die Nichtsolidarität mit den aufrechten deutschen solidarischen Schuharbeitern) auf qualitativ hochwertige Schuhe festsetzen. Qualitativ hochwertig ist hierbei alles von besserer Qualität als das aus der solidarischen deutschen Schuhfabrik laufende Material. Also, ziemlich schnell fast alle Schuhe ;-)

  42. der gute don
    12.05.2007 | 21:22

    Eine alte Regel aus meinen Kindertagen lautete: “Wenn du es nicht hinkriegen willst, kriegst du es auch nie hin.”

    eine meiner Devisen lautet “Geht nicht gibts nicht.” Die setze ich übrigens auch im Arbeitsleben aktiv um.

    1.) Nicht die Schuhverkäufer werden abbezahlt, sondern die Wirtschaft in armen Ländern wird aktiv aufgebaut.

    Tja, und zum 100, Mal in diesem Thread. Damit läufst Du in ein sozialistisches Verteilungsproblem. Wer bekommt wofür wieviel? Lies dazu mal in Raysons Link zu Mises PAper nach. Wenn Du die vielen komplizierten Wörter da verstehst.

    2.) Natürlich gebe ich ihnen die Chance, aber nicht diejenige unsrer Sklaven, sorry “Dienstleister” zu sein, sondern die auf eigenen Beinen zu stehen.

    ne. Mit Strafzöllen verhinderst Du das sie etwas verdienen um sich was zu essen zu kaufen. Aber Du kannst die Wachteln, die Dir gebraten in Deinem Sozialismus in den Mund fliegen vorerst mal in die Dritte Welt schaffen.

    Um den Wohlsatnd aller Völker letztlich zu mehren wird der solidarische Welthandel eigeführt, der so eine Art globaler Tauschhandel ist. In Land A wird das produziert, in Land B jenes etc. Haben wir das jetzt verstanden, na komm, das war nun wirklich nicht schwer.

    *haha* und Profis wie Du lösen das Verteilungsproblem.
    “ne is klar, Du lupenreiner Demokrat.”

    Wenn ich behaupte, dass der Kapitalist dazu gezwungen ist, manche Menschen als Minderwertig, manche als dumme Konsumenten zu betrachten (was wahr ist),

    wow, erste von Dir festgestellte Kongruenz zwischen Dir und dem Kapitalismus!

    dann heißt es gleich, dass ich nicht es ja nicht wissen kann, was in deren Köpfen vor sich geht. Du scheinst allerdings zu wissen, was in meinem Kopf so alles ist. Und da ist es schwachsinn, was ich erzähle.

    Ich kann Dich nur anhand dessen bewerten, was Du von Dir lässt und nicht vermuten ob Du Deiner Mami jeden Tag beim Backen hilfst.

    Aber eigentlich hast du ja sogar recht, ich bin demokratischer als du. Deine Ideologie würdest du bestimmt auch ohne demokratischen Beschluss umsetzen. Im Dienste der Freiheit natürlich.

    Da verdrehst Du wohl etwas, wer hier Sachen losgelassen hat, die außerhalb unserer Verfassung liegen. Ich war das nicht.

  43. 12.05.2007 | 21:54

    “Du must schon ein bisschen Kreativität zeigen.”

    Lieber Albrecht,

    Kreativität soll nicht das Problem sein. Wenn Du es wünschst, dann kann ich Dir innerhalb der nächsten Woche eine Geschichte über Erdbären, die in einem weitverzweigten Tunnelsystem leben, das insgesamt mehrere Millionen von Kilometern umfaßt, und die aus diesem Untergrund heraus Sabotageakte gegen sämtliche -Ismen, also Sozialismus, Kapitalismus, Islamimus, Kreationismus, Scientismus, Rassismus, Fanatismus, Realismus, Dualismus, Pluralismus, Libertarismus, Liberalismus, Diskordianismus, Konkordianismus, Logizismus, Strukturalismus, Formalismus, Unitarismus, Lackmus etc. verüben, um endlich der freien Marktwirtschaft zum Siege zu verhelfen, schreiben.
    Tu ich aber nicht.
    Ich habe auch den “Herrn der Ringe” mit großem Vergnügen gelesen, aber auf die Frage “What sort of world is it where you can’t leave your front door open?” Werde ich Dir wohl immer mit den Worten des großen Bernard Black antworten müssen: “It’s this sort of World, Gandalf.”

  44. googlehupf
    13.05.2007 | 2:49

    @Dreißig:
    “[...] wenn man sicherstellt, dass der Bedarf gedeckt wird”
    Und wie genau ermittelst und prioritisiert du diesen Bedarf? In einer Marktwirtschaft macht das der Markt/Preise. Wie soll es in “deiner” Gesellschaft aussehen?

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