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	<title>Kommentare zu: Massaker an Wehrlosen</title>
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	<description>Bürger zur Sonne, zur Freiheit!</description>
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		<item>
		<title>Von: T.Stahl</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17332</link>
		<dc:creator>T.Stahl</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2007 17:42:26 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn das F&#252;hren von Schu&#223;waffen so viele Unf&#228;lle provoziert, warum erlauben wir dann &#252;berhaupt noch irgendwem, einschlie&#223;lich der Polizei, das F&#252;hren?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn das F&#252;hren von Schu&#223;waffen so viele Unf&#228;lle provoziert, warum erlauben wir dann &#252;berhaupt noch irgendwem, einschlie&#223;lich der Polizei, das F&#252;hren?</p>
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	</item>
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		<title>Von: T.Stahl</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17330</link>
		<dc:creator>T.Stahl</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2007 17:19:29 +0000</pubDate>
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		<description>@Boche
Wieviele Menschen werden denn in den USA j&#228;hrlich mit Schu&#223;waffen get&#246;tet? Grob 40.000? Wieviele davon t&#246;ten sich selbst? Wieviele davon sind Gangmitglieder, die sich gegenseitig aus dem Genpool bef&#246;rdern?
Dann reduziert sich die Zahl schonmal um zwei gro&#223;e Gruppen, die mir ziemlich egal sind. Jemand, der sich selbst t&#246;ten m&#246;chte, nimmt das beste, was er/sie zur Verf&#252;gung hat. Auf dem Land, wo ich herkomme, gibt es verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig mehr J&#228;ger als hier in der Stadt. Die erschie&#223;en sich dann. Andere auf dem Land nehmen sich einen Strick und gehen in den Wald. Hier in der Stadt gibt es gen&#252;gend ausreichend hohe H&#228;user, daher st&#252;rzen sich hier mehr zu Tode.

F&#252;r die USA kann man genausogut die Aussage machen, da&#223; durch die gr&#246;&#223;ere Verf&#252;gbarkeit von Waffen auch eine gr&#246;&#223;ere Zahl von Verbrechen mit Hilfe legal besessener Waffen verhindert wird.

Was die hohen Mordraten mit Schu&#223;waffen in den USA angeht, so m&#246;chte ich darauf hinweisen, da&#223; auch die Mordraten mit anderen Tatwerkzeugen in den USA h&#246;her sind als &quot;in L&#228;ndern mit restriktiveren Waffengesetzen&quot;, sprich Mitteleuropa. Da&#223; in den USA so viele Menschen gewaltsam zu Tode kommen, liegt also eindeutig nicht an den Schu&#223;waffen.
Es gibt L&#228;nder, deren Waffengesetze in manchen Aspekten durchaus liberaler sind, als die in den USA. Hierzulande kann ich mir problemlos einen Anschlagschaft an meine Glock machen, w&#228;hrend ich sie in den USA dann als &quot;short barrelled rifle&quot; registrieren lassen und daf&#252;r $200 l&#246;hnen m&#252;&#223;te. In Finnland kann man neue Vollautomaten erwerben, &#228;hnlich wie in der Schweiz, w&#228;hrend es in den USA seit &#039;86 (?) keine neuen Vollautomaten in Privathand mehr gibt. (Aber die Gesamtzahl der Morde mit legal besessenen Vollautomaten l&#228;&#223;t sich in den USA seit neunzehnhundertpaarunddrei&#223;ig, als der NFA beschlossen wurde, sowieso selbst von einem S&#228;gewerksarbeiter an einer Hand abz&#228;hlen) Und in Norwegen sind Schalld&#228;mpfer frei erh&#228;ltlich.

@Llarian
&gt; denn es ist keine
&gt; Kultur der
&gt; R&#252;cksichtnahme
&gt; sondern der Angst,
&gt; die dann entsteht.

Schon Heinlein sagte, &lt;i&gt;&quot;Eine bewaffnete Gesellschaft ist eine h&#246;fliche Gesellschaft.&quot;&lt;/i&gt;

@der_gute_don 
&gt;ich wu&#223;te nicht, da&#223; Streichh&#246;lzer mit Brandstiftung derart stark &gt;korellieren, wie Schu&#223;waffen mit Schu&#223;verletzungen?

Vielleicht korellieren Streichh&#246;lzer mit Brandstiftung nicht so wie Schu&#223;waffen mit Schu&#223;verletzungen, aber so wie Schu&#223;waffen wie mit Gewalttaten. Streichh&#246;lzer wie Schu&#223;waffen sind jeweils ein Beispiel f&#252;r viele Tathilfsmittel.
Wer den Grips und die F&#228;higkeit hat, sich zwei Kurzwaffen zu beschaffen (Ich nehme mal an illegal, da die Seriennummern entfernt wurden und er vorher wegen Geisteskrankheit beh&#246;rdlich bekannt war [SWR3 von heute]), um danach geplant erst zwei und dann weitere 30 Menschen zu ermorden und weitere zu verletzen, der h&#228;tte auch den Grips und die F&#228;higkeit die ersten zwei zu erstechen (K&#252;chenmesser sind auf dem Campus doch wohl legal?) und die anderen mit Brandflaschen zu ermorden und zu verletzen.
Tatmittel zu verbieten verhindert nicht die Tat an sich. In Japan gibt es eine gro&#223;e Zahl erweiterter Selbstmorde ohne, da&#223; es viele Schu&#223;waffen g&#228;be.
Ehrlich gesagt w&#228;re mir ein mit einer Schu&#223;waffe bewaffneter, potentieller Massenm&#246;rder lieber, als einer mit Brandflaschen.
Ersterer richtet tot keinen weiteren Schaden an, letzterer schon.

@Bj&#246;rn
&gt;Vielleicht bin ich da zu sehr Hippie, aber ich vertrete die &gt;Position, dass Waffen kein anerkannter Teil der Zivilgesellschaft &gt;sein sollten (Zuhause? Okay. Im Sch&#252;tzenverein? Okay. Beim Jagen? &gt;Fein. Auf dem morgendlichen Weg zum B&#228;cker? Nicht mehr.), einfach &gt;weil sie Unf&#228;lle provozieren.

Ich finde, Schu&#223;waffen machen Zivilisation aus:
http://munchkinwrangler.blogspot.com/2007/03/why-gun-is-civilization.html

Ob b&#252;rgerliche Rechte und Freiheiten sch&#252;tzenswert sind, scheint davon abzuh&#228;ngen, ob einem selbst dieses Recht und diese Freiheit pa&#223;t.

T.Stahl, von dem aus gesehen die FDP links-authorit&#228;r ist</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Boche<br />
Wieviele Menschen werden denn in den USA j&#228;hrlich mit Schu&#223;waffen get&#246;tet? Grob 40.000? Wieviele davon t&#246;ten sich selbst? Wieviele davon sind Gangmitglieder, die sich gegenseitig aus dem Genpool bef&#246;rdern?<br />
Dann reduziert sich die Zahl schonmal um zwei gro&#223;e Gruppen, die mir ziemlich egal sind. Jemand, der sich selbst t&#246;ten m&#246;chte, nimmt das beste, was er/sie zur Verf&#252;gung hat. Auf dem Land, wo ich herkomme, gibt es verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig mehr J&#228;ger als hier in der Stadt. Die erschie&#223;en sich dann. Andere auf dem Land nehmen sich einen Strick und gehen in den Wald. Hier in der Stadt gibt es gen&#252;gend ausreichend hohe H&#228;user, daher st&#252;rzen sich hier mehr zu Tode.</p>
<p>F&#252;r die USA kann man genausogut die Aussage machen, da&#223; durch die gr&#246;&#223;ere Verf&#252;gbarkeit von Waffen auch eine gr&#246;&#223;ere Zahl von Verbrechen mit Hilfe legal besessener Waffen verhindert wird.</p>
<p>Was die hohen Mordraten mit Schu&#223;waffen in den USA angeht, so m&#246;chte ich darauf hinweisen, da&#223; auch die Mordraten mit anderen Tatwerkzeugen in den USA h&#246;her sind als &#8220;in L&#228;ndern mit restriktiveren Waffengesetzen&#8221;, sprich Mitteleuropa. Da&#223; in den USA so viele Menschen gewaltsam zu Tode kommen, liegt also eindeutig nicht an den Schu&#223;waffen.<br />
Es gibt L&#228;nder, deren Waffengesetze in manchen Aspekten durchaus liberaler sind, als die in den USA. Hierzulande kann ich mir problemlos einen Anschlagschaft an meine Glock machen, w&#228;hrend ich sie in den USA dann als &#8220;short barrelled rifle&#8221; registrieren lassen und daf&#252;r $200 l&#246;hnen m&#252;&#223;te. In Finnland kann man neue Vollautomaten erwerben, &#228;hnlich wie in der Schweiz, w&#228;hrend es in den USA seit &#8216;86 (?) keine neuen Vollautomaten in Privathand mehr gibt. (Aber die Gesamtzahl der Morde mit legal besessenen Vollautomaten l&#228;&#223;t sich in den USA seit neunzehnhundertpaarunddrei&#223;ig, als der NFA beschlossen wurde, sowieso selbst von einem S&#228;gewerksarbeiter an einer Hand abz&#228;hlen) Und in Norwegen sind Schalld&#228;mpfer frei erh&#228;ltlich.</p>
<p>@Llarian<br />
&gt; denn es ist keine<br />
&gt; Kultur der<br />
&gt; R&#252;cksichtnahme<br />
&gt; sondern der Angst,<br />
&gt; die dann entsteht.</p>
<p>Schon Heinlein sagte, <i>&#8220;Eine bewaffnete Gesellschaft ist eine h&#246;fliche Gesellschaft.&#8221;</i></p>
<p>@der_gute_don<br />
&gt;ich wu&#223;te nicht, da&#223; Streichh&#246;lzer mit Brandstiftung derart stark &gt;korellieren, wie Schu&#223;waffen mit Schu&#223;verletzungen?</p>
<p>Vielleicht korellieren Streichh&#246;lzer mit Brandstiftung nicht so wie Schu&#223;waffen mit Schu&#223;verletzungen, aber so wie Schu&#223;waffen wie mit Gewalttaten. Streichh&#246;lzer wie Schu&#223;waffen sind jeweils ein Beispiel f&#252;r viele Tathilfsmittel.<br />
Wer den Grips und die F&#228;higkeit hat, sich zwei Kurzwaffen zu beschaffen (Ich nehme mal an illegal, da die Seriennummern entfernt wurden und er vorher wegen Geisteskrankheit beh&#246;rdlich bekannt war [SWR3 von heute]), um danach geplant erst zwei und dann weitere 30 Menschen zu ermorden und weitere zu verletzen, der h&#228;tte auch den Grips und die F&#228;higkeit die ersten zwei zu erstechen (K&#252;chenmesser sind auf dem Campus doch wohl legal?) und die anderen mit Brandflaschen zu ermorden und zu verletzen.<br />
Tatmittel zu verbieten verhindert nicht die Tat an sich. In Japan gibt es eine gro&#223;e Zahl erweiterter Selbstmorde ohne, da&#223; es viele Schu&#223;waffen g&#228;be.<br />
Ehrlich gesagt w&#228;re mir ein mit einer Schu&#223;waffe bewaffneter, potentieller Massenm&#246;rder lieber, als einer mit Brandflaschen.<br />
Ersterer richtet tot keinen weiteren Schaden an, letzterer schon.</p>
<p>@Bj&#246;rn<br />
&gt;Vielleicht bin ich da zu sehr Hippie, aber ich vertrete die &gt;Position, dass Waffen kein anerkannter Teil der Zivilgesellschaft &gt;sein sollten (Zuhause? Okay. Im Sch&#252;tzenverein? Okay. Beim Jagen? &gt;Fein. Auf dem morgendlichen Weg zum B&#228;cker? Nicht mehr.), einfach &gt;weil sie Unf&#228;lle provozieren.</p>
<p>Ich finde, Schu&#223;waffen machen Zivilisation aus:<br />
<a href="http://munchkinwrangler.blogspot.com/2007/03/why-gun-is-civilization.html" rel="nofollow">http://munchkinwrangler.blogspot.com/2007/03/why-gun-is-civilization.html</a></p>
<p>Ob b&#252;rgerliche Rechte und Freiheiten sch&#252;tzenswert sind, scheint davon abzuh&#228;ngen, ob einem selbst dieses Recht und diese Freiheit pa&#223;t.</p>
<p>T.Stahl, von dem aus gesehen die FDP links-authorit&#228;r ist</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: der_gute_don</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17327</link>
		<dc:creator>der_gute_don</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2007 15:48:51 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;em&gt;Sie sagen, die Waffenbeschaffung in den USA sei leichter als in der BRD. Bitte nehmen Sie mir nicht &#252;bel, da&#223; ich das so sage, aber ich freue mich &#252;ber Ihre diesbez&#252;gliche Naivit&#228;t: offensichtlich haben Sie noch keinen Versuch unternommen, sich hierzulande eine illegale Waffe zu beschaffen. Nun kann und will ich Ihnen das nat&#252;rlich nicht beweisen, deswegen mu&#223; ich Sie bitten, mir in diesem Punkt einfach zu glauben: es ist in der BRD nur unma&#223;geblich schwieriger, an eine illegale Schu&#223;waffe zu gelangen, als in den USA an eine legale.&lt;/em&gt;

Sie Schelm! Mir Naivit&#228;t zu unterstellen! Gerne w&#252;rde ich Ihnen das linke Ohrl&#228;ppchen wegschiessen, leider habe ich keine Ahnung wie ich mir eine Waffe besorgen soll ... ;-)

&lt;em&gt;
G&#228;be es in Deutschland weniger Brandstiftungen, wenn Streichh&#246;lzer nicht mehr frei erh&#228;ltlich w&#228;ren?&lt;/em&gt;

ich wu&#223;te nicht, da&#223; Streichh&#246;lzer mit Brandstiftung derart stark korellieren, wie Schu&#223;waffen mit Schu&#223;verletzungen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sie sagen, die Waffenbeschaffung in den USA sei leichter als in der BRD. Bitte nehmen Sie mir nicht &#252;bel, da&#223; ich das so sage, aber ich freue mich &#252;ber Ihre diesbez&#252;gliche Naivit&#228;t: offensichtlich haben Sie noch keinen Versuch unternommen, sich hierzulande eine illegale Waffe zu beschaffen. Nun kann und will ich Ihnen das nat&#252;rlich nicht beweisen, deswegen mu&#223; ich Sie bitten, mir in diesem Punkt einfach zu glauben: es ist in der BRD nur unma&#223;geblich schwieriger, an eine illegale Schu&#223;waffe zu gelangen, als in den USA an eine legale.</em></p>
<p>Sie Schelm! Mir Naivit&#228;t zu unterstellen! Gerne w&#252;rde ich Ihnen das linke Ohrl&#228;ppchen wegschiessen, leider habe ich keine Ahnung wie ich mir eine Waffe besorgen soll &#8230; <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em><br />
G&#228;be es in Deutschland weniger Brandstiftungen, wenn Streichh&#246;lzer nicht mehr frei erh&#228;ltlich w&#228;ren?</em></p>
<p>ich wu&#223;te nicht, da&#223; Streichh&#246;lzer mit Brandstiftung derart stark korellieren, wie Schu&#223;waffen mit Schu&#223;verletzungen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17310</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2007 09:30:52 +0000</pubDate>
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		<description>@Llarian:
&gt; Ich denke nicht, dass
&gt; man hier &#252;ber
&gt; L&#228;ndervergleiche zu
&gt; irgendwelchen
&gt; Ergebnissen kommt. 
Zu Beweisen nicht, zu Indizien aber schon.
Und es irritiert mich, da&#223; diese Indizien unserem gemeinsamen Bauchgef&#252;hl so widersprechen.

Wobei der Vergleich D-USA tats&#228;chlich wenig sinnvoll ist (das ist aber der einzige, der pro Waffengesetz spricht). Die Vergleiche D-&#214;sterreich oder die innerhalb der US-Staaten sind methodisch schon viel sinnvoller (und sprechen eher contra).

&gt; denn es ist keine
&gt; Kultur der
&gt; R&#252;cksichtnahme
&gt; sondern der Angst,
&gt; die dann entsteht. 
Richtig, halte ich aber f&#252;r nebens&#228;chlich.

Weil ich ohnehin nicht sehe, da&#223; bei uns eine Kultur der R&#252;cksichtnahme in Sicht ist.

Und dann ist mir lieber, da&#223; Gewalt durch Angst einged&#228;mmt wird als &#252;berhaupt nicht.

Und vielleicht mu&#223; man dann als friedlicher Normalb&#252;rger weniger Angst haben vor Leuten, die das lustig finden, mal zuzuschlagen.
Also wenn schon Angst - dann doch lieber bei den Gewaltt&#228;tern.

&gt; Und nicht jedes
&gt; Verbot ist gleich
&gt; kontraproduktiv.
Selbstverst&#228;ndlich.
Die Beispiele waren auch nur Indizien, da&#223; Verbote eben oft nicht den direkt erwarteten Effekt haben.

Ich habe momentan keine Idee, wie man den Sinn oder Unsinn der deutschen Waffengesetze wirklich &#252;berpr&#252;fen k&#246;nnte. So eine Freigabe auf Verdacht w&#228;re mir zu riskant.

Aber die rationalen Argumente f&#252;r das Verbot scheinen mir angesichts der Statistiken deutlich zu schwach.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Llarian:<br />
&gt; Ich denke nicht, dass<br />
&gt; man hier &#252;ber<br />
&gt; L&#228;ndervergleiche zu<br />
&gt; irgendwelchen<br />
&gt; Ergebnissen kommt.<br />
Zu Beweisen nicht, zu Indizien aber schon.<br />
Und es irritiert mich, da&#223; diese Indizien unserem gemeinsamen Bauchgef&#252;hl so widersprechen.</p>
<p>Wobei der Vergleich D-USA tats&#228;chlich wenig sinnvoll ist (das ist aber der einzige, der pro Waffengesetz spricht). Die Vergleiche D-&#214;sterreich oder die innerhalb der US-Staaten sind methodisch schon viel sinnvoller (und sprechen eher contra).</p>
<p>&gt; denn es ist keine<br />
&gt; Kultur der<br />
&gt; R&#252;cksichtnahme<br />
&gt; sondern der Angst,<br />
&gt; die dann entsteht.<br />
Richtig, halte ich aber f&#252;r nebens&#228;chlich.</p>
<p>Weil ich ohnehin nicht sehe, da&#223; bei uns eine Kultur der R&#252;cksichtnahme in Sicht ist.</p>
<p>Und dann ist mir lieber, da&#223; Gewalt durch Angst einged&#228;mmt wird als &#252;berhaupt nicht.</p>
<p>Und vielleicht mu&#223; man dann als friedlicher Normalb&#252;rger weniger Angst haben vor Leuten, die das lustig finden, mal zuzuschlagen.<br />
Also wenn schon Angst &#8211; dann doch lieber bei den Gewaltt&#228;tern.</p>
<p>&gt; Und nicht jedes<br />
&gt; Verbot ist gleich<br />
&gt; kontraproduktiv.<br />
Selbstverst&#228;ndlich.<br />
Die Beispiele waren auch nur Indizien, da&#223; Verbote eben oft nicht den direkt erwarteten Effekt haben.</p>
<p>Ich habe momentan keine Idee, wie man den Sinn oder Unsinn der deutschen Waffengesetze wirklich &#252;berpr&#252;fen k&#246;nnte. So eine Freigabe auf Verdacht w&#228;re mir zu riskant.</p>
<p>Aber die rationalen Argumente f&#252;r das Verbot scheinen mir angesichts der Statistiken deutlich zu schwach.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17297</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 22:01:07 +0000</pubDate>
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		<description>@T.Stahl

&lt;blockquote&gt;Zur These “mehr Waffen &gt; mehr Mi&#223;brauchsm&#246;glichkeit“:
Eine theoretische M&#246;glichkeit ist sch&#246;n und gut, aber was sagt denn die Erfahrung?&lt;/blockquote&gt;

Wenn man die Statistik befragt, scheint die Aussage ja klar zu sein: Relativ zur Bev&#246;lkerungszahl und zur Zahl der Waffenbesitzer sterben in den USA offenbar ungleich mehr Menschen an Schussverletzungen als in L&#228;ndern mit restriktiveren Gesetzen. Ob die Kausalit&#228;t im Waffenbesitz zu finden ist, kann man sicher diskutieren. Aber es erscheint schon ziemlich evident.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@T.Stahl</p>
<blockquote><p>Zur These “mehr Waffen > mehr Mi&#223;brauchsm&#246;glichkeit“:<br />
Eine theoretische M&#246;glichkeit ist sch&#246;n und gut, aber was sagt denn die Erfahrung?</p></blockquote>
<p>Wenn man die Statistik befragt, scheint die Aussage ja klar zu sein: Relativ zur Bev&#246;lkerungszahl und zur Zahl der Waffenbesitzer sterben in den USA offenbar ungleich mehr Menschen an Schussverletzungen als in L&#228;ndern mit restriktiveren Gesetzen. Ob die Kausalit&#228;t im Waffenbesitz zu finden ist, kann man sicher diskutieren. Aber es erscheint schon ziemlich evident.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: JuLis Bayern - Das Weblog &#187; &#8220;Kriegerische Supermacht, Nation von Waffennarren&#8221;</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17295</link>
		<dc:creator>JuLis Bayern - Das Weblog &#187; &#8220;Kriegerische Supermacht, Nation von Waffennarren&#8221;</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 21:51:09 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Siehe auch unser Beschluss vom letzten Landeskongress zu Emsdetten. oder auch &#8220;Politically Incorrect&#8221;: Opferbashing deutscher Medien oder auch &#8220;B.L.O.G.&#8221;: Massaker an Wehrlosen oder auch &#8220;Koffee and TV&#8221;: Bloody April oder auch &#8220;fifi blogt&#8221;: die waffenlobby l&#228;uft sich schonmal warm oder auch &#8220;Jammern f&#252;r Anf&#228;nger&#8221;: Kein Waffenverbot, sondern mehr Waffen bitte.   &#171; vorher &#160; Von  Arian &#124;  Am Rande &#124;  Trackback &#124;  RSS Feed [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Siehe auch unser Beschluss vom letzten Landeskongress zu Emsdetten. oder auch &#8220;Politically Incorrect&#8221;: Opferbashing deutscher Medien oder auch &#8220;B.L.O.G.&#8221;: Massaker an Wehrlosen oder auch &#8220;Koffee and TV&#8221;: Bloody April oder auch &#8220;fifi blogt&#8221;: die waffenlobby l&#228;uft sich schonmal warm oder auch &#8220;Jammern f&#252;r Anf&#228;nger&#8221;: Kein Waffenverbot, sondern mehr Waffen bitte.   &#171; vorher &nbsp; Von  Arian |  Am Rande |  Trackback |  RSS Feed [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: T.Stahl</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17294</link>
		<dc:creator>T.Stahl</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 21:43:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17294</guid>
		<description>Tja, fast h&#228;tten die Studenten in Virgina das Recht bekommen, sich effektiv sch&#252;tzen zu k&#246;nnen:
http://www.roanoke.com/news/roanoke/wb/wb/xp-50658
&lt;i&gt;Virginia Tech spokesman Larry Hincker was happy to hear the bill was defeated. &quot;I&#039;m sure the university community is appreciative of the General Assembly&#039;s actions because this will help parents, students, faculty and visitors feel safe on our campus.&quot;&lt;/i&gt;
Ich w&#252;rde mir echt in den Allerwertesten bei&#223;en, wenn ich einen Waffenschein gehabt h&#228;tte (Viginia hat sog. &quot;shall issue&quot;, s.u.), h&#228;tte meine Waffe(n) aber nicht mit auf den Campus bringen d&#252;rfen und w&#228;re dann - wehrlos gemacht - von einem Amokl&#228;ufer ohne M&#246;glichkeit der effektiven Gegenwehr erschossen worden.
W&#228;re ich Hinterbliebener von sojemandem, w&#252;rde ich die verantwortlichen Stellen wegen Beihilfe zum Mord anzeigen.

Zum Thema Waffenscheine in den USA:
http://www.packing.org/
Mein letzter (und wahrscheinlich veralteter) Stand ist, da&#223;
zwei Staaten keinen Waffenschein verlangen (Vermont, Alaska, IIRC)
37 Staaten &lt;i&gt;shall-issue&lt;/i&gt; haben, d.h., da&#223; die Beh&#246;rde den Schein ausstellen &lt;i&gt;mu&#223;&lt;/i&gt;, wenn der Antragsteller die Voraussetzungen erf&#252;llt.
7 Staaten &lt;i&gt;may-issue&lt;/i&gt; haben, d.h., da&#223; die Beh&#246;rde den Schein ausstellen &lt;i&gt;kann&lt;/i&gt;, wenn der Antragsteller die Voraussetzungen erf&#252;llt.
Waffenscheine gelten staatsweit, meine waffenf&#252;hrenden Freunde in den USA haben mir gegen&#252;ber auch nie erw&#228;hnt, da&#223; Waffenscheine nur in der jeweiligen Stadt gelten w&#252;rden.
Es gibt &lt;i&gt;reciprocity laws&lt;/i&gt;, in denen Bundesstaaten die Waffenscheine anderer Bundesstaaten anerkennen. D.h., w&#252;rde ich f&#252;r die Filiale in Detroit/MI arbeiten, dann k&#246;nnte ich durch Ohio und Kentucky zu Freunden in Tennessee fahren, ohne die Waffe ablegen zu m&#252;ssen.

Zur These &quot;mehr Waffen &gt; mehr Mi&#223;brauchs&lt;i&gt;m&#246;glichkeit&lt;/i&gt;&quot;:
Eine theoretische M&#246;glichkeit ist sch&#246;n und gut, aber was sagt denn die Erfahrung? Jedesmal, wenn in einem US-Bundesstaat ein Gesetz eingef&#252;hrt werden soll, da&#223; das legale F&#252;hren von Waffen erm&#246;glichen soll, werden von den immer gleichen Gruppen die immer gleichen Horrorszenarien an die Wand gemalt, die in den paarunddrei&#223;ig Staaten vorher schon ausgeblieben sind. Die Leute schie&#223;en sich eben nicht wegen jeder kleinen Streitigkeit &#252;ber&#039;n Haufen.
G&#228;be es in Deutschland weniger Brandstiftungen, wenn Streichh&#246;lzer nicht mehr frei erh&#228;ltlich w&#228;ren?
Und was k&#252;mmert mich der Mi&#223;brauch durch andere? Weil andere ihr Recht mi&#223;brauchen, soll ich wehrlos sein? Wenn der Mi&#223;brauch eines Rechts seine Abschaffung oder Einschr&#228;nkung rechtfertigten, warum gibt es dann noch das Asylrecht, Sozialhilfe, das Internet oder Autos, die schneller als das niedrigste Tempolimit fahren k&#246;nnen?

Zur Verf&#252;gbarkeit von Schu&#223;waffen in den USA im Vergleich zu Deutschland:
Das BKA sch&#228;tzt die Anzahl der legal besessenen, erlaubnispflichtigen Schu&#223;waffen in Deutschland auf 10.000.000, die Zahl der illegal besessenen, erlaubnispflichtigen oder verbotenen Schu&#223;waffen auf 20.000.000.
Bei 83.000.000 Einwohnern macht das ca 0,36 Waffen/Person.
In den USA gibt es in etwa gleich viele Waffen wie Einwohner.
Dazwischen liegt nichtmal eine Gr&#246;&#223;enordnung.
Leider wei&#223; ich nicht, wie sich die Gr&#246;&#223;en der Bev&#246;lkerungsanteile verhalten, die tats&#228;chlich Waffen besitzen oder leicht Zugang zu ihnen haben (z.B. Familienangeh&#246;rige). Aber es w&#252;rde mich wundern, wenn sie gro&#223; voneinander abweichen.

BTW, ich bin 35, Dipl-Ing der Luft- und Raumfahrttechnik und legaler Waffenbesitzer.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, fast h&#228;tten die Studenten in Virgina das Recht bekommen, sich effektiv sch&#252;tzen zu k&#246;nnen:<br />
<a href="http://www.roanoke.com/news/roanoke/wb/wb/xp-50658" rel="nofollow">http://www.roanoke.com/news/roanoke/wb/wb/xp-50658</a><br />
<i>Virginia Tech spokesman Larry Hincker was happy to hear the bill was defeated. &#8220;I&#8217;m sure the university community is appreciative of the General Assembly&#8217;s actions because this will help parents, students, faculty and visitors feel safe on our campus.&#8221;</i><br />
Ich w&#252;rde mir echt in den Allerwertesten bei&#223;en, wenn ich einen Waffenschein gehabt h&#228;tte (Viginia hat sog. &#8220;shall issue&#8221;, s.u.), h&#228;tte meine Waffe(n) aber nicht mit auf den Campus bringen d&#252;rfen und w&#228;re dann &#8211; wehrlos gemacht &#8211; von einem Amokl&#228;ufer ohne M&#246;glichkeit der effektiven Gegenwehr erschossen worden.<br />
W&#228;re ich Hinterbliebener von sojemandem, w&#252;rde ich die verantwortlichen Stellen wegen Beihilfe zum Mord anzeigen.</p>
<p>Zum Thema Waffenscheine in den USA:<br />
<a href="http://www.packing.org/" rel="nofollow">http://www.packing.org/</a><br />
Mein letzter (und wahrscheinlich veralteter) Stand ist, da&#223;<br />
zwei Staaten keinen Waffenschein verlangen (Vermont, Alaska, IIRC)<br />
37 Staaten <i>shall-issue</i> haben, d.h., da&#223; die Beh&#246;rde den Schein ausstellen <i>mu&#223;</i>, wenn der Antragsteller die Voraussetzungen erf&#252;llt.<br />
7 Staaten <i>may-issue</i> haben, d.h., da&#223; die Beh&#246;rde den Schein ausstellen <i>kann</i>, wenn der Antragsteller die Voraussetzungen erf&#252;llt.<br />
Waffenscheine gelten staatsweit, meine waffenf&#252;hrenden Freunde in den USA haben mir gegen&#252;ber auch nie erw&#228;hnt, da&#223; Waffenscheine nur in der jeweiligen Stadt gelten w&#252;rden.<br />
Es gibt <i>reciprocity laws</i>, in denen Bundesstaaten die Waffenscheine anderer Bundesstaaten anerkennen. D.h., w&#252;rde ich f&#252;r die Filiale in Detroit/MI arbeiten, dann k&#246;nnte ich durch Ohio und Kentucky zu Freunden in Tennessee fahren, ohne die Waffe ablegen zu m&#252;ssen.</p>
<p>Zur These &#8220;mehr Waffen &gt; mehr Mi&#223;brauchs<i>m&#246;glichkeit</i>&#8220;:<br />
Eine theoretische M&#246;glichkeit ist sch&#246;n und gut, aber was sagt denn die Erfahrung? Jedesmal, wenn in einem US-Bundesstaat ein Gesetz eingef&#252;hrt werden soll, da&#223; das legale F&#252;hren von Waffen erm&#246;glichen soll, werden von den immer gleichen Gruppen die immer gleichen Horrorszenarien an die Wand gemalt, die in den paarunddrei&#223;ig Staaten vorher schon ausgeblieben sind. Die Leute schie&#223;en sich eben nicht wegen jeder kleinen Streitigkeit &#252;ber&#8217;n Haufen.<br />
G&#228;be es in Deutschland weniger Brandstiftungen, wenn Streichh&#246;lzer nicht mehr frei erh&#228;ltlich w&#228;ren?<br />
Und was k&#252;mmert mich der Mi&#223;brauch durch andere? Weil andere ihr Recht mi&#223;brauchen, soll ich wehrlos sein? Wenn der Mi&#223;brauch eines Rechts seine Abschaffung oder Einschr&#228;nkung rechtfertigten, warum gibt es dann noch das Asylrecht, Sozialhilfe, das Internet oder Autos, die schneller als das niedrigste Tempolimit fahren k&#246;nnen?</p>
<p>Zur Verf&#252;gbarkeit von Schu&#223;waffen in den USA im Vergleich zu Deutschland:<br />
Das BKA sch&#228;tzt die Anzahl der legal besessenen, erlaubnispflichtigen Schu&#223;waffen in Deutschland auf 10.000.000, die Zahl der illegal besessenen, erlaubnispflichtigen oder verbotenen Schu&#223;waffen auf 20.000.000.<br />
Bei 83.000.000 Einwohnern macht das ca 0,36 Waffen/Person.<br />
In den USA gibt es in etwa gleich viele Waffen wie Einwohner.<br />
Dazwischen liegt nichtmal eine Gr&#246;&#223;enordnung.<br />
Leider wei&#223; ich nicht, wie sich die Gr&#246;&#223;en der Bev&#246;lkerungsanteile verhalten, die tats&#228;chlich Waffen besitzen oder leicht Zugang zu ihnen haben (z.B. Familienangeh&#246;rige). Aber es w&#252;rde mich wundern, wenn sie gro&#223; voneinander abweichen.</p>
<p>BTW, ich bin 35, Dipl-Ing der Luft- und Raumfahrttechnik und legaler Waffenbesitzer.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Llarian</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17289</link>
		<dc:creator>Llarian</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 20:45:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17289</guid>
		<description>@R.A.:
Ich denke nicht, dass man hier &#252;ber L&#228;ndervergleiche zu irgendwelchen Ergebnissen kommt. Die USA sind so diametral anders als Deutschland, dass da jede Menge anderer Effekte eine gr&#246;ssere Rolle spielen als die M&#246;glichkeit an Schusswaffen zu kommen. Auch die Schweiz ist g&#228;nzlich anders gestrickt als Deutschland. 
Ich denke auch, dass mehr Schusswaffen zu mehr &quot;Behutsamkeit&quot; f&#252;hren. Aber ich betrachte das nicht als positiv, denn es ist keine Kultur der R&#252;cksichtnahme sondern der Angst, die dann entsteht. Menschen geraten aneinander und solange sie das irgendwie austragen ist daran auch nix schlimmes. Und nat&#252;rlich nenne ich jemanden einen Idioten, der mir die Vorfahrt nimmt. Und der deutsche Autofahrergruss hat oftmals seine Berechtigung. Wenn das alles ausbleibt, weil die Leute Angst haben, jemand k&#246;nne eine Waffe ziehen, dann finde ich das keine Verbesserung. In meiner Jugend haben wir uns vielfach mit einer bestimmten Gruppe von T&#252;rken nicht mehr auseinandergesetzt, weil die schonmal ein Messer ziehen. Das f&#252;hrt aber nur zur Ignoranz, eine Kultur der Angst, die den anderen rundheraus ignoriert. Es ist in meinen Augen besser Konflikte auch laut auszutragen, als es aus Angst nicht zu l&#246;sen. Bis es dann irgendwann zur Explosion kommt. 
Und nicht jedes Verbot ist gleich kontraproduktiv.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@R.A.:<br />
Ich denke nicht, dass man hier &#252;ber L&#228;ndervergleiche zu irgendwelchen Ergebnissen kommt. Die USA sind so diametral anders als Deutschland, dass da jede Menge anderer Effekte eine gr&#246;ssere Rolle spielen als die M&#246;glichkeit an Schusswaffen zu kommen. Auch die Schweiz ist g&#228;nzlich anders gestrickt als Deutschland.<br />
Ich denke auch, dass mehr Schusswaffen zu mehr &#8220;Behutsamkeit&#8221; f&#252;hren. Aber ich betrachte das nicht als positiv, denn es ist keine Kultur der R&#252;cksichtnahme sondern der Angst, die dann entsteht. Menschen geraten aneinander und solange sie das irgendwie austragen ist daran auch nix schlimmes. Und nat&#252;rlich nenne ich jemanden einen Idioten, der mir die Vorfahrt nimmt. Und der deutsche Autofahrergruss hat oftmals seine Berechtigung. Wenn das alles ausbleibt, weil die Leute Angst haben, jemand k&#246;nne eine Waffe ziehen, dann finde ich das keine Verbesserung. In meiner Jugend haben wir uns vielfach mit einer bestimmten Gruppe von T&#252;rken nicht mehr auseinandergesetzt, weil die schonmal ein Messer ziehen. Das f&#252;hrt aber nur zur Ignoranz, eine Kultur der Angst, die den anderen rundheraus ignoriert. Es ist in meinen Augen besser Konflikte auch laut auszutragen, als es aus Angst nicht zu l&#246;sen. Bis es dann irgendwann zur Explosion kommt.<br />
Und nicht jedes Verbot ist gleich kontraproduktiv.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17271</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 19:18:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17271</guid>
		<description>@Corny

Sch&#246;n! Und viel Erfolg bis dahin!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Corny</p>
<p>Sch&#246;n! Und viel Erfolg bis dahin!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: _Corny aka Amica</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17267</link>
		<dc:creator>_Corny aka Amica</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 19:00:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17267</guid>
		<description>@Boche

Geduld! Wenn es meine Examensarbeit zulassen sollte, schreibe ich Dir im Laufe der n&#228;chsten Tage.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Boche</p>
<p>Geduld! Wenn es meine Examensarbeit zulassen sollte, schreibe ich Dir im Laufe der n&#228;chsten Tage.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: LukeNukem</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17258</link>
		<dc:creator>LukeNukem</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 17:05:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17258</guid>
		<description>Jubal Harshaw schrieb: 
&gt; Allerdings solltest du dir einmal gute IPSC-Sch&#252;tzen ansehen :-) 

Ich selbst schie&#223;e gerne die IPSC-&#220;bung &quot;El Presidente&quot;. Dabei ist meine Wettkampfwaffe mit allem getunt, was das Reglement zul&#228;&#223;t: verl&#228;ngerter Lauf, Vierkammerkompensator, Laufgewicht, ergonomisch angepa&#223;tes Griffst&#252;ck mit verl&#228;ngerter Griffst&#252;cksicherung, vergr&#246;&#223;ertem Magazinknopf, verl&#228;ngertem Verschlu&#223;fanghebel und Sicherungsfl&#252;gel, Matchvisier und -abzug, Jetfunnel f&#252;r den Magazinwechsel, Griffhaken am Abzugsb&#252;gel f&#252;r die zweite Hand und all dem anderen guten Zeug, das R&#252;ck- und Hochschlag mindert, Handlage und Bedienbarkeit verbessert und die Waffe im Schu&#223; handlicher macht. 

Ja, mit dieser 3000 Euro teuren Waffe und einer schwachen Matchlaborierung, die so gerade eben den Major-Faktor erreicht, da schaffe ich es, drei stehende Ziele in sechs, acht und zehn Metern Entfernung innerhalb von zehn Sekunden mit insgesamt je zwei mal zwei Sch&#252;ssen zu bepflastern; besonders gute Sch&#252;tzen mit RedDot-Visier kommen auf unter sechs Sekunden. Aber diese Sch&#252;tzen schie&#223;en noch ein paar (dutzend?) Klassen besser als ich, und sogar die schaffen das nur mit einem ziemlich gro&#223;en und vor Allem sperrigen Visier, das jedes verdeckte F&#252;hren der Waffe unm&#246;glich macht und deren Eignung f&#252;r Straft&#228;ter und Amokl&#228;ufer drastisch reduziert. 

Dabei reden wir immer noch, wohlgemerkt, &#252;ber die besten professionellen Sch&#252;tzen der Welt, die oft seit Jahrzehnten den ganzen lieben langen Tag stundenlang nichts anderes tun, als genau f&#252;r solche definierten &#220;bungen zu trainieren. Genauso k&#246;nnte man sagen, da&#223; ein Mensch die 100m in weniger als zehn Sekunden l&#228;uft, weil das Ben Johnson auf anabolen Steroiden geschafft hat. 

Zuletzt reden wir dabei aber &#252;ber nur lediglich drei vollkommen unbewegliche Ziele, deren Position vorher genau bekannt ist und deren Gr&#246;&#223;e zudem ein Vielfaches der Fl&#228;che betr&#228;gt, die beim Menschen als lethale Zone gilt. Bewegliche Ziele sind enorm schwer zu treffen, sogar dann, wenn sie gleichm&#228;&#223;ig und geradlinig bewegt werden; einen sich bewegenden Menschen innerhalb einer Sekunde treffen zu k&#246;nnen, geh&#246;rt eher ins Reich der Legenden um John Wayne und Clint Eastwood, hat aber mit der Realit&#228;t nur wenig gemeinsam. 


RA schrieb: 
&gt; Vielleicht wird unter Waffenbesitzern eben nicht so leicht mal die Aggressivit&#228;t ausgelebt. 

Der Chefredakteur der Zeitschrift &quot;Visier&quot; sagt dazu etwa Folgendes: &quot;Schie&#223;sport erzieht zu Verantwortungsbewu&#223;tsein, Genauigkeit und Sicherheit&quot;. Nun w&#252;rde ich dem Mann nicht unbedingt Unvoreingenommenheit unterstellen wollen, aber vielleicht liegt er auch nicht ganz falsch. Die Waffenbesitzer in meinem Umfeld sind jedenfalls in der &#252;berwiegenden Mehrzahl penible Spie&#223;er. Allerdings kann das nat&#252;rlich auch die Folge des komplizierten, b&#252;rokratischen Verfahrens der beh&#246;rdlichen &#220;berpr&#252;fung legaler Waffenbesitzer sein. 


Llarian schrieb: 
&gt; Schusswaffen, insbesondere in H&#228;nden von adrenalindurchzogenen Amateuren sind erheblich t&#246;dlicher.

Ehrlich gesagt, machen mir adrenalindurchzogene gesetzestreue Amateure weniger Angst als kalkuliert vorgehende Straft&#228;ter und Amokl&#228;ufer. Nun ist die Diskussion, ob bewaffnete B&#252;rger einen solchen im Ernstfall mit der Waffe stoppen k&#246;nnten, wenig zielf&#252;hrend, denn ebenso, wie es Geschichten dar&#252;ber gibt, wie bewaffnete B&#252;rger Straft&#228;ter ausschalten konnten, gibt es auch andere Berichte, in denen das nicht einmal gut ausgebildeten und hervorragend bewaffneten Sicherheitskr&#228;ften gelungen ist. Da also beide Seite etwa gleich starke, aber vollkommen widerspr&#252;chliche Argumente f&#252;r und wider ihre Position anf&#252;hren, aber keine Seite eindeutig punkten kann, darf dieser Aspekt IMHO getrost ignoriert werden. 


der_gute_don schrieb: 
&gt; Ich nehme Du meinst registrierte Waffen? Auf welche Statistik beziehst Du Dich? Im &#220;brigen ist die 
&gt; Situation in den USA grotesk. Die Beschaffung ist spielend leicht, man mu&#223; nur in einen Nachbarstaat 
&gt; mit laxen Waffengesetzen fahren, dort kaufen und zur&#252;ckfahren. Das zeig mir mal in Dland, alte 
&gt; russische Milit&#228;rbest&#228;nde hin oder her, hier geh&#246;rt schon erhebliche kriminelle Energie dazu.

Das bezweifle ich nicht. Ich halte lediglich den Glauben f&#252;r naiv, da&#223; restriktive Waffengesetze die mit einer hinreichend gro&#223;en kriminellen Energie Ausgestatteten von irgendetwas abhalten k&#246;nnten. Der Grundgedanke gesetzlicher Regelungen setzt voraus, da&#223; die Betroffenen sich gesetzestreu verhalten. Es ist absurd, dies f&#252;r Straft&#228;ter und Amokl&#228;ufer in Anspruch nehmen zu wollen. Gesetze stoppen keinen einzigen Straft&#228;ter und keinen einzigen Amokl&#228;ufer. Gesetze betreffen in diesem Falle nur die, die sie befolgen -- die legalen Waffenbesitzer also, die aber hier tats&#228;chlich gar nicht das Problem sind. 

Sie sagen, die Waffenbeschaffung in den USA sei leichter als in der BRD. Bitte nehmen Sie mir nicht &#252;bel, da&#223; ich das so sage, aber ich freue mich &#252;ber Ihre diesbez&#252;gliche Naivit&#228;t: offensichtlich haben Sie noch keinen Versuch unternommen, sich hierzulande eine illegale Waffe zu beschaffen. Nun kann und will ich Ihnen das nat&#252;rlich nicht beweisen, deswegen mu&#223; ich Sie bitten, mir in diesem Punkt einfach zu glauben: es ist in der BRD nur unma&#223;geblich schwieriger, an eine illegale Schu&#223;waffe zu gelangen, als in den USA an eine legale. 

&gt; Dar&#252;ber hinaus erscheint es mir sehr merkw&#252;rdig, wie in der stattfinden Diskussion Sachverhalte 
&gt; konstruiert werden in denen man punktuell eine Waffe braucht und daraus die prinzipielle freie 
&gt; Verteilung ableitet. 
&gt; Diese Konstruktionen sind doch Augenwischerei, welchen Anteil haben Schusswaffenopfer in Situationen 
&gt; in denen man noch eine Chance h&#228;tte sich zu wehren. 

Vor Allem, da diese Diskussion am Thema vollkommen vorbeigeht, nicht die meine ist und zumindest ich auch sicher keine Forderungen nach einer &quot;freien Verteilung&quot; aus irgendwelchen mehr oder weniger konstruierten Situationen ableiten will. Ich kann mich auch nicht erinnern, diesbez&#252;glich argumentiert zu haben? 

&gt; Auch wenn ich fachgerecht an verschiedenen Waffen ausgebildet wurde, bin ich zufrieden damit, da&#223; wir
&gt; in Dland eine derart restriktive Waffenpolitik haben. 

Das sehe ich exakt ebenso, w&#252;rde das zweite Wort &quot;wenn&quot; aber sogar noch durch &quot;weil&quot; ersetzen. Trotzdem halte ich die j&#252;ngsten Versch&#228;rfungen nach dem Erfurter Amoklauf f&#252;r teilweise durchaus fragw&#252;rdig und in einigen Bereichen f&#252;r von blimdem Aktionismus motiviert. Letzendlich trifft meine Kritik aber nicht einmal die grunds&#228;tzliche Ausrichtung, sondern lediglich deren handwerkliche Umsetzung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jubal Harshaw schrieb:<br />
&gt; Allerdings solltest du dir einmal gute IPSC-Sch&#252;tzen ansehen <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Ich selbst schie&#223;e gerne die IPSC-&#220;bung &#8220;El Presidente&#8221;. Dabei ist meine Wettkampfwaffe mit allem getunt, was das Reglement zul&#228;&#223;t: verl&#228;ngerter Lauf, Vierkammerkompensator, Laufgewicht, ergonomisch angepa&#223;tes Griffst&#252;ck mit verl&#228;ngerter Griffst&#252;cksicherung, vergr&#246;&#223;ertem Magazinknopf, verl&#228;ngertem Verschlu&#223;fanghebel und Sicherungsfl&#252;gel, Matchvisier und -abzug, Jetfunnel f&#252;r den Magazinwechsel, Griffhaken am Abzugsb&#252;gel f&#252;r die zweite Hand und all dem anderen guten Zeug, das R&#252;ck- und Hochschlag mindert, Handlage und Bedienbarkeit verbessert und die Waffe im Schu&#223; handlicher macht. </p>
<p>Ja, mit dieser 3000 Euro teuren Waffe und einer schwachen Matchlaborierung, die so gerade eben den Major-Faktor erreicht, da schaffe ich es, drei stehende Ziele in sechs, acht und zehn Metern Entfernung innerhalb von zehn Sekunden mit insgesamt je zwei mal zwei Sch&#252;ssen zu bepflastern; besonders gute Sch&#252;tzen mit RedDot-Visier kommen auf unter sechs Sekunden. Aber diese Sch&#252;tzen schie&#223;en noch ein paar (dutzend?) Klassen besser als ich, und sogar die schaffen das nur mit einem ziemlich gro&#223;en und vor Allem sperrigen Visier, das jedes verdeckte F&#252;hren der Waffe unm&#246;glich macht und deren Eignung f&#252;r Straft&#228;ter und Amokl&#228;ufer drastisch reduziert. </p>
<p>Dabei reden wir immer noch, wohlgemerkt, &#252;ber die besten professionellen Sch&#252;tzen der Welt, die oft seit Jahrzehnten den ganzen lieben langen Tag stundenlang nichts anderes tun, als genau f&#252;r solche definierten &#220;bungen zu trainieren. Genauso k&#246;nnte man sagen, da&#223; ein Mensch die 100m in weniger als zehn Sekunden l&#228;uft, weil das Ben Johnson auf anabolen Steroiden geschafft hat. </p>
<p>Zuletzt reden wir dabei aber &#252;ber nur lediglich drei vollkommen unbewegliche Ziele, deren Position vorher genau bekannt ist und deren Gr&#246;&#223;e zudem ein Vielfaches der Fl&#228;che betr&#228;gt, die beim Menschen als lethale Zone gilt. Bewegliche Ziele sind enorm schwer zu treffen, sogar dann, wenn sie gleichm&#228;&#223;ig und geradlinig bewegt werden; einen sich bewegenden Menschen innerhalb einer Sekunde treffen zu k&#246;nnen, geh&#246;rt eher ins Reich der Legenden um John Wayne und Clint Eastwood, hat aber mit der Realit&#228;t nur wenig gemeinsam. </p>
<p>RA schrieb:<br />
&gt; Vielleicht wird unter Waffenbesitzern eben nicht so leicht mal die Aggressivit&#228;t ausgelebt. </p>
<p>Der Chefredakteur der Zeitschrift &#8220;Visier&#8221; sagt dazu etwa Folgendes: &#8220;Schie&#223;sport erzieht zu Verantwortungsbewu&#223;tsein, Genauigkeit und Sicherheit&#8221;. Nun w&#252;rde ich dem Mann nicht unbedingt Unvoreingenommenheit unterstellen wollen, aber vielleicht liegt er auch nicht ganz falsch. Die Waffenbesitzer in meinem Umfeld sind jedenfalls in der &#252;berwiegenden Mehrzahl penible Spie&#223;er. Allerdings kann das nat&#252;rlich auch die Folge des komplizierten, b&#252;rokratischen Verfahrens der beh&#246;rdlichen &#220;berpr&#252;fung legaler Waffenbesitzer sein. </p>
<p>Llarian schrieb:<br />
&gt; Schusswaffen, insbesondere in H&#228;nden von adrenalindurchzogenen Amateuren sind erheblich t&#246;dlicher.</p>
<p>Ehrlich gesagt, machen mir adrenalindurchzogene gesetzestreue Amateure weniger Angst als kalkuliert vorgehende Straft&#228;ter und Amokl&#228;ufer. Nun ist die Diskussion, ob bewaffnete B&#252;rger einen solchen im Ernstfall mit der Waffe stoppen k&#246;nnten, wenig zielf&#252;hrend, denn ebenso, wie es Geschichten dar&#252;ber gibt, wie bewaffnete B&#252;rger Straft&#228;ter ausschalten konnten, gibt es auch andere Berichte, in denen das nicht einmal gut ausgebildeten und hervorragend bewaffneten Sicherheitskr&#228;ften gelungen ist. Da also beide Seite etwa gleich starke, aber vollkommen widerspr&#252;chliche Argumente f&#252;r und wider ihre Position anf&#252;hren, aber keine Seite eindeutig punkten kann, darf dieser Aspekt IMHO getrost ignoriert werden. </p>
<p>der_gute_don schrieb:<br />
&gt; Ich nehme Du meinst registrierte Waffen? Auf welche Statistik beziehst Du Dich? Im &#220;brigen ist die<br />
&gt; Situation in den USA grotesk. Die Beschaffung ist spielend leicht, man mu&#223; nur in einen Nachbarstaat<br />
&gt; mit laxen Waffengesetzen fahren, dort kaufen und zur&#252;ckfahren. Das zeig mir mal in Dland, alte<br />
&gt; russische Milit&#228;rbest&#228;nde hin oder her, hier geh&#246;rt schon erhebliche kriminelle Energie dazu.</p>
<p>Das bezweifle ich nicht. Ich halte lediglich den Glauben f&#252;r naiv, da&#223; restriktive Waffengesetze die mit einer hinreichend gro&#223;en kriminellen Energie Ausgestatteten von irgendetwas abhalten k&#246;nnten. Der Grundgedanke gesetzlicher Regelungen setzt voraus, da&#223; die Betroffenen sich gesetzestreu verhalten. Es ist absurd, dies f&#252;r Straft&#228;ter und Amokl&#228;ufer in Anspruch nehmen zu wollen. Gesetze stoppen keinen einzigen Straft&#228;ter und keinen einzigen Amokl&#228;ufer. Gesetze betreffen in diesem Falle nur die, die sie befolgen &#8212; die legalen Waffenbesitzer also, die aber hier tats&#228;chlich gar nicht das Problem sind. </p>
<p>Sie sagen, die Waffenbeschaffung in den USA sei leichter als in der BRD. Bitte nehmen Sie mir nicht &#252;bel, da&#223; ich das so sage, aber ich freue mich &#252;ber Ihre diesbez&#252;gliche Naivit&#228;t: offensichtlich haben Sie noch keinen Versuch unternommen, sich hierzulande eine illegale Waffe zu beschaffen. Nun kann und will ich Ihnen das nat&#252;rlich nicht beweisen, deswegen mu&#223; ich Sie bitten, mir in diesem Punkt einfach zu glauben: es ist in der BRD nur unma&#223;geblich schwieriger, an eine illegale Schu&#223;waffe zu gelangen, als in den USA an eine legale. </p>
<p>&gt; Dar&#252;ber hinaus erscheint es mir sehr merkw&#252;rdig, wie in der stattfinden Diskussion Sachverhalte<br />
&gt; konstruiert werden in denen man punktuell eine Waffe braucht und daraus die prinzipielle freie<br />
&gt; Verteilung ableitet.<br />
&gt; Diese Konstruktionen sind doch Augenwischerei, welchen Anteil haben Schusswaffenopfer in Situationen<br />
&gt; in denen man noch eine Chance h&#228;tte sich zu wehren. </p>
<p>Vor Allem, da diese Diskussion am Thema vollkommen vorbeigeht, nicht die meine ist und zumindest ich auch sicher keine Forderungen nach einer &#8220;freien Verteilung&#8221; aus irgendwelchen mehr oder weniger konstruierten Situationen ableiten will. Ich kann mich auch nicht erinnern, diesbez&#252;glich argumentiert zu haben? </p>
<p>&gt; Auch wenn ich fachgerecht an verschiedenen Waffen ausgebildet wurde, bin ich zufrieden damit, da&#223; wir<br />
&gt; in Dland eine derart restriktive Waffenpolitik haben. </p>
<p>Das sehe ich exakt ebenso, w&#252;rde das zweite Wort &#8220;wenn&#8221; aber sogar noch durch &#8220;weil&#8221; ersetzen. Trotzdem halte ich die j&#252;ngsten Versch&#228;rfungen nach dem Erfurter Amoklauf f&#252;r teilweise durchaus fragw&#252;rdig und in einigen Bereichen f&#252;r von blimdem Aktionismus motiviert. Letzendlich trifft meine Kritik aber nicht einmal die grunds&#228;tzliche Ausrichtung, sondern lediglich deren handwerkliche Umsetzung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17249</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 13:48:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17249</guid>
		<description>Nachtrag: 
Gerade wir Liberalen kennen doch andere Beispiele, da&#223; Verbote entgegen der offensichtlichen Logik kontraproduktiv wirken.

Prohibition f&#246;rdert den Suff, K&#252;ndigungsverbote f&#246;rdern Arbeitslosigkeit, usw.

Auf den ersten Blick scheint das Verbot die Problematik einzuschr&#228;nken. Bei genauerer Analyse versch&#228;rft es sie aber.

Es ist m&#246;glich, da&#223; das bei Waffenbesitz &#228;hnlich ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag:<br />
Gerade wir Liberalen kennen doch andere Beispiele, da&#223; Verbote entgegen der offensichtlichen Logik kontraproduktiv wirken.</p>
<p>Prohibition f&#246;rdert den Suff, K&#252;ndigungsverbote f&#246;rdern Arbeitslosigkeit, usw.</p>
<p>Auf den ersten Blick scheint das Verbot die Problematik einzuschr&#228;nken. Bei genauerer Analyse versch&#228;rft es sie aber.</p>
<p>Es ist m&#246;glich, da&#223; das bei Waffenbesitz &#228;hnlich ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17248</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 13:44:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17248</guid>
		<description>@Llarian:
Eigentlich gebe ich Dir v&#246;llig recht.
Deine Darstellung ist logisch &#252;berzeugend, es ist eigentlich evident, da&#223; mehr Schu&#223;waffenbesitz zu mehr und vor allem zu schwereren Verletzungen f&#252;hren w&#252;rde.

Was mich aber doch irritiert ist, da&#223; die Vergleiche zwischen L&#228;ndern/Bundesstaaten mit verschiedener Einstellung zu Waffen eine andere Realit&#228;t zu beschreiben scheinen (ich habe nicht &#252;berpr&#252;ft, ob diese Vergleiche wirklich stimmen).

Es w&#228;re denkbar, da&#223; Waffenliberalisierung zus&#228;tzliche Effekte hat, die diese Gefahr ausgleichen oder sogar &#252;berkompensieren - vielleicht ver&#228;ndert sich die Mentalit&#228;t in Richtung mehr Verantwortungsbewu&#223;tsein. Vielleicht wird unter Waffenbesitzern eben nicht so leicht mal die Aggressivit&#228;t ausgelebt.

Oder aber es ist umgekehrt, und die strukturell friedlichen Gebiete erlauben halt viele Waffen, w&#228;hrend die unfriedlichen eben den Besitz runterfahren mu&#223;ten.

Die Korrelation gibt zu denken, aber man wei&#223; nicht wirklich, wie Ursache und Wirkung laufen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Llarian:<br />
Eigentlich gebe ich Dir v&#246;llig recht.<br />
Deine Darstellung ist logisch &#252;berzeugend, es ist eigentlich evident, da&#223; mehr Schu&#223;waffenbesitz zu mehr und vor allem zu schwereren Verletzungen f&#252;hren w&#252;rde.</p>
<p>Was mich aber doch irritiert ist, da&#223; die Vergleiche zwischen L&#228;ndern/Bundesstaaten mit verschiedener Einstellung zu Waffen eine andere Realit&#228;t zu beschreiben scheinen (ich habe nicht &#252;berpr&#252;ft, ob diese Vergleiche wirklich stimmen).</p>
<p>Es w&#228;re denkbar, da&#223; Waffenliberalisierung zus&#228;tzliche Effekte hat, die diese Gefahr ausgleichen oder sogar &#252;berkompensieren &#8211; vielleicht ver&#228;ndert sich die Mentalit&#228;t in Richtung mehr Verantwortungsbewu&#223;tsein. Vielleicht wird unter Waffenbesitzern eben nicht so leicht mal die Aggressivit&#228;t ausgelebt.</p>
<p>Oder aber es ist umgekehrt, und die strukturell friedlichen Gebiete erlauben halt viele Waffen, w&#228;hrend die unfriedlichen eben den Besitz runterfahren mu&#223;ten.</p>
<p>Die Korrelation gibt zu denken, aber man wei&#223; nicht wirklich, wie Ursache und Wirkung laufen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Llarian</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17247</link>
		<dc:creator>Llarian</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 12:08:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17247</guid>
		<description>Man sollte vielleicht nochmal eins herausstellen: Amokl&#228;ufe sind EXTREME Ausnahmen. Sie sind selten. Sehr selten. Die Wahrscheinlichkeit im Lotto den Jackpot zu gewinnen ist erheblich h&#246;her. Selbst wenn es in dieser extremen Ausnahme Sinn gemacht h&#228;tte, wenn die Studenten bewaffnet gewesen w&#228;ren, so stehen dagegen die viel h&#228;ufigeren F&#228;lle der t&#228;glichen Auseinandersetzung. Wie bereits gesagt, wir haben alleine in Deutschland mehr als 125.000 schwere K&#246;rperverletzungen im Jahr und zwar mit allem was gerade da war. Von St&#246;cken, Messern, Steinen zu Flaschen, Ketten &amp; meinetwegen Schraubenziehern. Alles k&#246;nnen verheerende Waffen sein, sinds nur in der Regel nicht, vor allem weil nach einem Angriff das Opfer meist am Boden liegt, ordentlich blutet oder t&#252;rmt. Man braucht aber in der Regel mehr als einen Angriff um zu t&#246;ten, im Unterschied zur Schusswaffe. Schusswaffen, insbesondere in H&#228;nden von adrenalindurchzogenen Amateuren sind erheblich t&#246;dlicher. Und der Gedanke, dass Leute mit Waffen rumrennen, die glauben ein Geschoss im Bein &quot;mache ein bischen Aua&quot;, ist alles andere als beruhigend. Manchem scheint nun gar nicht klar zu sein, dass Schusswaffen gebaut sind, um sehr, sehr t&#246;dlich zu sein. Und sie sind es auch. Schussverletzungen sind NICHT harmlos. Eine durchschlagene Arterie ist ausgesprochen t&#246;dlich. Ein Lungenschuss ist sehr schnell t&#246;dlich. Ein Schuss in die Leber ist sehr t&#246;dlich. Aber vermutlich halten sich die Schreiber von solchem Unsinn f&#252;r Experten, die auch sicher sind, wenn sie sich bedroht f&#252;hlen, einen Streifschuss aufs Bein abzugeben......</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man sollte vielleicht nochmal eins herausstellen: Amokl&#228;ufe sind EXTREME Ausnahmen. Sie sind selten. Sehr selten. Die Wahrscheinlichkeit im Lotto den Jackpot zu gewinnen ist erheblich h&#246;her. Selbst wenn es in dieser extremen Ausnahme Sinn gemacht h&#228;tte, wenn die Studenten bewaffnet gewesen w&#228;ren, so stehen dagegen die viel h&#228;ufigeren F&#228;lle der t&#228;glichen Auseinandersetzung. Wie bereits gesagt, wir haben alleine in Deutschland mehr als 125.000 schwere K&#246;rperverletzungen im Jahr und zwar mit allem was gerade da war. Von St&#246;cken, Messern, Steinen zu Flaschen, Ketten &amp; meinetwegen Schraubenziehern. Alles k&#246;nnen verheerende Waffen sein, sinds nur in der Regel nicht, vor allem weil nach einem Angriff das Opfer meist am Boden liegt, ordentlich blutet oder t&#252;rmt. Man braucht aber in der Regel mehr als einen Angriff um zu t&#246;ten, im Unterschied zur Schusswaffe. Schusswaffen, insbesondere in H&#228;nden von adrenalindurchzogenen Amateuren sind erheblich t&#246;dlicher. Und der Gedanke, dass Leute mit Waffen rumrennen, die glauben ein Geschoss im Bein &#8220;mache ein bischen Aua&#8221;, ist alles andere als beruhigend. Manchem scheint nun gar nicht klar zu sein, dass Schusswaffen gebaut sind, um sehr, sehr t&#246;dlich zu sein. Und sie sind es auch. Schussverletzungen sind NICHT harmlos. Eine durchschlagene Arterie ist ausgesprochen t&#246;dlich. Ein Lungenschuss ist sehr schnell t&#246;dlich. Ein Schuss in die Leber ist sehr t&#246;dlich. Aber vermutlich halten sich die Schreiber von solchem Unsinn f&#252;r Experten, die auch sicher sind, wenn sie sich bedroht f&#252;hlen, einen Streifschuss aufs Bein abzugeben&#8230;&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17244</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 11:39:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17244</guid>
		<description>Punkte bedeuten mir nichts. Dein Verst&#228;ndnis w&#228;r mir lieber.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Punkte bedeuten mir nichts. Dein Verst&#228;ndnis w&#228;r mir lieber.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: _Corny aka Amica</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17243</link>
		<dc:creator>_Corny aka Amica</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 11:34:59 +0000</pubDate>
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		<description>@Boche

You&#039;ve got a point.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Boche</p>
<p>You&#8217;ve got a point.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17234</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 09:27:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17234</guid>
		<description>Stimmt, R.A.
Wobei die Frage des Waffenbesitzes in diesem Zusammenhang ja nicht von mir aufgeworfen wurde. Um das mal festzustellen. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stimmt, R.A.<br />
Wobei die Frage des Waffenbesitzes in diesem Zusammenhang ja nicht von mir aufgeworfen wurde. Um das mal festzustellen. <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17232</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 09:22:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17232</guid>
		<description>Eigentlich ist es doch unsinnig, anhand eines solchen Extremfalls Pro und Contra des allgemeinen Waffenbesitzes zu diskutieren.

Einerseits helfen restriktive Gesetze hier nicht (siehe Erfurt), andererseits w&#252;rde ich selbst bei v&#246;lliger Freigabe nicht Zeit und Geld investieren, um mich gegen ein so seltenes Risiko zu sch&#252;tzen.

Das Problem in diesem Fall war m. E. ohnehin, da&#223; die Polizei auf dem Campus unbewaffnet war.
Das ist wohl auch in der Logik der Waffengegner nicht so sinnvoll.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich ist es doch unsinnig, anhand eines solchen Extremfalls Pro und Contra des allgemeinen Waffenbesitzes zu diskutieren.</p>
<p>Einerseits helfen restriktive Gesetze hier nicht (siehe Erfurt), andererseits w&#252;rde ich selbst bei v&#246;lliger Freigabe nicht Zeit und Geld investieren, um mich gegen ein so seltenes Risiko zu sch&#252;tzen.</p>
<p>Das Problem in diesem Fall war m. E. ohnehin, da&#223; die Polizei auf dem Campus unbewaffnet war.<br />
Das ist wohl auch in der Logik der Waffengegner nicht so sinnvoll.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Markus Oliver</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17228</link>
		<dc:creator>Markus Oliver</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 07:52:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17228</guid>
		<description>Mir f&#228;llt da gerade noch etwas ein. Die Alternative Waffennitf&#252;hrungsrecht oder Wehrlosigkeit stellt sich so auch nicht. Man k&#246;nnte z.B. Elektroschockpistolen und Schutzwesten an bestimmte Personen in &#246;ffentlichen Einrichtungen austeilen. Au&#223;erdem k&#246;nnte man durch bauliche Ver&#228;nderungen das Risiko eines solchen Massenmordes signifikant senken. Denkbar w&#228;ren L&#246;sungen mit Schutzr&#228;umen und akkustischen Ortungsger&#228;ten, die der Polizei den Aufenthaltsort eines Sch&#252;tzens wenigstens ungef&#228;hr mitteilen. Diese Ideen sollen keineswegs abschlie&#223;end oder als allein ausreichend betrachtet werden. Auch sie w&#252;rden die Wahrscheinlichkeit eines Massenmordes nur senken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir f&#228;llt da gerade noch etwas ein. Die Alternative Waffennitf&#252;hrungsrecht oder Wehrlosigkeit stellt sich so auch nicht. Man k&#246;nnte z.B. Elektroschockpistolen und Schutzwesten an bestimmte Personen in &#246;ffentlichen Einrichtungen austeilen. Au&#223;erdem k&#246;nnte man durch bauliche Ver&#228;nderungen das Risiko eines solchen Massenmordes signifikant senken. Denkbar w&#228;ren L&#246;sungen mit Schutzr&#228;umen und akkustischen Ortungsger&#228;ten, die der Polizei den Aufenthaltsort eines Sch&#252;tzens wenigstens ungef&#228;hr mitteilen. Diese Ideen sollen keineswegs abschlie&#223;end oder als allein ausreichend betrachtet werden. Auch sie w&#252;rden die Wahrscheinlichkeit eines Massenmordes nur senken.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17227</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 07:17:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17227</guid>
		<description>@Corny

So lange du mir aber nicht den Grund deiner Entt&#228;uschung nennst (gern auch per Mail), kann ich schlecht drauf reagieren.

@alle

Im &#220;brigen war das Zusammentreffen dieser vielen unterschiedlichen und durchaus sachlich vertretenen Positionen genau das, was ich mir erhofft hatte. Vielen Dank daf&#252;r (und: gern weiter so)!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Corny</p>
<p>So lange du mir aber nicht den Grund deiner Entt&#228;uschung nennst (gern auch per Mail), kann ich schlecht drauf reagieren.</p>
<p>@alle</p>
<p>Im &#220;brigen war das Zusammentreffen dieser vielen unterschiedlichen und durchaus sachlich vertretenen Positionen genau das, was ich mir erhofft hatte. Vielen Dank daf&#252;r (und: gern weiter so)!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: der_gute_don</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17226</link>
		<dc:creator>der_gute_don</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 07:03:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17226</guid>
		<description>&lt;em&gt;Ihrer Logik “mehr Waffen == mehr Mi&#223;brauch” folgend, m&#252;&#223;ten also in Belgien, &#214;sterreich und der Schweiz geradezu abenteuerliche Verh&#228;ltnisse herrschen. In den besagten L&#228;ndern sind erheblich mehr Schu&#223;waffen im Umlauf als in der Bundesrepublik, und Ihrer Logik zufolge m&#252;&#223;ten dort also auch mehr Zwischenf&#228;lle stattfinden. 
Ein kurzer Blick in die Statistiken zeigt, da&#223; aber genau dies nicht der Fall ist — im Gegenteil ist gerade der schwerbewaffnete Schweizer ein offensichtlich ganz besonders friedliebender Zeitgenosse.&lt;/em&gt;

Ich nehme Du meinst registrierte Waffen? Auf welche Statistik beziehst Du Dich? Im &#220;brigen ist die Situation in den USA grotesk. Die Beschaffung ist spielend leicht, man mu&#223; nur in einen Nachbarstaat mit laxen Waffengesetzen fahren, dort kaufen und zur&#252;ckfahren. Das zeig mir mal in Dland, alte russische Milit&#228;rbest&#228;nde hin oder her, hier geh&#246;rt schon erhebliche kriminelle Energie dazu.  

Dar&#252;ber hinaus erscheint es mir sehr merkw&#252;rdig, wie in der stattfinden Diskussion Sachverhalte konstruiert werden in denen man punktuell eine Waffe braucht und daraus die prinzipielle freie Verteilung ableitet. Erinnert mich an alte Spielchen bei der Verweigerungskommission. &quot;Ihr Nachbarhaus wird durch Fliegereinheiten angegriffen, neben Ihnen steht ein Flakgesch&#252;tz, was tun Sie?&quot;

Diese Konstruktionen sind doch Augenwischerei, welchen Anteil haben Schusswaffenopfer in Situationen in denen man noch eine Chance h&#228;tte sich zu wehren. Selbst wenn, ist es der andere der die Kugel abbekommt, die Zahlen ver&#228;ndern sich vermutlich nicht ... 

Das sind Trag&#246;dien die den Blick der Menschen (wiedereinmal) auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen leiten. Es gibt nur eine Statistik die ich kenne, wer eine Waffe besitzt, bei dem steigt die Wahrscheinlichkeit durch eine Waffe verletzt oder get&#246;tet zu werden signifikant.

Auch wenn ich fachgerecht an verschiedenen Waffen ausgebildet wurde, bin ich zufrieden damit, da&#223; wir in Dland eine derart restriktive Waffenpolitik haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ihrer Logik “mehr Waffen == mehr Mi&#223;brauch” folgend, m&#252;&#223;ten also in Belgien, &#214;sterreich und der Schweiz geradezu abenteuerliche Verh&#228;ltnisse herrschen. In den besagten L&#228;ndern sind erheblich mehr Schu&#223;waffen im Umlauf als in der Bundesrepublik, und Ihrer Logik zufolge m&#252;&#223;ten dort also auch mehr Zwischenf&#228;lle stattfinden.<br />
Ein kurzer Blick in die Statistiken zeigt, da&#223; aber genau dies nicht der Fall ist — im Gegenteil ist gerade der schwerbewaffnete Schweizer ein offensichtlich ganz besonders friedliebender Zeitgenosse.</em></p>
<p>Ich nehme Du meinst registrierte Waffen? Auf welche Statistik beziehst Du Dich? Im &#220;brigen ist die Situation in den USA grotesk. Die Beschaffung ist spielend leicht, man mu&#223; nur in einen Nachbarstaat mit laxen Waffengesetzen fahren, dort kaufen und zur&#252;ckfahren. Das zeig mir mal in Dland, alte russische Milit&#228;rbest&#228;nde hin oder her, hier geh&#246;rt schon erhebliche kriminelle Energie dazu.  </p>
<p>Dar&#252;ber hinaus erscheint es mir sehr merkw&#252;rdig, wie in der stattfinden Diskussion Sachverhalte konstruiert werden in denen man punktuell eine Waffe braucht und daraus die prinzipielle freie Verteilung ableitet. Erinnert mich an alte Spielchen bei der Verweigerungskommission. &#8220;Ihr Nachbarhaus wird durch Fliegereinheiten angegriffen, neben Ihnen steht ein Flakgesch&#252;tz, was tun Sie?&#8221;</p>
<p>Diese Konstruktionen sind doch Augenwischerei, welchen Anteil haben Schusswaffenopfer in Situationen in denen man noch eine Chance h&#228;tte sich zu wehren. Selbst wenn, ist es der andere der die Kugel abbekommt, die Zahlen ver&#228;ndern sich vermutlich nicht &#8230; </p>
<p>Das sind Trag&#246;dien die den Blick der Menschen (wiedereinmal) auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen leiten. Es gibt nur eine Statistik die ich kenne, wer eine Waffe besitzt, bei dem steigt die Wahrscheinlichkeit durch eine Waffe verletzt oder get&#246;tet zu werden signifikant.</p>
<p>Auch wenn ich fachgerecht an verschiedenen Waffen ausgebildet wurde, bin ich zufrieden damit, da&#223; wir in Dland eine derart restriktive Waffenpolitik haben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Markus Oliver</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17225</link>
		<dc:creator>Markus Oliver</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 06:57:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17225</guid>
		<description>Was bei dieser ganzen Diskussion &#252;brigens v&#246;llig falsch eingesch&#228;tzt wird, ist die Art und Weise des Massenmordes: Die Morde an der VT sind gerade nicht als Amoklauf zu werten. Ein Amokl&#228;ufer handelt wohl eher in un&#252;berlegter Raserei. Das was landauf landab als Amoklauf bezeichnet wird, waren in der Mehrzahl geplante Massenmorde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was bei dieser ganzen Diskussion &#252;brigens v&#246;llig falsch eingesch&#228;tzt wird, ist die Art und Weise des Massenmordes: Die Morde an der VT sind gerade nicht als Amoklauf zu werten. Ein Amokl&#228;ufer handelt wohl eher in un&#252;berlegter Raserei. Das was landauf landab als Amoklauf bezeichnet wird, waren in der Mehrzahl geplante Massenmorde.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Björn</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17224</link>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 06:46:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17224</guid>
		<description>@Jubal:

Mein letztes Post bezog sich darauf, dass du so getan hast, als h&#228;tte hier irgendjemand alle Waffenbesitzer/Waffenbef&#252;rworter als &quot;Irre&quot; (du warst bisher der einzige der das Wort verwendete) bezeichnet. Und dann hast du uns mit dem Verweis auf Professor Librescu auch noch unterstellt, wir w&#252;rden hier die Opfer des Amoklaufs verh&#246;hnen. Das empfand ich als wirklich schlechten Stil.

Aber gut, gehen wir&#039;s anders an: Ich akzeptiere mal, dass meine Fragen im vorletzten Post auf dich nicht zutr&#228;fen und du selbst in einer Paniksituation einen k&#252;hlen Kopf bewahren und richtig handeln w&#252;rdest. W&#252;rdest du sagen, dass du von dir auf die Mehrheit der Waffenbesitzer schlie&#223;en kannst und sind die Situation die ich mir oben ausgemalt habe in irgendeiner Form realistisch oder w&#252;rden die Probleme sich gar nicht stellen? 

(Ernste Frage: Ich war nie in so einer Situation und hoffe auch, dass es so bleibt. Ich kann da also nur Gedankenkonstrukte entwerfen.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jubal:</p>
<p>Mein letztes Post bezog sich darauf, dass du so getan hast, als h&#228;tte hier irgendjemand alle Waffenbesitzer/Waffenbef&#252;rworter als &#8220;Irre&#8221; (du warst bisher der einzige der das Wort verwendete) bezeichnet. Und dann hast du uns mit dem Verweis auf Professor Librescu auch noch unterstellt, wir w&#252;rden hier die Opfer des Amoklaufs verh&#246;hnen. Das empfand ich als wirklich schlechten Stil.</p>
<p>Aber gut, gehen wir&#8217;s anders an: Ich akzeptiere mal, dass meine Fragen im vorletzten Post auf dich nicht zutr&#228;fen und du selbst in einer Paniksituation einen k&#252;hlen Kopf bewahren und richtig handeln w&#252;rdest. W&#252;rdest du sagen, dass du von dir auf die Mehrheit der Waffenbesitzer schlie&#223;en kannst und sind die Situation die ich mir oben ausgemalt habe in irgendeiner Form realistisch oder w&#252;rden die Probleme sich gar nicht stellen? </p>
<p>(Ernste Frage: Ich war nie in so einer Situation und hoffe auch, dass es so bleibt. Ich kann da also nur Gedankenkonstrukte entwerfen.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: _Corny aka Amica</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17221</link>
		<dc:creator>_Corny aka Amica</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 06:00:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17221</guid>
		<description>@Boche 

&lt;blockquote&gt;Tut mir leid, Corny, dass ich dich entt&#228;uscht habe.
Aber vielleicht ist dir ja auch die Nachdenklichkeit entgangen, die ich zu offenbaren versucht habe?&lt;/blockquote&gt;

Vielleicht ist es es nicht mehr als Einbildung, aber ich bilde mir ein, sie nicht &#252;berlesen zu haben. Und dennoch bin ich spontan entt&#228;uscht. Vielleicht bin ich einfach extrem empfindlich - mag sein - aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich &lt;em&gt;zu&lt;/em&gt; empfindlich bin.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Boche </p>
<blockquote><p>Tut mir leid, Corny, dass ich dich entt&#228;uscht habe.<br />
Aber vielleicht ist dir ja auch die Nachdenklichkeit entgangen, die ich zu offenbaren versucht habe?</p></blockquote>
<p>Vielleicht ist es es nicht mehr als Einbildung, aber ich bilde mir ein, sie nicht &#252;berlesen zu haben. Und dennoch bin ich spontan entt&#228;uscht. Vielleicht bin ich einfach extrem empfindlich &#8211; mag sein &#8211; aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich <em>zu</em> empfindlich bin.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Markus Oliver</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17220</link>
		<dc:creator>Markus Oliver</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 05:02:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17220</guid>
		<description>@ LukeNukem: Meine Logik lautet Mehr Wafffen=Mehr MissbrauchsM&#214;GLICHKEIT.

Nat&#252;rlich muss es Gr&#252;nde haben, warum es in einigen L&#228;ndern viele Waffen und wenig Amokl&#228;ufe gibt. Der Grund liegt zum einen vermutlich in der geringeren Bev&#246;lkerungsmasse. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich darunter ein Psychopath befindent, der zum Amoklauf neigt, ist nat&#252;rlich ebenso geringer. Meine Ausf&#252;hrungen bezogen sich ja auch in erster Linie auf das M&#228;rchen von der Verteidigungsf&#228;higkeit.

Der Grund liegt wohl aber auch in den anderen sozialen Umst&#228;nden. Die Anwendung von Gewalt ist in Europa lange nicht so verbreitet wie in den USA. Ich erinnere mich noch an alte FBI-Berichte, in denen von der Brandschatzung eines ganzen Wohnviertels im Zuge von Drogenverteilungsk&#228;mpfen unter Dominikanern in der N&#228;he von New York berichtet wurde. Bei solchen Zust&#228;nden w&#252;rde hier erst die Bundespolizei und dann die Bundeswehr aufmarschieren, nat&#252;rlich nach der sofort durchgef&#252;hrten GG-&#196;nderung.

Die albernen Trefferquoten von Jubel kann wollte ich erst nicht kommentieren. Im Deutschuss sind solche Treffen wohl nur f&#252;r wenige Menschen zu realisieren. 

Es ist auch falsch davon auszugehen, dass Waffengesetze nichts bringen w&#252;rden. Die Verf&#252;gbarbeit von Waffen sinkt nun einmal damit. Das man sich auf dem Schwarzmarkt eine Waffe besorgen kann, ist keine Frage. Nat&#252;rlich geht das, aber es ist mit dem Risiko verbunden. Und au&#223;erdem hat die Polizei die M&#246;glichkeit Waffen einzuziehen. Diese M&#246;glichkeit h&#228;tte sie ohne die Waffengesetze nicht. Waffengesetze senken also die Waffenverbreitung.

Dazu kommt noch, dass man nat&#252;rlich auch mit Alltagsgegenst&#228;nden morden kann. Aber das ist wesentlich schwerer als mit einer Glock 17, bei der sich das Magazin mit der Waffenhand aus der Waffe l&#246;sen l&#228;sst und das n&#228;chste Magazin mit der Waffe im Anschlag mit der freien Hand nachgef&#252;hrt werden kann. 

Mehr als die Wahrscheinlichkeit eines Massenmordes kann man mit einem Waffenverbot nicht senken. Das sollte aber Ansporn genug sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ LukeNukem: Meine Logik lautet Mehr Wafffen=Mehr MissbrauchsM&#214;GLICHKEIT.</p>
<p>Nat&#252;rlich muss es Gr&#252;nde haben, warum es in einigen L&#228;ndern viele Waffen und wenig Amokl&#228;ufe gibt. Der Grund liegt zum einen vermutlich in der geringeren Bev&#246;lkerungsmasse. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich darunter ein Psychopath befindent, der zum Amoklauf neigt, ist nat&#252;rlich ebenso geringer. Meine Ausf&#252;hrungen bezogen sich ja auch in erster Linie auf das M&#228;rchen von der Verteidigungsf&#228;higkeit.</p>
<p>Der Grund liegt wohl aber auch in den anderen sozialen Umst&#228;nden. Die Anwendung von Gewalt ist in Europa lange nicht so verbreitet wie in den USA. Ich erinnere mich noch an alte FBI-Berichte, in denen von der Brandschatzung eines ganzen Wohnviertels im Zuge von Drogenverteilungsk&#228;mpfen unter Dominikanern in der N&#228;he von New York berichtet wurde. Bei solchen Zust&#228;nden w&#252;rde hier erst die Bundespolizei und dann die Bundeswehr aufmarschieren, nat&#252;rlich nach der sofort durchgef&#252;hrten GG-&#196;nderung.</p>
<p>Die albernen Trefferquoten von Jubel kann wollte ich erst nicht kommentieren. Im Deutschuss sind solche Treffen wohl nur f&#252;r wenige Menschen zu realisieren. </p>
<p>Es ist auch falsch davon auszugehen, dass Waffengesetze nichts bringen w&#252;rden. Die Verf&#252;gbarbeit von Waffen sinkt nun einmal damit. Das man sich auf dem Schwarzmarkt eine Waffe besorgen kann, ist keine Frage. Nat&#252;rlich geht das, aber es ist mit dem Risiko verbunden. Und au&#223;erdem hat die Polizei die M&#246;glichkeit Waffen einzuziehen. Diese M&#246;glichkeit h&#228;tte sie ohne die Waffengesetze nicht. Waffengesetze senken also die Waffenverbreitung.</p>
<p>Dazu kommt noch, dass man nat&#252;rlich auch mit Alltagsgegenst&#228;nden morden kann. Aber das ist wesentlich schwerer als mit einer Glock 17, bei der sich das Magazin mit der Waffenhand aus der Waffe l&#246;sen l&#228;sst und das n&#228;chste Magazin mit der Waffe im Anschlag mit der freien Hand nachgef&#252;hrt werden kann. </p>
<p>Mehr als die Wahrscheinlichkeit eines Massenmordes kann man mit einem Waffenverbot nicht senken. Das sollte aber Ansporn genug sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jubal Harshaw</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17219</link>
		<dc:creator>Jubal Harshaw</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 04:07:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17219</guid>
		<description>@  LukeNukem
ich stimme dir zu!
Allerdings solltest du dir einmal gute IPSC-Sch&#252;tzen ansehen :-)
Ein guter Sch&#252;tze im DSB wird auf 25 m Streukreise erzielen, die beeindruckend sind und vor denen ich meinen Hut ziehe.
Bei IPSC ist die Entfernung h&#228;ufig geringer, die Trefferzone gr&#246;&#223;er aber f&#252;r die Wertung z&#228;hlen Treffer / Zeit. Auch hier findet man beeindruckende Sportler.
Sowohl ein Sprinter als auch ein Marathonl&#228;ufer versuchen ihr Ziel zu erreichen. Ein Weltklasse-Sprinter wird bei einem Marathonlauf aber ein trauriges Bild liefern und der Marathonl&#228;ufer wird auf 100 m wohl auch nicht auf dem Siegertreppchen stehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@  LukeNukem<br />
ich stimme dir zu!<br />
Allerdings solltest du dir einmal gute IPSC-Sch&#252;tzen ansehen <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
Ein guter Sch&#252;tze im DSB wird auf 25 m Streukreise erzielen, die beeindruckend sind und vor denen ich meinen Hut ziehe.<br />
Bei IPSC ist die Entfernung h&#228;ufig geringer, die Trefferzone gr&#246;&#223;er aber f&#252;r die Wertung z&#228;hlen Treffer / Zeit. Auch hier findet man beeindruckende Sportler.<br />
Sowohl ein Sprinter als auch ein Marathonl&#228;ufer versuchen ihr Ziel zu erreichen. Ein Weltklasse-Sprinter wird bei einem Marathonlauf aber ein trauriges Bild liefern und der Marathonl&#228;ufer wird auf 100 m wohl auch nicht auf dem Siegertreppchen stehen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: LukeNukem</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17218</link>
		<dc:creator>LukeNukem</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 03:30:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/#comment-17218</guid>
		<description>Markus Oliver schrieb: 
&gt; Mehr Waffen = mehr Missbrauchsm&#246;glichkeiten 

Jemanden mit einer hinreichenden kriminellen Energie interessieren Waffengesetze recht wenig. Wenn sich T&#228;ter durch die ihnen von Ihnen unterstellte Gesetzestreue auszeichneten, w&#252;rde es v&#246;llig ausreichen, Straftaten zu verbieten -- was in aller Regel bereits der Fall ist. Da&#223; trotz des Verbotes aber dennoch Straftaten begangen werden, zeigt den Denkfehler Ihres Arguments: Gesetze formen keine Realit&#228;t, an die sich Kriminelle halten. Was also wollen Sie mit einem Waffengesetze gegen jemanden ausrichten, der sich qua definitionem nicht an Gesetze h&#228;lt? Schon diese Ihre Annahme ist naiv, wenn nicht gar absurd. 

Der zweite Punkt, an dem Ihre Gleichung nicht aufgeht, ist die Unterstellung, da&#223; Waffengesetze die Verf&#252;gbarkeit von Waffen einschr&#228;nken k&#246;nnten. Dies ist jedoch tats&#228;chlich nicht der Fall. In jeder gr&#246;&#223;eren Stadt der Bundesrepublik ist es kinderleicht, an eine Schu&#223;waffe zu gelangen. Die Versorgung krimineller Elemente mit Schu&#223;waffen l&#228;&#223;t sich nicht eind&#228;mmen; Waffengesetze betreffen ausschlie&#223;lich den gesetzestreuen B&#252;rger, gehen an Kriminellen jedoch spurlos vor&#252;ber. Alte Kollegen, die in diesem Umfeld t&#228;tig waren, berichten &#252;bereinstimmend, an manchem Hauptbahnhof werde man besser bedient und beraten als in den meisten Waffengesch&#228;ften. Mir selbst hat ein Krimineller schon einmal einen mehr als zweist&#252;ndigen, sagenhaft guten Vortrag &#252;ber Mannstoppwirkung, Au&#223;en- und Zielballistik verschiedener Projektiltypen gehalten -- meine Ausbilder h&#228;tten das nicht besser hinbekommen. 

Dabei schlie&#223;e ich nicht aus, da&#223; eine geringere Verf&#252;gbarkeit von Schu&#223;waffen f&#252;r &quot;normale B&#252;rger&quot; durchaus das Potential von Schu&#223;waffenzwischenf&#228;llen mindern k&#246;nnte -- mit &quot;Zwischenf&#228;llen&quot; ist hier die Summe aus Straftaten und Unf&#228;llen gemeint. Wer keine Waffe hat, erschie&#223;t sich selten bei deren Reinigung. Andererseits sind Gewalttaten mit legalen Schu&#223;waffen die absolute Ausnahme und in der Statistik ohne Relevanz, dasselbe gilt f&#252;r Unf&#228;lle mit legalen Schu&#223;waffen. Zugestanden sei hier, da&#223; legale Schu&#223;waffenbesitzer hierzulande eine umfassende Sachkunde im Umgang mit der Waffe sowie Zuverl&#228;ssigkeit und ein Bed&#252;rfnis nachweisen m&#252;ssen. 

Wenn Ihre Logik aufginge, m&#252;&#223;te sie sich jedoch empirisch belegen lassen. In unseren Nachbarl&#228;ndern Belgien, Schweiz und &#214;sterreich sind die Waffengesetze weniger streng als hierzulande. In Belgien und &#214;sterreich d&#252;rfen vollj&#228;hrige B&#252;rger Langwaffen frei erwerben und m&#252;ssen sie nur registrieren lassen; Kurzwaffen bed&#252;rfen einer Erlaubnis, die die zust&#228;ndige Beh&#246;rde allerdings immer erteilen mu&#223;, wenn der Antragsteller nicht vorbestraft ist. In der Schweiz r&#252;stete der Staat seine B&#252;rger sogar selbst auf: fr&#252;her bekam jeder Rekrut am Ende seines Wehrdienstes ein Sturmgewehr nebst scharfer Munition mit nach Hause. Wohlgemerkt: dabei handelte es sich um eine vollautomatische Schnellfeuerwaffe, die hierzulande unter das Kriegswaffenkontrollgesetz f&#228;llt. Sowas d&#252;rfen zuverl&#228;ssigkeits- und sachverstandsgepr&#252;fte v&#246;llig legale Inhaber einer Waffenbesitzkarte hier nur mit einer Sondergenehmigung und besonderen Bed&#252;rfnisnachweisen erwerben, geschweige denn f&#252;hren; sogar Plastikmodelle derartiger Waffen d&#252;rfen hierzulande zwar erworben, aber nicht zusammengebaut werden. 

Ihrer Logik &quot;mehr Waffen == mehr Mi&#223;brauch&quot; folgend, m&#252;&#223;ten also in Belgien, &#214;sterreich und der Schweiz geradezu abenteuerliche Verh&#228;ltnisse herrschen. In den besagten L&#228;ndern sind erheblich mehr Schu&#223;waffen im Umlauf als in der Bundesrepublik, und Ihrer Logik zufolge m&#252;&#223;ten dort also auch mehr Zwischenf&#228;lle stattfinden. Ein kurzer Blick in die Statistiken zeigt, da&#223; aber genau dies nicht der Fall ist -- im Gegenteil ist gerade der schwerbewaffnete Schweizer ein offensichtlich ganz besonders friedliebender Zeitgenosse. 

In den wegen ihrer angeblich zu laxen Waffengesetzgebung vielgescholtenen USA sind die Waffengesetze gr&#246;&#223;tenteils Aufgabe der Bundesstaaten und dortselbst h&#246;chst unterschiedlich geregelt. In Washington, DC zum Beispiel ist der private Besitz von Schu&#223;waffen vollst&#228;ndig verboten, im Nachbarstaat Maryland sind Waffen nur mit strengen Auflagen &#228;hnlich wie in der BRD erlaubt, und im s&#252;dlichen Nachbarstaat Virginia gibt es Schu&#223;waffen fast unbeschr&#228;nkt. Trotzdem wies die Kriminalstatistik 2002 ausgerechnet f&#252;r Washington, DC die h&#246;chste Mordrate der gesamten Vereinigten Staaten aus, die etwa zehnmal h&#246;her lag als beispielsweise in New York -- das &#252;brigens ebenfalls eine f&#252;r US-Verh&#228;ltnisse recht strenge Waffengesetzgebung hat. Bei einem Vergleich aller Gewaltstraftaten liegt Washington aber &quot;nur&quot; auf Platz drei: die Spitze h&#228;lt hier Detroit, gefolgt Baltimore -- im restriktiven Maryland. 

All dies sind vielleicht keine harten, eindeutigen Beweise, aber doch immerhin starke Indizien daf&#252;r, da&#223; Schu&#223;waffenverbreitung, -gesetzgebung und -zwischenf&#228;lle nicht korrelieren. Offenbar l&#228;&#223;t die Empirie keine belegbaren R&#252;ckschl&#252;sse auf eine Relation zwischen der Sch&#228;rfe von Waffengesetzen, der Verf&#252;gbarkeit von Schu&#223;waffen und dem Mi&#223;brauch derselben erkennen. F&#252;r die Sicherheit der B&#252;rger sind die Waffengesetze ohne Relevanz -- weder ein besonders scharfes, noch ein besonders laxes Waffengesetz wirken sich signifikant auf die Statistik aus. 

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: mir geht es nicht um die Lockerung unserer Waffengesetze. Mir liegen auch Verschw&#246;rungstheorien fern wie jene, die der Chefredakteur eines Fachmagazins vor einigen Jahren formulierte: unbewaffnete B&#252;rger lie&#223;en sich leichter beherrschen. Aber Sicherheit vor T&#228;tern und Mi&#223;brauch war und ist ein schlechtes, weil allzu leicht widerlegbares Argument. Gesetzliche Vorschriften und Verbote funktionieren bei Waffen ebensowenig wie bei Drogen: wer will, kommt daran. 

Der Mi&#223;brauch von Schu&#223;waffen in westlichen Gesellschaften ist als kriminelle Handlung vornehmlich ein soziales Problem, das sich wie alle sozialen Probleme mit technischen oder juristischen Mitteln nicht l&#246;sen l&#228;&#223;t. Bez&#252;glich der Amokl&#228;ufer in Erfurt, Emsdetten und jetzt wieder mu&#223; man vielleicht einmal wieder daran erinnern, da&#223; Menschen nicht von Waffen, sondern von Menschen get&#246;tet werden. Waffen sind letztlich ein Werkzeug und nur so gut oder schlecht wie ihr Bediener. Es nutzt nichts, das Werkzeug zu verteufeln oder zu verbieten, wenn das tats&#228;chliche Problem der Benutzer ist. 

Genau das ist, letztlich, mein Punkt: das Problem sind nicht Waffen, Killerspiele, Horrorvideos, Hasch oder Rock&#039;n&#039;Roll, sondern verzweifelte Gewaltt&#228;ter. Wer m&#246;glichst spektakul&#228;r mit der Welt abschlie&#223;en will, findet einen Weg -- die Motors&#228;ge aus dem (im?) Baumarkt, das Auto in der Fu&#223;g&#228;ngerzone, das Katana aus dem Devotionalienhandel oder der selbstgebastelte Flammenwerfer tuns schlie&#223;lich auch. Um perspektivlos Zur&#252;ckgelassene wie Robert S. und frustrierte Alleingelassene wie Bastian B. zu stoppen, sind Waffengesetze der denkbar ungeeignetste Weg. Dies nicht zuletzt deswegen, weil beispielsweise Bastian B. sich vornehmlich Waffen bediente, die er vollkommen legal erworben oder selbst hergestellt hatte. 

PS: Ich bin &#252;brigens legaler Schu&#223;waffenbesitzer -- ein Relikt eines fr&#252;her ausge&#252;bten Berufes -- und schie&#223;e immer noch gerne, aber bei Weitem nicht so gut wie der Kommentator Jubal Harshaw: wer innerhalb von f&#252;nfzig Sekunden f&#252;nfzig Treffer auf mehrere unterschiedliche, gar bewegte Ziele erzielt, und dann auch noch mit einer so starken Patrone wie der 9mm Parabellum, der sollte bei der Olympiaqualifikation nichtmal mit verbundenen Augen Probleme haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Markus Oliver schrieb:<br />
&gt; Mehr Waffen = mehr Missbrauchsm&#246;glichkeiten </p>
<p>Jemanden mit einer hinreichenden kriminellen Energie interessieren Waffengesetze recht wenig. Wenn sich T&#228;ter durch die ihnen von Ihnen unterstellte Gesetzestreue auszeichneten, w&#252;rde es v&#246;llig ausreichen, Straftaten zu verbieten &#8212; was in aller Regel bereits der Fall ist. Da&#223; trotz des Verbotes aber dennoch Straftaten begangen werden, zeigt den Denkfehler Ihres Arguments: Gesetze formen keine Realit&#228;t, an die sich Kriminelle halten. Was also wollen Sie mit einem Waffengesetze gegen jemanden ausrichten, der sich qua definitionem nicht an Gesetze h&#228;lt? Schon diese Ihre Annahme ist naiv, wenn nicht gar absurd. </p>
<p>Der zweite Punkt, an dem Ihre Gleichung nicht aufgeht, ist die Unterstellung, da&#223; Waffengesetze die Verf&#252;gbarkeit von Waffen einschr&#228;nken k&#246;nnten. Dies ist jedoch tats&#228;chlich nicht der Fall. In jeder gr&#246;&#223;eren Stadt der Bundesrepublik ist es kinderleicht, an eine Schu&#223;waffe zu gelangen. Die Versorgung krimineller Elemente mit Schu&#223;waffen l&#228;&#223;t sich nicht eind&#228;mmen; Waffengesetze betreffen ausschlie&#223;lich den gesetzestreuen B&#252;rger, gehen an Kriminellen jedoch spurlos vor&#252;ber. Alte Kollegen, die in diesem Umfeld t&#228;tig waren, berichten &#252;bereinstimmend, an manchem Hauptbahnhof werde man besser bedient und beraten als in den meisten Waffengesch&#228;ften. Mir selbst hat ein Krimineller schon einmal einen mehr als zweist&#252;ndigen, sagenhaft guten Vortrag &#252;ber Mannstoppwirkung, Au&#223;en- und Zielballistik verschiedener Projektiltypen gehalten &#8212; meine Ausbilder h&#228;tten das nicht besser hinbekommen. </p>
<p>Dabei schlie&#223;e ich nicht aus, da&#223; eine geringere Verf&#252;gbarkeit von Schu&#223;waffen f&#252;r &#8220;normale B&#252;rger&#8221; durchaus das Potential von Schu&#223;waffenzwischenf&#228;llen mindern k&#246;nnte &#8212; mit &#8220;Zwischenf&#228;llen&#8221; ist hier die Summe aus Straftaten und Unf&#228;llen gemeint. Wer keine Waffe hat, erschie&#223;t sich selten bei deren Reinigung. Andererseits sind Gewalttaten mit legalen Schu&#223;waffen die absolute Ausnahme und in der Statistik ohne Relevanz, dasselbe gilt f&#252;r Unf&#228;lle mit legalen Schu&#223;waffen. Zugestanden sei hier, da&#223; legale Schu&#223;waffenbesitzer hierzulande eine umfassende Sachkunde im Umgang mit der Waffe sowie Zuverl&#228;ssigkeit und ein Bed&#252;rfnis nachweisen m&#252;ssen. </p>
<p>Wenn Ihre Logik aufginge, m&#252;&#223;te sie sich jedoch empirisch belegen lassen. In unseren Nachbarl&#228;ndern Belgien, Schweiz und &#214;sterreich sind die Waffengesetze weniger streng als hierzulande. In Belgien und &#214;sterreich d&#252;rfen vollj&#228;hrige B&#252;rger Langwaffen frei erwerben und m&#252;ssen sie nur registrieren lassen; Kurzwaffen bed&#252;rfen einer Erlaubnis, die die zust&#228;ndige Beh&#246;rde allerdings immer erteilen mu&#223;, wenn der Antragsteller nicht vorbestraft ist. In der Schweiz r&#252;stete der Staat seine B&#252;rger sogar selbst auf: fr&#252;her bekam jeder Rekrut am Ende seines Wehrdienstes ein Sturmgewehr nebst scharfer Munition mit nach Hause. Wohlgemerkt: dabei handelte es sich um eine vollautomatische Schnellfeuerwaffe, die hierzulande unter das Kriegswaffenkontrollgesetz f&#228;llt. Sowas d&#252;rfen zuverl&#228;ssigkeits- und sachverstandsgepr&#252;fte v&#246;llig legale Inhaber einer Waffenbesitzkarte hier nur mit einer Sondergenehmigung und besonderen Bed&#252;rfnisnachweisen erwerben, geschweige denn f&#252;hren; sogar Plastikmodelle derartiger Waffen d&#252;rfen hierzulande zwar erworben, aber nicht zusammengebaut werden. </p>
<p>Ihrer Logik &#8220;mehr Waffen == mehr Mi&#223;brauch&#8221; folgend, m&#252;&#223;ten also in Belgien, &#214;sterreich und der Schweiz geradezu abenteuerliche Verh&#228;ltnisse herrschen. In den besagten L&#228;ndern sind erheblich mehr Schu&#223;waffen im Umlauf als in der Bundesrepublik, und Ihrer Logik zufolge m&#252;&#223;ten dort also auch mehr Zwischenf&#228;lle stattfinden. Ein kurzer Blick in die Statistiken zeigt, da&#223; aber genau dies nicht der Fall ist &#8212; im Gegenteil ist gerade der schwerbewaffnete Schweizer ein offensichtlich ganz besonders friedliebender Zeitgenosse. </p>
<p>In den wegen ihrer angeblich zu laxen Waffengesetzgebung vielgescholtenen USA sind die Waffengesetze gr&#246;&#223;tenteils Aufgabe der Bundesstaaten und dortselbst h&#246;chst unterschiedlich geregelt. In Washington, DC zum Beispiel ist der private Besitz von Schu&#223;waffen vollst&#228;ndig verboten, im Nachbarstaat Maryland sind Waffen nur mit strengen Auflagen &#228;hnlich wie in der BRD erlaubt, und im s&#252;dlichen Nachbarstaat Virginia gibt es Schu&#223;waffen fast unbeschr&#228;nkt. Trotzdem wies die Kriminalstatistik 2002 ausgerechnet f&#252;r Washington, DC die h&#246;chste Mordrate der gesamten Vereinigten Staaten aus, die etwa zehnmal h&#246;her lag als beispielsweise in New York &#8212; das &#252;brigens ebenfalls eine f&#252;r US-Verh&#228;ltnisse recht strenge Waffengesetzgebung hat. Bei einem Vergleich aller Gewaltstraftaten liegt Washington aber &#8220;nur&#8221; auf Platz drei: die Spitze h&#228;lt hier Detroit, gefolgt Baltimore &#8212; im restriktiven Maryland. </p>
<p>All dies sind vielleicht keine harten, eindeutigen Beweise, aber doch immerhin starke Indizien daf&#252;r, da&#223; Schu&#223;waffenverbreitung, -gesetzgebung und -zwischenf&#228;lle nicht korrelieren. Offenbar l&#228;&#223;t die Empirie keine belegbaren R&#252;ckschl&#252;sse auf eine Relation zwischen der Sch&#228;rfe von Waffengesetzen, der Verf&#252;gbarkeit von Schu&#223;waffen und dem Mi&#223;brauch derselben erkennen. F&#252;r die Sicherheit der B&#252;rger sind die Waffengesetze ohne Relevanz &#8212; weder ein besonders scharfes, noch ein besonders laxes Waffengesetz wirken sich signifikant auf die Statistik aus. </p>
<p>Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: mir geht es nicht um die Lockerung unserer Waffengesetze. Mir liegen auch Verschw&#246;rungstheorien fern wie jene, die der Chefredakteur eines Fachmagazins vor einigen Jahren formulierte: unbewaffnete B&#252;rger lie&#223;en sich leichter beherrschen. Aber Sicherheit vor T&#228;tern und Mi&#223;brauch war und ist ein schlechtes, weil allzu leicht widerlegbares Argument. Gesetzliche Vorschriften und Verbote funktionieren bei Waffen ebensowenig wie bei Drogen: wer will, kommt daran. </p>
<p>Der Mi&#223;brauch von Schu&#223;waffen in westlichen Gesellschaften ist als kriminelle Handlung vornehmlich ein soziales Problem, das sich wie alle sozialen Probleme mit technischen oder juristischen Mitteln nicht l&#246;sen l&#228;&#223;t. Bez&#252;glich der Amokl&#228;ufer in Erfurt, Emsdetten und jetzt wieder mu&#223; man vielleicht einmal wieder daran erinnern, da&#223; Menschen nicht von Waffen, sondern von Menschen get&#246;tet werden. Waffen sind letztlich ein Werkzeug und nur so gut oder schlecht wie ihr Bediener. Es nutzt nichts, das Werkzeug zu verteufeln oder zu verbieten, wenn das tats&#228;chliche Problem der Benutzer ist. </p>
<p>Genau das ist, letztlich, mein Punkt: das Problem sind nicht Waffen, Killerspiele, Horrorvideos, Hasch oder Rock&#8217;n'Roll, sondern verzweifelte Gewaltt&#228;ter. Wer m&#246;glichst spektakul&#228;r mit der Welt abschlie&#223;en will, findet einen Weg &#8212; die Motors&#228;ge aus dem (im?) Baumarkt, das Auto in der Fu&#223;g&#228;ngerzone, das Katana aus dem Devotionalienhandel oder der selbstgebastelte Flammenwerfer tuns schlie&#223;lich auch. Um perspektivlos Zur&#252;ckgelassene wie Robert S. und frustrierte Alleingelassene wie Bastian B. zu stoppen, sind Waffengesetze der denkbar ungeeignetste Weg. Dies nicht zuletzt deswegen, weil beispielsweise Bastian B. sich vornehmlich Waffen bediente, die er vollkommen legal erworben oder selbst hergestellt hatte. </p>
<p>PS: Ich bin &#252;brigens legaler Schu&#223;waffenbesitzer &#8212; ein Relikt eines fr&#252;her ausge&#252;bten Berufes &#8212; und schie&#223;e immer noch gerne, aber bei Weitem nicht so gut wie der Kommentator Jubal Harshaw: wer innerhalb von f&#252;nfzig Sekunden f&#252;nfzig Treffer auf mehrere unterschiedliche, gar bewegte Ziele erzielt, und dann auch noch mit einer so starken Patrone wie der 9mm Parabellum, der sollte bei der Olympiaqualifikation nichtmal mit verbundenen Augen Probleme haben.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jubal Harshaw</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17217</link>
		<dc:creator>Jubal Harshaw</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 01:39:39 +0000</pubDate>
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		<description>@ Bj&#246;rn

http://en.wikipedia.org/wiki/Appalachian_School_of_Law_shooting
The Appalachian School of Law shooting occurred January 16, 2002, at the Appalachian School of Law, an American Bar Association accredited private law school in Grundy, Virginia, United States. Three people were killed (and three others wounded) when a disgruntled former student opened fire in the school with a handgun.
The shooting

On January 16, 2002, Peter Odighizuwa, 43, of Nigeria, who had recently flunked out of the Appalachian School of Law, arrived at the school. Odighizuwa first discussed his academic suspension with professor Dale Rubin, where it is reported that he told Rubin to pray for him.[1] Odighizuwa then walked to the offices of Dean Anthony Sutin and Professor Thomas Blackwell, where Odighizuwa opened fire with a .380 ACP semi-automatic handgun. According to a county coroner, powder burns indicated that both people were shot at point blank range.[2] Killed along with the two staff members was a student, Angela Denise Dales, age 33. Three other people were wounded.

Students subdued Odighizuwa

When Odighizuwa exited the building where the shooting took place, he was approached by two students with personal firearms.[3] At the first sound of gunfire, fellow students Tracy Bridges and Mikael Gross (an off-duty police officer)[4], unbeknownst to the other, had run to their vehicles to grab their personal firearms[5] (with Bridges pulling his .357 Magnum pistol from beneath the driver&#039;s seat of his Chevy Tahoe). As Bridges later told the Richmond Times Dispatch, he was prepared to shoot to kill.[6]

Bridges and Gross approached Odighizuwa from different angles, with Bridges yelling at Odighizuwa to drop his gun.[7] Odighizuwa then dropped his firearm and was subdued by a third student, Ted Besen, who was unarmed.[8] Once Odighizuwa was securely held down Gross went back to his vehicle and retrieved handcuffs to help hold Odighizuwa until police could arrive. Police reports noted there were two empty eight round magazines belonging to Odighizuwa’s handgun. It is unclear whether Odighizuwa ran out of ammunition or if there was still a round in the chamber at the time that he dropped his firearm.

Zum Abbau von Vorurteilen kann ich eine Lekt&#252;re der angegeben Quellen empfehlen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Bj&#246;rn</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Appalachian_School_of_Law_shooting" rel="nofollow">http://en.wikipedia.org/wiki/Appalachian_School_of_Law_shooting</a><br />
The Appalachian School of Law shooting occurred January 16, 2002, at the Appalachian School of Law, an American Bar Association accredited private law school in Grundy, Virginia, United States. Three people were killed (and three others wounded) when a disgruntled former student opened fire in the school with a handgun.<br />
The shooting</p>
<p>On January 16, 2002, Peter Odighizuwa, 43, of Nigeria, who had recently flunked out of the Appalachian School of Law, arrived at the school. Odighizuwa first discussed his academic suspension with professor Dale Rubin, where it is reported that he told Rubin to pray for him.[1] Odighizuwa then walked to the offices of Dean Anthony Sutin and Professor Thomas Blackwell, where Odighizuwa opened fire with a .380 ACP semi-automatic handgun. According to a county coroner, powder burns indicated that both people were shot at point blank range.[2] Killed along with the two staff members was a student, Angela Denise Dales, age 33. Three other people were wounded.</p>
<p>Students subdued Odighizuwa</p>
<p>When Odighizuwa exited the building where the shooting took place, he was approached by two students with personal firearms.[3] At the first sound of gunfire, fellow students Tracy Bridges and Mikael Gross (an off-duty police officer)[4], unbeknownst to the other, had run to their vehicles to grab their personal firearms[5] (with Bridges pulling his .357 Magnum pistol from beneath the driver&#8217;s seat of his Chevy Tahoe). As Bridges later told the Richmond Times Dispatch, he was prepared to shoot to kill.[6]</p>
<p>Bridges and Gross approached Odighizuwa from different angles, with Bridges yelling at Odighizuwa to drop his gun.[7] Odighizuwa then dropped his firearm and was subdued by a third student, Ted Besen, who was unarmed.[8] Once Odighizuwa was securely held down Gross went back to his vehicle and retrieved handcuffs to help hold Odighizuwa until police could arrive. Police reports noted there were two empty eight round magazines belonging to Odighizuwa’s handgun. It is unclear whether Odighizuwa ran out of ammunition or if there was still a round in the chamber at the time that he dropped his firearm.</p>
<p>Zum Abbau von Vorurteilen kann ich eine Lekt&#252;re der angegeben Quellen empfehlen.</p>
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		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17212</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2007 23:11:32 +0000</pubDate>
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		<description>@Jubal:
Vielleicht muss/darf/kann ich gl&#252;cklich sein, nicht da zu leben, wo Du leben musst. Die meisten Menschen, die neben mir sitzen, sind freundliche Mitmenschen. Ich muss weder beim Fr&#252;hst&#252;ck, noch in der U-Bahn, noch auf dem &quot;Schei&#223;haus&quot;, damit rechnen, erschossen zu werden. Und mal ehrlich: Das geht den meisten Menschen auf der Welt so...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jubal:<br />
Vielleicht muss/darf/kann ich gl&#252;cklich sein, nicht da zu leben, wo Du leben musst. Die meisten Menschen, die neben mir sitzen, sind freundliche Mitmenschen. Ich muss weder beim Fr&#252;hst&#252;ck, noch in der U-Bahn, noch auf dem &#8220;Schei&#223;haus&#8221;, damit rechnen, erschossen zu werden. Und mal ehrlich: Das geht den meisten Menschen auf der Welt so&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Björn</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/04/17/massaker-an-wehrlosen/comment-page-2/#comment-17211</link>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2007 22:48:32 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;i&gt;Nicht auszudenken, wenn dieser Irre auch noch bewaffnet gewesen w&#228;re!&lt;/i&gt;

So kann man sich nat&#252;rlich auch einen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Strohmann-Argument&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Strohmann&lt;/a&gt; aufbauen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Nicht auszudenken, wenn dieser Irre auch noch bewaffnet gewesen w&#228;re!</i></p>
<p>So kann man sich nat&#252;rlich auch einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Strohmann-Argument" rel="nofollow">Strohmann</a> aufbauen.</p>
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