12. April 2007
Spielzeug eines Verfassungsministers
Wenn ich die Meldungen des heutigen Tages zur elektronischen Speicherung der Passbilder und Fingerabdrücke unbescholtener Bürger lese, dann kommt mir der Gedanke, dass man unsere Verfassung umgehend vor einem der Verfassungsminister schützen sollte, bevor es zu spät ist. Und vielleicht könnte gleich mal jemand nachsehen, ob auf Herrn Schäubles Schreibtisch schon ein solches Spielzeug herumsteht — wundern würde es mich nicht. Mit der Verfassung darf man aber nicht spielen wie mit einem Abhörfahrzeug.
Ich möchte noch nicht so weit gehen, wie die »TP«, in der ganz offen gefragt wird: Trüben Traumata die Urteilsfähigkeit des Ministers?. Aber andererseits werden unsere Grundrechte unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung seit Jahren immer weiter beschnitten und in diesem Zusammenhang fällt die Frage zweifellos unter die Meinungsfreiheit. Für die Fortsetzung seiner politischen Karriere nach dem Attentat hat Herr Schäuble unbedingt Respekt verdient. Das will ich nicht in Abrede stellen. Aber ich denke manchmal auch: als Bundespräsident oder Parteivorsitzender hätte er solche Pläne nicht umsetzen können. Er ist in meinen Augen nicht der richtige Mann für dieses Amt.
Und jetzt schreibe ich nichts mehr, sonst werde ich noch sarkastisch …
Verfasst von stefanolix um 17:56 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)
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