Tonkin mit britischen Matrosen?

Ohne es herbei-orakeln zu wollen: Das sieht ganz böse nach den typischen Auslösern in der Luft liegender kriegerischer Auseinandersetzungen aus.

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25 Kommentare zu “Tonkin mit britischen Matrosen?”

  1. Llarian
    23.03.2007 | 14:17

    Frag sich bloss welche Seite jetzt welchen Part einnehmen soll ?

  2. 23.03.2007 | 15:19

    Tja, wer weiß?
    Ich bin mir aber sicher, dass jeder im Nachhinein genau wissen wird, auf welchem Staatsgebiet und warum genau die Matrosen entführt wurden. Unabhängig vom tatsächlichen Geschehen.

  3. R.A.
    23.03.2007 | 15:32

    @Boche:
    Wenn Du gerade diesen Vergleich ziehst, hast Du aber schon eine politische Bewertung vorgenommen.
    Und m. E. die falsche.

  4. 23.03.2007 | 15:41

    Die Bewertung habe ich nicht vorgenommen. Höchstens den Eindruck erweckt, ich hätte.

  5. R.A.
    23.03.2007 | 16:11

    @Boche:
    Du wollstest vielleicht nicht bewerten.

    Aber die Wahl des historischen Vergleichbilds impliziert automatisch eine Bewertung.

  6. 23.03.2007 | 16:24

    Stimmt. Der Vergleich war wohl recht unglücklich gewählt.

  7. 23.03.2007 | 17:15

    Hmm, für mich eine ein wenig gewagte These. Die Sache ist wohl eher mit einem Vorfall vor drei Jahren vergleichbar, gleicher Ort und gleiche Beteiligte. Sicher, die Lage ist heute etwas aufgeheizter, aber im Grunde geht es nur um Muskelspielereien. Wir sind nicht mehr in der Medienwelt von 1964, so etwas ist heute schon schwerer durchzuziehen.

  8. 23.03.2007 | 18:10

    Der Koalition der Willigen wäre es zu zutrauen, eine Lüge oder einen inszenierten Vorfall zu benutzen, um in den Iran einzufallen. Dies haben sie schon 2003 gezeigt. Aber sie können nicht, dazu sind sie zu schwach.

  9. 23.03.2007 | 22:01

    Bin mal gespannt, ob der Sicherheitsrat wie geplant morgen weitere Sanktionen gegen den Iran angesichts des Atomprogrammes beschliessen wird, oder ob es der Iran geschafft hat, die Aufmerksamkeit auf ein anderes Thema abzulenken. Jede Wette, die nächsten Wochen geht es “nur” noch um die entührten Soldaten, nichtjedoch um’s Atomprogramm.

  10. Tigger
    23.03.2007 | 22:17

    Soviel zu “Britannia rules the waves…”

  11. R. A.
    24.03.2007 | 10:38

    > Dies haben sie schon 2003 gezeigt.
    Dieses Propagandamärchen ist auch nicht tot zu kriegen.
    Wozu sind eigentlich alle UN-Dokumente öffentlich zugänglich, wenn sie dann doch ignoriert werden?

    Saddam hat gegen die UN-Resolutionen verstoßen und die entsprechende Reaktion kassiert – und Punkt.
    Die Fakten lassen eigentlich keinen Raum für irgendwelche Phantasien von wegen “Lügen” der Koalition oder gar vorgetäuschte Zwischenfälle.

  12. Hardy
    24.03.2007 | 12:08

    Wenn ein amerikanisches Jagdunterseeboot die iranischen Schiffe angegriffen hätte um die Festnahme zu verhindern, dann wäre ich der Meinung das selbiger Vorfall von den Amerikanern oder Engländern provoziert worden wäre. So jedoch tippe ich eher auf eine Provokation seitens des Iran um die UN-Sanktionen zu verhindern bzw. abzuschwächen. Geisel sind ein so schönes Druckmittel.

  13. 24.03.2007 | 14:46

    Ich muss wohl eines der UN-Dokumente übersehen haben, das die Existenz von Saddams WMDs dokumentiert, die angeblich innerhalb von 45 min einsatzbereit seien. Aber Schwamm drüber, die Meinungen beider Lager – der Kriegsgegner und Befürworter – sind mittlerweile so betonhart, dass ich keine Sinn mehr darin sehe sich über frisierte Fakten und zusammen geschusterte “Beweise” zu diskutieren. Wir werden keinen Konsens mehr erreichen, obwohl mich gerade dies nachdenklich stimmt. Aber das alles ändert nichts daran, dass eine militärische Lösung des Konflikts mit dem Iran für längere Zeit unwahrscheinlich ist. Außer vielleicht für die Israelis.

  14. Franklin D. Rosenfeld
    24.03.2007 | 16:45

    Warum nur Tonkin? Warum nicht Sender Gleiwitz, Ihr lieben Honks?

  15. 24.03.2007 | 17:14

    Au fein, FDR ist da. Jetzt können richtig die Dreckbollen hin und her schmeißen, auf das Boche beginnt seinen Beitrag zu bereuen. Sender Gleiwitz *rotfl*

  16. 24.03.2007 | 18:34

    @Rosenfeld

    Wir bitten vielmals um Entschuldigung. Sogar unserem Erzatlantiker Boche kann mal der Lapsus unterlaufen, Beispiele für üble Machenschaften auch woanders als in der deutschen Geschichte zu suchen. Die Kandidatur für den Antideutschen des Monats können wir wohl wieder mal vergessen…

    P.S.: Willste 100 Emmchen Begrüßungsgeld?

    @Klaus

    FDR ist Statlers Haustroll, nicht unserer. Mit “hin und her schmeißen” wird es aus verschiedenen Gründen also wohl nix werden.

  17. 24.03.2007 | 18:44

    Aber zur Sache:

    Wenn der Grund für den Irakkrieg tatsächlich der wäre, den uns die US-Regierung aufgetischt hat, dann hat man damals die beiden Länder wohl schlicht verwechselt. Im Gegensatz zum Irak hat Iran nämlich nicht nur eine realistische Chance auf Massenvernichtungswaffen, sondern auch eine Ideologie parat, die deren Einsatz notfalls rechtfertigen könnte – mit all den absehbaren negativen Konsequenzen für das eigene Land.

    Da ich mir aber den Luxus erlaube, Verlautbarungen von Regierungen hin und wieder für Verarsche zu halten, war das damals wohl ziemlich sicher nicht der Kriegsgrund.

    Der Vorfall selbst dürfte, deswegen wäre der Vergleich “Tonkin” auch dann falsch, wenn man ihn in “Sender Gleiwitz” umtaufte, wohl kaum von den Briten provoziert worden sein, und schon gar nicht, um einen Kriegsgrund zu liefern. Für viel wahrscheinlicher halte ich es, dass Iran sich ein Faustpfand verschaffen wollte, um seine im Irak festsitzenden Diplomaten freizubekommen.

  18. 24.03.2007 | 18:45

    @Rayson: Schade.

  19. 24.03.2007 | 19:50

    Nu dibbert man nich so …

  20. 25.03.2007 | 15:08

    Ulrich Sahm schlägt in die gleiche Kerbe.
    “Kriege beginnen oft mit nichtigen Zwischenfällen, doch der wahre Kriegsgrund liegt ganz woanders.”
    Lesenswert http://www.n-tv.de/782767.html

  21. 25.03.2007 | 16:21

    @Klaus

    Das liegt an unseren Kommentargrundsätzen. Getrolle wie von FDR eben wird eben einfach gelöscht.

  22. 25.03.2007 | 18:10

    Ein Tonking-Zwischenfall könnte es nur werden, wenn die Briten in Wirklichkeit gar nicht entführt worden wären. Aber Teheran gibt es zu. Damit handelt es sich also nicht um einen Trick. Im übrigen muß man deswegen nicht gleich einen ausgewachsenen Krieg anzetteln. Jeden Tag 1 Boot der Revolutionsgarden versenken sollte reichen. Mal sehen wie lange sie daran Spaß haben.

  23. 26.03.2007 | 9:16

    Jeden Tag 1 Boot der Revolutionsgarden versenken sollte reichen. Mal sehen wie lange sie daran Spaß haben.

    Paul, mein strategischer HELD – Du solltest für DNF Model stehen – vielleicht bekommen’s wenigstens die dann endlich gebacken …

  24. der gute don
    26.03.2007 | 10:06

    es macht in meinen Augen wenig Sinn, daß die Briten beabsichtigt oder unbeabsichtigt in iranisches Hoheitgebiet eingedrungen sein sollen. den exakten Grenzverlauf kennt wohl niemand so gut wie diese Soldaten. Es ergibt sich daraus zudem weder ein strategischer noch ein politischer Vorteil für die Briten. Und für ein Aufklärungs- oder Spezialkommando erscheint mir ein 15 Mann starker Trupp doch etwas zu groß.
    Da erscheint mir ein provozierter Vorfall seitens des Iran doch deutlich schlüssiger.

  25. 26.03.2007 | 14:37

    @der gute don: Der “exakte Grenzverlauf” scheint in der Gegend des Zwischenfalls umstritten zu sein, wenn man diesem Artikel Glauben schenken darf:

    Der Zwischenfall ereignete sich im Schatt el Arab im Norden des Persischen Golfs, wo der exakte Verlauf der Grenzlinie umstritten ist.

    Ansonsten stimme ich zu, den Briten erwächst keinerlei Vorteil in der Sache, inzwischen kristallisiert sich ja heraus, dass das Ganze wohl von den religiösen Machthabern im Iran angezettelt wurde, unter anderem um eigene Leute aus der US-Gefangenschaft freizupressen.

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