17. März 2007
Was eine Komponistin zu Prantls Lamento meint
Heribert Prantl beklagt sich in der “Süddeutschen” über böse, böse Raubkopierer, vergleicht Äpfel mit Birnen, und malt – kleiner geht’s nicht – das “Ende der Kultur” an die Wand. Internet: Ende der Kultur?
“Kulturschaffende”, für deren Rechte sich Prantl angeblich einsetzt, sind da manchmal ganz anderer Ansicht. Zum Beispiel Karan, der als Musikerin und Komponistin mit etlichen CD-Veröffentlichungen niemand mangelnde Vertrautheit mit der Materie vorwerfen kann:
Ich empfinde es als eine Unverschämtheit, wie genau diese Verwertungsgesellschaften, die dafür sorgen, daß ich finanziell kaum irgendeinen Gewinn habe, sich jetzt das Mäntelchen der Fürsorge für die Künstler umhängen, indem sie behaupten, sie seien um mein Urheberrecht besorgt (das duch Weiterverbreitung meiner Produkte ja sowieso nicht angetastet wird).
(Ihr ganzer Kommentar: HIER.)
Ach übrigens:
Wer, wie Prantl, Kopierschutz und DRM für eine gute und praktikable Sache hält -
der sollte sich mal HIER schlau machen.
Verfasst von MartinM um 13:39 Uhr in der Kategorie Innenpolitik, Kultur, Politik (Trackback)
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