Staatliche Subventionen sind Gift für Airbus

Nicht dass es für regelmäßige B.L.O.G.-Leser eine Neuigkeit wäre: staatliche Subventionen sind Gift.
Dies meint zumindest Marcus Theurer von der FAZ in dem Artikel “Airbus an der Subventionsfessel”.

Airbus muss im knallharten Wettbewerb mit dem straff geführten amerikanischen Konkurrenten Boeing bestehen und ist gleichzeitig gefesselt durch betriebswirtschaftlich irrelevante Standorterwägungen.

Damit ist der Fall Airbus auch ein Lehrstück über das Gift staatlicher Subventionen. Lange Zeit galt der Flugzeugbauer in der öffentlichen Diskussion als Beispiel dafür, dass die Hilfen hier – entgegen den Warnungen vieler Ökonomen – gut eingesetztes Geld seien. Doch mit den Milliarden hat sich das Unternehmen von der Politik abhängig gemacht. Airbus wird daran zerbrechen, wenn die deutsche und die französische Seite so weitermachen wie bisher.

Die Drohung von Michael Glos vor einer Woche war in diesem traurigen Schauspiel deutscher und französischer Wirtschaftspolitik nur der vorläufige Höhepunkt.

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4 Kommentare zu “Staatliche Subventionen sind Gift für Airbus”

  1. 19.02.2007 | 23:24

    Man muss wohl einmal im Leben in der Heimat des Bundeswirtschaftsministers gewesen sein, um ihn verstehen zu können …

    Wenn wir auch über die Kanzlerschaft Gerhard Schröders am besten den Mantel des Vergessens decken sollten: einer seiner seltenen Lichtblicke, nämlich der Spruch »Wirtschaft wird in der Wirtschaft gemacht« trifft in diesen Tagen voll ins Schwarze …

  2. Parker8
    19.02.2007 | 23:32

    Boeing macht mehr als die Hälfte seines Gewinns im Militärbereich. Ohne koordinierte europäische Politik hätte es keinen Airbus gegeben.

  3. 21.02.2007 | 11:24

    [...] Man sollte die Lösung des Problems dem Unternehmen überlassen und sich nicht staatlicherseits einmischen. Das gilt für die französische wie die deutsche Seite. Nur wird es wohl leider so sein, dass viele Menschen, gerade die, die persönlich betroffen sind, Sätze wie die des französischen Verwaltungsratsmitgliedes einfach hören wollen. [...]

  4. 1.03.2007 | 9:43

    Jetzt ist das Thema Airbus auch in Französischen Wahlkampf angekommen. War das das Ziel der Kampagne von Herrn Glos ?

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