12. Februar 2007
Det kapier ick nich
Gebürtiger Berliner, der ick nu ma bin (ich habe noch nie berlinert, aber meiner Mutter immer aufmerksam zugehört
), trauere ich um den Flughafen Tempelhof. Als die Mauer noch stand und bevor FJS den berühmt-berüchtigten Kredit einfädelte, war der Luftweg der einzige, auf dem der “Transitreisende” von West(-Deutschland) nach Ost(-Deutschland) keine Schikanen zu befürchten hatte. Und so schickten mich meine Eltern mit der BEA(!) von Hannover nach Berlin zu meinen Großeltern (deren männlichem Teil dieser Blog eine gewisse Hertha-Lastigkeit zu verdanken hat…). Und immer landete ich in Tempelhof, was vom Hinterhof Bergmannstraße, wo dann mein zwischenzeitliches Zuhause sein sollte, nur den legendären Katzensprung entfernt war.
Also klar, dass ich mindestens eine Träne verdrücke. Aber ich wundere mich auch.
Mit dem Urteil wurde die Position der Landesregierung und der Flughafengesellschaft bestätigt, die den defizitären Standort Tempelhof aufgeben und später nur noch den neuen BBI betreiben wollen. Der neue Bau soll nicht durch den Weiterbetrieb in Tempelhof gefährdet werden.
Wenn mir nicht bald jemand erklärt, warum sich BBI vor einem defizitären Flughafen fürchten muss, komme ich noch zu dem Schluss, dass da ein Monopol zu schützen war…
Verfasst von Rayson um 19:32 Uhr in der Kategorie Politik, Wirtschaft, Wirtschaftspolitik (Trackback)
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