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	<title>Kommentare zu: Zum Mindestlohn</title>
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	<description>Bürger zur Sonne, zur Freiheit!</description>
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		<title>Von: jpj</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14288</link>
		<dc:creator>jpj</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Feb 2007 13:17:59 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Karsten,

Sie schrieben:

&lt;blockquote&gt;&quot;Die Logik, mit der (eine gesetzlich aufgezwungene  Mindestforderung) abgelehnt wird, ist folgende:

Wenn ein Mindestlohn kommt, dann werden einfach alle Jobs wegfallen, die bisher schlechter bezahlt werden als das Niveau dieses Mindestlohnes. Weil sie dann nicht mehr rentabel sind.

Mal ehrlich, Freunde, das ist doch Quatsch - oder?&quot;&lt;/blockquote&gt;

Ja das ist Quatsch. Aber wer behauptet so etwas eigentlich?

&#214;konomen sind sich selten &#252;ber etwas einig. Einige der Dinge &#252;ber die sich &#214;konomen einig sind wie sonst selten ist der Weg, wie man ein k&#252;nstliches &#220;berangebot an einem Gut erzeugt: indem man einen k&#252;nstlichen Mindestpreis daf&#252;r einf&#252;hrt. Ein k&#252;nstlicher Mindestpreis f&#252;r das Gut &quot;Nachtw&#228;chterdienst&quot; bedeutet nichts anderes, als da&#223; weniger Nachtw&#228;chter nachgefragt werden. Nicht null, sondern weniger. 
Das gleiche gilt f&#252;r Putzhilfen usw. 

Niedriglohnjobs, die sich leicht auslagern lassen werden dagegen verschwinden. Hotline-Jobs -- oft die einzige M&#246;glichkeit ganzer Ortschaften in den den NeBuLae, ehrlich Geld zu verdienen -- werden &#252;ber die Grenzen wandern.

Die so &quot;dem Arbeitsmarkt zur&#252;ckgef&#252;hrten Arbeitnehmer&quot; werden in Branchen streben, f&#252;r die (noch)  keine Mindestforderungen erzwungen werden. Auf solche Stellen kommt dann an ein &#220;berangebot an Bewerbern zu, was hier die L&#246;hne dr&#252;ckt. Etliche werden trotzdem auf der Strecke bleiben.

Fazit: Die betreffenden Jobs werden nur dort verschwinden, wo sie ausgelagert oder ersetzt werden k&#246;nnen. In den Branchen, in denen das nicht m&#246;glich ist, wird die Zahl der Besch&#228;ftigten fallen. In den Branchen, wo keine Mindestforderungen erzwungen werden, werden die L&#246;hne fallen. Insgesamt wird die Arbeitslosigkeit unter wenig Produktiven (Ausbildungsabbrecher, Minderheiten usw.) weiter steigen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Karsten,</p>
<p>Sie schrieben:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Logik, mit der (eine gesetzlich aufgezwungene  Mindestforderung) abgelehnt wird, ist folgende:</p>
<p>Wenn ein Mindestlohn kommt, dann werden einfach alle Jobs wegfallen, die bisher schlechter bezahlt werden als das Niveau dieses Mindestlohnes. Weil sie dann nicht mehr rentabel sind.</p>
<p>Mal ehrlich, Freunde, das ist doch Quatsch &#8211; oder?&#8221;</p></blockquote>
<p>Ja das ist Quatsch. Aber wer behauptet so etwas eigentlich?</p>
<p>&#214;konomen sind sich selten &#252;ber etwas einig. Einige der Dinge &#252;ber die sich &#214;konomen einig sind wie sonst selten ist der Weg, wie man ein k&#252;nstliches &#220;berangebot an einem Gut erzeugt: indem man einen k&#252;nstlichen Mindestpreis daf&#252;r einf&#252;hrt. Ein k&#252;nstlicher Mindestpreis f&#252;r das Gut &#8220;Nachtw&#228;chterdienst&#8221; bedeutet nichts anderes, als da&#223; weniger Nachtw&#228;chter nachgefragt werden. Nicht null, sondern weniger.<br />
Das gleiche gilt f&#252;r Putzhilfen usw. </p>
<p>Niedriglohnjobs, die sich leicht auslagern lassen werden dagegen verschwinden. Hotline-Jobs &#8212; oft die einzige M&#246;glichkeit ganzer Ortschaften in den den NeBuLae, ehrlich Geld zu verdienen &#8212; werden &#252;ber die Grenzen wandern.</p>
<p>Die so &#8220;dem Arbeitsmarkt zur&#252;ckgef&#252;hrten Arbeitnehmer&#8221; werden in Branchen streben, f&#252;r die (noch)  keine Mindestforderungen erzwungen werden. Auf solche Stellen kommt dann an ein &#220;berangebot an Bewerbern zu, was hier die L&#246;hne dr&#252;ckt. Etliche werden trotzdem auf der Strecke bleiben.</p>
<p>Fazit: Die betreffenden Jobs werden nur dort verschwinden, wo sie ausgelagert oder ersetzt werden k&#246;nnen. In den Branchen, in denen das nicht m&#246;glich ist, wird die Zahl der Besch&#228;ftigten fallen. In den Branchen, wo keine Mindestforderungen erzwungen werden, werden die L&#246;hne fallen. Insgesamt wird die Arbeitslosigkeit unter wenig Produktiven (Ausbildungsabbrecher, Minderheiten usw.) weiter steigen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ChrisMs Blog &#187; Blog Archiv &#187; Irrtümer zum Mindestlohn</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14149</link>
		<dc:creator>ChrisMs Blog &#187; Blog Archiv &#187; Irrtümer zum Mindestlohn</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2007 22:04:05 +0000</pubDate>
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		<description>[...] In einem Beitrag bei den Bissigen Liberalen ohne Gnade argumentiert Karsten f&#252;r einen Mindestlohn und behauptet, die Nachfrage nach Arbeit h&#228;ngt nicht vom Preis derselben ab, dieselbe Logik mit der auch Politiker aller Couleur f&#252;r einen Mindestlohn pl&#228;dieren. Wenn man keine grundlegenden moralischen Einwende gegen Markteingriffe und gegen Einschr&#228;nkungen der individuellen Freiheit (Vertragsfreiheit) hat, so mag das zuerst wie ein plausibles Argument erscheinen. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] In einem Beitrag bei den Bissigen Liberalen ohne Gnade argumentiert Karsten f&#252;r einen Mindestlohn und behauptet, die Nachfrage nach Arbeit h&#228;ngt nicht vom Preis derselben ab, dieselbe Logik mit der auch Politiker aller Couleur f&#252;r einen Mindestlohn pl&#228;dieren. Wenn man keine grundlegenden moralischen Einwende gegen Markteingriffe und gegen Einschr&#228;nkungen der individuellen Freiheit (Vertragsfreiheit) hat, so mag das zuerst wie ein plausibles Argument erscheinen. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Matt Jenny</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14070</link>
		<dc:creator>Matt Jenny</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 19:54:50 +0000</pubDate>
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		<description>Ich bin leider ein bisschen sp&#228;t dran, aber David hat eigentlich alles gesagt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin leider ein bisschen sp&#228;t dran, aber David hat eigentlich alles gesagt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michael</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14069</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 17:32:59 +0000</pubDate>
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		<description>Ich bin f&#252;r einen Mindestlohn von 20 Euro die Stude in jeder Branche. Dann ist niemand mehr arm und soziale Gerechtigkeit ist verwirklicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin f&#252;r einen Mindestlohn von 20 Euro die Stude in jeder Branche. Dann ist niemand mehr arm und soziale Gerechtigkeit ist verwirklicht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14068</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 15:27:02 +0000</pubDate>
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		<description>Wie glaubensstark Atheisten doch sein k&#246;nnen, wenn nur das Heilsversprechen stimmt...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie glaubensstark Atheisten doch sein k&#246;nnen, wenn nur das Heilsversprechen stimmt&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Klaus</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14067</link>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 15:18:08 +0000</pubDate>
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		<description>Danke Karsten :-)

Das Einzige was wirklich gegen Mindestl&#246;hne spricht, ist die Tatsache, dass man diesen gelegentlich anpassen m&#252;sste. Ein zu verlockende Sache f&#252;r Populisten im Wahlkampf.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke Karsten <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das Einzige was wirklich gegen Mindestl&#246;hne spricht, ist die Tatsache, dass man diesen gelegentlich anpassen m&#252;sste. Ein zu verlockende Sache f&#252;r Populisten im Wahlkampf.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14066</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 15:06:43 +0000</pubDate>
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		<description>@Karsten

Nein, &quot;Hungerl&#246;hne&quot; sind ein Zeichen daf&#252;r, dass sich diese Arbeit nicht mehr lohnt. Jedenfalls nicht da, wo sie als &quot;Hungerl&#246;hne&quot; wahrgenommen werden. 

Und wenn schon Marktmacht, dann nicht die der Arbeitgeber, sondern die ihrer Kunden. Es gibt da einen einfachen Test: Sind die Gewinne in den Branchen mit den niedrigsten L&#246;hnen am h&#246;chsten?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Karsten</p>
<p>Nein, &#8220;Hungerl&#246;hne&#8221; sind ein Zeichen daf&#252;r, dass sich diese Arbeit nicht mehr lohnt. Jedenfalls nicht da, wo sie als &#8220;Hungerl&#246;hne&#8221; wahrgenommen werden. </p>
<p>Und wenn schon Marktmacht, dann nicht die der Arbeitgeber, sondern die ihrer Kunden. Es gibt da einen einfachen Test: Sind die Gewinne in den Branchen mit den niedrigsten L&#246;hnen am h&#246;chsten?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: David</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14065</link>
		<dc:creator>David</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 14:56:23 +0000</pubDate>
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		<description>Dann w&#228;ren sie also nicht bereit, das dreifache zu zahlen. Genau das, was ich geschrieben habe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dann w&#228;ren sie also nicht bereit, das dreifache zu zahlen. Genau das, was ich geschrieben habe.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14064</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 14:54:56 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Wenn deine Kunden bereit w&#228;ren, das dreifache zu zahlen, dann w&#252;rde der dreifache Preis deine Marktposition auch nicht schw&#228;chen, denn die Kunden w&#252;rden ja zahlen.&lt;/blockquote&gt;

N&#246;, denn es gibt ja auch andere Anbieter. :P</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wenn deine Kunden bereit w&#228;ren, das dreifache zu zahlen, dann w&#252;rde der dreifache Preis deine Marktposition auch nicht schw&#228;chen, denn die Kunden w&#252;rden ja zahlen.</p></blockquote>
<p>N&#246;, denn es gibt ja auch andere Anbieter. <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':P' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: David</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14063</link>
		<dc:creator>David</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 14:52:54 +0000</pubDate>
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		<description>@Karsten:

Wenn deine Kunden bereit w&#228;ren, das dreifache zu zahlen, dann w&#252;rde der dreifache Preis deine Marktposition auch nicht schw&#228;chen, denn die Kunden w&#252;rden ja zahlen. Es m&#252;&#223;te also gerade so sein, da&#223;  Deine Kunden eben nicht bereit w&#228;ren, das Dreifache zu zahlen, weil die Konkurrenz billiger w&#228;re. Damit w&#228;re also das Maximum dessen, was der Markt hergibt, schon &#252;berschritten. Wenn jetzt der Staat einschreitet und die Preise &#252;ber Mindestl&#246;hne indirekt erh&#246;ht, dann greifen die Bastiatschen Argumente wieder.

Gerade die H&#252;rden, sich selbst&#228;ndig zu machen, die Matt anspricht, scheinen mir da auch nicht ganz belanglos. Nochmal angenommen: Ich arbeite in einem Unternehmen, dessen Chef zu einem Drittel des denkbaren Preises produziert, nur um der allerbilligste zu sein und vor allem die Belgeschaft zu qu&#228;len - warum bleibe ich in dem Drecksladen? Warum mache ich nicht selbst einen auf?

Im &#220;brigen ist auch die Annahme, da&#223; ein Unternehmer die L&#246;hne auf Teufel komm raus immer auf das Minimum dr&#252;cken w&#252;rde, nicht besonders &#252;berzeugend. Denn der Lohn h&#228;ngt nicht ausschlie&#223;lich von der Produktivit&#228;t ab, zu einem gewissen Ma&#223; ist auch die Umkehrung der Fall. Ein denkender Unternehmer w&#252;rde das ber&#252;cksichtigen. Und wenn es einer nicht tut, dann betrachtet man schon wieder einen Einzelfall dessen Angestellte sich wahrscheinlich bald selbst&#228;ndig machen w&#252;rden (jedenfalls in anderen L&#228;ndern) oder bei der vern&#252;nftigeren Konkurrenz anheuern w&#252;rden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Karsten:</p>
<p>Wenn deine Kunden bereit w&#228;ren, das dreifache zu zahlen, dann w&#252;rde der dreifache Preis deine Marktposition auch nicht schw&#228;chen, denn die Kunden w&#252;rden ja zahlen. Es m&#252;&#223;te also gerade so sein, da&#223;  Deine Kunden eben nicht bereit w&#228;ren, das Dreifache zu zahlen, weil die Konkurrenz billiger w&#228;re. Damit w&#228;re also das Maximum dessen, was der Markt hergibt, schon &#252;berschritten. Wenn jetzt der Staat einschreitet und die Preise &#252;ber Mindestl&#246;hne indirekt erh&#246;ht, dann greifen die Bastiatschen Argumente wieder.</p>
<p>Gerade die H&#252;rden, sich selbst&#228;ndig zu machen, die Matt anspricht, scheinen mir da auch nicht ganz belanglos. Nochmal angenommen: Ich arbeite in einem Unternehmen, dessen Chef zu einem Drittel des denkbaren Preises produziert, nur um der allerbilligste zu sein und vor allem die Belgeschaft zu qu&#228;len &#8211; warum bleibe ich in dem Drecksladen? Warum mache ich nicht selbst einen auf?</p>
<p>Im &#220;brigen ist auch die Annahme, da&#223; ein Unternehmer die L&#246;hne auf Teufel komm raus immer auf das Minimum dr&#252;cken w&#252;rde, nicht besonders &#252;berzeugend. Denn der Lohn h&#228;ngt nicht ausschlie&#223;lich von der Produktivit&#228;t ab, zu einem gewissen Ma&#223; ist auch die Umkehrung der Fall. Ein denkender Unternehmer w&#252;rde das ber&#252;cksichtigen. Und wenn es einer nicht tut, dann betrachtet man schon wieder einen Einzelfall dessen Angestellte sich wahrscheinlich bald selbst&#228;ndig machen w&#252;rden (jedenfalls in anderen L&#228;ndern) oder bei der vern&#252;nftigeren Konkurrenz anheuern w&#252;rden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: hauptstadtstudent</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14062</link>
		<dc:creator>hauptstadtstudent</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 14:32:51 +0000</pubDate>
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		<description>Na dann wunderbar :D @ Karsten</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Na dann wunderbar <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  @ Karsten</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14061</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 14:21:07 +0000</pubDate>
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		<description>@Matt:
Was du aufz&#228;hlst, sind sicherlich Faktoren. Aber dass da ein Faktor existiert, der sich &quot;geringe Marktmacht&quot; nennt, kannst Du doch auch nicht bestreiten, oder? Wenn meine Kunden zwar eigentlich bereit w&#228;ren, auch das Dreifache f&#252;r meine Dienstleistung zu bezahlen, ich diese Summe aber gar nicht nehmen muss, weil meine Angestellten aufgrund ihrer eigenen Lage nur einen sehr geringen Lohn erhalten, dann werde ich meine eigene Marktsituation ja wohl nicht dadurch schw&#228;chen, dass ich besser bezahle und ans Maximum der Preise gehe, die der Markt hergibt.
Liege ich denn v&#246;llig falsch, wenn ich sage, dass die Hungerl&#246;hne vor allem eine Folge der Arbeitslosigkeit sind, die Arbeitnehmer in ein f&#252;r sie sehr ung&#252;nstiges Angebot-Nachfrage-Verh&#228;ltnis bringt?

@Hauptstadtstudent:
Du formulierst genau das aus, was ich Zettel mit meinem Kommentar sagen wollte...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Matt:<br />
Was du aufz&#228;hlst, sind sicherlich Faktoren. Aber dass da ein Faktor existiert, der sich &#8220;geringe Marktmacht&#8221; nennt, kannst Du doch auch nicht bestreiten, oder? Wenn meine Kunden zwar eigentlich bereit w&#228;ren, auch das Dreifache f&#252;r meine Dienstleistung zu bezahlen, ich diese Summe aber gar nicht nehmen muss, weil meine Angestellten aufgrund ihrer eigenen Lage nur einen sehr geringen Lohn erhalten, dann werde ich meine eigene Marktsituation ja wohl nicht dadurch schw&#228;chen, dass ich besser bezahle und ans Maximum der Preise gehe, die der Markt hergibt.<br />
Liege ich denn v&#246;llig falsch, wenn ich sage, dass die Hungerl&#246;hne vor allem eine Folge der Arbeitslosigkeit sind, die Arbeitnehmer in ein f&#252;r sie sehr ung&#252;nstiges Angebot-Nachfrage-Verh&#228;ltnis bringt?</p>
<p>@Hauptstadtstudent:<br />
Du formulierst genau das aus, was ich Zettel mit meinem Kommentar sagen wollte&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: hauptstadtstudent</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14059</link>
		<dc:creator>hauptstadtstudent</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 14:16:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/#comment-14059</guid>
		<description>@ Karsten

Neuseeland und die USA habe keinen &quot;Mindeslohn&quot;, es ist allenfalls ein unechter Mindestlohn, der den Mi&#223;brauch des Kombilohn Systems beschr&#228;nken soll und so auch ganz gut funktioniert. (Wenn der Staat den Ausgleich zu fehlendem Lohn zahlt, dann sollen die Unternehmen auch f&#252;r geringst qualifizierte zumindest einen gewissen Lohn zahlen, damit man sie nicht nur f&#252;r 1 € respektieve $ einstellt und der Staat den ganzen Rest dazu zahlen muss. Insofern nicht zu vergleichen mit der momentan besprochenen Version einen Mindestlohns, der eine untere Lohngrenzen &#252;berhalb des &quot;Armuts-Lohns&quot; darstellen soll.)

Ob es in GB ein echter oder unechter Mindestlohn ist, wei&#223; ich gerade nicht, werde ich aber mal recherchieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Karsten</p>
<p>Neuseeland und die USA habe keinen &#8220;Mindeslohn&#8221;, es ist allenfalls ein unechter Mindestlohn, der den Mi&#223;brauch des Kombilohn Systems beschr&#228;nken soll und so auch ganz gut funktioniert. (Wenn der Staat den Ausgleich zu fehlendem Lohn zahlt, dann sollen die Unternehmen auch f&#252;r geringst qualifizierte zumindest einen gewissen Lohn zahlen, damit man sie nicht nur f&#252;r 1 € respektieve $ einstellt und der Staat den ganzen Rest dazu zahlen muss. Insofern nicht zu vergleichen mit der momentan besprochenen Version einen Mindestlohns, der eine untere Lohngrenzen &#252;berhalb des &#8220;Armuts-Lohns&#8221; darstellen soll.)</p>
<p>Ob es in GB ein echter oder unechter Mindestlohn ist, wei&#223; ich gerade nicht, werde ich aber mal recherchieren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Matt Jenny</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14058</link>
		<dc:creator>Matt Jenny</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 14:06:15 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;denn jeder Trottel kann darauf antworten, indem er einfach darauf hinweist, dass dann eben die Preise steigen k&#246;nnen, und schon fallen die Jobs nicht weg.&quot;

Ja, und diesem Trottel kannst Du dann mit Verweis auf Bastiat sagen, was andererorts geschieht, wenn die Preise steigen.

&quot;Dass die Hungerl&#246;hner ihre L&#246;hne &#252;brigens aufgrund zu vieler staatlicher Regulierungen haben, bezweifle ich dann doch.&quot;

Solange die Markteintrittsh&#252;rden von staatlichen Regulierungen k&#252;nstlich gehoben werden, kann ein Arbeitgeber den Arbeitnehmer sogar unter seiner Produktivit&#228;t bezahlen.
Ausserdem haben dank diesen erh&#246;hten Markeintrittsh&#252;rden die Hungerl&#246;hner ihre Jobs mit Hungerl&#246;nen, da sie sich nicht selbsts&#228;ndig machen k&#246;nnen.
Und zu alledem kommen nat&#252;rlich noch die Einkommens- und Mehrwertssteuern  hinzu.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;denn jeder Trottel kann darauf antworten, indem er einfach darauf hinweist, dass dann eben die Preise steigen k&#246;nnen, und schon fallen die Jobs nicht weg.&#8221;</p>
<p>Ja, und diesem Trottel kannst Du dann mit Verweis auf Bastiat sagen, was andererorts geschieht, wenn die Preise steigen.</p>
<p>&#8220;Dass die Hungerl&#246;hner ihre L&#246;hne &#252;brigens aufgrund zu vieler staatlicher Regulierungen haben, bezweifle ich dann doch.&#8221;</p>
<p>Solange die Markteintrittsh&#252;rden von staatlichen Regulierungen k&#252;nstlich gehoben werden, kann ein Arbeitgeber den Arbeitnehmer sogar unter seiner Produktivit&#228;t bezahlen.<br />
Ausserdem haben dank diesen erh&#246;hten Markeintrittsh&#252;rden die Hungerl&#246;hner ihre Jobs mit Hungerl&#246;nen, da sie sich nicht selbsts&#228;ndig machen k&#246;nnen.<br />
Und zu alledem kommen nat&#252;rlich noch die Einkommens- und Mehrwertssteuern  hinzu.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14057</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 14:02:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/#comment-14057</guid>
		<description>@Matt:
Broken Window Fallacy ist hier bekannt, leider konnte ich das ganze Buch von Bastiat aber noch nicht lesen. Man hat ja nicht soviel Zeit...

Ich bin &#252;brigens auch kein Verfechter von Mindestl&#246;hnen, glaube nicht, dass sie zwingend n&#246;tig sind. Aber ich will in Diskussionen schon etwas besser auftreten als mit so platten Spr&#252;chen wie dem von mir zitierten - denn jeder Trottel kann darauf antworten, indem er einfach darauf hinweist, dass dann eben die Preise steigen k&#246;nnen, und schon fallen die Jobs nicht weg.

Dass die Hungerl&#246;hner ihre L&#246;hne &#252;brigens aufgrund zu vieler staatlicher Regulierungen haben, bezweifle ich dann doch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Matt:<br />
Broken Window Fallacy ist hier bekannt, leider konnte ich das ganze Buch von Bastiat aber noch nicht lesen. Man hat ja nicht soviel Zeit&#8230;</p>
<p>Ich bin &#252;brigens auch kein Verfechter von Mindestl&#246;hnen, glaube nicht, dass sie zwingend n&#246;tig sind. Aber ich will in Diskussionen schon etwas besser auftreten als mit so platten Spr&#252;chen wie dem von mir zitierten &#8211; denn jeder Trottel kann darauf antworten, indem er einfach darauf hinweist, dass dann eben die Preise steigen k&#246;nnen, und schon fallen die Jobs nicht weg.</p>
<p>Dass die Hungerl&#246;hner ihre L&#246;hne &#252;brigens aufgrund zu vieler staatlicher Regulierungen haben, bezweifle ich dann doch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Matt Jenny</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14056</link>
		<dc:creator>Matt Jenny</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 13:45:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/#comment-14056</guid>
		<description>Rayson hat es m.E. sehr sch&#246;n zusammengefasst.

Grunds&#228;tzlich ist es aber sicher so, dass der Grund f&#252;r die relativ tiefen Einkommen gewisser Leute nicht bei zu wenig Regulierungen liegt, wie scheinbar Karsten den Eindruck hat, sondern bei &lt;i&gt;zu viel&lt;/i&gt; Regulierungen. Somit w&#228;re der Mindestlohn, wenn &#252;berhaupt, eine lediglich eine Symptombek&#228;mpfung.

Des Weiteren ist &quot;&lt;a href=&quot;http://bastiat.de/bastiat/was_man_sieht_und.html#K1&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Was man sieht und was man nicht sieht&lt;/a&gt;&quot; von Bastiat zu empfehlen. Ich glaube, wer die Parabel der zerbrochenen Scheiben begriffen hat, hat schon viel begriffen. Anwenden kann man sie auf viele staatliche Interventionen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Rayson hat es m.E. sehr sch&#246;n zusammengefasst.</p>
<p>Grunds&#228;tzlich ist es aber sicher so, dass der Grund f&#252;r die relativ tiefen Einkommen gewisser Leute nicht bei zu wenig Regulierungen liegt, wie scheinbar Karsten den Eindruck hat, sondern bei <i>zu viel</i> Regulierungen. Somit w&#228;re der Mindestlohn, wenn &#252;berhaupt, eine lediglich eine Symptombek&#228;mpfung.</p>
<p>Des Weiteren ist &#8220;<a href="http://bastiat.de/bastiat/was_man_sieht_und.html#K1" rel="nofollow">Was man sieht und was man nicht sieht</a>&#8221; von Bastiat zu empfehlen. Ich glaube, wer die Parabel der zerbrochenen Scheiben begriffen hat, hat schon viel begriffen. Anwenden kann man sie auf viele staatliche Interventionen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14052</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 12:10:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/#comment-14052</guid>
		<description>Stimmt ;-) Aber das Sch&#246;ne an meiner Antwort darauf ist, dass sie auch dann gilt...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stimmt <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Aber das Sch&#246;ne an meiner Antwort darauf ist, dass sie auch dann gilt&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14051</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 12:07:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/#comment-14051</guid>
		<description>@Rayson:
Kann es &#252;brigens sein, dass ich die Elastizit&#228;t der Nachfrage nicht etwa f&#252;r &lt;em&gt;h&#246;her&lt;/em&gt;, sondern vielmehr f&#252;r &lt;em&gt;geringer&lt;/em&gt; hielt? *h&#252;stel*</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Rayson:<br />
Kann es &#252;brigens sein, dass ich die Elastizit&#228;t der Nachfrage nicht etwa f&#252;r <em>h&#246;her</em>, sondern vielmehr f&#252;r <em>geringer</em> hielt? *h&#252;stel*</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14050</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 11:59:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/#comment-14050</guid>
		<description>@Rayson:
Ja, einfach mal nur so heuristisch angenommen. :)
Danke f&#252;r Deine ausf&#252;hrlichen Anmerkungen. Werde mal versuchen, das durchzudenken...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Rayson:<br />
Ja, einfach mal nur so heuristisch angenommen. <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Danke f&#252;r Deine ausf&#252;hrlichen Anmerkungen. Werde mal versuchen, das durchzudenken&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14049</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 11:46:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/#comment-14049</guid>
		<description>@Karsten

&lt;em&gt;insgesamt aber denke ich, dass die Elastizit&#228;t der Nachfrage h&#246;her ist, als viele liberale Diskutanten es darstellen.&lt;/em&gt;

W&#228;re schon interessant, worauf diese Erkenntnis beruht. Einfach mal nur so heuristisch angenommen? Davor kann ich nur warnen: Das geht volkswirtschaftlich meist in die Hose, weil wir es nicht gewohnt sind, in Regelkreisen zu denken.

W&#228;hrend R.A. sich nicht zu Unrecht am Wort &quot;alle&quot; st&#246;rt, w&#228;re es bei mir ein Wort, das im Beitrag selbst gar nicht steht, der Argumentation aber implizit zu Grunde liegt, n&#228;mlich &quot;sofort&quot;. 

Dass Mitarbeiter dauerhaft zu L&#246;hnen &#252;ber ihrer Produktivit&#228;t besch&#228;ftigt werden, ist in einer Wettbewerbswirtschaft grunds&#228;tzlich unm&#246;glich. Das hei&#223;t nicht, dass es im Einzelfall nicht doch so sein kann. Es taugt nur nicht als generelle Regel, auch nicht nur auf eine Branche bezogen. Denn das w&#228;re nur eine Umschreibung daf&#252;r, dass das entsprechende Unternehmen Verlust macht. Lohn und Produktivit&#228;t m&#252;ssen also in Einklang gebracht werden. Wie das geschieht, daf&#252;r gibt es verschiedene Wege.

Fangen wir mal gesamtwirtschaftlich an:

Einer w&#228;re Inflation. Die L&#246;hne werden auf breiter Ebene um einen bestimmten Prozentsatz angehoben, die Unternehmen k&#246;nnen die Kostensteigerung aber vollst&#228;ndig &#252;berw&#228;lzen. Dann war die Lohnerh&#246;hung nur nominell - real h&#228;tte sich nichts ge&#228;ndert. 

Ein anderer ist Produktivit&#228;tssteigerung. Dazu setze ich vielleicht mehr Kapital ein, &#228;ndere Abl&#228;ufe im Unternehmen, verl&#228;ngere die Arbeitszeiten oder halse dem einzelnen Mitarbeiter mehr Arbeit auf. Oder, was wahrscheinlicher ist: Die Unternehmen mit einer ung&#252;nstigeren Kapitalausstattung, ineffizienteren Abl&#228;ufen, k&#252;rzeren Arbeitszeiten und geringerem Einsatz je Mitarbeiter verschwinden nach und nach vom Markt (es ist meist ein Fehler, sich Anpassungsprozesse auf M&#228;rkten vor allem innerhalb von Betrieben vorzustellen), weil die Preise ihre jetzt h&#246;heren Kosten nicht mehr decken. Das ist die ber&#252;hmte &quot;Produktivit&#228;tspeitsche&quot; und ein ab und an auch ein beliebtes Argument f&#252;r hohe Lohnkosten: Nur die wirklich &quot;Fittesten&quot;, d.h. Produktivsten, &#252;berleben. Der Nachteil dieser Strategie wird monatlich in N&#252;rnberg verk&#252;ndet: Unsere Volkswirtschaft ist produktiv, weil sie die Arbeitnehmer, die nur weniger produktiv eingesetzt werden k&#246;nnen, nicht mehr mitmachen l&#228;sst (und mit Transfers, die dem Rest abgenommen werden, abspeist). Es ginge nat&#252;rlich auch anders, aber dazu br&#228;uchten wir flexiblere M&#228;rkte allenthalben.

Und ein dritter, nicht ganz so systematischer, aber um so praktischerer Weg: Lohnkosten bestehen nicht nur aus Bruttol&#246;hnen. Vielleicht finden die Unternehmen Aufwendungen, die sie f&#252;r ihre Mitarbeiter get&#228;tigt haben, weil sie sich einen Nutzen davon versprachen (freien Kaffee, Kantine im Haus, Fitness-Studio, Betriebspension etc.), durch die jetzt aber die Kosten die Produktivit&#228;t &#252;bertreffen w&#252;rden.

Irgendwo eine Mischung aus allem w&#252;rde es wohl werden. Ergebnis: Mehr Arbeitslosigkeit als vorher. Nat&#252;rlich ceteris paribus und erst allm&#228;hlich einsetzend, denn Anpassungsprozesse werden nicht sofort initiiert und brauchen Zeit (woraus ja z.B. auch die Keynesianer ihren Lobpreis der Inflation ableiten, aber das ist eine andere Geschichte...).

Jetzt soll es aber gerade nicht gesamtwirtschaftlich zu Mindestl&#246;hnen kommen, sondern nur in den &quot;schlechtbezahlten&quot; Branchen, die auch noch den zweifelhaften Vorteil einer starren Kombination von Produktionsfaktoren und einer preisunelastischen Nachfrage aufweisen sollen. Da gilt aber wieder dasselbe: Die Produktivit&#228;t muss mindestens so hoch sein wie der Lohn. Wenn nun in einer Branche durch die h&#246;heren L&#246;hne auf breiter Front die Preise angehoben w&#252;rden, w&#228;re das keine Inflation, sondern f&#252;hrte zu einer Ver&#228;nderung der relativen Preise. Ist die Nachfrage dann preisunelastisch, kann der h&#246;here Anteil am Budget der Konsumenten nur durch eine Verringerung der Ausgaben f&#252;r andere G&#252;ter kompensiert werden. Andere Branchen w&#252;rden es also zu sp&#252;ren bekommen.

Aber Nachfrage ist preiselastischer als man denkt. Ich kann weniger oft in Restaurants und Kneipen gehen, wenn mir das zu teuer wird. Ich kann den Friseurbesuch ein bis zwei Wochen hinausschieben oder mir einen so praktischen Haarschnitt zulegen, dass auch weniger ge&#252;bte Leute das hinkriegen. Ich kann mich des reichhaltigen Angebots an Schwarzarbeit bedienen. Und, um zum Beispiel der Sicherungsleute zu kommen: Ich kann ein geringeres &#220;berwachungsniveau vereinbaren, mehr auf bauliche Ma&#223;nahmen setzen, Kameras installieren, den billigeren Anbieter nehmen (s.o. unter &quot;Produktivit&#228;tspeitsche&quot;), z&#228;hneknirschend mehr Versicherungspr&#228;mie zahlen etc.

Nach Einf&#252;hrung eines Mindestlohns werden nicht gleich Tausende auf der Stra&#223;e stehen. Aber h&#246;chstwahrscheinlich werden die Branchen, wo ein solcher eingef&#252;hrt wird, produktiver werden m&#252;ssen. Dann kann man nur hoffen, dass die so freiwerdende Arbeitskraft sinnvoll genutzt wird. In den USA w&#228;re ich da zuversichtlicher als hier.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Karsten</p>
<p><em>insgesamt aber denke ich, dass die Elastizit&#228;t der Nachfrage h&#246;her ist, als viele liberale Diskutanten es darstellen.</em></p>
<p>W&#228;re schon interessant, worauf diese Erkenntnis beruht. Einfach mal nur so heuristisch angenommen? Davor kann ich nur warnen: Das geht volkswirtschaftlich meist in die Hose, weil wir es nicht gewohnt sind, in Regelkreisen zu denken.</p>
<p>W&#228;hrend R.A. sich nicht zu Unrecht am Wort &#8220;alle&#8221; st&#246;rt, w&#228;re es bei mir ein Wort, das im Beitrag selbst gar nicht steht, der Argumentation aber implizit zu Grunde liegt, n&#228;mlich &#8220;sofort&#8221;. </p>
<p>Dass Mitarbeiter dauerhaft zu L&#246;hnen &#252;ber ihrer Produktivit&#228;t besch&#228;ftigt werden, ist in einer Wettbewerbswirtschaft grunds&#228;tzlich unm&#246;glich. Das hei&#223;t nicht, dass es im Einzelfall nicht doch so sein kann. Es taugt nur nicht als generelle Regel, auch nicht nur auf eine Branche bezogen. Denn das w&#228;re nur eine Umschreibung daf&#252;r, dass das entsprechende Unternehmen Verlust macht. Lohn und Produktivit&#228;t m&#252;ssen also in Einklang gebracht werden. Wie das geschieht, daf&#252;r gibt es verschiedene Wege.</p>
<p>Fangen wir mal gesamtwirtschaftlich an:</p>
<p>Einer w&#228;re Inflation. Die L&#246;hne werden auf breiter Ebene um einen bestimmten Prozentsatz angehoben, die Unternehmen k&#246;nnen die Kostensteigerung aber vollst&#228;ndig &#252;berw&#228;lzen. Dann war die Lohnerh&#246;hung nur nominell &#8211; real h&#228;tte sich nichts ge&#228;ndert. </p>
<p>Ein anderer ist Produktivit&#228;tssteigerung. Dazu setze ich vielleicht mehr Kapital ein, &#228;ndere Abl&#228;ufe im Unternehmen, verl&#228;ngere die Arbeitszeiten oder halse dem einzelnen Mitarbeiter mehr Arbeit auf. Oder, was wahrscheinlicher ist: Die Unternehmen mit einer ung&#252;nstigeren Kapitalausstattung, ineffizienteren Abl&#228;ufen, k&#252;rzeren Arbeitszeiten und geringerem Einsatz je Mitarbeiter verschwinden nach und nach vom Markt (es ist meist ein Fehler, sich Anpassungsprozesse auf M&#228;rkten vor allem innerhalb von Betrieben vorzustellen), weil die Preise ihre jetzt h&#246;heren Kosten nicht mehr decken. Das ist die ber&#252;hmte &#8220;Produktivit&#228;tspeitsche&#8221; und ein ab und an auch ein beliebtes Argument f&#252;r hohe Lohnkosten: Nur die wirklich &#8220;Fittesten&#8221;, d.h. Produktivsten, &#252;berleben. Der Nachteil dieser Strategie wird monatlich in N&#252;rnberg verk&#252;ndet: Unsere Volkswirtschaft ist produktiv, weil sie die Arbeitnehmer, die nur weniger produktiv eingesetzt werden k&#246;nnen, nicht mehr mitmachen l&#228;sst (und mit Transfers, die dem Rest abgenommen werden, abspeist). Es ginge nat&#252;rlich auch anders, aber dazu br&#228;uchten wir flexiblere M&#228;rkte allenthalben.</p>
<p>Und ein dritter, nicht ganz so systematischer, aber um so praktischerer Weg: Lohnkosten bestehen nicht nur aus Bruttol&#246;hnen. Vielleicht finden die Unternehmen Aufwendungen, die sie f&#252;r ihre Mitarbeiter get&#228;tigt haben, weil sie sich einen Nutzen davon versprachen (freien Kaffee, Kantine im Haus, Fitness-Studio, Betriebspension etc.), durch die jetzt aber die Kosten die Produktivit&#228;t &#252;bertreffen w&#252;rden.</p>
<p>Irgendwo eine Mischung aus allem w&#252;rde es wohl werden. Ergebnis: Mehr Arbeitslosigkeit als vorher. Nat&#252;rlich ceteris paribus und erst allm&#228;hlich einsetzend, denn Anpassungsprozesse werden nicht sofort initiiert und brauchen Zeit (woraus ja z.B. auch die Keynesianer ihren Lobpreis der Inflation ableiten, aber das ist eine andere Geschichte&#8230;).</p>
<p>Jetzt soll es aber gerade nicht gesamtwirtschaftlich zu Mindestl&#246;hnen kommen, sondern nur in den &#8220;schlechtbezahlten&#8221; Branchen, die auch noch den zweifelhaften Vorteil einer starren Kombination von Produktionsfaktoren und einer preisunelastischen Nachfrage aufweisen sollen. Da gilt aber wieder dasselbe: Die Produktivit&#228;t muss mindestens so hoch sein wie der Lohn. Wenn nun in einer Branche durch die h&#246;heren L&#246;hne auf breiter Front die Preise angehoben w&#252;rden, w&#228;re das keine Inflation, sondern f&#252;hrte zu einer Ver&#228;nderung der relativen Preise. Ist die Nachfrage dann preisunelastisch, kann der h&#246;here Anteil am Budget der Konsumenten nur durch eine Verringerung der Ausgaben f&#252;r andere G&#252;ter kompensiert werden. Andere Branchen w&#252;rden es also zu sp&#252;ren bekommen.</p>
<p>Aber Nachfrage ist preiselastischer als man denkt. Ich kann weniger oft in Restaurants und Kneipen gehen, wenn mir das zu teuer wird. Ich kann den Friseurbesuch ein bis zwei Wochen hinausschieben oder mir einen so praktischen Haarschnitt zulegen, dass auch weniger ge&#252;bte Leute das hinkriegen. Ich kann mich des reichhaltigen Angebots an Schwarzarbeit bedienen. Und, um zum Beispiel der Sicherungsleute zu kommen: Ich kann ein geringeres &#220;berwachungsniveau vereinbaren, mehr auf bauliche Ma&#223;nahmen setzen, Kameras installieren, den billigeren Anbieter nehmen (s.o. unter &#8220;Produktivit&#228;tspeitsche&#8221;), z&#228;hneknirschend mehr Versicherungspr&#228;mie zahlen etc.</p>
<p>Nach Einf&#252;hrung eines Mindestlohns werden nicht gleich Tausende auf der Stra&#223;e stehen. Aber h&#246;chstwahrscheinlich werden die Branchen, wo ein solcher eingef&#252;hrt wird, produktiver werden m&#252;ssen. Dann kann man nur hoffen, dass die so freiwerdende Arbeitskraft sinnvoll genutzt wird. In den USA w&#228;re ich da zuversichtlicher als hier.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14045</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 10:54:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/#comment-14045</guid>
		<description>@Karsten:
&gt; Wenn ein Mindestlohn
&gt; kommt, dann werden
&gt; einfach alle Jobs
&gt; wegfallen, die bisher
&gt; schlechter bezahlt
&gt; werden als das Niveau
&gt; dieses Mindestlohnes.
Der Knackpunkt liegt hier auf dem Wort &quot;alle&quot;.

Ich wei&#223; nicht, ob Mindestlohn-Gegner das wirklich so rigoros behaupten - auch ohne Dein Gegenbeispiel h&#228;tte ich so einer Generalbehauptung nicht zugestimmt.

Umgekehrt &#228;ndert das Gegenbeispiel nichts daran, da&#223; eine ganze Reihe Jobs wegfallen w&#252;rden, wenn der Mindestlohn (zu hoch) kommt.

Das reicht mir pers&#246;nlich, Mindestl&#246;hne abzulehnen - das &quot;alle&quot; habe ich nie behauptet und den Verlust auch nur ein Teil dieser Arbeitpl&#228;tze f&#228;nde ich schlimm genug.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Karsten:<br />
&gt; Wenn ein Mindestlohn<br />
&gt; kommt, dann werden<br />
&gt; einfach alle Jobs<br />
&gt; wegfallen, die bisher<br />
&gt; schlechter bezahlt<br />
&gt; werden als das Niveau<br />
&gt; dieses Mindestlohnes.<br />
Der Knackpunkt liegt hier auf dem Wort &#8220;alle&#8221;.</p>
<p>Ich wei&#223; nicht, ob Mindestlohn-Gegner das wirklich so rigoros behaupten &#8211; auch ohne Dein Gegenbeispiel h&#228;tte ich so einer Generalbehauptung nicht zugestimmt.</p>
<p>Umgekehrt &#228;ndert das Gegenbeispiel nichts daran, da&#223; eine ganze Reihe Jobs wegfallen w&#252;rden, wenn der Mindestlohn (zu hoch) kommt.</p>
<p>Das reicht mir pers&#246;nlich, Mindestl&#246;hne abzulehnen &#8211; das &#8220;alle&#8221; habe ich nie behauptet und den Verlust auch nur ein Teil dieser Arbeitpl&#228;tze f&#228;nde ich schlimm genug.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14043</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 10:37:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/#comment-14043</guid>
		<description>Ach, und bevor mir jetzt bei der Gastronomie einer mit den Trinkgeldern kommt: Die kriegt man in der K&#252;che nicht. Und als Reinigungskraft auch nicht. Ich habe n&#228;mlich bei meiner Aufz&#228;hlung die Reinigungsbranche vergessen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, und bevor mir jetzt bei der Gastronomie einer mit den Trinkgeldern kommt: Die kriegt man in der K&#252;che nicht. Und als Reinigungskraft auch nicht. Ich habe n&#228;mlich bei meiner Aufz&#228;hlung die Reinigungsbranche vergessen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14041</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 10:29:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/#comment-14041</guid>
		<description>@Zettel:
Ich habe nichts gegen den Kombilohn, halte ihn f&#252;r ein sehr vern&#252;nftiges Modell. Aber ich bin nicht einverstanden mit Deiner Ansicht, dass er nur ohne Mindestl&#246;hne sinnvoll w&#228;re; im Gegenteil haben doch viele L&#228;nder sowohl ein Kombi- als auch ein Mindestlohnsystem, so etwa die USA, Neuseeland und England.

@Chinaski:
Interessanter Punkt, den ich auf jeden Fall in mein Argumentationsrepertoire aufnehmen werde. :)

@alle:
Der &#252;berwiegende Teil der schlecht bezahlten Jobs liegt in den Bereichen Gastronomie und eben Sicherheit (was &#252;brigens auch Leute umfasst, die man nicht so einfach durch Kameras und Lichtschranken ersetzen kann, weil ihre wesentliche Aufgabe die Pr&#228;senz als &quot;menschlicher Faktor&quot; ist). Selbst einfache Helferjobs in der Produktion fallen sehr, sehr selten in den Bereich der &quot;Hungerl&#246;hne&quot; unter 4,50€.
Nat&#252;rlich kann man das nicht allgemeing&#252;ltig und abschlie&#223;end sagen, und sicher w&#252;rde ein Mindestlohn einige Jobs kosten - insgesamt aber denke ich, dass die Elastizit&#228;t der Nachfrage h&#246;her ist, als viele liberale Diskutanten es darstellen.
Nat&#252;rlich aber auch nicht beliebig hoch... man muss schon aufpassen, wie hoch ein eventueller Mindestlohn angesetzt w&#228;re. Viele Linke scheinen mir von Mindestlohn zu reden und an Wunschlohn zu denken...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Zettel:<br />
Ich habe nichts gegen den Kombilohn, halte ihn f&#252;r ein sehr vern&#252;nftiges Modell. Aber ich bin nicht einverstanden mit Deiner Ansicht, dass er nur ohne Mindestl&#246;hne sinnvoll w&#228;re; im Gegenteil haben doch viele L&#228;nder sowohl ein Kombi- als auch ein Mindestlohnsystem, so etwa die USA, Neuseeland und England.</p>
<p>@Chinaski:<br />
Interessanter Punkt, den ich auf jeden Fall in mein Argumentationsrepertoire aufnehmen werde. <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>@alle:<br />
Der &#252;berwiegende Teil der schlecht bezahlten Jobs liegt in den Bereichen Gastronomie und eben Sicherheit (was &#252;brigens auch Leute umfasst, die man nicht so einfach durch Kameras und Lichtschranken ersetzen kann, weil ihre wesentliche Aufgabe die Pr&#228;senz als &#8220;menschlicher Faktor&#8221; ist). Selbst einfache Helferjobs in der Produktion fallen sehr, sehr selten in den Bereich der &#8220;Hungerl&#246;hne&#8221; unter 4,50€.<br />
Nat&#252;rlich kann man das nicht allgemeing&#252;ltig und abschlie&#223;end sagen, und sicher w&#252;rde ein Mindestlohn einige Jobs kosten &#8211; insgesamt aber denke ich, dass die Elastizit&#228;t der Nachfrage h&#246;her ist, als viele liberale Diskutanten es darstellen.<br />
Nat&#252;rlich aber auch nicht beliebig hoch&#8230; man muss schon aufpassen, wie hoch ein eventueller Mindestlohn angesetzt w&#228;re. Viele Linke scheinen mir von Mindestlohn zu reden und an Wunschlohn zu denken&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Llarian</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14039</link>
		<dc:creator>Llarian</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 10:05:30 +0000</pubDate>
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		<description>Naja, einen speziellen Bereich mit ganz speziellen Eigenschaften als Kronzeugen f&#252;r ein Prinzip anzuf&#252;hren ist schon reichlich fragw&#252;rdig. Die allermeisten Arbeitspl&#228;tze sind immernoch in einfachen Dienstleistungen und Produktion. Und da ist es eben tats&#228;chlich so, dass solche Arbeit schlicht ab einem gewissen Preis nicht mehr nachgefragt wird, respektive im Ausland landet. 
Und selbst das Beispiel des Sicherheitsdienstes hat L&#246;cher. Museen werden in der Tat noch Sicherheitsleute einsetzen. Aber eben deutlich weniger. Stattdessen werden sie mehr Kameras, Lichtschranken, Bewegungsmelder und Roboter einsetzen, im Endeffekt entstehen hochtechnisierte, autonome Sicherheitssysteme wo eigentlich nur noch jemand zur Kontrolle mal auf den Monitor schaut (was dann &#252;brigens wohl eher ein Techniker als ein Wachmann sein wird). Stadien k&#246;nnen auch mehr video&#252;berwacht werden als heute, mit automatischer Gesichtserkennung und allem Zip und Zap. Nach meinem Daf&#252;rhalten ist die allergr&#246;sste Dummheit eines jeden Menschen der arbeitet zu glauben, man sei unersetzbar. Die meisten Menschen sind es, es ist eine Frage des Preises. Wenn ich 100 Euro verlange, es aber 150 kostet mich zu substituieren, dann bin ich ziemlich safe, wenn ich aber 10 Euro verlange und heute f&#252;r 11 substituiert werden kann, dann wird es Zeit nerv&#246;s zu werden. Und wenn meine Gewerkschaft demn&#228;chst 12 f&#252;r mich erzwingt, dann werde ich demn&#228;chst eins sein: arbeitslos.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja, einen speziellen Bereich mit ganz speziellen Eigenschaften als Kronzeugen f&#252;r ein Prinzip anzuf&#252;hren ist schon reichlich fragw&#252;rdig. Die allermeisten Arbeitspl&#228;tze sind immernoch in einfachen Dienstleistungen und Produktion. Und da ist es eben tats&#228;chlich so, dass solche Arbeit schlicht ab einem gewissen Preis nicht mehr nachgefragt wird, respektive im Ausland landet.<br />
Und selbst das Beispiel des Sicherheitsdienstes hat L&#246;cher. Museen werden in der Tat noch Sicherheitsleute einsetzen. Aber eben deutlich weniger. Stattdessen werden sie mehr Kameras, Lichtschranken, Bewegungsmelder und Roboter einsetzen, im Endeffekt entstehen hochtechnisierte, autonome Sicherheitssysteme wo eigentlich nur noch jemand zur Kontrolle mal auf den Monitor schaut (was dann &#252;brigens wohl eher ein Techniker als ein Wachmann sein wird). Stadien k&#246;nnen auch mehr video&#252;berwacht werden als heute, mit automatischer Gesichtserkennung und allem Zip und Zap. Nach meinem Daf&#252;rhalten ist die allergr&#246;sste Dummheit eines jeden Menschen der arbeitet zu glauben, man sei unersetzbar. Die meisten Menschen sind es, es ist eine Frage des Preises. Wenn ich 100 Euro verlange, es aber 150 kostet mich zu substituieren, dann bin ich ziemlich safe, wenn ich aber 10 Euro verlange und heute f&#252;r 11 substituiert werden kann, dann wird es Zeit nerv&#246;s zu werden. Und wenn meine Gewerkschaft demn&#228;chst 12 f&#252;r mich erzwingt, dann werde ich demn&#228;chst eins sein: arbeitslos.</p>
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		<title>Von: stp</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14036</link>
		<dc:creator>stp</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 07:09:45 +0000</pubDate>
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		<description>Die Grundfrage ist, ob die Nachfrage nach Arbeit preiselastisch ist, oder nicht.
Ich meine, da&#223; man das nicht endg&#252;ltig und f&#252;r alle Branchen und Berufe beantworten kann.

Es wird sicher Jobs geben, die dann halt um einen h&#246;heren Preis ausgef&#252;hrt werden, andere werden vielleicht eratzlos gestrichen, bei wieder anderen geht der Weg in Richtung &quot;Schwarzarbeit&quot;.

Prinzipiell kann man aber sagen, da&#223; eine Erh&#246;hung des Preises der Arbeit die - ohnehin zu geringe - Nachfrage eher nicht heben wird. 

LG
stp</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grundfrage ist, ob die Nachfrage nach Arbeit preiselastisch ist, oder nicht.<br />
Ich meine, da&#223; man das nicht endg&#252;ltig und f&#252;r alle Branchen und Berufe beantworten kann.</p>
<p>Es wird sicher Jobs geben, die dann halt um einen h&#246;heren Preis ausgef&#252;hrt werden, andere werden vielleicht eratzlos gestrichen, bei wieder anderen geht der Weg in Richtung &#8220;Schwarzarbeit&#8221;.</p>
<p>Prinzipiell kann man aber sagen, da&#223; eine Erh&#246;hung des Preises der Arbeit die &#8211; ohnehin zu geringe &#8211; Nachfrage eher nicht heben wird. </p>
<p>LG<br />
stp</p>
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	<item>
		<title>Von: Chinaski</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14031</link>
		<dc:creator>Chinaski</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 03:34:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/#comment-14031</guid>
		<description>Ein weiteres Problem bei Mindestl&#246;hnen ist, dass es einen geringeren Anreiz gibt f&#252;r Fortbildungen.

Falls ein Arbeiter, dessen Arbeit lediglich 6,50 € &quot;wert&quot; w&#228;re zwangsm&#228;&#223;ig 7,50 € bezahlt bekommt, gibt es f&#252;r ihn keinen Grund sich so weiterzuqualifizieren, dass er eine Arbeit im Wert von 7,50€ abliefern kann.

Viele Gr&#252;&#223;e
Chinaski</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein weiteres Problem bei Mindestl&#246;hnen ist, dass es einen geringeren Anreiz gibt f&#252;r Fortbildungen.</p>
<p>Falls ein Arbeiter, dessen Arbeit lediglich 6,50 € &#8220;wert&#8221; w&#228;re zwangsm&#228;&#223;ig 7,50 € bezahlt bekommt, gibt es f&#252;r ihn keinen Grund sich so weiterzuqualifizieren, dass er eine Arbeit im Wert von 7,50€ abliefern kann.</p>
<p>Viele Gr&#252;&#223;e<br />
Chinaski</p>
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		<title>Von: Zettel</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/comment-page-1/#comment-14029</link>
		<dc:creator>Zettel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 01:41:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2007/02/05/zum-mindestlohn/#comment-14029</guid>
		<description>Lieber Karsten,

f&#252;r viele Bereiche hast du Recht. Aber in vielen anderen Bereichen kann man auch, wenn menschliche Arbeit zu teuer wird, entweder ganz auf die betreffende Leistung verzichten oder einen Automaten hinsetzen. 

Bei unserem Marktkauf werden die Einkaufswagen noch von Menschen zusammengeschoben. Man kann auch ein Pfandsystem einf&#252;hren und das den Kunden machen lassen. 

Im Hotel wird zumindest der Kaffe beim Fr&#252;hst&#252;ck meist noch von einem Menschen gebracht. Man kann aber auch daf&#252;r einen Automaten einsetzen. K&#252;rzlich habe ich das in einem Hotel erlebt, dem vom Hotel Reservation Service drei Sterne gegeben worden waren. 

Was spricht deiner Ansicht nach gegen den Kombilohn? Er macht aber nur Sinn ohne Mindestlohn.

Herzlich, Zettel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Karsten,</p>
<p>f&#252;r viele Bereiche hast du Recht. Aber in vielen anderen Bereichen kann man auch, wenn menschliche Arbeit zu teuer wird, entweder ganz auf die betreffende Leistung verzichten oder einen Automaten hinsetzen. </p>
<p>Bei unserem Marktkauf werden die Einkaufswagen noch von Menschen zusammengeschoben. Man kann auch ein Pfandsystem einf&#252;hren und das den Kunden machen lassen. </p>
<p>Im Hotel wird zumindest der Kaffe beim Fr&#252;hst&#252;ck meist noch von einem Menschen gebracht. Man kann aber auch daf&#252;r einen Automaten einsetzen. K&#252;rzlich habe ich das in einem Hotel erlebt, dem vom Hotel Reservation Service drei Sterne gegeben worden waren. </p>
<p>Was spricht deiner Ansicht nach gegen den Kombilohn? Er macht aber nur Sinn ohne Mindestlohn.</p>
<p>Herzlich, Zettel</p>
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