26. Januar 2007
Niedlich
Ich gestehe ja, dass ich mir das Schlachten von Robben nur unter seelischem Schmerz ansehen könnte. Aber das Gleiche gilt für das Schlachten von Lämmern, Kühen und allem, was niedlich oder lieb aussieht. (Das Schlachten von Hähnen übers Herz zu bringen, habe ich mit Mühe und notgedrungen inzwischen gelernt.)
Deshalb möchte ich doch bitte mal fragen, welche einigermaßen objektive Begründung hinter den hier erwähnten Handelsbeschränkungen und Nicht-Toleranz-Bekundungen steht. Sollte Politik nicht auch ein wenig auf Vernunft gründen, Frau Wolff?
Aber vielleicht ist es ja Vernunft, Lobby-Vernunft. Vielleicht halten sich hier die europäischen Bauern, denen keine Robben zum Schlachten zur Verfügung stehen und die sich auf großäugige Kühe und kuschelige Kaninchen beschränken müssen, nur unliebsame Konkurrenz vom Leib. Was zwar verlogen ist aber prima klappt, wenn man die Mitleidskarte mit großäugigen Robben ausspielt.
Verfasst von Boche um 12:02 Uhr in der Kategorie Politik, Wirtschaftspolitik (Trackback)
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