25. Januar 2007
Seltsames zu Zecken
In den letzten Tagen wird immer wieder vor Zeckenbissen gewarnt. Das ist gut so, denn die diese kleinen Spinnen können ganz gemeine Krankheiten übertragen.
Da wäre an erster Stell die Borreliose zu nennen. In Hochrisikogebieten sind bis zur Hälfte der Zecken damit infiziert. Diese Krankheit ist schwer zu diagnostizieren und kann zu erheblichen Langzeitschäden bis hin zum Tod führen. Für Borreliose existiert kein Impfstoff.
Die zweite übertragene Krankheit ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In Risikogebieten sind bis zu fünf Prozent der Zecken damit infiziert. In den meisten Fällen heilt diese Krankheit folgenlos aus, aber bis zu zwei Prozent der Erkrankten sterben daran. Für FSME existiert ein wirksamer Impfstoff.
Nun bin ich kein Arzt, aber wenn wir diese Fakten kennen, müsste sich die Warnung doch vor allem auf eins erstrecken: Wie man Zeckenbisse vermeidet und notfalls rechtzeitig erkennt. Wenn nun jedoch im Mittelpunkt der Warnungen die Aufforderung steht, sich vor der zehnmal weniger verbreiteten, aber offensichtlich nicht wirklich schlimmeren Krankheit durch eine nicht gänzlich unproblematische Impfung zu schützen, dann liegt der Verdacht nahe, dass hier im Grunde vor etwas ganz anderem gewarnt werden soll. Vielleicht vor zu geringen Arzteinkommen oder Pharma-Gewinnen?
Verfasst von Rayson um 20:59 Uhr in der Kategorie Gesundheitspolitik, Wirtschaft (Trackback)
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