23. Januar 2007
Bürokratische Preisbildung?
Ich gestehe, dass ich in betriebswirtschaftlichen Fragen Laie bin. Trotzdem bin ich über folgende Aussage des schleswig-holsteinischen Finanzministers gestolpert:
“Hätten wir das kaufmännische Rechnungswesen in der öffentlichen Verwaltung gehabt, es wäre im Bund und in den Ländern nicht zu diesem Schuldenkollaps gekommen”
Quelle
Meine von Mises-Lektüre, speziell das Buch “Die Bürokratie” ersetzt ganz sicher keine Fachliteratur. Aber sie hat mir doch, in meinen Augen überzeugend, erklärt, dass eine Bürokratie schlichtweg nicht kaufmännisch rechnen kann. Selbst, wenn sie es wollte.
Denn was sind denn Einkaufs- und Verkaufspreise in der Verwaltung?
Wie können Preise für die von der Verwaltung erzeugten “Produkte” bestimmt werden, wenn es keinen Markt gibt, der darüber Informationen bereitstellt?
Vielleicht kann mir ein Eingeweihter erklären, was kaufmännisches Rechnungswesen in einer Verwaltung bedeuten kann? Das Prinzip “Neue Aufgaben nur gegen Wegfall von alten Aufgaben” allein kann es ja nicht sein, oder?
Verfasst von Boche um 11:45 Uhr in der Kategorie Grundsatzfragen, Politik, Wirtschaft (Trackback)
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