Sekt und Schnittchen

Die Regierung ist ja nach der Theorie, an die wir alle glauben, von uns Bürgern beauftragt, all die Geschäfte als unsere Treuhänder zu führen, die wir nicht privat organisiert bekommen.

Wenn nun zu erfahren ist, dass diese unsere Treuhänder gleichzeitig fette Partys feiern, die von Sponsoren bezahlt werden, und wenn sich unsere Treuhänder weigern, die Namen dieser Sponsoren zu nennen – kratzt das dann nicht doch ein wenig an der Vertrauenswürdigkeit unserer Vertreter?

PS: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass das Ministerium der Ex-Maoistin am meisten bekommt. Könnte die Höhe der Partygelder mit der Höhe der verwalteten Steuer- und Abgabenmillionen zu tun haben, Frau Schmidt?

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76 Kommentare zu “Sekt und Schnittchen”

  1. 17.01.2007 | 17:26

    Solange auf den Parties keiner raucht, ist mir alles recht.

    Bis später.

  2. 17.01.2007 | 17:47

    kratzt das dann nicht doch ein wenig an der Vertrauenswürdigkeit unserer Vertreter?

    Ja, natürlich. (Ich hoffe, Du hast es nicht wegen mir so zaghaft in eine rhetorische Frage gekleidet.)

    Um es noch klar zu sagen: Der Rechnungshof moniert die Jahre 2003/04 – also Rot-Grün.

    Was kostet das wohl, bei der Ministerin das Ex- vor der Maoistin wegzulassen? Wäre auf jeden Fall ein interessanter Rechtsstreit.

    Andererseits weiß ich gar nicht, was Dich stört, wo doch im FTD-Bericht auch der Satz steht:

    Ob Firmen damit Entscheidungen der Regierung beeinflusst haben, geht aus dem Bericht des Rechnungshofes nicht hervor.

  3. 17.01.2007 | 17:53

    Vielleicht ist die Gesundheitsreform deshalb so gut gelungen? ;-)

  4. 17.01.2007 | 18:18

    Na, dann hoffe ich doch mal, dass Boche bei Klassenarbeiten nie abgeschieben hat. Denn Ex-Betrüger wäre ja zu gemein.

    Was ich damit sagen will: Mit solch’ sachlichen Einleitungen wird es schwer andere von der Sachlichkeit des Restes zu überzeugen.

  5. 17.01.2007 | 18:53

    Marc,

    Mit solch’ sachlichen Einleitungen wird es schwer andere von der Sachlichkeit des Restes zu überzeugen.

    Ähem… Einleitung? Also, in meiner Version des Eintrags steht es am Ende, mit einem P.S. versehen. Aber wahrscheinlich surfen wir in unterschiedlichen Netzen.

  6. 17.01.2007 | 22:23

    @Marc

    Ich war meistens der, der abschreiben ließ.

    @Marian

    Dass die rot-grüne Regierungszeit gemeint ist, hatte ich Schussel überlesen. Aber das ändert inhaltlich auch nicht wirklich etwas.

    Die vorsichtige Formulierung ist nicht deinetwegen entstanden. Ich war nur gerade mild gestimmt. Weiß nicht, warum. ;-)

  7. 17.01.2007 | 22:32

    @Boche: Ich habe oft in Diktaten mit dem Bleistift die Kommas geklopft ;-)

    Aber bei uns wurden in der Schule beide (Abschreibender und Helfender) bestraft — wenn die Lehrer mal jemanden erwischt haben …

  8. 17.01.2007 | 22:35

    @stefanolix

    Kommas klopfen? Den Ausdruck kenne ich noch gar nicht. Wasndas?

    Aber bei uns wurden in der Schule beide (Abschreibender und Helfender) bestraft — wenn die Lehrer mal jemanden erwischt haben …

    Ja, bei uns natürlich auch. Aber ich bin davon ausgegangen, dass Marc milder urteilt und ich bei ihm mit Abschreibenlassen nicht als Betrüger da stünde. ;-)

  9. 17.01.2007 | 22:45

    @Boche

    Dachtest Du bei der Formulierung des Beitrages an die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung? (Wenn aber eine lange Reihe von Mißbräuchen und rechtswidrigen Ereignissen… so hat dieses das Recht, so ist es dessen Pflicht, eine solche Regierung umzustürzen)

  10. 17.01.2007 | 22:51

    Ich glaube ich weiß was Stefanolix mit Kommaklopfen meint…

  11. 17.01.2007 | 22:53

    Mist. Die eckigen Klammern wurden natürlich gefressen >KLOPFKLOPF

  12. 17.01.2007 | 22:53

    Wenn der Lehrer das Diktat am Ende noch mal vorlas, habe ich immer ganz leise genau an den Stellen geklopft, wo ein Komma stehen sollte. Die anderen konnten dann prüfen, ob sie auch eins gesetzt hatten. Unsere Klasse war in Zeichensetzung immer Spitze ;-)

  13. 17.01.2007 | 22:54

    Mann. Ich denke KLOPF ich sollte bald ins Bett gehen KLOPF denn sonst mache ich mich noch zum Gespött des Blogs.

  14. 18.01.2007 | 9:02

    Lustige Sache, dieses Kommaklopfen. ;-)

    Ich hoffe, das Gespött des Blogs hat gut geschlafen? ;-)

  15. 18.01.2007 | 9:10

    Ausgezeichnet. Nur leider nicht lange, aber Kaffee hilft.

  16. 18.01.2007 | 9:13

    Gut. Das freut mich.

  17. 18.01.2007 | 9:26

    Und selber?

  18. 18.01.2007 | 9:32

    Auch.

    Obwohl das Töchterchen ein wenig fieberte.

  19. 18.01.2007 | 10:01

    @ Marian: Da siehst Du mal in welch verschiedenen Welten Boche und ich leben. ;-)

    (War das am Ende? Verd…)

  20. 18.01.2007 | 10:04

    @Boche

    Geh lieber hoch, Dach festhalten ;-)

  21. 18.01.2007 | 10:07

    Nix! Ich will ein neues, von der Versicherung bezahltes!

  22. 18.01.2007 | 10:59

    Inzwischen regnet’s aber rein….

  23. 18.01.2007 | 11:01

    Bist du etwa vor Ort?

    Falls ja: Kannst du meiner Frau mal eben sagen, dass sie noch Joghurt kaufen muss? Danke!

  24. 18.01.2007 | 11:08

    Mit “inzwischen” war die Zeit zwischen Abdecken und Wiedererrichtung des Daches gemeint. Aber bezeichnend für dich als herzlosen Neroliberalen, dass du bei diesem Wetter deine Frau wegen eines Joghurts vor die Tür schicken willst.

  25. 18.01.2007 | 11:10

    Ach so.

    Mildert es das Urteil, wenn es sich um Bio-Joghurt handelt?

  26. 18.01.2007 | 11:17

    Rayson, ist das hier schon wieder eine Bimbesparty? :)

  27. 18.01.2007 | 11:23

    @Boche

    Mitnichten. Für deinen Ablass die Mutter deines Kindes zu opfern…

    @Karsten

    Definitiv. Und diesmal spiele ich um den Tagessieg mit!

  28. 18.01.2007 | 11:29

    Vielleicht sollten wir wirklich mal einen B.L.O.G.-internen Wettbewerb starten:

    Wer über 14 Tage am meisten Kommentare sammelt, ist Sieger.
    Gerechnet werden nur Fremdkommentare. Von denen aber nur diejenigen von ein und demselben Verfasser, die mit einem Mindestabstand von 10 Minuten geschrieben wurden. Und pro Blog-Eintrag und Kommentator nur die ersten drei.
    Die erreichte Punktzahl wird mit einer negativen Verzinsung belegt …

    Hach, ich schwelge in alten Zeiten…!

  29. 18.01.2007 | 11:35

    Interessanter Ansatz, der aber natürlich so simpel nicht bleiben kann und weiter ausgefeilt werden muss. Auch sollten die verschiedenen politischen Richtungen jeweils eigene Modelle erarbeiten. Welches dann genommen wird, entscheidet sich aufgrund der Ergebnisse der nächsten Bundestagswahl.

    Aber Vorsicht: Der Admin (har, har, har) macht eh, was er will!

  30. 18.01.2007 | 11:43

    Ey, Murphy! Liest du mit?

    Du darfst die letzten beiden Kommentare gern als Dol-Kurzvorstellung für Neumitglieder verlinken. *g*

  31. 18.01.2007 | 18:57

    Wir sollten staatliche Fördermittel für unsere Bimbesparties beantragen. Wenn sichergestellt ist, daß am Computer keiner raucht, sollte das doch kein Problem sein, oder?

  32. T. Albert
    21.01.2007 | 15:09

    was habt Ihr denn gegen Ex-Maostinnen? Hm?
    Und gegen faktische Bemühungen zur Privatisierung von Behörden?

  33. 21.01.2007 | 16:18

    Behörden “privatisiert” man nicht, die schafft man ab.

  34. T. Albert
    21.01.2007 | 16:43

    @Rayson: Stimmt. Als Behörde ist die Behörde dann abgeschafft.

  35. 21.01.2007 | 16:46

    Ist im konkreten Fall aber nicht der Fall.

  36. T. Albert
    21.01.2007 | 17:03

    Die Behörde wird schon noch konkret zu Fall gebracht.

  37. T. Albert
    21.01.2007 | 17:15

    Lieber Rayson,

    bitte erklär`mir doch mal das Popper – Zitat.

  38. 21.01.2007 | 17:31

    Den Unterschied zwischen einem “Einfluss nehmen auf” und einem “Zu Fall Bringen” zu erkennen, trau ich dir aber noch zu. Ersteres ist Teil des Problems, Letzteres könnte Teil der Lösung sein.

    Und bitte enttäusche mich jetzt nicht: Die Zitate veröffentlichen wir doch nur, damit jemand wie du sie uns erklärt.

  39. T. Albert
    21.01.2007 | 19:39

    Dank für Dein gerechtfertigtes Zutrauen. Ich erkannte den Unterschied. Ersteres kann aber Letzteres nach sich ziehen, wenn auch im konkreten Fall nicht als Teil der Lösung des Problems. Die Lösung des Problems sieht der Linke in der Abschaffung und dem Absterben des Staates, wie die libertären Gewerkschaftler im seinerzeit verratenen Spanien. Zum Beispiel.

    Aber enttäuschen muss ich Dich doch: Jemand wie ich würde Euch nie die Zitate erklären wollen, die Ihr veröffentlicht, weil Ihr sie selbst vielleicht nicht ganz verstehen könntet. So arrogant sind wir gar nicht, drum fragen wir ja nach. Wen meint Ihr, dass Ihr ausgerechnet Karajan mit solchem Satz zitiert? Ausgerechnet.

  40. 21.01.2007 | 19:48

    Zitate “gemeint” hat doch wohl nur derjenige, der sie in die Welt gesetzt hat. Das Zitieren selbst aber kann, wie du auch wissen wirst, durchaus unterschiedlichen Zwecken dienen. Wichtig ist, dass die Zitate zum Nachdenken anregen. Das ist in deinem Fall anscheinend gut gelungen.

  41. T. Albert
    21.01.2007 | 20:50

    Na, dann bin ich beruhigt, wenn Ihr mit den Zitierten n icht automatisch mitmeint. Dann ist es natürlich eine interessante Anthologie, die in keinem diskursiven Zusammenhang steht. Aber erklären kann ich Dir Zitate auch nicht. Keine Ahnung, wie der Karajan das meinte.

  42. admin
    21.01.2007 | 21:43

    “Wir” sind viel zu heterogen, um immer als Gesamtheit irgendwas mitzumeinen. Aber irgendjemand von uns wird das Zitat schon gemocht haben. Das ist manchmal wie mit einem Kunstwerk: Man mag es, kann aber nicht gelahrt ausdrücken, warum.

  43. 22.01.2007 | 10:47

    Welches Popper-Zitat meinst Du eigentlich, lieber T. Albert? Ich weiß zumindest von dreien.

  44. T. Albert
    22.01.2007 | 18:44

    Ich meine das von gestern nachmittag, so kurz nach fünf, war eben leider so schnell wieder weg; nämlich dass es egal sei, wer regiert, solange diese Regierung nicht mit Gewalt beseitigt werden muss. Ging das so?

  45. 22.01.2007 | 18:48

    Aha.

    Es kommt nicht darauf an, wer regiert, solange man die Regierung ohne Blutvergießen loswerden kann.

    Gefällt mir.

  46. T. Albert
    22.01.2007 | 20:59

    Hast Du da gründlich drüber nachgedacht?

  47. 22.01.2007 | 21:01

    Extrem.

  48. 22.01.2007 | 21:08

    Extremist

  49. 22.01.2007 | 21:13

    Bin dol-bekannter Mitte-Extremist.

  50. 22.01.2007 | 21:14

    Extreme Mitte ist eins der schönsten Oxymorone überhaupt.

  51. T. Albert
    22.01.2007 | 21:53

    Ich hab`s mir gedacht. Und Frau Dönhoff sass zwischen allen Stühlen. Das muss man können. Extrem mittige Leistung. Extremistisch gründlich mittig denken – da bleibt dann nicht viel übrig zwischen den ganzen vielen Stühlen.

  52. 22.01.2007 | 21:55

    Das war jetzt aber etwas verschwurbelt.

  53. T. Albert
    22.01.2007 | 22:07

    Das sagen die immer, die nicht mitdenken wollen. Als Spezialist für Oxymora kannst Du hier jetzt nicht die Arbeit verweigern.Ich strenge mich schliesslich auch an. Wenn Eleganz barock ist, sieht sie halt verschwurbelt aus.

  54. 22.01.2007 | 22:15

    “Das sagen die immer, die nicht mitdenken wollen.”

    Das sagen die immer, die sich nicht klar ausdrücken wollen.

  55. 22.01.2007 | 22:17

    Aber vielen Dank für den Hinweis auf den richtigen Plural. Und das meine ich ernst.

  56. T. Albert
    22.01.2007 | 22:43

    Wieso, was ist denn unklar?
    Man kann, entgegen dem gestrigen Dönhoff-Zitat, auch als Liberaler nicht zwischen allen Stühlen sitzen. Kein Mensch kann zwischen allen Stühlen sitzen.
    Das ist doch klar.
    Das Popper-Zitat ist mir unklar. Auch wenn Rayson als Mitte-Extremist extrem drüber nachgedacht hat. Aber er macht`s nicht klar. (Kann jeder Putschist sagen, sowas.Aber ich will Popper nicht zu nahe treten.)
    Und Oxymora arbeiten mit Widerspruch in sich selbst.Das ist klar.

  57. T.Albert
    22.01.2007 | 22:47

    Herzlichen Dank für den Dank!

  58. T. Albert
    22.01.2007 | 22:53

    Es dürfte uns gut tun, uns manchmal daran zu erinnern, dass wir zwar in dem Wenigen, das wir wissen, sehr verschieden sein mögen, dass wir aber in unserer grenzenlosen Unwissenheit alle gleich sind.
    Karl Popper

    - supergutes Popper-Zitat, das jetzt gerade.
    Gefällt mir.Danke.

  59. 22.01.2007 | 23:07

    In aller Regel wenden Putschisten dann ja doch Gewalt an, um die Regierung zu wechseln. Wenn ein Putschist dieses Zitat von sich gäbe, und es ernst damit meinte, dann wären folgende Rahmensituationen vorstellbar:

    -Der Putschist hat eine Regierung gestürzt, die nicht ohne Gewalt zu stürzen war. Da er es mit dem Zitat nach Voraussetzung ernst meint, wird er dem Volk, das er nun kurzfristig regiert, bald die Möglichkeit geben, ihn ohne Gewalt loszuwerden. Er wäre damit nicht irgendein – oder “jeder” – Putschist, sondern eigentlich mein Traumputschist.

    -Er hat gegen eine Regierung geputscht, die man offensichtlich (das heißt, er konnte da keiner Fehleinschätzung unterliegen) ohne Gewalt hätte loswerden können. Wenn er selbst dann dem Volk unmittelbar die Möglichkeit einräumte, ihn ohne Gewalt loszuwerden, dann wäre er ein reichlich seltsamer Putschist. Ich wüßte jedenfalls nicht, welche Motivation ich bei ihm annehmen sollte.

    Alle anderen Fälle, die mir spontan einfallen, verstoßen gegen die Grundannahme, daß er das Zitat ernstmeint. Mein Ergebnis ist also, daß das Zitat nicht von jedem, sondern nur von meinem Traumputschisten oder dem sehr seltsamen Putschisten ernsthaft geäußert werden könnte. Das ist weit davon entfernt, es bedenklich zu machen oder gar zu disqualifizieren. Falls es das nicht war, worauf Du hinaus wolltest, klär mich bitte auf.

  60. 22.01.2007 | 23:22

    @T. Albert:
    Da ich beide Popper-Zitate vorgeschlagen habe, gebe ich jetzt auch noch mal meinen Senf dazu. Das mit der Regierung und dem Blutvergießen stammt aus “Die Offene Gesellschaft und ihre Feinde” und steht in einem Zusammenhang, in dem sich Popper mit der “richtigen Herrschaft” befasst. Er zitiert dort zunächst Platon und dessen Forderung, dass “der Beste” herrschen möge. Platon macht sich – ausgehend von dieser Annahme – auf die Suche nach der geeigneten Möglichkeit, diesen “Besten” zu bestimmen und will ihn als Diktator einsetzen, der die absoluten Herrschaftsrechte auch gegen die Meinung der anderen Menschen ausüben darf.

    Popper hingegen hält genau diese Suche nach “dem Besten” für einen großen Fehler und nimmt vielmehr die Möglichkeit, die Regierung auch immer wieder ohne Gewalt loswerden zu können, als Grundlage der Suche nach dem richtigen Staatsaufbau. Er möchte lieber irgendeine Regierung bestimmen und, wenn sie sich als falsch erweist, wieder loswerden zu können, als nach dem Weg zu suchen, wie man die perfekte Regierung findet.

    Und somit passen auch beide Zitate gut zusammen: Wenn wir uns entscheiden, wer herrschen soll, dann sollten wir nicht versuchen, jemanden zu finden, der grenzenlos weise ist – sondern lieber in dem Wissen um die uns allen gleiche grenzenlose Unwissenheit Sorge dafür tragen, dass wir den ausgewählten Herrscher auch wieder loswerden können.

    Als die anderen Bloggies zugestimmt haben, das Zitat mit reinzunehmen, haben sie möglicherweise ein anderes Verständnis seiner Bedeutung gehabt; das war aber das, was ich daraus verstehe (und für sehr weise halte).

  61. 22.01.2007 | 23:26

    Danke! Und wieder bin ich auf einen seit langem offenen Posten auf der Leseliste aufmerksam gemacht worden.

  62. T. Albert
    22.01.2007 | 23:43

    Jetzt haben wir es mit dem seltenen Fall zu tun, dass ich etwas nicht verstehe. Grins. Ehrlich gesagt, komme ich gerade schon mit der Figur des Traumputschisten nicht klar. ich finde Putschisten immer reichlich seltsam. Ich nehme das Zitat ja deswegen so ernst, weil mir der erste Teil des Satzes partout nicht einleuchten will, und ich die Beziehung zwischen den Satzteilen nicht herstellen kann. Es ist mein Gefühl, das sich sträubt. Erst mal so viel: nee, is mir nicht egal, wer mich regiert (, wenn ich schon regiert werde).

  63. 22.01.2007 | 23:49

    @T. Albert:
    Wenn es Dir nicht egal ist, dann wählst Du eben den, den Du im Augenblick für den Richtigen hältst. Und wenn Du irgendwann feststellst, dass es sich um den falschen handelte, dann musst Du ihn wieder loswerden können.

    Nur der Glaube, dass es eine absolut sichere Methode gäbe, diesen Richtigen zu bestimmen, die dann über jeden Zweifel erhaben ist, wird von Popper kritisiert. In der deutschen Geschichte nannte man das mal das Führerprinzip… jetzt etwas klarer?

  64. 22.01.2007 | 23:50

    @David:
    Schubs das Ding nach Oben. Ich war selten gleichzeitig so gefesselt und überzeugt, wenn ich etwas politisches gelesen habe.

  65. 22.01.2007 | 23:52

    Wie meinst Du “schubs nach oben”?

  66. 22.01.2007 | 23:53

    Auf der Leseliste.

  67. 22.01.2007 | 23:54

    Ah, OK. Jetzt habe ich den Bezug wieder.

  68. T. Albert
    23.01.2007 | 0:05

    “…nimmt vielmehr die Möglichkeit, die Regierung auch immer wieder ohne Gewalt loswerden zu können, als Grundlage der Suche nach dem richtigen Staatsaufbau.”

    -”als Grundlage der Suche nach dem richtigen Staatsaufbau.”- okay, gecheckt, merci.

    Man liest ja in Zitaten alles mögliche mit, was da nicht steht, wenn man die Quelle nicht kennt, sondern nur den, wie soll ich verschwurbelt sagen, diskursiven Ort, an dem es auftaucht, und den man ja auch nicht immer richtig interpretiert.

  69. T. Albert
    23.01.2007 | 0:09

    Okay, ich lese es mal.

    Schönen Dank.

  70. 23.01.2007 | 0:25

    Interessant, dass man das auch irgendwie anders verstehen konnte.

  71. 23.01.2007 | 0:32

    Naja. Bei uns wär’ ich immer vorsichtig.

  72. 23.01.2007 | 0:38

    Wundert mich überhaupt, dass du in eine Bloggemeinschaft “eingetreten” bist, die dich als “Mitglied” aufnimmt ;-)

  73. 23.01.2007 | 0:41

    Hmm? Wie meinen?

  74. 23.01.2007 | 0:45

    @David:

    Groucho Marx
    .

  75. 23.01.2007 | 0:49

    Schon die zweite enttarnte Bildungslücke heute abend. Ich sollte ins Bett.

  76. admin
    23.01.2007 | 1:03

    Das letzte, lediglich “zugeschriebene” Zitat werde ich mal in die Kiste aufnehmen. So verstehen manche Menschen ja “liberal” ;-)

    Und außerdem hätten wir dann wenigstens einmal Marx zitiert…

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