Glaskugeln, Orakel und “wissenschaftliche” Zukunftsszenarien

Über die grünen Zeugen Jehovas und ihre Weltuntergangslitanei sowie ganz allgemein über die menschliche Lust am Vorhersagen der Zukunft schreibt Michael Miersch hier in der Weltwoche erfrischend zu lesende Zeilen.

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4 Kommentare zu “Glaskugeln, Orakel und “wissenschaftliche” Zukunftsszenarien”

  1. 15.12.2006 | 13:03

    Toll, die angebliche Voraussage von Bill Gates ist mal wieder dabei und “In den sechziger Jahren kam es zu einer grossen Prognose-Euphorie, selbst nüchterne Wissenschaftler waren total zukunftshigh. [...] Während John von Neumann am militärischen Wetterbericht strickte, …” ist auch klasse, der Mann starb 1957. Aber egal, es gibt nur einen wahren Propheten: Ray Kurzweil :-)

    P.S. Darf man die Prognose, dass unser Sozialstaat katastrophal endet, auch in die Tonne treten?

  2. 15.12.2006 | 13:07

    @Klaus

    Der Neumann-Lapsus wirkt ja tatsächlich ein wenig peinlich.

    P.S. Darf man die Prognose, dass unser Sozialstaat katastrophal endet, auch in die Tonne treten?

    Dürfen ja, müssen nein.

  3. Llarian
    15.12.2006 | 17:21

    P.S. Darf man die Prognose, dass unser Sozialstaat katastrophal endet, auch in die Tonne treten?

    Eine wirklich und ehrlich gute Frage. Ja und nein. Der Artikel sagt ja nicht, dass man keine Prognosen treffen kann oder darf, sondern nur, dass man vorsichtig damit sein soll und der Einfluss von nicht bekannten Variablen mit zunehmender Zeit immer grösser wird. Es wäre wohl Unsinn etwas über den Sozialstaat im Jahr 2100 zu sagen, bis dahin kann sonstwas passiert sein, vom Babyboom bis zum Aussterben der Deutschen. Aber man kann mit viel besserer Präzision etwas über 2006 und die direkt folgenden Jahre sagen. Und zwar, DASS der Sozialstaat bereits katastrophal endet.

    Übirgens finde ich den von-Neumann Lapsus nicht allzu peinlich. Es war weniger eine falsche Prognose als ein wissenschaftlicher Fehler um das Wesen der Natur.

  4. 15.12.2006 | 17:33

    Er hätte auch etwas ausführlicher auf unsere Wirtschaftsforschungsinstitute eingegnen können. Vor allem, wenn sie ihre Prognosen einfach mal um 100 Prozent nach oben korrigieren.

    Und so wie ich es mal gehört hatte, war das Orakel von Delphi ganz brauchbar, weil die Priester überall Spione sitzen hatten.

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