30. November 2006
Rente mit 67
Als ich heute meinen Friedman las, saß neben mir ein taz-Leser.
Eine der Schlagzeilen, die ich aus den Augenwinkeln mitgelesen habe, betraf die “Rente mit 67″. Ich vermute, es war dieser Artikel.
Was mir rätselhaft erscheint, ist die Tatsache, dass kaum jemand den Zusammenhang zwischen staatlicher Zwangsversicherung und dem Zwang (oder politisch verklärt: der Chance) zum längeren Arbeiten erwähnt.
Wäre die Altersversorgung privatisiert, wäre das ganze Thema als politisches Thema verschwunden. Wie lange jemand dann Geld verdient, ist allein seine Sache. Im Vertrag mit seinem privaten Rentenversicherer könnte natürlich die Laufzeit seiner Beitragszahlung vereinbart werden. Das wäre dann aber flexibel und könnte auf die jeweiligen Wünsche und Möglichkeiten des Einzelnen ausgerichtet werden.
“Rente mit 67″ ist also nur ein Scheinthema, eines, das man sieht. Was man nicht sieht oder dabei gern vergisst, ist, dass der Staat den Einzelnen nur deshalb bis zum Alter von 67 Jahren in Anstellung drängen kann, weil er ihm vorher schon die Freiheit genommen hat, seine Alterssicherung selbstverantwortlich zu organisieren.
Verfasst von Boche um 10:04 Uhr in der Kategorie Politik, Sozialpolitik (Trackback)
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