25. November 2006
Die Jamaika-Formel
Etwas Bemerkenswertes ist passiert: Da geben drei junge Nachwuchspolitiker von CDU, FDP und Grünen ein Interview, in dem sie die Bundeskanzlerin dazu auffordern, die Voraussetzungen für eine “Jamaika-Koalition” zu schaffen. Gut, das ist auch Unpolitik at its best und die Adressatin eh die falsche (als Kanzlerin hat sie die Aufgabe, die aktuelle Regierung voranzubringen), aber spannend genug erscheinen mir die drei Prinzipien zu sein, die diese Gemeinsamkeit herstellen sollen:
Die Basis für eine solche Koalition könnten das Prinzip der Nachhaltigkeit, das der sozialen Grundsicherung und Schritte zu mehr Eigenverantwortlichkeit sein.
Wow! Gibt es Liberale, Christdemokraten und Grüne, die dem widersprechen? Ok, zugegeben, Grüne aus der linken Ecke werden mit dem dritten Punkt, der Eigenverantwortlichkeit, ihre Probleme haben. Aber sonst – das nenne ich mal “Jamaika” auf eine Formel gebracht. Oder?
Gut, der Teufel steckt im Detail, und wir alle neigen dazu, Ziele nach Maßnahmen zu bewerten statt umgekehrt. Aber ich könnte mich unter diesem Dach wiederfinden.
Den Hinweis verdanke ich übrigens Zettel. Wie immer lesenswert sind seine Bemerkungen zum Thema “links oder rechts”, und das meine ich ganz unabhängig von der mir naturgemäß sympathischen Folgerung. An dieser Stelle muss natürlich Jandl kommen – es ist die einzige Schwäche (oder gar eine besondere Stärke?) von Zettels Beitrag, dass er den nicht zitiert hat:
lichtung
manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum
Verfasst von Rayson um 19:18 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)
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