Wahlcomputer wieder abgeschafft

… und zwar in Sarasota, Florida, nachdem nun zweifelsfrei nachgewiesen wurde, dass die Wahlcomputer dort nicht nur viele Stimmabgaben ignorieren, sondern dies auch noch zugunsten einer bestimmten Partei. Siehe: Heise online.
Ansonsten mache ich es mir heute einfach, und verweise auf einen Kommentar von Nanuk: Adieu Wahlcomputer

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4 Kommentare zu “Wahlcomputer wieder abgeschafft”

  1. 19.11.2006 | 14:20

    Hier könnten unsere Politiker ja endlich mal aus den Fehlern lernen, die in andereren Ländern gemacht wurden …

    Übrigens haben inzwischen 36.396 Personen entweder die Original oder die Ersatzpetition unterschrieben. Wer es noch nicht getan hat, klickt bitte hier.

  2. 19.11.2006 | 19:18

    Da die Wahlcomputer nicht ganz billig waren, wäre es auch für die stets klamme Staatskasse von Vorteil, diesen kostspieligen Fehler erst gar nicht zu machen. Meines Erachtens ist die Begeisterung für die soooo bequemen, schnellen und modernen Wahlmaschinen auf die nicht selten Kombination aus hartnäckiger Lobbyarbeit auf Seiten der Hersteller und fehlendem Computerwissen der entscheidenden Politiker zurückzuführen. Kennt man ja als braver Steuerzahler und um seine Bürgerrecht besorgter Bürger zur Genüge. Von dem tollen Mautsystem von Troll-Collect bis zum Reisepaß mit biometrischen Daten (bitte nicht lächeln).

  3. 19.11.2006 | 19:28

    Das vielleicht auch, aber wohl nicht nur. Anscheinend haben es die Verantwortlichen in den Kommunen schwer, genug Freiwillige zu finden, und immer nur das kommunale Personal dienstzuverpflichten, führt auf Dauer auch zu Stress vor Ort. Da werden Wahlcomputer schon als Lösung eines echten Problems angesehen.

    Dazu müsste man noch sehen, wer in unserem Zuschusssystem welche Kosten trägt. Kann gut sein, dass für Investitionen wie einen Wahlcomputer die Kommunen zumindest teilweise Mittel vom Land beanspruchen können, während sie die laufenden Ausgaben selbst zu tragen hätten (eine ähnliche Problematik liegt wohl bei Schulen vor…). Ja, auch unser Finanzausgleichssystem bietet perverse Anreize.

  4. 20.11.2006 | 10:25

    Noch nicht einmal die Hersteller werben ernsthaft mit dem Kostenargument. Es gibt natürlich Folgekosten durch Updates und durch die Einrichtung der Wahlcomputer auf jeden neuen Anwendungsfall. Die Kommunen können diese Leistungen aber noch nicht einmal ausschreiben, weil nur der Hersteller etwas an den Geräten ändern darf. Und theoretisch müssten die Geräte nach jeder Änderung wieder zur PTB, um dort geprüft zu werden. Denn eine unveränderte Hardware bietet überhaupt keinen Schutz gegen Manipulation, entscheidend ist die Software.

    @Rayson: womit wir wieder mal beim ‘moral hazard’ wären, diesmal auf der politischen Ebene. Die Kommunen täuschen sich aber. Die laufenden Kosten wird ihnen nämlich niemand abnehmen. Zu den o.g. Folgekosten kommt noch etwas hinzu: Prinzipiell müssten Wahlcomputer in speziell gesicherten Räumen liegen, um sie gegen Manipulation zu schützen. Diese Lagerung führt auch zu Kosten.

    Ich sehe die Dienstverpflichtung der öffentlich Bediensteten nicht als so großes Problem an.

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