15. November 2006
Ostdeutschland saniert – Soli kann abgeschafft werden
Oder wie sonst soll ich das hier verstehen?
Verfasst von Rayson um 00:23 Uhr in der Kategorie Innenpolitik, Politik (Trackback)
14 Kommentare
Oder wie sonst soll ich das hier verstehen?
Verfasst von Rayson um 00:23 Uhr in der Kategorie Innenpolitik, Politik (Trackback)
14 Kommentare
Und wie soll man deinen Beitrag verstehen? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Hier muss ich Dich korrigieren: Mit Wowereit als Kanzler käme es zu einer sofortigen Erhöhung des Solidaritätszuschlags und/oder anderer Steuern. Man könnte also ableiten, dass die Ostdeutschen entweder völlig verzweifelt sind oder in einem Anfall von Masochismus sogar höhere Steuern akzeptieren, um Frau Merkel loszuwerden.
Aber auch das wäre zu kurz gegriffen. Die Überschrift »Ostdeutsche wollen Wowereit als Kanzler« zeigt wieder einmal Züge der SPON-typischen Boulevardisierung politischer Themen. Man hätte aus der Umfrage auch die Überschrift »Ostdeutsche wollen lieber von Merkel als von Beck regiert werden« ableiten können. Aber das hätte wohl niemanden vom Sessel gehoben.
Naja, wer will denn nicht sexy sein?
in der Tat eine drollige SPON Meldung …
ergab eine Umfrage der Zeitschrift “Super Illu”.
bitte wer?
hat das Institut für Marktforschung Leipzig 1001 Frauen und Männer in den neuen Bundesländern befragt.
interessante Stichprobengröße für ein Schlußfolgerung der Kanzlerfrage.
Die Anzahl von ca. 1000 Befragten ist aber bei politischen Umfragen durchaus üblich. Man sucht die Personen schon nach bestimmten sozialen Gesichtspunkten aus und vertraut dann auf die Methoden der Statistik. Zur Relevanz von Ergebnissen des genannten Instituts kann ich leider nichts sagen und die genannte Illustrierte lese ich nun wirklich nicht
Und zu Boulevard-SPON: Momentan titeln sie gerade: »Schröder soll Putsch gegen Merkel versucht haben« und beziehen sich auf Vorgänge zu einer Zeit, als Frau Merkel überhaupt noch nicht an der Macht war. Die spinnen, die SPONner …
Man sucht die Personen schon nach bestimmten sozialen Gesichtspunkten aus
da wird natürlich der Skeptiker in mir wach. Das der Stichprobenumfang für solche Umfragen üblicherweise nur um die 1000 liegt, erstaunt mich aber schon.
Bei den üblichen politischen Umfragen lese ich auch immer nur etwas von um die 1000 Befragten. Das scheint also tatsächlich üblich zu sein.
Die Selektion nach sozialen Gesichtspunkten entspricht normalerweise auch üblichen statistischen Verfahren. Denn erst mit einer repräsentativen Stichprobe wird auch die Befragung eher repräsentativ.
“Hier muss ich Dich korrigieren: Mit Wowereit als Kanzler käme es zu einer sofortigen Erhöhung des Solidaritätszuschlags und/oder anderer Steuern.”
Wieso das denn?
Wieso das denn?
Weil Herr Wowereit dazu neigt mehr Geld auszugeben als ihm zur Verfügung steht.
“Weil Herr Wowereit dazu neigt mehr Geld auszugeben als ihm zur Verfügung steht.”
Wenn das so sein sollte, dann ist das wohl ein Berliner Politikern immanentes Verhalten: Während der CDU-Regierungszeit in den 90er-Jahren hat sich die Verschuldung Berlins verfünffacht, während andere Bundesländer im gleichen Zeitraum mit einem nicht einmal verdoppelten Schuldenstand aufgefallen sind.
Nun weiß ich aber immer noch nicht, wie der Autor von einer im SPON thematisierten Umfrage zur “Sanierung” “Ostdeutschlands” und Abschaffung des “Solis” kommt.
@Frank
Ich finde, wer Wowereit will, denkt an alles andere – nur nicht an Wachstum und Arbeitsplätze.
Bei der Frage hat man ja nun nicht wirklich eine Auswahl. Ob Merkel, Wowereit, Beck, Wulff oder Koch – ist doch eigentlich egal welcher dieser Sozialisten so eine Umfrage anführt.
Ich unterstelle Wowereit keine üblen Machenschaften. Ich unterstelle ihm die Abwesenheit von Machenschaften schlechthin.
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