Wahlpetitionscomputer

Die überraschend hohe Beteiligung an der Petition gegen Wahlcomputer hat dazu geführt, dass die Betreiber des Servers eine Ersatzpetition einrichten mussten. Das liegt daran, dass die Seite mit der Anzeige der bisher abgegebenen Stimmen zu groß wurde. Deshalb endet die »erste« Petition und in der Ersatzpetition werden die Stimmen weitergezählt.

Bei dieser Petition kann aus technischen Gründen Ihre Mitzeichnung nicht mehr sichtbar gemacht und gezählt werden. Bitte benutzen Sie zur Unterstützung die sachgleiche Ersatzpetition, die wir hierfür extra eingestellt haben. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Allerdings kann man durch Beobachten der Rubrik Die letzten Unterschriften schon nach wenigen Minuten sehen, dass beide Petitionen noch Stimmen annehmen. Momentan sind es 26.576 Stimmen für die »alte« und 2.342 Stimmen für die »neue« Petition. Vielleicht wird bald die Grenze von 30.000 Stimmen überschritten.

Es ist mehr als eine ironische Fußnote, dass sogar eine Petition gegen Wahlcomputer mit den Tücken der Computer zu kämpfen hat (hoffentlich führen die Betreiber wenigstens eine ordentliche Datensicherung durch). Mir wäre offen gesagt wohler, wenn der Bundestag einen eigenen Server für elektronische Petitionen auf OpenSource-Basis betreiben würde.

Was wir bisher zu diesem Thema geschrieben haben:

MartinM über die Petition gegen Wahlcomputer (am 28. Oktober) und Wahlmaschinen mit Macken (am 4. November).
Stefanolix über die Begriffe Wahlcomputer und Wahlmaschine (am 29. Oktober) und das Wahl(computer)geheimnis (am 31. Oktober).
Dirk Meister über Wahlcomputer: Sicherheitsmerkmale und -lücken (am 1. November); Rayson über den Nutzen von Wahlcomputern (am 6. November) und Marian Wirth über die Pannen beim Einsatz der Wahlcomputer bei den Wahlen in den USA.

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3 Kommentare zu “Wahlpetitionscomputer”

  1. 9.11.2006 | 10:06

    Den Hintergrund der immer wieder zitierten Grenze von 50.000 beleutet Jörg-Olaf Schäfer in einem “Crashkurs Petionsrecht”.
    Kurzfassung: Wenn eine Petition 50.000 Stimmen bekommt, dann wird der Antragssteller in öffentlicher Sitzung angehört. Andernfalls wird in der Regel nur auf der Basis der eingereichten Schriftsätze entschieden.

  2. 9.11.2006 | 13:38

    Update: Die Grenze von 30.000 Stimmen sollte bald überschritten werden, es sind jetzt schon 29.639 Stimmen (auf beiden Petitionen zusammen).

  3. 29.01.2007 | 11:00

    [...] Gerade bei Bürgern, die sich mit der Materie etwas auskennen (z.B. “hier”: http://www.bissige-liberale.net/2006/11/09/wahlpetitionscomputer/ bei den »Bissigen Liberalen« und hier bei »The Lunatic Fringe«), war die Skepsis und Ablehnung gegenüber Wahlcomputern immer stärker gewachsen und hat gar in einer Petition an den Deutschen Bundestag kulminiert. Zu leicht ist es, Wahlcomputer zu manipulieren, Ergebnisse auszulesen und zu verändern, und zu schwierig ist es, die Stimmabgabe als souveräne Handlung des Wählers nachvollziehbar zu machen. [...]

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