Klimahysterie

Eine lesenswerte Antwort auf die neueste Umdrehung des staatlich-medialen Hysterie-Rades zum Thema Vogelgrippe Gen-Reis SARS BSE Feinstaub Asbest Klimaerwärmung findet sich in der Welt.

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16 Kommentare zu “Klimahysterie”

  1. spruance
    1.11.2006 | 9:04
  2. Libero
    1.11.2006 | 15:51

    Bjørn Lomborg ist Politologe und Statistiker, Sir Nikolaus Stern im wesentlichen Ökomomen. Ohne beiden Herren zu nahe treten zu wollen, ihre naturwissenschaftlichen und technologischen Kenntnissen dürften sehr übersichtlich und nicht sonderlich aktuell sein. Kunststück, daß ihnen da nur ökonomische und finanzielle Stellgrößen einfallen.

    Der Klimawandel ist bereits da, was man unter anderem daran sieht, wie sie wärmeliebende Arten ausbreiten und kälteliebende Arten zurückziehen. Da kann Lomborg soviel argumentieren wie er will. Es freut mich, daß er in seiner Haltung verkrampft. Er wird den Rest seines Lebens damit beschäftigt sein, sich gegenüber den Nachgeborenen zu rechtfertigen und es wird mir ein Vergnügen sein, seine wachsende Hilfslosigkeit zu erleben. Das paralysiert ihn und seine geistig deutlich niedriger einzustufenden Adepten wie Maxeiner und Miersch völlig. Übrigens finde ich es sehr belustigend, daß auch die Liberale Sekte, zu der einige mit liberalen Weltanschauung mutiert sind, in der verkrampften Haltung gegenüber dem Klimawandel verharrt. Das wird ihnen das Genick brechen und sie werden ihre restlichen produktiven Jahre wie Lomborg mit Rückzuggefechten verbringen. Die lieben Kleinen, die jetzt noch in den Windeln liegen, werden ihn schon auf Trab halten mit ihrer Kritik.

    Derweil können die wenigen, die über eine solide naturwissenschaftlich-technische Grundausbildung verfügen, sich damit beschäftigen, die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen. Auf sie warten viele interessante Aufgaben und damit ein produktiven ereignisreiches Leben bis an das Ende ihrer Tage. Die Herren Lomborg, Stein, Maxeiner und Miersch können dabei, wenn sie überhaupt noch zum Luftschnappen kommen, nur zusehen.

    Lomborgs und Steins Zahlen sind recht putzig, berücksichtigen aber nicht den technologischen Wandel. Die Fortschritte auf dem Gebiet der Gastrennung und –speicherung, erst recht auf andere Sachgebieten, sind Grund zum Optimismus. Leider können die wenigsten von euch sich an der Bewältigung dieser Herausforderungen beteiligen. What a pitty.

  3. 1.11.2006 | 16:07

    Ich erstarre in Ehrfurcht…

    … und stelle fest, dass die Entwarnung des Herrn Lomberg begründet ist. Da sich die edelsten und klügsten Menschen der Welt mit Gastrennung und anderem beschäftigen.

  4. Libero
    1.11.2006 | 16:18

    Was mich wundert. Lomborg weiß offensichtlich nicht, daß es bereits eine privatwirtschaftliche Lösung gibt. Es gibt ja einen Wirtschaftszweig, der sich mit Schadensregulierung beschäftigt. Dieser Wirtschaftszweig hat ein Rückgrat, die Rückversicherer. Nun sind die Rückversicherer bereits 2005 das erste Mal an die weltweit größten Produzenten herangetreten und haben sich sehr höflich nach deren Emissionen erkundigt.

    Man nimmt ja Anteil an seinem Mitmenschen, vor allem, wenn man einen dicken Knüppel hat. Keine befriedigenden Informationen, keine Industrieversicherung für die Werke.

    Das ist eine saubere privatwirtschaftliche Lösung, die den neuentstandenen Enthusiamus mancher CEOs für die green technology völlig zwanglos erklärt.

    Ganz ohne Druck entdecken so Unternehmen, daß das Gebrauchen statt das Verbrauchen von Wasser und Luft und das maßvolle Gebrauchen von Energie Profit bringen kann, wenn man sich nur mal auf den Weg macht, Technologien zu entwickeln. Ganz ohne Druck und ganz ohne Lomborg.

  5. 1.11.2006 | 16:28

    Schön, dass du Lomberg mit immer mehr Details Recht gibst.
    Denn wenn sich die Privatwirtschaft selbst kümmert, braucht es ja kein Kyoto oder Staatsmilliarden. Von regierungsamtlicher Hysterie ganz zu schweigen.

  6. Libero
    1.11.2006 | 16:41

    Was man liest und was man nicht liest. Ich gäbe Lomborg keineswegs recht.

    Klimaschutz ist gar nicht so wichtig? Putzig.

    Da sind die Rückversicherer aber anderer Ansicht. Eine Veränderung des Klimas führt z.B. Verwüstung und Entwaldung, zu Veränderung der Wasserströme, sowohl der Grundwasser wie der Oberflächenwasser. Das Ergebnis sieht man ja im Nahen Osten und im Mittelmeerraum. Da gab es auch mal Lomborgs, die in Müll und Marmorsäulen lebten.

  7. 1.11.2006 | 16:47

    Die Verwüstungen durch vermeidbare Krankheiten, Hunger und Bildungsmangel haben wir heute schon nicht im Griff.
    Vielleicht sollten wir mit dem anfangen, was vor der Tür liegt und nicht das, was hysterisch vorhergesagt wird wie das vor Jahren eingetretene und noch nicht bemerkte Ende der Ölvorräte.

  8. Libero
    1.11.2006 | 17:02

    Mein lieber Boche,

    was meinst du wohl, was den Wechsel zur Steinkohle ausgelöst hat. Doch nicht die Begeisterung für die fossile Energie, sondern der Holzmangel. Nicht nur als Energiequelle, sondern vor allem als Baumaterial. In Deutschland waren selbst die Hänge leergeholzt, die Stämme unterwegs nach dem Königreich und Holland. Steinkohle war in Mitteleuropa seit dem 13. Jahrhundert bekannt. Es war gar nicht so einfach, Steinkohle als Antriebsenergie für die Produktion zu nutzen. Heute, bei dem wesentlich höheren Energieverbrauch, dauert der Wechsel von einer tragenden Energieform zur nächsten auch etwa 50 bis 100 Jahre. Also muß man jetzt anfangen. Insofern ist “Hysterie” berechtigt.

  9. 1.11.2006 | 17:09

    Ach, und ich dachte, Steinkohle wäre, nachdem die Fördertechnik verfügbar war, schlicht ergiebiger im Energieertrag gewesen.

    Ist denn der Einstieg ins Öl aus Mangel an Kohle geschehen?

  10. googlehupf
    1.11.2006 | 19:40

    Ich habe den Eindruck, dass der größte Teil der Klimatologen von einem menschengemachten Klimawandel (wobei der exakte Umfang natürlich schwierig zu beziffern ist, sieht man ja auch beim IPCC) und ich bin geneigt dem Glauben zu schenken.

    Das macht Lomborgs Ansatz – die Bewertung/Einschätzung und Prioritisierung gegenüber anderen Problemen auf der Welt – aber nicht falsch. Und ich meine zumindest, dass er ein wenig auf seine Kritiker gehört hat und beim CC ’06 auch den Expertenkreis vergrößert hat.

    Es ist einfach ein Thema das gerade für den Laien extrem schwer einzuschätzen ist und daher ist es wohl das Sinnvollste einen klaren Kopf zu behalten.

  11. 1.11.2006 | 21:02

    Über Stern schrieb gestern auch die TAZ:

    Ohne eine konsequente Klimaschutzpolitik könnte das weltweite Bruttoinlandsprodukt um bis zu ein Fünftel niedriger ausfallen, als wenn jetzt gehandelt werde, schätzt Stern.

    Nur warum sollte man nun Wirtschaftswissenschaftlern in Sachen Klimawandel mehr glauben als Naturwissenschaftlern? Die, die bei uns regelmäßig als Wirtschaftsexperten das BIP vorhersagen sollen, irren sich doch auch regelmäßig.
    ;-)

  12. 1.11.2006 | 21:05

    Aber, so wie es sich für mich darstellt, haben wir durchaus einen Klimawandel. Offen ist nur ob das im Rahmen eines erdgeschichtlichen Zyklus sowieso stattfindet, oder ob „wir“ schuld sind. Und ob man da überhaupt was gegen tun kann.

  13. Llarian
    2.11.2006 | 11:39

    Ist immer wieder witzig wie wenig sich die meisten so klug einschätzenden Mitmenschen mit der Vergangenheit beschäftigen. Vor mehr als 30 Jahren veröffentlichte der “Club of Rome” jeder Menge Weltuntergangsszenarien vom Ende des Wachstums. Das war schon damals ziemlich hip und wer es wagte das öffentlich großen Quatsch zu nennen, der war ein Feind der Zukunft. Auch damals wurde schon gedroht, dass die nächste Generation (also die jetzige) mal ganz schwere Vorwürfe gegen die damals aktive äussern würde, weil diese so viele Ressourcen verschwendet hat. 1962 veröffentlichte Rachel Carson Silent Spring mit der Folge, dass 1972 DDT endgültig weltweit geächtet wurde. Kenner des Thema wissen, dass seitdem etliche Millionen Menschen an Malaria gestorben sind (und sterben), während der DDT Bann wissenschaftlich unhaltbar ist, was man sich heute auch wieder traut zu sagen. Aber wehe einer hätte das in den siebziger Jahren gewagt, obschon auch damals die “Beweise” der “Umweltschützer” mehr als fragwürdig waren.
    Weiter oben stellt marcc die Frage, warum man einem
    Wirtschaftswissenschaftler mehr trauen soll als einem Naturwissenschaftler. Auch wenn ich selber Naturwissenschaftler bin (glaubt immer den Naturwissenschaftlern ! ;) ), so ist die Antwort die: Glaubt keinem. Glaubt allenfalls an das, was sie vorlegen und wie sie es vorlegen. . An Expertise und Autorität muss man glauben, wenn man selber keine Lust hat über ein Thema zu reflektieren (oder zu wenig Hintergrund in der Materie hat). Wenn zum Beispiel der berühmte Erfinder der Hockeyschläger Kurve (Michael Mann) auf die Bitte die Grundlagen (Daten) für seine Kurve zu veröffentlichen, antwortet, dass er das nicht tun wird, da man ja nur erpicht sei Fehler darin zu finden, dann sagt das für mich mehr aus als ein 100 seitiges Gutachten. Ich bin kein Meteorologe, aber diese Methodik kenne ich, weil sie eben nicht neu ist. Auch Aussagen von Gore wie “Science is settled” sind für mich in ihrer Methodik her eindeutig. Und das in Australien laut darüber gedacht wird, ob man Klimaskeptiker nicht bestrafen sollte sagte eine Menge aus. Nein, ich würde den Wirtschaftswissenschaftlern ad hoc nicht viel glauben, aber solchen Naturwissenschaftlern schon mal gar nichts.

  14. R.A.
    2.11.2006 | 12:05

    @Libero:
    > Übrigens finde ich
    > es sehr
    > belustigend, daß
    > auch die Liberale
    > Sekte, …, in der
    > verkrampften
    > Haltung
    > gegenüber dem
    > Klimawandel
    > verharrt.
    Nun – wer sich zuletzt belustigt, hat am meisten Spaß.

    Ich habe wissenschaftlich unsinnige Panikmache dieser Art schon öfters miterlebt (Club of Rome, neue Eiszeit, Waldsterben …) und warte daher in Ruhe ab, daß sich die Klima-Hysterie wieder legt bzw. vom nächsten Schwachsinn abgelöst wird.

  15. R.A.
    2.11.2006 | 12:12

    @marcc:
    > Aber, so wie es
    > sich für mich
    > darstellt, haben
    > wir durchaus einen
    > Klimawandel.
    Wir haben bisher einen schwachen (etwa 1 Grad) Temperaturanstieg in den frühen 90ern.
    Und danach stagnieren die Temperaturen wieder (weswegen die Klimahysteriker zwar immer neue Rechenmodelle in die Medien schieben, aber keine aktuellen Meßergebnisse mehr).

    Es ist also schon offen, ob es überhaupt einen “Klimawandel” gibt, der müßte nämlich etwas stärker sein.

    Wie es ja bisher auch überhaupt keine Basis gibt, was eigentlich die “normale” Temperatur wäre, gegenüber der Veränderungen mißt.

    Sicher ist nur: Die historischen Erfahrungen zeigen deutlich, daß warme Zeiten deutlich mehr Vorteile haben als kalte.

    Ich will jetzt nicht fordern, man solle möglichst viele der angeblichen “Klimagase” emittieren.

    Aber völlig davon, ob es nun einen Klimawandel (aus welchen Ursachen auch immer) gibt oder nicht: Die angeblichen Schadens-Prognosen wg. Erwärmung sind hanebüchener Unsinn.

  16. 2.11.2006 | 13:54

    [...] In Boches Beitrag zur Klimahysterie gehen ja zwei Ereignisse durcheinander: zum einen der Report von Nicholas Stern (siehe dazu z.B. die umfangreiche BBC-Seite) und der im zeitlichen Zusammenhang mit einer Konferenz des Copenhagen Consensus Center stehende Artikel von Björn Lomborg* in der Welt. [...]

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