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	<title>Kommentare zu: Eine Schule f&#252;r alle?</title>
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	<description>Bürger zur Sonne, zur Freiheit!</description>
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		<title>Von: FAB.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6291</link>
		<dc:creator>FAB.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2006 18:12:48 +0000</pubDate>
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		<description>Meine eigenen Schulerfahrungen stimmen mit denen von R.A. &#252;berein. Richtig auch: wenn man Binnendifferenzierung vornimmt, etwa mit A, B, C und D-Kursen in jedem Fach (geringere Differenzierung bringt nichts), dann mu&#223; es wohl f&#252;r einen Sch&#252;ler, der st&#228;ndig nur in C- und D-Kurse kommt, &#228;u&#223;erst frustrierend sein. Ob der es als Gewinn betrachtet, mit den Leuten, die nur A-Kurse besuchen, dasselbe Geb&#228;ude zu benutzen, wei&#223; ich nicht. Mein Taschenpsychologe h&#228;lt es f&#252;r wahrscheinlich, da&#223; es dem Selbstbewu&#223;tsein besser bekommt, im Rahmen des Leistungsspektrums Hauptschule auch mal die Nase vorn zu haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine eigenen Schulerfahrungen stimmen mit denen von R.A. &#252;berein. Richtig auch: wenn man Binnendifferenzierung vornimmt, etwa mit A, B, C und D-Kursen in jedem Fach (geringere Differenzierung bringt nichts), dann mu&#223; es wohl f&#252;r einen Sch&#252;ler, der st&#228;ndig nur in C- und D-Kurse kommt, &#228;u&#223;erst frustrierend sein. Ob der es als Gewinn betrachtet, mit den Leuten, die nur A-Kurse besuchen, dasselbe Geb&#228;ude zu benutzen, wei&#223; ich nicht. Mein Taschenpsychologe h&#228;lt es f&#252;r wahrscheinlich, da&#223; es dem Selbstbewu&#223;tsein besser bekommt, im Rahmen des Leistungsspektrums Hauptschule auch mal die Nase vorn zu haben.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: R. A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6213</link>
		<dc:creator>R. A.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 22:05:05 +0000</pubDate>
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		<description>@Boche:
&gt; Bei manchen “platzt der Knoten” mit 8 Jahren, bei manchen mit 14.
Richtig. Wobei das Letztere aber die seltene Ausnahme ist. Wieso sollen also so viele &#252;ber Jahre auf Sparflamme gehalten werden, um abzuwarten, ob noch bei irgendeinem Altersgenossen sp&#228;t der Knoten platzt?

&gt; ist ja gerade der Nutzen, den alle Sch&#252;ler aus einem gemeinsamen
&gt; Bildungsweg ziehen k&#246;nnen.
Das halte ich im f&#252;r uns entscheidenden Teil f&#252;r eine (sozialistischen) Mythos.

Auch eine Gymnasial- oder Hauptschulklasse ist in sich noch heterogen genug, um alle von Dir richtig beschriebenen Effekte zu realisieren. Auch da haben die Sch&#252;ler unterschiedliche St&#228;rken und Schw&#228;chen und k&#246;nnen sich gegenseitig was erkl&#228;ren. Betonung auf gegenseitig: Bei im Schnitt vergleichbaren Leistungslevel kommt halt jeder mal in die Rolle des Erkl&#228;rb&#228;ren oder mu&#223; umgekehrt nachfragen.

Die Einheitsschule bringt da m. E. keinen Zusatznutzen, wohl aber eine st&#228;rkere Hierarchisierung bei diesen Rollen: Der Eine erkl&#228;rt immer und ist fast &#252;berall &#252;berlegen, der Andere ist der Depp und erf&#228;hrt immer nur, da&#223; er nicht wirklich mithalten kann.

Ich empfand es als unglaublich befreiend, als in der reformierten Oberstufe viel st&#228;rker differenziert werden konnte als in den normalen Gymnasialklassen vorher.
Auf der einen Seite endlich mal richtig gute Physik- und Geschichts-Stunden, mit guten Diskussionen, ohne die vielen Desinteressierten, die den Laden aufhielten.
Auf der anderen Seite habe ich erst in der Oberstufe erfahren, da&#223; Fremdsprachen Spa&#223; machen k&#246;nnen - vorher hatte ich l&#228;ngst aufgegeben, mit den Sprach&#252;berfliegern mithalten zu wollen. Erst wir Sprachschwachen unter uns waren, konnte ich richtig lernen.

&gt; Und dann gibt es ja anderenorts eingliedrige Schulsysteme,
&gt; die zu funktionieren scheinen. 
Aber nicht in Deutschland.
Schuldebatten sind nichts Abstraktes, sondern werden vor einem konkreten Hintergrund gef&#252;hrt.
Wenn ich nach Skandinavien gehen w&#252;rde, h&#228;tte ich keine Bedenken, meine Kinder in die dortige Gesamtschule zu schicken. Die haben bewiesen, da&#223; sie es k&#246;nnen, da&#223; sie intern differenzieren und Leistung bringen, und das pa&#223;t halt auch alles zur dortigen Tradition und Mentalit&#228;t.

In Detuschland dagegen sehe ich daf&#252;r keine Chance. Da haben die falschen Leute die Gesamtschulen gemacht, die Leute, die insgesamt unser Bildungssystem schwer gesch&#228;digt haben. Und bei jedem Schritt in Richtung l&#228;ngerer gemeinsamer Unterricht stehen diese Leute wieder bereit um die Chance zu nutzen, wieder ihren dogmatischen Unsinn zu realisieren.

Obwohl mir also in der Theorie recht egal ist, wie die n&#246;tige Differenzierung in der Schulstruktur genau organisiert wird - hier und heute ist eine Verbesserung von Schulen nur im Rahmen des noch funktionierenden dreigliedrigen Systems m&#246;glich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Boche:<br />
&gt; Bei manchen “platzt der Knoten” mit 8 Jahren, bei manchen mit 14.<br />
Richtig. Wobei das Letztere aber die seltene Ausnahme ist. Wieso sollen also so viele &#252;ber Jahre auf Sparflamme gehalten werden, um abzuwarten, ob noch bei irgendeinem Altersgenossen sp&#228;t der Knoten platzt?</p>
<p>&gt; ist ja gerade der Nutzen, den alle Sch&#252;ler aus einem gemeinsamen<br />
&gt; Bildungsweg ziehen k&#246;nnen.<br />
Das halte ich im f&#252;r uns entscheidenden Teil f&#252;r eine (sozialistischen) Mythos.</p>
<p>Auch eine Gymnasial- oder Hauptschulklasse ist in sich noch heterogen genug, um alle von Dir richtig beschriebenen Effekte zu realisieren. Auch da haben die Sch&#252;ler unterschiedliche St&#228;rken und Schw&#228;chen und k&#246;nnen sich gegenseitig was erkl&#228;ren. Betonung auf gegenseitig: Bei im Schnitt vergleichbaren Leistungslevel kommt halt jeder mal in die Rolle des Erkl&#228;rb&#228;ren oder mu&#223; umgekehrt nachfragen.</p>
<p>Die Einheitsschule bringt da m. E. keinen Zusatznutzen, wohl aber eine st&#228;rkere Hierarchisierung bei diesen Rollen: Der Eine erkl&#228;rt immer und ist fast &#252;berall &#252;berlegen, der Andere ist der Depp und erf&#228;hrt immer nur, da&#223; er nicht wirklich mithalten kann.</p>
<p>Ich empfand es als unglaublich befreiend, als in der reformierten Oberstufe viel st&#228;rker differenziert werden konnte als in den normalen Gymnasialklassen vorher.<br />
Auf der einen Seite endlich mal richtig gute Physik- und Geschichts-Stunden, mit guten Diskussionen, ohne die vielen Desinteressierten, die den Laden aufhielten.<br />
Auf der anderen Seite habe ich erst in der Oberstufe erfahren, da&#223; Fremdsprachen Spa&#223; machen k&#246;nnen &#8211; vorher hatte ich l&#228;ngst aufgegeben, mit den Sprach&#252;berfliegern mithalten zu wollen. Erst wir Sprachschwachen unter uns waren, konnte ich richtig lernen.</p>
<p>&gt; Und dann gibt es ja anderenorts eingliedrige Schulsysteme,<br />
&gt; die zu funktionieren scheinen.<br />
Aber nicht in Deutschland.<br />
Schuldebatten sind nichts Abstraktes, sondern werden vor einem konkreten Hintergrund gef&#252;hrt.<br />
Wenn ich nach Skandinavien gehen w&#252;rde, h&#228;tte ich keine Bedenken, meine Kinder in die dortige Gesamtschule zu schicken. Die haben bewiesen, da&#223; sie es k&#246;nnen, da&#223; sie intern differenzieren und Leistung bringen, und das pa&#223;t halt auch alles zur dortigen Tradition und Mentalit&#228;t.</p>
<p>In Detuschland dagegen sehe ich daf&#252;r keine Chance. Da haben die falschen Leute die Gesamtschulen gemacht, die Leute, die insgesamt unser Bildungssystem schwer gesch&#228;digt haben. Und bei jedem Schritt in Richtung l&#228;ngerer gemeinsamer Unterricht stehen diese Leute wieder bereit um die Chance zu nutzen, wieder ihren dogmatischen Unsinn zu realisieren.</p>
<p>Obwohl mir also in der Theorie recht egal ist, wie die n&#246;tige Differenzierung in der Schulstruktur genau organisiert wird &#8211; hier und heute ist eine Verbesserung von Schulen nur im Rahmen des noch funktionierenden dreigliedrigen Systems m&#246;glich.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: dirkmeister</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6212</link>
		<dc:creator>dirkmeister</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 22:04:23 +0000</pubDate>
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		<description>@Boche

Ohne auf jeden Punkt nochmal eingehen zu wollen, aber ein Punkt sei erw&#228;hnt:
&lt;blockquote&gt;Man kann eine Einheitsschule haben und dieser gleichzeitig eine weitgehende Autonomie in den Entscheidungen lassen, wie intern Begabtenf&#246;rderung oder das Vermitteln sozialer Kompetenz oder auch die Ausrichtung auf Spezialgebiete wie Sport oder Kunst umgesetzt wird.
&lt;/blockquote&gt;
Weitgehende Autonomie kann man auch im gegliederten System haben. Die Autonomiefrage ist von der Strukturfrage unabh&#228;ngig.
Davon abgesehen kann ich dir nur zustimmen. Du hast damit ja so derma&#223;en Recht.
Ein Schulautonmie nicht nur in Finanz- und Personalfragen sondern auch im Bezug auf Schulprofile und Umsetzung der Kernlehrpl&#228;ne sind in meingen Augen von entscheidender Bedeutung f&#252;r ein bessere Schulqualit&#228;t, allerdings auch kein Allheilsmittel.

Aber dies ist ein Punkt an dem ich im Moment resigniert bin. Man meint offensichtlich zentralstaatliche Steuerung der Inhalte (inkl. z.B. welches Buch von welchem Autor in der 12. Klasse gelesen werden muss) und Methoden w&#228;ren die besseren Werkzeuge. Die deutsche Bildungsb&#252;rokratie hat in meinen Augen noch nicht erkannt, dass weder jede Schule gleich ist (und auch nicht gleich sein sollte). 

Andere L&#228;nder mit einer weitgehenden Schulautonomie machen uns da tats&#228;chlich etwas vor. Oft setzten die Anstrengungen zur Schulautonomie nicht nur auf den reihen Wettbewerb sondern auch auf eine breite Diskussion &#252;ber besonders gute Ans&#228;tze um die &#220;bernahme  dieser Ans&#228;tze von anderen Schulen zu f&#246;rdern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Boche</p>
<p>Ohne auf jeden Punkt nochmal eingehen zu wollen, aber ein Punkt sei erw&#228;hnt:</p>
<blockquote><p>Man kann eine Einheitsschule haben und dieser gleichzeitig eine weitgehende Autonomie in den Entscheidungen lassen, wie intern Begabtenf&#246;rderung oder das Vermitteln sozialer Kompetenz oder auch die Ausrichtung auf Spezialgebiete wie Sport oder Kunst umgesetzt wird.
</p></blockquote>
<p>Weitgehende Autonomie kann man auch im gegliederten System haben. Die Autonomiefrage ist von der Strukturfrage unabh&#228;ngig.<br />
Davon abgesehen kann ich dir nur zustimmen. Du hast damit ja so derma&#223;en Recht.<br />
Ein Schulautonmie nicht nur in Finanz- und Personalfragen sondern auch im Bezug auf Schulprofile und Umsetzung der Kernlehrpl&#228;ne sind in meingen Augen von entscheidender Bedeutung f&#252;r ein bessere Schulqualit&#228;t, allerdings auch kein Allheilsmittel.</p>
<p>Aber dies ist ein Punkt an dem ich im Moment resigniert bin. Man meint offensichtlich zentralstaatliche Steuerung der Inhalte (inkl. z.B. welches Buch von welchem Autor in der 12. Klasse gelesen werden muss) und Methoden w&#228;ren die besseren Werkzeuge. Die deutsche Bildungsb&#252;rokratie hat in meinen Augen noch nicht erkannt, dass weder jede Schule gleich ist (und auch nicht gleich sein sollte). </p>
<p>Andere L&#228;nder mit einer weitgehenden Schulautonomie machen uns da tats&#228;chlich etwas vor. Oft setzten die Anstrengungen zur Schulautonomie nicht nur auf den reihen Wettbewerb sondern auch auf eine breite Diskussion &#252;ber besonders gute Ans&#228;tze um die &#220;bernahme  dieser Ans&#228;tze von anderen Schulen zu f&#246;rdern.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6195</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 18:35:04 +0000</pubDate>
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		<description>@dirkmeister:

Da bin ich ganz Deiner Meinung. Ich habe mein Fachabitur auf einer Schule gemacht, die sich sowohl um die ganz Schwachen als auch die ganz Starken (von der Lernbegabung her) gek&#252;mmert hat, mit speziellen Klassen und besonderer F&#246;rderung und auf die individuelle Lerngeschwindigkeit zugeschnittene Lehrpl&#228;ne. Das hat beiden Gruppen sehr geholfen. Wenn man aber nur auf das Mittelma&#223; abzielt, hilft man zwar den Meisten - kann aber weder besonders leistungsf&#228;hige Absolventen schaffen noch besonders problematischen Sch&#252;lern helfen.

Ich danke jedem m&#246;glichen Gott oder h&#246;heren Wesen, dass ich nicht auf einer staatlichen Schule sein musste. Jedenfalls ab der 11. Klasse nicht mehr - andere hatten noch mehr Gl&#252;ck.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@dirkmeister:</p>
<p>Da bin ich ganz Deiner Meinung. Ich habe mein Fachabitur auf einer Schule gemacht, die sich sowohl um die ganz Schwachen als auch die ganz Starken (von der Lernbegabung her) gek&#252;mmert hat, mit speziellen Klassen und besonderer F&#246;rderung und auf die individuelle Lerngeschwindigkeit zugeschnittene Lehrpl&#228;ne. Das hat beiden Gruppen sehr geholfen. Wenn man aber nur auf das Mittelma&#223; abzielt, hilft man zwar den Meisten &#8211; kann aber weder besonders leistungsf&#228;hige Absolventen schaffen noch besonders problematischen Sch&#252;lern helfen.</p>
<p>Ich danke jedem m&#246;glichen Gott oder h&#246;heren Wesen, dass ich nicht auf einer staatlichen Schule sein musste. Jedenfalls ab der 11. Klasse nicht mehr &#8211; andere hatten noch mehr Gl&#252;ck.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Llarian</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6187</link>
		<dc:creator>Llarian</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 16:50:19 +0000</pubDate>
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		<description>@Boche:
Ich kenne keine guten Gesamtschulen. Und ich bin mir ziemlich sicher, die wenigsten werden es sein. Du magst meine Argumente f&#252;r schlecht halten, aber die Realit&#228;t gibt mir erst einmal recht. Wenn Du Gesamtschulen schaffen kannst, die ein hohes Niveau produzieren (und zwar nicht nur ausgew&#228;hlte sondern jede Menge), dann k&#246;nnte man dr&#252;ber reden, aber bis dahin widerlegt Dich erst einmal die Realit&#228;t.
Das mit der Differenzierung sehe ich auch, nur, wo ist dann noch der Unterschied ? Wenn Du alle m&#246;glichen F&#228;cher aufspaltest, wirst Du irgendwann feststellen, dass Du eigentlich zwei oder drei Schulen in einem Geb&#228;ude f&#252;hrst, damit hast Du dann die Aufteilung implizit statt explizit erreicht. 
Aber ich denke, da wir beide ja liberal sind ( :) ), k&#246;nnen wir uns ja recht einfach einigen: Jeder schickt seine Kinder dorthin, wo er es f&#252;r richtig h&#228;lt und die entsprechende Schule die Kinder annimmt. Ich hindere Dich nicht, deine Kinder zu einer Einheitsschule zu schicken, aber Du darfst mich dann auch nicht daran hindern meinen Nachwuchs auf eine Schule zu schicken, von der ich meine, dass sie besser ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Boche:<br />
Ich kenne keine guten Gesamtschulen. Und ich bin mir ziemlich sicher, die wenigsten werden es sein. Du magst meine Argumente f&#252;r schlecht halten, aber die Realit&#228;t gibt mir erst einmal recht. Wenn Du Gesamtschulen schaffen kannst, die ein hohes Niveau produzieren (und zwar nicht nur ausgew&#228;hlte sondern jede Menge), dann k&#246;nnte man dr&#252;ber reden, aber bis dahin widerlegt Dich erst einmal die Realit&#228;t.<br />
Das mit der Differenzierung sehe ich auch, nur, wo ist dann noch der Unterschied ? Wenn Du alle m&#246;glichen F&#228;cher aufspaltest, wirst Du irgendwann feststellen, dass Du eigentlich zwei oder drei Schulen in einem Geb&#228;ude f&#252;hrst, damit hast Du dann die Aufteilung implizit statt explizit erreicht.<br />
Aber ich denke, da wir beide ja liberal sind ( <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ), k&#246;nnen wir uns ja recht einfach einigen: Jeder schickt seine Kinder dorthin, wo er es f&#252;r richtig h&#228;lt und die entsprechende Schule die Kinder annimmt. Ich hindere Dich nicht, deine Kinder zu einer Einheitsschule zu schicken, aber Du darfst mich dann auch nicht daran hindern meinen Nachwuchs auf eine Schule zu schicken, von der ich meine, dass sie besser ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6178</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 15:29:33 +0000</pubDate>
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		<description>Ich fasse mal die Argumente zusammen, wie ich sie verstanden habe, antworte aber nicht jedem Kommentar pers&#246;nlich, wenns Recht ist:

&lt;strong&gt;Julius&lt;/strong&gt; h&#228;lt eine fr&#252;he Entscheidung &#252;ber die kindliche Entwicklungsrichtung und eine darauf ausgerichtete spezifische Bildung f&#252;r sinnvoll.

Ich bezweifle stark, ob eine solche Sicht auf die kindliche Entwicklung der Wirklichkeit entspricht.
Dadurch, dass meine Mutter Lehrerin war und auch aus der pers&#246;nlichen Erfahrung mit ehemaligen Mitsch&#252;lern wei&#223; ich, dass sich Entwicklungen nur schwer absehen lassen. Bei manchen &quot;platzt der Knoten&quot; mit 8 Jahren, bei manchen mit 14.
Zumal man es mit einer self-fulfilling prophecy zu tun haben k&#246;nnte, wenn man ein Kind in eine Hauptschule steckt und dieses anschlie&#223;end einen f&#252;r die Hauptschule typischen Berufsweg einschl&#228;gt.

Der praktische Einwand, dass eine Umstellung vom dreigliedrigen zum eingliedrigen Schulsystem nur mit hohem Aufwand zu realisieren w&#228;re, lasse ich mal beiseite, weil ich diesen Aufwand f&#252;r nicht exorbitant hoch halte, mich hier aber sowieso mehr die prinzipielle Diskussion interessiert.

Von &lt;strong&gt;R.A.&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Rayson&lt;/strong&gt; wird eingewandt, dass es nicht liberal sein k&#246;nne, allen eine einheitliche L&#246;sung vorzuschreiben sondern dass es liberal sei, auf verschiedene Begabungen mit differenzierten Angeboten einzugehen.
R.A. verweist dabei auf die Frage, ob eine strukturelle Einheitlichkeit auch mit einer inhaltlichen Einheitlichkeit einhergeht.
Und darin liegt m.E. auch die Antwort: 
Man kann eine Einheitsschule haben und dieser gleichzeitig eine weitgehende Autonomie in den Entscheidungen lassen, wie intern Begabtenf&#246;rderung oder das Vermitteln sozialer Kompetenz oder auch die Ausrichtung auf Spezialgebiete wie Sport oder Kunst umgesetzt wird.

&lt;strong&gt;dirkmeister&lt;/strong&gt; bringt das ja auch ins Gespr&#228;ch: Die Beantwortung der Vielfalt durch schulinterne Differenzierung der Angebote. Er meint zwar, dass eine gut gestaltete Durchl&#228;ssigkeit des dreigliedrigen Systems dasselbe leisten kann, ich bin aber nicht dieser Meinung. Der Punkt, den ich betonen m&#246;chte, ist ja gerade der Nutzen, den &lt;strong&gt;alle&lt;/strong&gt; Sch&#252;ler aus einem &lt;strong&gt;gemeinsamen&lt;/strong&gt; Bildungsweg ziehen k&#246;nnen. Bildung besteht ja gerade nicht nur in der Ansammlung von Wissen sondern auch im Erlernen von Strategien zur Wissensaneignung, im Lernen, mit anderen zusammen zu arbeiten, um zu einem Ziel zu gelangen und vieles mehr. Dabei halte ich es f&#252;r einen Nutzwert an sich, dass dieser Austausch und dieses Lernen in einem heterogenen Klassenverband stattfindet, weil die Gesellschaft, in der man sp&#228;ter seinen Beruf aus&#252;bt, (i.d.R.) genauso heterogen sein wird.
W&#228;hrend der Schw&#228;chere vom Besseren Strategien zur Wissensaneignung lernen kann und &#252;berhaupt zum Nachahmen der Leistung angeregt wird, kann der Bessere in der Zusammenarbeit mit dem Schlechteren ebenfalls lernen. Ich kann aus meiner Erfahrung als mit Abstand Klassenbester (zumindest bis zur 10.Klasse) sagen, dass ich (im Nachhinein betrachtet) aus der Arbeit mit Lernschw&#228;cheren viel lernen konnte. Und sei es nur die F&#228;higkeit, mein Wissen verst&#228;ndlich zu machen.
Die Frage der Durchl&#228;ssigkeit des dreigliedrigen Schulsystems ist aus dieser meiner Logik heraus auch nachrangig. Weil Durchl&#228;ssigkeit nicht den Gewinn ersetzt, den das gemeinsame Lernen bietet bzw. bieten kann.
Und schlecht funktionierende Gesamtschulen als Gegenargument zu bringen, ist auch nicht wirklich &#252;berzeugend. Zum einen gibt es auch gute Gesamtschulen. Und zum anderen w&#252;rde (und werde) ich auch versuchen, mein Kind auf die Schule zu bringen, die landl&#228;ufig als Schule der Gewinner gilt. Weil ich eher davon ausgehen kann, dass mein Kind an einer solchen Schule nicht unter Wert unterrichtet wird. Das haben n&#228;mlich Untersuchungen gezeigt - dass Lehrer Kinder weniger entsprechend ihrer pers&#246;nlichen Leistungsf&#228;higkeit behandeln sondern es vielmehr durch die Hauptschul-Brille betrachten, nach dem (die psychologische Grundlage dieser Verhaltensweise nat&#252;rlich stark verk&#252;rzendem) Motto: &quot;Der wird sowieso nur Schlosser.&quot;
Dass ein Kind mit gleichen F&#228;higkeiten je nach Schulform also anders gef&#246;rdert wird.

&lt;strong&gt;Llarian&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;FAB&lt;/strong&gt; bringen in meinen Augen die schw&#228;chsten Argumente. Die Angst vor einer Nivellierung, vor einer &#220;berforderung der Schwachen und einer Unterforderung der Starken, kann man einmal mit der M&#246;glichkeit schulinterner Differenzierung beantworten. Und dann gibt es ja anderenorts eingliedrige Schulsysteme, die zu funktionieren scheinen. Offensichtlich ist eine Trennung in Gut und Schlecht nicht notwendig, offensichtlich kommt es vor allem auf die Qualit&#228;t der Lehrer an.
Dass letztere aus Bequemlichkeitsgr&#252;nden nat&#252;rlich lieber homogene Klassen unterrichten, sollte f&#252;r prinzipielle Erw&#228;gungen keine Rolle spielen.
Wie es f&#252;r mich auch keine Rolle spielt, dass und warum nun gerade die Linken Anh&#228;nger der Einheitsschule sind.

So, ich hoffe, meine Konklusion war nicht zu wirr und durcheinander und jeder findet meine Widerrede auf sein Argument heraus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich fasse mal die Argumente zusammen, wie ich sie verstanden habe, antworte aber nicht jedem Kommentar pers&#246;nlich, wenns Recht ist:</p>
<p><strong>Julius</strong> h&#228;lt eine fr&#252;he Entscheidung &#252;ber die kindliche Entwicklungsrichtung und eine darauf ausgerichtete spezifische Bildung f&#252;r sinnvoll.</p>
<p>Ich bezweifle stark, ob eine solche Sicht auf die kindliche Entwicklung der Wirklichkeit entspricht.<br />
Dadurch, dass meine Mutter Lehrerin war und auch aus der pers&#246;nlichen Erfahrung mit ehemaligen Mitsch&#252;lern wei&#223; ich, dass sich Entwicklungen nur schwer absehen lassen. Bei manchen &#8220;platzt der Knoten&#8221; mit 8 Jahren, bei manchen mit 14.<br />
Zumal man es mit einer self-fulfilling prophecy zu tun haben k&#246;nnte, wenn man ein Kind in eine Hauptschule steckt und dieses anschlie&#223;end einen f&#252;r die Hauptschule typischen Berufsweg einschl&#228;gt.</p>
<p>Der praktische Einwand, dass eine Umstellung vom dreigliedrigen zum eingliedrigen Schulsystem nur mit hohem Aufwand zu realisieren w&#228;re, lasse ich mal beiseite, weil ich diesen Aufwand f&#252;r nicht exorbitant hoch halte, mich hier aber sowieso mehr die prinzipielle Diskussion interessiert.</p>
<p>Von <strong>R.A.</strong> und <strong>Rayson</strong> wird eingewandt, dass es nicht liberal sein k&#246;nne, allen eine einheitliche L&#246;sung vorzuschreiben sondern dass es liberal sei, auf verschiedene Begabungen mit differenzierten Angeboten einzugehen.<br />
R.A. verweist dabei auf die Frage, ob eine strukturelle Einheitlichkeit auch mit einer inhaltlichen Einheitlichkeit einhergeht.<br />
Und darin liegt m.E. auch die Antwort:<br />
Man kann eine Einheitsschule haben und dieser gleichzeitig eine weitgehende Autonomie in den Entscheidungen lassen, wie intern Begabtenf&#246;rderung oder das Vermitteln sozialer Kompetenz oder auch die Ausrichtung auf Spezialgebiete wie Sport oder Kunst umgesetzt wird.</p>
<p><strong>dirkmeister</strong> bringt das ja auch ins Gespr&#228;ch: Die Beantwortung der Vielfalt durch schulinterne Differenzierung der Angebote. Er meint zwar, dass eine gut gestaltete Durchl&#228;ssigkeit des dreigliedrigen Systems dasselbe leisten kann, ich bin aber nicht dieser Meinung. Der Punkt, den ich betonen m&#246;chte, ist ja gerade der Nutzen, den <strong>alle</strong> Sch&#252;ler aus einem <strong>gemeinsamen</strong> Bildungsweg ziehen k&#246;nnen. Bildung besteht ja gerade nicht nur in der Ansammlung von Wissen sondern auch im Erlernen von Strategien zur Wissensaneignung, im Lernen, mit anderen zusammen zu arbeiten, um zu einem Ziel zu gelangen und vieles mehr. Dabei halte ich es f&#252;r einen Nutzwert an sich, dass dieser Austausch und dieses Lernen in einem heterogenen Klassenverband stattfindet, weil die Gesellschaft, in der man sp&#228;ter seinen Beruf aus&#252;bt, (i.d.R.) genauso heterogen sein wird.<br />
W&#228;hrend der Schw&#228;chere vom Besseren Strategien zur Wissensaneignung lernen kann und &#252;berhaupt zum Nachahmen der Leistung angeregt wird, kann der Bessere in der Zusammenarbeit mit dem Schlechteren ebenfalls lernen. Ich kann aus meiner Erfahrung als mit Abstand Klassenbester (zumindest bis zur 10.Klasse) sagen, dass ich (im Nachhinein betrachtet) aus der Arbeit mit Lernschw&#228;cheren viel lernen konnte. Und sei es nur die F&#228;higkeit, mein Wissen verst&#228;ndlich zu machen.<br />
Die Frage der Durchl&#228;ssigkeit des dreigliedrigen Schulsystems ist aus dieser meiner Logik heraus auch nachrangig. Weil Durchl&#228;ssigkeit nicht den Gewinn ersetzt, den das gemeinsame Lernen bietet bzw. bieten kann.<br />
Und schlecht funktionierende Gesamtschulen als Gegenargument zu bringen, ist auch nicht wirklich &#252;berzeugend. Zum einen gibt es auch gute Gesamtschulen. Und zum anderen w&#252;rde (und werde) ich auch versuchen, mein Kind auf die Schule zu bringen, die landl&#228;ufig als Schule der Gewinner gilt. Weil ich eher davon ausgehen kann, dass mein Kind an einer solchen Schule nicht unter Wert unterrichtet wird. Das haben n&#228;mlich Untersuchungen gezeigt &#8211; dass Lehrer Kinder weniger entsprechend ihrer pers&#246;nlichen Leistungsf&#228;higkeit behandeln sondern es vielmehr durch die Hauptschul-Brille betrachten, nach dem (die psychologische Grundlage dieser Verhaltensweise nat&#252;rlich stark verk&#252;rzendem) Motto: &#8220;Der wird sowieso nur Schlosser.&#8221;<br />
Dass ein Kind mit gleichen F&#228;higkeiten je nach Schulform also anders gef&#246;rdert wird.</p>
<p><strong>Llarian</strong> und <strong>FAB</strong> bringen in meinen Augen die schw&#228;chsten Argumente. Die Angst vor einer Nivellierung, vor einer &#220;berforderung der Schwachen und einer Unterforderung der Starken, kann man einmal mit der M&#246;glichkeit schulinterner Differenzierung beantworten. Und dann gibt es ja anderenorts eingliedrige Schulsysteme, die zu funktionieren scheinen. Offensichtlich ist eine Trennung in Gut und Schlecht nicht notwendig, offensichtlich kommt es vor allem auf die Qualit&#228;t der Lehrer an.<br />
Dass letztere aus Bequemlichkeitsgr&#252;nden nat&#252;rlich lieber homogene Klassen unterrichten, sollte f&#252;r prinzipielle Erw&#228;gungen keine Rolle spielen.<br />
Wie es f&#252;r mich auch keine Rolle spielt, dass und warum nun gerade die Linken Anh&#228;nger der Einheitsschule sind.</p>
<p>So, ich hoffe, meine Konklusion war nicht zu wirr und durcheinander und jeder findet meine Widerrede auf sein Argument heraus.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: dirkmeister</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6155</link>
		<dc:creator>dirkmeister</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 11:14:55 +0000</pubDate>
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		<description>@marcc
&lt;blockquote&gt;Um nicht zu sagen: Wenn heute die &#252;blichen Verd&#228;chtigen von GEW/SPD/Gr&#252;nen &#252;ber Struktur reden wollen, dann ist das schlicht ein Ablenken-wollen von den eigentlichen inhaltlichen Problemen.
&lt;/blockquote&gt;
Wenn ich mir den Landesfachauschuss Bildung der FDP-NRW ansehe, dann kann ich sagen, dass auch die &#252;blichen Verd&#228;chtigen der FDP dabei sind. Nur mit dem Ziel mit einer verbissenen Strukturdebatte von anderen (wichtigeren) Bildungsreformen abzulenken.

&lt;blockquote&gt;Warum also sind gerade die deutschen Gesamtschulen so grottenschlecht?
&lt;/blockquote&gt;
Neben der hohen Heterogenit&#228;t in den Klassen unter anderem auch durch falsche Ordnungspolitik. Zum Beispiel Gesamtschulen, die eine bestimmte Rate an Sch&#252;lern zum Abitur gef&#252;hrt haben, erhalten davon vom Land mehr Geld. Was aber tun, wenn die Sch&#252;ler in einem Jahrgang mal nicht so gut sind? Leider wurden oft die Anforderungen f&#252;r das Abitur an Gesamtschulen gesenkt, um sich irgendwie &#252;ber die Rate zu retten.

@Llarian
Ich glaube, wenn die Struktur einen Einfluss hat, dann einen negativen Einfluss f&#252;r alle, die nicht &quot;durchschnittlich&quot; sind.
Keine Frage, in einer solchen Lehrumgebung werden starke Sch&#252;ler geschw&#228;cht bzw. sie k&#246;nnen sich nicht so entfalten wie sie es bei besserer Differenzierung k&#246;nnten, aber auch die langsameren Sch&#252;ler bleiben schlechter als sie k&#246;nnten.

Es geht in meinen Augen nicht um eine Diskussion &quot;Die schlechten Sch&#252;ler gegen die guten Sch&#252;ler&quot;, sondern wenn &#252;berhaupt(!) &quot;Die normal begabten Sch&#252;ler gegen die Sch&#252;ler an beiden Enden des Spektrums&quot;. Ich glaube halbwegs homogene Klassen kommen am Ende allen Sch&#252;lern zu Gute.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@marcc</p>
<blockquote><p>Um nicht zu sagen: Wenn heute die &#252;blichen Verd&#228;chtigen von GEW/SPD/Gr&#252;nen &#252;ber Struktur reden wollen, dann ist das schlicht ein Ablenken-wollen von den eigentlichen inhaltlichen Problemen.
</p></blockquote>
<p>Wenn ich mir den Landesfachauschuss Bildung der FDP-NRW ansehe, dann kann ich sagen, dass auch die &#252;blichen Verd&#228;chtigen der FDP dabei sind. Nur mit dem Ziel mit einer verbissenen Strukturdebatte von anderen (wichtigeren) Bildungsreformen abzulenken.</p>
<blockquote><p>Warum also sind gerade die deutschen Gesamtschulen so grottenschlecht?
</p></blockquote>
<p>Neben der hohen Heterogenit&#228;t in den Klassen unter anderem auch durch falsche Ordnungspolitik. Zum Beispiel Gesamtschulen, die eine bestimmte Rate an Sch&#252;lern zum Abitur gef&#252;hrt haben, erhalten davon vom Land mehr Geld. Was aber tun, wenn die Sch&#252;ler in einem Jahrgang mal nicht so gut sind? Leider wurden oft die Anforderungen f&#252;r das Abitur an Gesamtschulen gesenkt, um sich irgendwie &#252;ber die Rate zu retten.</p>
<p>@Llarian<br />
Ich glaube, wenn die Struktur einen Einfluss hat, dann einen negativen Einfluss f&#252;r alle, die nicht &#8220;durchschnittlich&#8221; sind.<br />
Keine Frage, in einer solchen Lehrumgebung werden starke Sch&#252;ler geschw&#228;cht bzw. sie k&#246;nnen sich nicht so entfalten wie sie es bei besserer Differenzierung k&#246;nnten, aber auch die langsameren Sch&#252;ler bleiben schlechter als sie k&#246;nnten.</p>
<p>Es geht in meinen Augen nicht um eine Diskussion &#8220;Die schlechten Sch&#252;ler gegen die guten Sch&#252;ler&#8221;, sondern wenn &#252;berhaupt(!) &#8220;Die normal begabten Sch&#252;ler gegen die Sch&#252;ler an beiden Enden des Spektrums&#8221;. Ich glaube halbwegs homogene Klassen kommen am Ende allen Sch&#252;lern zu Gute.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Llarian</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6153</link>
		<dc:creator>Llarian</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 10:33:23 +0000</pubDate>
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		<description>Es stimmt sicher, dass eine Schule f&#252;r die Sch&#252;ler da sein sollte. Aber eben auch f&#252;r die Guten und nicht nur f&#252;r die Schlechten. Bei der Diskussion &#252;ber die Einheitsschule (nennen wir es auch Gesamtschule) geht es in der Regel darum, dass die schlechteren Sch&#252;ler besser zurechtkommen, wenn die besseren Sch&#252;ler mit diesen zusammengesteckt werden (und sei es nur dadurch, dass sich deren Niveau verschlechtert). Und dazu stimmt FABS Formulierung exakt: Ich glaub es hackt. 
Wenn es Probleme damit gibt, dass Hauptsch&#252;ler keine Lehrstelle finden oder Gesamtsch&#252;ler schlechte Pisa Ergebnisse produzieren, dann ist das sicher ein Argument diese Schulen zu verbessern, aber doch beileibe keins die anderen zu verschlechtern. Mit welchem Recht zwingt man begabtere oder fleissigere Sch&#252;ler dazu ihr Niveau zu verschlechtern ? Ich fands schon damals auf dem Gymnasium unglaublich dr&#246;ge, dass es immer nur nach dem Tempo des Langsamsten ging, was im Endeffekt dazu f&#252;hrt, dass man 2/3 der Zeit einfach nur sinnlos rumsitzt, weil etwas zum 4. mal erkl&#228;rt wird. Ich w&#252;rde eher sagen, es wird Zeit viel st&#228;rker zu differenzieren und auch zu individualisieren. 
Eine Schule sollte die Schwachen f&#246;rdern, keine Frage, aber niemals auf Kosten von anderen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es stimmt sicher, dass eine Schule f&#252;r die Sch&#252;ler da sein sollte. Aber eben auch f&#252;r die Guten und nicht nur f&#252;r die Schlechten. Bei der Diskussion &#252;ber die Einheitsschule (nennen wir es auch Gesamtschule) geht es in der Regel darum, dass die schlechteren Sch&#252;ler besser zurechtkommen, wenn die besseren Sch&#252;ler mit diesen zusammengesteckt werden (und sei es nur dadurch, dass sich deren Niveau verschlechtert). Und dazu stimmt FABS Formulierung exakt: Ich glaub es hackt.<br />
Wenn es Probleme damit gibt, dass Hauptsch&#252;ler keine Lehrstelle finden oder Gesamtsch&#252;ler schlechte Pisa Ergebnisse produzieren, dann ist das sicher ein Argument diese Schulen zu verbessern, aber doch beileibe keins die anderen zu verschlechtern. Mit welchem Recht zwingt man begabtere oder fleissigere Sch&#252;ler dazu ihr Niveau zu verschlechtern ? Ich fands schon damals auf dem Gymnasium unglaublich dr&#246;ge, dass es immer nur nach dem Tempo des Langsamsten ging, was im Endeffekt dazu f&#252;hrt, dass man 2/3 der Zeit einfach nur sinnlos rumsitzt, weil etwas zum 4. mal erkl&#228;rt wird. Ich w&#252;rde eher sagen, es wird Zeit viel st&#228;rker zu differenzieren und auch zu individualisieren.<br />
Eine Schule sollte die Schwachen f&#246;rdern, keine Frage, aber niemals auf Kosten von anderen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6152</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 10:22:36 +0000</pubDate>
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		<description>@dirkmeister:
&gt; Aber insgesamt
&gt; halte ich die
&gt; Schulstruktur ...
&gt; f&#252;r nicht den
&gt; zentralen Punkt.
V&#246;llige Zustimmung!

Um nicht zu sagen: Wenn heute die &#252;blichen Verd&#228;chtigen von GEW/SPD/Gr&#252;nen &#252;ber Struktur reden wollen, dann ist das schlicht ein Ablenken-wollen von den eigentlichen inhaltlichen Problemen.

Nat&#252;rlich kann man Gesamtschulen gut machen - andere L&#228;nder beweisen das.
Warum also sind gerade die deutschen Gesamtschulen so grottenschlecht?

Ganz offensichtlich ist die Differenzierung auf die unterschiedlichen Sch&#252;lerbed&#252;rfnisse der wesentliche Knackpunkt. Und eben nicht die Frage, ob man dies nun organisatorisch &#252;ber verschiedene Schulen oder innerhalb einer Schule l&#246;st.

Und umgekehrt: Wenn man deutsche Schulen INHALTLICH wieder auf Qualit&#228;t bringt (insbesondere die Problemzonen Haupt- und Gesamtschule), dabei moderne Lernformen und bessere vorschulische F&#246;rderung (Sprachkenntnisse!) ber&#252;cksichtigt - dann wird es am Ende vielleicht v&#246;llig unwichtig sein, welche Struktur ein Bundesland benutzt.

Und man wird vielleicht an gegliederten bzw. Gesamtschulsystem festhalten, was immer vor Ort da ist, weil sich irgendein Aufwand f&#252;r rein formal-&#228;u&#223;erliche &#196;nderungen nicht lohnt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@dirkmeister:<br />
&gt; Aber insgesamt<br />
&gt; halte ich die<br />
&gt; Schulstruktur &#8230;<br />
&gt; f&#252;r nicht den<br />
&gt; zentralen Punkt.<br />
V&#246;llige Zustimmung!</p>
<p>Um nicht zu sagen: Wenn heute die &#252;blichen Verd&#228;chtigen von GEW/SPD/Gr&#252;nen &#252;ber Struktur reden wollen, dann ist das schlicht ein Ablenken-wollen von den eigentlichen inhaltlichen Problemen.</p>
<p>Nat&#252;rlich kann man Gesamtschulen gut machen &#8211; andere L&#228;nder beweisen das.<br />
Warum also sind gerade die deutschen Gesamtschulen so grottenschlecht?</p>
<p>Ganz offensichtlich ist die Differenzierung auf die unterschiedlichen Sch&#252;lerbed&#252;rfnisse der wesentliche Knackpunkt. Und eben nicht die Frage, ob man dies nun organisatorisch &#252;ber verschiedene Schulen oder innerhalb einer Schule l&#246;st.</p>
<p>Und umgekehrt: Wenn man deutsche Schulen INHALTLICH wieder auf Qualit&#228;t bringt (insbesondere die Problemzonen Haupt- und Gesamtschule), dabei moderne Lernformen und bessere vorschulische F&#246;rderung (Sprachkenntnisse!) ber&#252;cksichtigt &#8211; dann wird es am Ende vielleicht v&#246;llig unwichtig sein, welche Struktur ein Bundesland benutzt.</p>
<p>Und man wird vielleicht an gegliederten bzw. Gesamtschulsystem festhalten, was immer vor Ort da ist, weil sich irgendein Aufwand f&#252;r rein formal-&#228;u&#223;erliche &#196;nderungen nicht lohnt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6151</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 10:09:40 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist wohl logisch, da&#223; mehr Sch&#252;ler &quot;absteigen&quot; als umgekehrt: Es wird fast nie vorkommen, da&#223; Eltern ihr Kind gegen die Grundschulempfehlung zu niedrig einstufen.

Ansonsten sind wir uns wohl &#252;ber die Notwendigkeit von Durchl&#228;ssigkeit einig. 

Wobei das m. E. eigentlich so ein gro&#223;es Thema nicht ist.
Es wird dort kritisch, wo diverse Bundesl&#228;nder ihre Hauptschulen so zugrunde gewirtschaftet haben, da&#223; sie fast unzumutbar f&#252;r Sch&#252;ler sind - aber das richtige Rezept w&#228;re hier eigentlich nicht, m&#246;glichst vielen Sch&#252;lern von dort die Flucht auf h&#246;here Schulen zu erm&#246;glichen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wohl logisch, da&#223; mehr Sch&#252;ler &#8220;absteigen&#8221; als umgekehrt: Es wird fast nie vorkommen, da&#223; Eltern ihr Kind gegen die Grundschulempfehlung zu niedrig einstufen.</p>
<p>Ansonsten sind wir uns wohl &#252;ber die Notwendigkeit von Durchl&#228;ssigkeit einig. </p>
<p>Wobei das m. E. eigentlich so ein gro&#223;es Thema nicht ist.<br />
Es wird dort kritisch, wo diverse Bundesl&#228;nder ihre Hauptschulen so zugrunde gewirtschaftet haben, da&#223; sie fast unzumutbar f&#252;r Sch&#252;ler sind &#8211; aber das richtige Rezept w&#228;re hier eigentlich nicht, m&#246;glichst vielen Sch&#252;lern von dort die Flucht auf h&#246;here Schulen zu erm&#246;glichen &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: marcc</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6144</link>
		<dc:creator>marcc</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 09:05:49 +0000</pubDate>
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		<description>Die Tendenz zum leichteren &quot;nach unten durchreichen&quot; f&#252;hrt meiner Meinung nach dazu, dass die Eltern bestrebt sind ihr Kind oben unterzubringen, da die Chance sich hochzuarbeiten gering ist. Oder auch erschwert wird. Einer in meiner 9. Klasse (damals vor &#252;ber 20 Jahren, also vorsicht, kann alles anders sein) war 18 Jahre als. weil er bei seinem Aufstieg ins Gymnasium immer die jeweilige Klasse wiederholen musste (seine Schilderung).

Allerdings frage ich mich auch, was beispielsweise eine Mathe-Note wert ist die zustande kommt, weil man in der 7. Klasse (?) kein Bruchrechnen kann, es aberin der 8. dann kapiert hat? Sie sagt vielleicht etwas &#252;ber die &quot;Kapierfreude&quot; aus, aber doch wenig &#252;ber die Intelligenz. Wobei ich es auch peinlich fand und finde, wenn die Leute keinen Dreisatz/Prozentrechnung k&#246;nnen

Aber wenn man den Schilderungen Berliner Hauptschuld-Rektorinnen glauben darf, dann sind ihre Sch&#252;ler bei der Lehrstellensuche so gut wie chancenlos, weil sie Hauptsch&#252;ler sind. Wobei mein Vater - nicht iin Berlin - mir da auch von Bewerbern berichtet hat, die man auch nicht nehmen kann, weil es an allem mangelt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tendenz zum leichteren &#8220;nach unten durchreichen&#8221; f&#252;hrt meiner Meinung nach dazu, dass die Eltern bestrebt sind ihr Kind oben unterzubringen, da die Chance sich hochzuarbeiten gering ist. Oder auch erschwert wird. Einer in meiner 9. Klasse (damals vor &#252;ber 20 Jahren, also vorsicht, kann alles anders sein) war 18 Jahre als. weil er bei seinem Aufstieg ins Gymnasium immer die jeweilige Klasse wiederholen musste (seine Schilderung).</p>
<p>Allerdings frage ich mich auch, was beispielsweise eine Mathe-Note wert ist die zustande kommt, weil man in der 7. Klasse (?) kein Bruchrechnen kann, es aberin der 8. dann kapiert hat? Sie sagt vielleicht etwas &#252;ber die &#8220;Kapierfreude&#8221; aus, aber doch wenig &#252;ber die Intelligenz. Wobei ich es auch peinlich fand und finde, wenn die Leute keinen Dreisatz/Prozentrechnung k&#246;nnen</p>
<p>Aber wenn man den Schilderungen Berliner Hauptschuld-Rektorinnen glauben darf, dann sind ihre Sch&#252;ler bei der Lehrstellensuche so gut wie chancenlos, weil sie Hauptsch&#252;ler sind. Wobei mein Vater &#8211; nicht iin Berlin &#8211; mir da auch von Bewerbern berichtet hat, die man auch nicht nehmen kann, weil es an allem mangelt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6140</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 08:38:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/#comment-6140</guid>
		<description>Vielen Dank f&#252;r die rege Kommentierung. 
Ich werde heute Nachmittag versuchen, auf die Gegenargumente gegen die einheitliche Schulform einzugehen. 
Nur das vorneweg: Ich habe ich nicht viel gelesen, was mich vom dreigliedrigen System &#252;berzeuge h&#228;tte k&#246;nnen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank f&#252;r die rege Kommentierung.<br />
Ich werde heute Nachmittag versuchen, auf die Gegenargumente gegen die einheitliche Schulform einzugehen.<br />
Nur das vorneweg: Ich habe ich nicht viel gelesen, was mich vom dreigliedrigen System &#252;berzeuge h&#228;tte k&#246;nnen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefanolix</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6135</link>
		<dc:creator>stefanolix</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 21:55:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/#comment-6135</guid>
		<description>Die Durchl&#228;ssigkeit eines Schulsystems ist sehr wichtig und sollte immer als Chance gesehen werden. Dass statistisch gesehen mehr Sch&#252;ler &quot;absteigen&quot; als &quot;aufsteigen&quot; l&#228;sst sich unter anderem mit den Aufnahmekriterien und den Ausnahmeregelungen erkl&#228;ren. Die Aufnahmekriterien f&#252;r das Gymnasium werden in den einzelnen Grundschulen oft recht unterschiedlich ausgelegt. Eine Note &quot;Eins&quot; kann nat&#252;rlich auch ganz unterschiedlich zustandekommen. Manche Grundschulen kommen den W&#252;nschen bestimmter Eltern entgegen, auch wenn deren Kinder sich eigentlich nicht f&#252;r das Gymnasium eignen. Manche Eltern klagen ihren Kindern den Weg auf das Gymnasium frei, auch wenn ein anderer Weg f&#252;r die Kinder besser w&#228;re. So sind diese Zahlen eigentlich recht einfach erkl&#228;rbar.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Durchl&#228;ssigkeit eines Schulsystems ist sehr wichtig und sollte immer als Chance gesehen werden. Dass statistisch gesehen mehr Sch&#252;ler &#8220;absteigen&#8221; als &#8220;aufsteigen&#8221; l&#228;sst sich unter anderem mit den Aufnahmekriterien und den Ausnahmeregelungen erkl&#228;ren. Die Aufnahmekriterien f&#252;r das Gymnasium werden in den einzelnen Grundschulen oft recht unterschiedlich ausgelegt. Eine Note &#8220;Eins&#8221; kann nat&#252;rlich auch ganz unterschiedlich zustandekommen. Manche Grundschulen kommen den W&#252;nschen bestimmter Eltern entgegen, auch wenn deren Kinder sich eigentlich nicht f&#252;r das Gymnasium eignen. Manche Eltern klagen ihren Kindern den Weg auf das Gymnasium frei, auch wenn ein anderer Weg f&#252;r die Kinder besser w&#228;re. So sind diese Zahlen eigentlich recht einfach erkl&#228;rbar.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: dirkmeister</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6133</link>
		<dc:creator>dirkmeister</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 20:57:09 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;In bin absolut &#252;berzeugt davon, dass ein Sch&#252;ler einen tempor&#228;ren &quot;H&#228;nger&quot; haben kann und dass ihm deshalb der Weg zum Abitur (und damit zum Studium) nicht unverr&#252;ckbar verwehr werden soll.
&lt;/blockquote&gt;
Davon ich ich ebenso &#252;berzeugt. Aber in diesen Punkten hat sich in den letzten 20 - 30 Jahren sehr viel getan. Es gibt in Deutschland kaum noch (wenn &#252;berhaupt) formale Sackgassen. Aus nahezu jeder Situation ist noch das Erreichen eines h&#246;heren Schulabschlusses und sogar der allgemeinen Hochschulreife m&#246;glich. Man kann gut dar&#252;ber diskutieren, ob die Nachteile &#252;ber den Umweg zum Abitur zu gelangen vielleicht zu gro&#223; sind. In NRW gibt es neuerdings zum Beispiel ein Jahr Verz&#246;gerung f&#252;r alle die z.B. von der Realschule nach der 10. Klasse wechseln. 

Auch die sonstige Durchl&#228;ssigkeit ist besser geworden als vor einigen Jahrzehnten. 
Aber gerade dort muss(!) man noch viel machen. Die Durchl&#228;ssigkeit ist heute (in NRW aber wohl in allen Bundesl&#228;ndern) noch nicht gut genug. Z.B. mit einer h&#228;ufigeren &#220;berpr&#252;fung der Eignung f&#252;r eine bessere Schule, bessere Beratung der Eltern und Sch&#252;ler, Anpassungsunterricht in der Anfangszeit auf einer neuen Schule um den Umstellungsproze&#223; besser zu gestalten,... kann da noch einiges bewirken.

Wichtig ist die Unterscheidung von verschiedenen Vorstellungen einer &quot;Einheitsschule/Gesamtschule/Basischule/...&quot;:
Es gibt im Grunde die M&#246;glichkeit alle Kinder von der Sonderschule bis zum Hochbegabten in einem Klassenraum zu unterrichten. Dies war die Forderung der NRW-Gr&#252;nen und SPD beim letzten Landeswahlkampf so verstehe ich da auch Rayson.
Ich kann dabei R.A. und Martin Eisenhardt nur zustimmen.
Bei unterschiedliche Sch&#252;ler erreicht man mit einem angepassten Unterricht wesentlich mehr. Klar, der Idealzustand in diesem Sinne w&#228;re eine vollst&#228;ndig individueller Einzelunterricht, aber aus Grunden (Soziale Kontakte) will dass kaum jemand wirklich.
Ein gewisse Homogenit&#228;t in der Gruppe erleichtert die Vermittlung der Inhalte und Fakten erheblich. Dies hat bei einer guten Durchl&#228;ssigkeit auch nichts mit &quot;Wegsperren&quot; auf niedrigeren Schulformen nach der vierten Klasse zu tun.

Eine andere Form ist eine Einheitsschule mit innerer Differenzierung. Also eine Schule, die zum Beispiel  einen Sch&#252;ler f&#252;r jedes Fach in den f&#252;r die Leistungsf&#228;higkeit passende Klasse zuordnet bzw. ihn die passende Klasse w&#228;hlen l&#228;sst. Ich h&#228;tte dann den Informatik-Kurs ersten Grades genommen, aber in  Franz&#246;sisch die niedrigste Stufe.

&#220;ber die zweite Form kann man definitiv diskutieren. Meiner Meinung nach l&#228;sst auch das derzeitige System durch wesentlich bessere Durchl&#228;ssigkeit, Schulautonomie (ja, inkl. einer eingeschr&#228;nkten Autonomie was Inhalte und Schuleprofile betrifft) wesentlich verbessern. Aber insgesamt halte ich die Schulstruktur (ohne daf&#252;r mehr empirischen Beweise zu haben, als das bei PISA sowohl L&#228;nder mit und ohne Einheitsschule gut abgeschnitten haben) f&#252;r nicht den zentralen Punkt. In beiden System l&#228;sst sich wahnsinnig gute und wahnsinnig schlechte Bildungsergebnisse erzielen. Das liegt also vielleicht tats&#228;chlich mehr an anderen Faktoren.

Problematisch ist derzeit auch die finanzielle und organisatorische Ungleichbehandlung der Schulformen zum Beispiel bei der Bezahlung der Lehrkr&#228;fte und insgesamt zu geringen Unterst&#252;tzung der Grundschule. Die so oft zitierte geringe soziale Durchl&#228;ssigkeit wird in meinen Augen nicht in der Sekundarstufe I erzeugt, sondern in der Grundschule (und auch davor)

@SteffenH:
&lt;blockquote&gt;Auch heute k&#246;nnen Eltern ihren Kids nur durch einen Umzug oder andere Tricks ein unerw&#252;nschtes, wenig leistungsstimulierendes Milieu ersparen.
&lt;/blockquote&gt;
Wichtig w&#228;re es hier, nicht so hohe H&#252;rden (Umzug) zu haben, wenn man ein Kind auf eine bessere Schule schicken m&#246;chte. In NRW werden gerade die verpflichtenden Schuleinzugsgebiete abgeschafft.

@marcc:
&lt;blockquote&gt;Ich halte ebenfalls die Durchl&#228;ssigkeit in alle Richtungen f&#252;r wichtig. Ich habe allerdings das Gef&#252;hl, dass die Durchreiche eher nach unten eher funktioniert. Und dass diese M&#246;glichkeit es einige Lehrern zu leicht macht komplizierte, anstrengende und unbequeme Sch&#252;ler nach unten abzuschieben.
&lt;/blockquote&gt;
Alle Statistiken best&#228;tigen genau deine Vermutung. Alle Statistiken zeigten genau das. 11,2% der 15 J&#228;hrigen haben schon eine Schulform gewechselt und sind dabei abgestiegen. 3,2% sind aufgestiegen.
Diese Statistik muss man allerdings mit Vorsicht genie&#223;en, da nicht klar ist aus welchen Gr&#252;nden dies so ist. Aber der Verdacht einer unfairen Durchl&#228;ssigkeit liegt tats&#228;chlich nahe. Es ist leider schon formal wesentlich einfacher &quot;abzusteigen&quot; als &quot;aufzusteigen&quot;.

&lt;blockquote&gt;Vielleicht w&#228;re aber auch zu pr&#252;fen, ob man erst nach der sechsen Klasse, die Sch&#252;ler trennen sollte.
&lt;/blockquote&gt;
Das Problem bei diesem Vorschlag ist einigen Studien zu Folge der Beginn der Pubert&#228;t. In diesem Stadium den Schulwechsel durchzuf&#252;hren, w&#252;rde in vielen F&#228;llen zu massiven Schwierigkeiten f&#252;hren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>In bin absolut &#252;berzeugt davon, dass ein Sch&#252;ler einen tempor&#228;ren &#8220;H&#228;nger&#8221; haben kann und dass ihm deshalb der Weg zum Abitur (und damit zum Studium) nicht unverr&#252;ckbar verwehr werden soll.
</p></blockquote>
<p>Davon ich ich ebenso &#252;berzeugt. Aber in diesen Punkten hat sich in den letzten 20 &#8211; 30 Jahren sehr viel getan. Es gibt in Deutschland kaum noch (wenn &#252;berhaupt) formale Sackgassen. Aus nahezu jeder Situation ist noch das Erreichen eines h&#246;heren Schulabschlusses und sogar der allgemeinen Hochschulreife m&#246;glich. Man kann gut dar&#252;ber diskutieren, ob die Nachteile &#252;ber den Umweg zum Abitur zu gelangen vielleicht zu gro&#223; sind. In NRW gibt es neuerdings zum Beispiel ein Jahr Verz&#246;gerung f&#252;r alle die z.B. von der Realschule nach der 10. Klasse wechseln. </p>
<p>Auch die sonstige Durchl&#228;ssigkeit ist besser geworden als vor einigen Jahrzehnten.<br />
Aber gerade dort muss(!) man noch viel machen. Die Durchl&#228;ssigkeit ist heute (in NRW aber wohl in allen Bundesl&#228;ndern) noch nicht gut genug. Z.B. mit einer h&#228;ufigeren &#220;berpr&#252;fung der Eignung f&#252;r eine bessere Schule, bessere Beratung der Eltern und Sch&#252;ler, Anpassungsunterricht in der Anfangszeit auf einer neuen Schule um den Umstellungsproze&#223; besser zu gestalten,&#8230; kann da noch einiges bewirken.</p>
<p>Wichtig ist die Unterscheidung von verschiedenen Vorstellungen einer &#8220;Einheitsschule/Gesamtschule/Basischule/&#8230;&#8221;:<br />
Es gibt im Grunde die M&#246;glichkeit alle Kinder von der Sonderschule bis zum Hochbegabten in einem Klassenraum zu unterrichten. Dies war die Forderung der NRW-Gr&#252;nen und SPD beim letzten Landeswahlkampf so verstehe ich da auch Rayson.<br />
Ich kann dabei R.A. und Martin Eisenhardt nur zustimmen.<br />
Bei unterschiedliche Sch&#252;ler erreicht man mit einem angepassten Unterricht wesentlich mehr. Klar, der Idealzustand in diesem Sinne w&#228;re eine vollst&#228;ndig individueller Einzelunterricht, aber aus Grunden (Soziale Kontakte) will dass kaum jemand wirklich.<br />
Ein gewisse Homogenit&#228;t in der Gruppe erleichtert die Vermittlung der Inhalte und Fakten erheblich. Dies hat bei einer guten Durchl&#228;ssigkeit auch nichts mit &#8220;Wegsperren&#8221; auf niedrigeren Schulformen nach der vierten Klasse zu tun.</p>
<p>Eine andere Form ist eine Einheitsschule mit innerer Differenzierung. Also eine Schule, die zum Beispiel  einen Sch&#252;ler f&#252;r jedes Fach in den f&#252;r die Leistungsf&#228;higkeit passende Klasse zuordnet bzw. ihn die passende Klasse w&#228;hlen l&#228;sst. Ich h&#228;tte dann den Informatik-Kurs ersten Grades genommen, aber in  Franz&#246;sisch die niedrigste Stufe.</p>
<p>&#220;ber die zweite Form kann man definitiv diskutieren. Meiner Meinung nach l&#228;sst auch das derzeitige System durch wesentlich bessere Durchl&#228;ssigkeit, Schulautonomie (ja, inkl. einer eingeschr&#228;nkten Autonomie was Inhalte und Schuleprofile betrifft) wesentlich verbessern. Aber insgesamt halte ich die Schulstruktur (ohne daf&#252;r mehr empirischen Beweise zu haben, als das bei PISA sowohl L&#228;nder mit und ohne Einheitsschule gut abgeschnitten haben) f&#252;r nicht den zentralen Punkt. In beiden System l&#228;sst sich wahnsinnig gute und wahnsinnig schlechte Bildungsergebnisse erzielen. Das liegt also vielleicht tats&#228;chlich mehr an anderen Faktoren.</p>
<p>Problematisch ist derzeit auch die finanzielle und organisatorische Ungleichbehandlung der Schulformen zum Beispiel bei der Bezahlung der Lehrkr&#228;fte und insgesamt zu geringen Unterst&#252;tzung der Grundschule. Die so oft zitierte geringe soziale Durchl&#228;ssigkeit wird in meinen Augen nicht in der Sekundarstufe I erzeugt, sondern in der Grundschule (und auch davor)</p>
<p>@SteffenH:</p>
<blockquote><p>Auch heute k&#246;nnen Eltern ihren Kids nur durch einen Umzug oder andere Tricks ein unerw&#252;nschtes, wenig leistungsstimulierendes Milieu ersparen.
</p></blockquote>
<p>Wichtig w&#228;re es hier, nicht so hohe H&#252;rden (Umzug) zu haben, wenn man ein Kind auf eine bessere Schule schicken m&#246;chte. In NRW werden gerade die verpflichtenden Schuleinzugsgebiete abgeschafft.</p>
<p>@marcc:</p>
<blockquote><p>Ich halte ebenfalls die Durchl&#228;ssigkeit in alle Richtungen f&#252;r wichtig. Ich habe allerdings das Gef&#252;hl, dass die Durchreiche eher nach unten eher funktioniert. Und dass diese M&#246;glichkeit es einige Lehrern zu leicht macht komplizierte, anstrengende und unbequeme Sch&#252;ler nach unten abzuschieben.
</p></blockquote>
<p>Alle Statistiken best&#228;tigen genau deine Vermutung. Alle Statistiken zeigten genau das. 11,2% der 15 J&#228;hrigen haben schon eine Schulform gewechselt und sind dabei abgestiegen. 3,2% sind aufgestiegen.<br />
Diese Statistik muss man allerdings mit Vorsicht genie&#223;en, da nicht klar ist aus welchen Gr&#252;nden dies so ist. Aber der Verdacht einer unfairen Durchl&#228;ssigkeit liegt tats&#228;chlich nahe. Es ist leider schon formal wesentlich einfacher &#8220;abzusteigen&#8221; als &#8220;aufzusteigen&#8221;.</p>
<blockquote><p>Vielleicht w&#228;re aber auch zu pr&#252;fen, ob man erst nach der sechsen Klasse, die Sch&#252;ler trennen sollte.
</p></blockquote>
<p>Das Problem bei diesem Vorschlag ist einigen Studien zu Folge der Beginn der Pubert&#228;t. In diesem Stadium den Schulwechsel durchzuf&#252;hren, w&#252;rde in vielen F&#228;llen zu massiven Schwierigkeiten f&#252;hren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R. A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6131</link>
		<dc:creator>R. A.</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 19:21:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/#comment-6131</guid>
		<description>@Marc:
&gt; Na R.A., das Lob wird unsere
&gt; Stadtregierung aber freuen. :-)
Nun ja - nur da&#223; die Stadtregierung &#252;berhaupt nicht f&#252;r diese inhaltliche Vielfalt verantwortlich ist. Genauer: Sie ist in der Vergangenheit mit ihren Versuchen gescheitert, diese Vielfalt zu pl&#228;tten.

Als Schultr&#228;ger ist sie derzeit nur verantwortlich f&#252;r den miesen Zustand der Geb&#228;ude.

&gt; Ich halte ebenfalls die Durchl&#228;ssigkeit
&gt; in alle Richtungen f&#252;r wichtig.
Eben, &quot;in alle&quot;. Ich sehe die von Dir beschriebenen Tendenzen auch mit gro&#223;em Mi&#223;fallen.

Aber diese M&#228;ngel kann und sollte man abstellen, ohne deswegen alle ins gleiche Korsett zu zwingen.

&gt; Vielleicht w&#228;re aber auch zu pr&#252;fen, ob
&gt; man erst nach der sechsen Klasse, die
&gt; Sch&#252;ler trennen sollte.
Bei der gro&#223;en Mehrheit der Sch&#252;ler sieht man schon in der zweiten/dritten Klasse, wo es lang geht! Durch die sp&#228;ten Einschulungen ist selbst schon die vierte Klasse gemeinsam f&#252;r viele Sch&#252;ler nicht so gut.
Umgekehrt gibt es Sp&#228;tentwickler auch nach der sechsten Klasse, die mu&#223; man dann hochbef&#246;rdern, anstatt den ganzen Pulk auf diese wenigen warten zu lassen.

&gt; dass unserer dreigliedriges Schulssystem
&gt; vom preu&#223;ischen Dreiklassenwahlrecht
&gt; abgeleitet wurde
Das ist ein Mythos.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Marc:<br />
&gt; Na R.A., das Lob wird unsere<br />
&gt; Stadtregierung aber freuen. <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
Nun ja &#8211; nur da&#223; die Stadtregierung &#252;berhaupt nicht f&#252;r diese inhaltliche Vielfalt verantwortlich ist. Genauer: Sie ist in der Vergangenheit mit ihren Versuchen gescheitert, diese Vielfalt zu pl&#228;tten.</p>
<p>Als Schultr&#228;ger ist sie derzeit nur verantwortlich f&#252;r den miesen Zustand der Geb&#228;ude.</p>
<p>&gt; Ich halte ebenfalls die Durchl&#228;ssigkeit<br />
&gt; in alle Richtungen f&#252;r wichtig.<br />
Eben, &#8220;in alle&#8221;. Ich sehe die von Dir beschriebenen Tendenzen auch mit gro&#223;em Mi&#223;fallen.</p>
<p>Aber diese M&#228;ngel kann und sollte man abstellen, ohne deswegen alle ins gleiche Korsett zu zwingen.</p>
<p>&gt; Vielleicht w&#228;re aber auch zu pr&#252;fen, ob<br />
&gt; man erst nach der sechsen Klasse, die<br />
&gt; Sch&#252;ler trennen sollte.<br />
Bei der gro&#223;en Mehrheit der Sch&#252;ler sieht man schon in der zweiten/dritten Klasse, wo es lang geht! Durch die sp&#228;ten Einschulungen ist selbst schon die vierte Klasse gemeinsam f&#252;r viele Sch&#252;ler nicht so gut.<br />
Umgekehrt gibt es Sp&#228;tentwickler auch nach der sechsten Klasse, die mu&#223; man dann hochbef&#246;rdern, anstatt den ganzen Pulk auf diese wenigen warten zu lassen.</p>
<p>&gt; dass unserer dreigliedriges Schulssystem<br />
&gt; vom preu&#223;ischen Dreiklassenwahlrecht<br />
&gt; abgeleitet wurde<br />
Das ist ein Mythos.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R. A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6130</link>
		<dc:creator>R. A.</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 19:13:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/#comment-6130</guid>
		<description>@Martin:
&gt; warum ich Boches Ansichten gerade f&#252;r
&gt; *nicht* liberal halte. 
Sagen wir mal so: Es fehlte auf jeden Fall die logische Verbindung zwischen liberal und Einheitsschule.

Jedenfalls dann wenn Einheitsschule wie in der DDR auch inhaltliche Einheitlichkeit bedeutet.

Man kann Einheitsschule auch so verstehen wie in den USA. Da hei&#223;t das nur &quot;Der Staat verzichtet darauf, irgendwelche Etiketten auf die Schulen zu kleben.&quot;
Inhaltlich sind die trotzdem sehr differenziert, je nach Wohngebiet und Schultr&#228;ger - das ist durchaus mit liberal vereinbar.

Und generell gilt: Mir ist es auch als Liberalen V&#214;LLIG wurscht, ob die Schule meinem politischen Dogma entspricht. Da gilt nur ganz egoistisch: Ist sie gut f&#252;r mein Kind?

Wenn die nicht-liberale Schule besser w&#228;re, dann w&#252;rde ich es machen wie die SPD-Gr&#246;&#223;en, die ihre Kinder nat&#252;rlich nie auf Gesamtschulen schicken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin:<br />
&gt; warum ich Boches Ansichten gerade f&#252;r<br />
&gt; *nicht* liberal halte.<br />
Sagen wir mal so: Es fehlte auf jeden Fall die logische Verbindung zwischen liberal und Einheitsschule.</p>
<p>Jedenfalls dann wenn Einheitsschule wie in der DDR auch inhaltliche Einheitlichkeit bedeutet.</p>
<p>Man kann Einheitsschule auch so verstehen wie in den USA. Da hei&#223;t das nur &#8220;Der Staat verzichtet darauf, irgendwelche Etiketten auf die Schulen zu kleben.&#8221;<br />
Inhaltlich sind die trotzdem sehr differenziert, je nach Wohngebiet und Schultr&#228;ger &#8211; das ist durchaus mit liberal vereinbar.</p>
<p>Und generell gilt: Mir ist es auch als Liberalen V&#214;LLIG wurscht, ob die Schule meinem politischen Dogma entspricht. Da gilt nur ganz egoistisch: Ist sie gut f&#252;r mein Kind?</p>
<p>Wenn die nicht-liberale Schule besser w&#228;re, dann w&#252;rde ich es machen wie die SPD-Gr&#246;&#223;en, die ihre Kinder nat&#252;rlich nie auf Gesamtschulen schicken.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6129</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 19:12:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/#comment-6129</guid>
		<description>Sorry, ist jetzt freigeschaltet. Siehe f&#252;nfter Beitrag von oben. Waren wohl etwas zu viele Links f&#252;rs problemlose Durchrauschen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sorry, ist jetzt freigeschaltet. Siehe f&#252;nfter Beitrag von oben. Waren wohl etwas zu viele Links f&#252;rs problemlose Durchrauschen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin Eisenhardt</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6127</link>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 18:59:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/#comment-6127</guid>
		<description>@Boche bzw. Admin:

Boche hatte mich dazu aufgefordert, hier bei Euch im Blog zu kommentieren, was ich auch getan habe. Mein Kommentar steckt allerdings seit 17:49cet in der Moderation - dabei habe ich doch gar nichts so b&#246;ses geschrieben ... :-D

Eventuell ist mein Kommentar ja nur zwischen den Spam-Kommentaren verloren gegangen. Falls es sonstige Probleme mit dem Kommentar gibt, bitte ich um eine eMail.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Boche bzw. Admin:</p>
<p>Boche hatte mich dazu aufgefordert, hier bei Euch im Blog zu kommentieren, was ich auch getan habe. Mein Kommentar steckt allerdings seit 17:49cet in der Moderation &#8211; dabei habe ich doch gar nichts so b&#246;ses geschrieben &#8230; <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Eventuell ist mein Kommentar ja nur zwischen den Spam-Kommentaren verloren gegangen. Falls es sonstige Probleme mit dem Kommentar gibt, bitte ich um eine eMail.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: FAB.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6125</link>
		<dc:creator>FAB.</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 18:39:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/#comment-6125</guid>
		<description>Einheitsschule? Ich glaub es hakt. Man kann nicht die Leistungsst&#228;rksten und die Leistungsschw&#228;chsten gemeinsam unterrichten, ohne fast allen grobes Unrecht zu tun durch entweder &#220;ber- oder Unterforderung. Nach meiner Einsch&#228;tzung sind die Leistungsunterschiede schon jetzt innerhalb der jeweiligen Schulformen manchmal fast zu gro&#223;. Steckt man alle in einen Topf, wird die unausweichliche Nivellierung immer nach unten stattfinden.  

Verbindliche Schulformzuweisung nach der 4. Klasse. Nicht durch den Klassenlehrer allein, sondern durch alle Lehrer, die das Kind in der 4. Klasse unterrichtet haben. Wenn wer meint, sein Kind geh&#246;re auf eine andere  weiterf&#252;hrende Schule, kann er es zu einer Eingangspr&#252;fung schicken. Deren Ergebnis ist endg&#252;ltig verbindlich. Wechsel auf eine andere Schulform sollte dann nach jedem Schuljahr ab einem bestimmten Notenschnitt m&#246;glich sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Einheitsschule? Ich glaub es hakt. Man kann nicht die Leistungsst&#228;rksten und die Leistungsschw&#228;chsten gemeinsam unterrichten, ohne fast allen grobes Unrecht zu tun durch entweder &#220;ber- oder Unterforderung. Nach meiner Einsch&#228;tzung sind die Leistungsunterschiede schon jetzt innerhalb der jeweiligen Schulformen manchmal fast zu gro&#223;. Steckt man alle in einen Topf, wird die unausweichliche Nivellierung immer nach unten stattfinden.  </p>
<p>Verbindliche Schulformzuweisung nach der 4. Klasse. Nicht durch den Klassenlehrer allein, sondern durch alle Lehrer, die das Kind in der 4. Klasse unterrichtet haben. Wenn wer meint, sein Kind geh&#246;re auf eine andere  weiterf&#252;hrende Schule, kann er es zu einer Eingangspr&#252;fung schicken. Deren Ergebnis ist endg&#252;ltig verbindlich. Wechsel auf eine andere Schulform sollte dann nach jedem Schuljahr ab einem bestimmten Notenschnitt m&#246;glich sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6124</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 18:37:55 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Ein[e] [irgendwas] f&#252;r alle&quot; kann tats&#228;chlich nur in den seltensten F&#228;llen eine liberale Forderung sein. Stattdessen w&#228;re es liberal, Unterschieden durch ein breites Angebot gerecht zu werden. 

In Berlin ist der Streit ja akut. Dort will Rot-Rot die Gemeinschaftsschule einf&#252;hren, obwohl Studien dort schon der auf die Klassen f&#252;nf bis sechs reduzierten Version einen massiven Abfall im Lernerfolg gegen&#252;ber Gymnasien bescheinigen. 

Der Schl&#252;ssel zu Bildungserfolg liegt nat&#252;rlich zum einen in der individuellen F&#246;rderung. Aber die kostet Geld. Deswegen werden stattdessen ideologische K&#228;mpfe ohne oder mit verf&#228;lschtem empirischen Hintergrund gef&#252;hrt. 

Zum anderen muss wohl der Staat, will er in unserem auf Hochl&#246;hne und hohe Produktivit&#228;t setzenden Land die Zementierung einer Unterschicht vermeiden, einigen Eltern ihr Kind quasi aus der Hand rei&#223;en und m&#246;glichst fr&#252;h unter die eigenen Fittiche nehmen. Ob das liberalen Anspr&#252;chen gerecht werden k&#246;nnte, ist eine andere Frage...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ein[e] [irgendwas] f&#252;r alle&#8221; kann tats&#228;chlich nur in den seltensten F&#228;llen eine liberale Forderung sein. Stattdessen w&#228;re es liberal, Unterschieden durch ein breites Angebot gerecht zu werden. </p>
<p>In Berlin ist der Streit ja akut. Dort will Rot-Rot die Gemeinschaftsschule einf&#252;hren, obwohl Studien dort schon der auf die Klassen f&#252;nf bis sechs reduzierten Version einen massiven Abfall im Lernerfolg gegen&#252;ber Gymnasien bescheinigen. </p>
<p>Der Schl&#252;ssel zu Bildungserfolg liegt nat&#252;rlich zum einen in der individuellen F&#246;rderung. Aber die kostet Geld. Deswegen werden stattdessen ideologische K&#228;mpfe ohne oder mit verf&#228;lschtem empirischen Hintergrund gef&#252;hrt. </p>
<p>Zum anderen muss wohl der Staat, will er in unserem auf Hochl&#246;hne und hohe Produktivit&#228;t setzenden Land die Zementierung einer Unterschicht vermeiden, einigen Eltern ihr Kind quasi aus der Hand rei&#223;en und m&#246;glichst fr&#252;h unter die eigenen Fittiche nehmen. Ob das liberalen Anspr&#252;chen gerecht werden k&#246;nnte, ist eine andere Frage&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: marcc</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6123</link>
		<dc:creator>marcc</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 18:01:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/#comment-6123</guid>
		<description>Na R.A., das Lob wird unsere Stadtregierung aber freuen. :-)

Ich halte ebenfalls die Durchl&#228;ssigkeit in alle Richtungen f&#252;r wichtig. Ich habe allerdings das Gef&#252;hl, dass die Durchreiche eher nach unten eher funktioniert. Und dass diese M&#246;glichkeit es einige Lehrern zu leicht macht komplizierte, anstrengende und unbequeme Sch&#252;ler nach unten abzuschieben.

Unter dem Gesichtspunkt scheint mir das Konzept einer Einheitsschule bis zur 9. Klasse wieder sinnvoller. Oder wir sorgen daf&#252;r, dass wir bessere Lehrer haben. So wird jeder vermutlich Beispiele kennen, dass bei der richtigen Motivationund Themenwahl auch komplizierte Sch&#252;ler sich am Unterricht beteiligen.

Vielleicht w&#228;re aber auch zu pr&#252;fen, ob man erst nach der sechsen Klasse, die Sch&#252;ler trennen sollte.

Allerdings habe ich auch mal geh&#246;rt, dass unserer dreigliedriges Schulssystem vom preu&#223;ischen Dreiklassenwahlrecht abgeleitet wurde und damals auch als Rechtfertigung dessen diente. (Nach dem Motto, wenn schon die Kinder sich in drei Lernniveaus einteilen lassen, dann ist es doch auch normal, die Gesellschaft in drei Schichten einzuteilen.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Na R.A., das Lob wird unsere Stadtregierung aber freuen. <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich halte ebenfalls die Durchl&#228;ssigkeit in alle Richtungen f&#252;r wichtig. Ich habe allerdings das Gef&#252;hl, dass die Durchreiche eher nach unten eher funktioniert. Und dass diese M&#246;glichkeit es einige Lehrern zu leicht macht komplizierte, anstrengende und unbequeme Sch&#252;ler nach unten abzuschieben.</p>
<p>Unter dem Gesichtspunkt scheint mir das Konzept einer Einheitsschule bis zur 9. Klasse wieder sinnvoller. Oder wir sorgen daf&#252;r, dass wir bessere Lehrer haben. So wird jeder vermutlich Beispiele kennen, dass bei der richtigen Motivationund Themenwahl auch komplizierte Sch&#252;ler sich am Unterricht beteiligen.</p>
<p>Vielleicht w&#228;re aber auch zu pr&#252;fen, ob man erst nach der sechsen Klasse, die Sch&#252;ler trennen sollte.</p>
<p>Allerdings habe ich auch mal geh&#246;rt, dass unserer dreigliedriges Schulssystem vom preu&#223;ischen Dreiklassenwahlrecht abgeleitet wurde und damals auch als Rechtfertigung dessen diente. (Nach dem Motto, wenn schon die Kinder sich in drei Lernniveaus einteilen lassen, dann ist es doch auch normal, die Gesellschaft in drei Schichten einzuteilen.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6121</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 17:52:07 +0000</pubDate>
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		<description>Eine Einheitsschule ist allein aufgrund des zu erwartenden Anpassungsverhaltens der Eltern (was wir ja heute schon sehen)nur durch staatliche Zwangszuweisung zu einer bestimmten Schule m&#246;glich.  In der DDR war genau dies der Fall. Freie Schulwahl bestand nur in besonders begr&#252;ndeten F&#228;llen. Auch heute k&#246;nnen Eltern ihren Kids nur durch einen Umzug oder andere Tricks ein unerw&#252;nschtes, wenig leistungsstimulierendes Milieu ersparen. Selbst wenn man also formal versucht eine Einheitsschule durchzusetzen, w&#252;rde bei freier Schulwahl wohl ein nach sozialen Schichten und individueller Leistung der Sch&#252;ler differenziertes Schulsystem die Folge sein. W&#228;hrend eine Leistungsdifferenzierung f&#252;r eine F&#246;rderung individueller F&#228;higkeiten sicherlich sinnvoll ist, kann man dies von einer Differenzierung der Schulen nach sozialen Schichten nicht behaupten. Dieses Problem liese sich m. E. erst durch ein wettbewerblich organisiertes Schulsystem, etwa auf der Grundlage von Schulgutscheinen wie es Milton Friedman seit Jahrzehnten fordert, realisieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Einheitsschule ist allein aufgrund des zu erwartenden Anpassungsverhaltens der Eltern (was wir ja heute schon sehen)nur durch staatliche Zwangszuweisung zu einer bestimmten Schule m&#246;glich.  In der DDR war genau dies der Fall. Freie Schulwahl bestand nur in besonders begr&#252;ndeten F&#228;llen. Auch heute k&#246;nnen Eltern ihren Kids nur durch einen Umzug oder andere Tricks ein unerw&#252;nschtes, wenig leistungsstimulierendes Milieu ersparen. Selbst wenn man also formal versucht eine Einheitsschule durchzusetzen, w&#252;rde bei freier Schulwahl wohl ein nach sozialen Schichten und individueller Leistung der Sch&#252;ler differenziertes Schulsystem die Folge sein. W&#228;hrend eine Leistungsdifferenzierung f&#252;r eine F&#246;rderung individueller F&#228;higkeiten sicherlich sinnvoll ist, kann man dies von einer Differenzierung der Schulen nach sozialen Schichten nicht behaupten. Dieses Problem liese sich m. E. erst durch ein wettbewerblich organisiertes Schulsystem, etwa auf der Grundlage von Schulgutscheinen wie es Milton Friedman seit Jahrzehnten fordert, realisieren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin Eisenhardt</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6120</link>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 16:52:20 +0000</pubDate>
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		<description>@R.A.:

Das ist exakt meine Meinung und bringt auch sehr gut zum Ausdruck, warum ich Boches Ansichten gerade f&#252;r *nicht* liberal halte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@R.A.:</p>
<p>Das ist exakt meine Meinung und bringt auch sehr gut zum Ausdruck, warum ich Boches Ansichten gerade f&#252;r *nicht* liberal halte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin Eisenhardt</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6119</link>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 16:49:28 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Boche,

&lt;blockquote&gt;Obwohl ich von mir aufgeworfene Themen nat&#252;rlich lieber im Kommentarbereich meines entsprechenden Beitrages diskutiere, ...
&lt;/blockquote&gt;

Naja, dazu sind Pingbacks im Blogwald ja da: man kann nachvollziehen, wer wo etwas zu einem Artikel von sich gegeben hat. Ich kommentiere auch h&#228;ufig bei Euch im Blog, sah meine dann doch l&#228;ngere Auseinandersetzung mit dem Thema allerdings als einen Artikel in eigenem Recht an – mit Link und Pingback auf Deinen Artikel.

Aber egal, ich kann meine &lt;a href=&quot;http://node-0.mneisen.org/2006/10/30/einheitsschule/#comment-316&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Erwiderung&lt;/a&gt; auf Deinen &lt;a href=&quot;http://node-0.mneisen.org/2006/10/30/einheitsschule/#comment-314&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Kommentar&lt;/a&gt; zu meiner &lt;a href=&quot;http://node-0.mneisen.org/2006/10/30/einheitsschule/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Sicht der Dinge&lt;/a&gt; bzgl. Der Einheitsschule auch gerne noch einmal hier wiedergeben:

&lt;blockquote&gt;    Wer meinem Artikel unterstellt, dass er dies abstreitet, der verweigert das sorgf&#228;ltige Lesen. Denn nicht die Unterschiede werden bestritten, sondern die Schlussfolgerung, dass man die Kinder deshalb getrennt unterrichten m&#252;sste.
&lt;/blockquote&gt;

Punkt f&#252;r Dich, das habe ich schlecht formuliert und so zwar nicht gemeint, wohl aber gesagt. Mir ging es darum, dass die Schlussfolgerung aus der Unterschiedlichkeit der Sch&#252;ler nicht in einer Forderung nach einer Einheitsschule bestehen kann.

Es gibt den Grundsatz:
&lt;blockquote&gt;Gleiches soll gleich, Ungleiches jedoch verschieden behandelt werden.&lt;/blockquote&gt;

Der trifft dann nicht nur auf Sportler zu, sondern auch auf Sch&#252;ler. Ich bin absolut &#252;berzeugt davon, dass ein Sch&#252;ler einen tempor&#228;ren “H&#228;nger” haben kann und dass ihm deshalb der Weg zum Abitur (und damit zum Studium) nicht unverr&#252;ckbar verwehrt werden soll. Die in Deinem Artikel erw&#228;hnte Durchl&#228;ssigkeit des Schulsystems ist daher auch f&#252;r mich von ganz gro&#223;er Bedeutung.

Ich denke aber schon, dass eine Eingruppierung der Sch&#252;ler nach ihren M&#246;glichkeiten f&#252;r alle Beteiligten das Beste ist – vor allem dann, wenn ein Sch&#252;ler sich durch &#252;berzeugende Leistung “hocharbeiten” kann.

&lt;blockquote&gt;Wenn im Alter eines Viertkl&#228;sslers schon klar w&#228;re, aus wem mal was wird, wer also Olympiasieger und wer &#220;bergewichtiger wird, h&#228;tte ich kein Problem. Als Liberaler traue ich mir und anderen aber solches, den Eingriff in die private Bildungsangelegenheit legitimierendes Allwissen nicht zu.&lt;/blockquote&gt;

Schulnoten kommen in aller Regel durch fairen Wettbewerb zustande. Wer also in der Grundschule schlechte Noten bekommt, zeigt zumindest in dieser Phase schlechte Leistungen. Daher wird f&#252;r einen solchen Sch&#252;ler z.B. die Hauptschule als erfolgversprechendste Schulform empfohlen.

Durch &#252;berzeugende Leistungen kann sich dieser Sch&#252;ler dann aber immer noch verbessern und zun&#228;chst auf die Realschule wechseln. Und wer wei&#223;: Vielleicht macht er sogar doch noch Abitur.

&lt;blockquote&gt;Wenn “gesunder Wettbewerb” dadurch enstehen soll, dass der Staat ihn durch Kastenbildung der Wettbewerber unterbindet, dann sollte man daf&#252;r ehrlicherweise einen anderen Begriff finden.&lt;/blockquote&gt;

Genau dies passiert – auch in wirtschaftsliberalen Staaten – st&#228;ndig. Denn fairer Wettbewerb setzt zumindest einigerma&#223;en gleichstarke Marktteilnehmer voraus.

Ein gutes Beispiel ist der Verbraucherschutz: Auch hier wird der schw&#228;chere Teilnehmer durch den Gesetzgeber besonders in Schutz genommen, es werden ihm Schutzrechte einger&#228;umt (z.B. Gew&#228;hrleistungsrechte, Umtauschrechte bei “Haust&#252;r”-Gesch&#228;ften), die ein Vollkaufmann in dieser Form nicht hat.

Was ich generell nicht verstehe, ist die Annahme, dass der gemeinsame Unterricht mit leistungsschw&#228;cheren Sch&#252;lern die begabteren Sch&#252;ler fachlich weiterbringen soll. Dass die soziale Kompetenz dadurch geschult wird und die Abiturienten dann mehr Kontakt auch zu bildungsferneren Bereichen der Gesellschaft haben – das stelle ich nicht in Abrede. Soziale Kompetenz kann aber auch anders geschult werden.

Und noch eines, was ich nicht verstehe: Ein Liberaler sollte doch immer daf&#252;r sein, dass sich Leistung lohnt, dass derjenige, der mehr leisten kann &lt;em&gt;und will&lt;/em&gt;, daf&#252;r auch einen Gegenwert erh&#228;lt.

Warum ist es also falsch, Sch&#252;ler nach ihrer Leistungsf&#228;higkeit und -bereitschaft zu beurteilen und ihren M&#246;glichkeiten entsprechend auszubilden – solange sie sich durch Flei&#223; verbessern bzw. durch Nicht-Leistung verschlechtern k&#246;nnen?



P.S.: Noch hierzu:

&lt;blockquote&gt;Oh, HTML funktioniert nicht. Das schr&#228;nkt die Lesbarkeit meines Kommentars nat&#252;rlich etwas ein. &lt;/blockquote&gt;

Daf&#252;r funktioniert &lt;a href=&quot;http://www.textism.com/tools/textile/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Textile&lt;/a&gt; gleich noch einmal so gut ... :-D

&lt;blockquote&gt;Aber du kannst ja gern bei uns weiterdiskutieren kommen:
http://www.bissige-liberale.net/ [...] &lt;/blockquote&gt;

Habe ich hiermit gemacht :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Boche,</p>
<blockquote><p>Obwohl ich von mir aufgeworfene Themen nat&#252;rlich lieber im Kommentarbereich meines entsprechenden Beitrages diskutiere, &#8230;
</p></blockquote>
<p>Naja, dazu sind Pingbacks im Blogwald ja da: man kann nachvollziehen, wer wo etwas zu einem Artikel von sich gegeben hat. Ich kommentiere auch h&#228;ufig bei Euch im Blog, sah meine dann doch l&#228;ngere Auseinandersetzung mit dem Thema allerdings als einen Artikel in eigenem Recht an – mit Link und Pingback auf Deinen Artikel.</p>
<p>Aber egal, ich kann meine <a href="http://node-0.mneisen.org/2006/10/30/einheitsschule/#comment-316" rel="nofollow">Erwiderung</a> auf Deinen <a href="http://node-0.mneisen.org/2006/10/30/einheitsschule/#comment-314" rel="nofollow">Kommentar</a> zu meiner <a href="http://node-0.mneisen.org/2006/10/30/einheitsschule/" rel="nofollow">Sicht der Dinge</a> bzgl. Der Einheitsschule auch gerne noch einmal hier wiedergeben:</p>
<blockquote><p>    Wer meinem Artikel unterstellt, dass er dies abstreitet, der verweigert das sorgf&#228;ltige Lesen. Denn nicht die Unterschiede werden bestritten, sondern die Schlussfolgerung, dass man die Kinder deshalb getrennt unterrichten m&#252;sste.
</p></blockquote>
<p>Punkt f&#252;r Dich, das habe ich schlecht formuliert und so zwar nicht gemeint, wohl aber gesagt. Mir ging es darum, dass die Schlussfolgerung aus der Unterschiedlichkeit der Sch&#252;ler nicht in einer Forderung nach einer Einheitsschule bestehen kann.</p>
<p>Es gibt den Grundsatz:</p>
<blockquote><p>Gleiches soll gleich, Ungleiches jedoch verschieden behandelt werden.</p></blockquote>
<p>Der trifft dann nicht nur auf Sportler zu, sondern auch auf Sch&#252;ler. Ich bin absolut &#252;berzeugt davon, dass ein Sch&#252;ler einen tempor&#228;ren “H&#228;nger” haben kann und dass ihm deshalb der Weg zum Abitur (und damit zum Studium) nicht unverr&#252;ckbar verwehrt werden soll. Die in Deinem Artikel erw&#228;hnte Durchl&#228;ssigkeit des Schulsystems ist daher auch f&#252;r mich von ganz gro&#223;er Bedeutung.</p>
<p>Ich denke aber schon, dass eine Eingruppierung der Sch&#252;ler nach ihren M&#246;glichkeiten f&#252;r alle Beteiligten das Beste ist – vor allem dann, wenn ein Sch&#252;ler sich durch &#252;berzeugende Leistung “hocharbeiten” kann.</p>
<blockquote><p>Wenn im Alter eines Viertkl&#228;sslers schon klar w&#228;re, aus wem mal was wird, wer also Olympiasieger und wer &#220;bergewichtiger wird, h&#228;tte ich kein Problem. Als Liberaler traue ich mir und anderen aber solches, den Eingriff in die private Bildungsangelegenheit legitimierendes Allwissen nicht zu.</p></blockquote>
<p>Schulnoten kommen in aller Regel durch fairen Wettbewerb zustande. Wer also in der Grundschule schlechte Noten bekommt, zeigt zumindest in dieser Phase schlechte Leistungen. Daher wird f&#252;r einen solchen Sch&#252;ler z.B. die Hauptschule als erfolgversprechendste Schulform empfohlen.</p>
<p>Durch &#252;berzeugende Leistungen kann sich dieser Sch&#252;ler dann aber immer noch verbessern und zun&#228;chst auf die Realschule wechseln. Und wer wei&#223;: Vielleicht macht er sogar doch noch Abitur.</p>
<blockquote><p>Wenn “gesunder Wettbewerb” dadurch enstehen soll, dass der Staat ihn durch Kastenbildung der Wettbewerber unterbindet, dann sollte man daf&#252;r ehrlicherweise einen anderen Begriff finden.</p></blockquote>
<p>Genau dies passiert – auch in wirtschaftsliberalen Staaten – st&#228;ndig. Denn fairer Wettbewerb setzt zumindest einigerma&#223;en gleichstarke Marktteilnehmer voraus.</p>
<p>Ein gutes Beispiel ist der Verbraucherschutz: Auch hier wird der schw&#228;chere Teilnehmer durch den Gesetzgeber besonders in Schutz genommen, es werden ihm Schutzrechte einger&#228;umt (z.B. Gew&#228;hrleistungsrechte, Umtauschrechte bei “Haust&#252;r”-Gesch&#228;ften), die ein Vollkaufmann in dieser Form nicht hat.</p>
<p>Was ich generell nicht verstehe, ist die Annahme, dass der gemeinsame Unterricht mit leistungsschw&#228;cheren Sch&#252;lern die begabteren Sch&#252;ler fachlich weiterbringen soll. Dass die soziale Kompetenz dadurch geschult wird und die Abiturienten dann mehr Kontakt auch zu bildungsferneren Bereichen der Gesellschaft haben – das stelle ich nicht in Abrede. Soziale Kompetenz kann aber auch anders geschult werden.</p>
<p>Und noch eines, was ich nicht verstehe: Ein Liberaler sollte doch immer daf&#252;r sein, dass sich Leistung lohnt, dass derjenige, der mehr leisten kann <em>und will</em>, daf&#252;r auch einen Gegenwert erh&#228;lt.</p>
<p>Warum ist es also falsch, Sch&#252;ler nach ihrer Leistungsf&#228;higkeit und -bereitschaft zu beurteilen und ihren M&#246;glichkeiten entsprechend auszubilden – solange sie sich durch Flei&#223; verbessern bzw. durch Nicht-Leistung verschlechtern k&#246;nnen?</p>
<p>P.S.: Noch hierzu:</p>
<blockquote><p>Oh, HTML funktioniert nicht. Das schr&#228;nkt die Lesbarkeit meines Kommentars nat&#252;rlich etwas ein. </p></blockquote>
<p>Daf&#252;r funktioniert <a href="http://www.textism.com/tools/textile/" rel="nofollow">Textile</a> gleich noch einmal so gut &#8230; <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<blockquote><p>Aber du kannst ja gern bei uns weiterdiskutieren kommen:<br />
<a href="http://www.bissige-liberale.net/" rel="nofollow">http://www.bissige-liberale.net/</a> [...] </p></blockquote>
<p>Habe ich hiermit gemacht <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6118</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 16:41:50 +0000</pubDate>
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		<description>@boche:
&gt; Entweder, man
&gt; &#252;berl&#228;sst das
&gt; Schulsystem
&gt; komplett der
&gt; Privatinitiative.
Das w&#228;re in der Tat ein liberaler Weg.

&gt; Oder man muss die
&gt; Einheitsschule
&gt; schaffen.
Aber das ist weder die logische Alternative zu Privatschulen noch liberal begr&#252;ndbar.

Liberal ist es, den verschiedenen Interessen und Begabungen mit m&#246;glichst differenzierten Angeboten zu begegnen.

D.h. im theoretischen Ideal m&#252;&#223;te es pro Kind eine ma&#223;geschneiderte Schule geben, in der Praxis greift das &quot;m&#246;glichst&quot; und man fa&#223;t halbwegs &#228;hnliche Gruppen von Kindern zusammen, um Klassen und Schulen organisieren zu k&#246;nnen.

Und wo es m&#246;glich ist (d.h. in St&#228;dten allemal) ist dreigliedrig eher das Minimum, eine Einheitsschule dagegen w&#228;re eine sehr ungerechte und sinnwidrige Ignorierung der Unterschiede zwischen den Kindern.

Wobei es mir hier noch &#252;berhaupt nicht um Berufswege geht, aber schon bei Grundsch&#252;lern sind erhebliche Unterschiede zu beobachten (das wirst Du bei Deiner Tochter und den Gleichaltrigen dann sehen - die Gr&#246;&#223;e der Unterschiede wird Dich &#252;berraschen).

Wobei sich dabei w&#228;hrend der weiteren Entwicklung noch viel &#228;ndern kann, sp&#228;tere Durchl&#228;ssigkeit in ALLE Richtungen halte 
ich f&#252;r sehr wichtig.

Ich bin sehr froh, da&#223; wir f&#252;r unsere beiden Kinder eine so gro&#223;e Auswahl vor Ort hatten, also eben nicht nur Gymnasium/ Realschule/ Hauptschule, sondern auch innerhalb dieser Gruppen sehr viel Differenzierung. Es gibt Schulen mit Sportschwerpunkt, altsprachliche, bilinguale, Waldorf- und christliche Schulen, fast jede Schule hat ein eigenst&#228;ndiges und interessantes Profil.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@boche:<br />
&gt; Entweder, man<br />
&gt; &#252;berl&#228;sst das<br />
&gt; Schulsystem<br />
&gt; komplett der<br />
&gt; Privatinitiative.<br />
Das w&#228;re in der Tat ein liberaler Weg.</p>
<p>&gt; Oder man muss die<br />
&gt; Einheitsschule<br />
&gt; schaffen.<br />
Aber das ist weder die logische Alternative zu Privatschulen noch liberal begr&#252;ndbar.</p>
<p>Liberal ist es, den verschiedenen Interessen und Begabungen mit m&#246;glichst differenzierten Angeboten zu begegnen.</p>
<p>D.h. im theoretischen Ideal m&#252;&#223;te es pro Kind eine ma&#223;geschneiderte Schule geben, in der Praxis greift das &#8220;m&#246;glichst&#8221; und man fa&#223;t halbwegs &#228;hnliche Gruppen von Kindern zusammen, um Klassen und Schulen organisieren zu k&#246;nnen.</p>
<p>Und wo es m&#246;glich ist (d.h. in St&#228;dten allemal) ist dreigliedrig eher das Minimum, eine Einheitsschule dagegen w&#228;re eine sehr ungerechte und sinnwidrige Ignorierung der Unterschiede zwischen den Kindern.</p>
<p>Wobei es mir hier noch &#252;berhaupt nicht um Berufswege geht, aber schon bei Grundsch&#252;lern sind erhebliche Unterschiede zu beobachten (das wirst Du bei Deiner Tochter und den Gleichaltrigen dann sehen &#8211; die Gr&#246;&#223;e der Unterschiede wird Dich &#252;berraschen).</p>
<p>Wobei sich dabei w&#228;hrend der weiteren Entwicklung noch viel &#228;ndern kann, sp&#228;tere Durchl&#228;ssigkeit in ALLE Richtungen halte<br />
ich f&#252;r sehr wichtig.</p>
<p>Ich bin sehr froh, da&#223; wir f&#252;r unsere beiden Kinder eine so gro&#223;e Auswahl vor Ort hatten, also eben nicht nur Gymnasium/ Realschule/ Hauptschule, sondern auch innerhalb dieser Gruppen sehr viel Differenzierung. Es gibt Schulen mit Sportschwerpunkt, altsprachliche, bilinguale, Waldorf- und christliche Schulen, fast jede Schule hat ein eigenst&#228;ndiges und interessantes Profil.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Julius</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6117</link>
		<dc:creator>Julius</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 16:32:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/#comment-6117</guid>
		<description>Theoretische Gegenerw&#228;gungen:
Es sind eben nicht staatlich gesch&#252;tzte Nischen in EINEM Markt, sondern unterschiedliche M&#228;rkte, die eine Unterscheidung rechtfertigen. Gemeinsam erhalten alle zur Chancengleichheit am Anfang die Grundf&#228;higkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen. Daf&#252;r sollten 4 Schuljahre ausreichen, 6 w&#228;ren wohl besser wenn man gleichzeitig fr&#252;her mit der Bildungsarbeit beginnt (Einschulung mit 5, Lerninhalte im Kindergarten, etc.). Danach gibt es unterschiedliche M&#228;rkte auf denen jeweils wieder Wettbewerb herrscht. Einmal den Markt um Bildung f&#252;r eine handwerkliche Lehre (Hauptschule), f&#252;r eine Ausbildung (Realschule) und schlie&#223;lich f&#252;r ein Studium (Gymnasium). Ein Wechsel ist durchaus m&#246;glich, aber bereits in fr&#252;hen Jahren sollten die speziellen Fertigkeiten und Kenntnisse im Hinblick auf eine  sp&#228;tere Berufsausbildung ausgebaut werden. Ab der 5. Klasse f&#252;r Hauptsch&#252;ler eben etwas mehr Wert auf Werkunterricht, Englisch f&#252;r Techniker, Physik f&#252;r Anwender, etc. legen, an der Realschule EDV-Kenntnisse vertiefen, Wirtschaftsenglisch, etc. und f&#252;r Gymnasiasten verschiedene Fremdsprachenangebote, Textanalyse,  eigenst&#228;ndiges Erarbeiten und Pr&#228;sentieren von Problemen, etc.

So sollte es jedenfalls sein.

Praktische Gegenerw&#228;gungen:
In Deutschland w&#228;re ein Systemwechsel wohl kaum umsetzbar. Die Grundschulen sind r&#228;umlich begrenzt und von der Einrichtung (sanit&#228;re Anlagen, Tische, St&#252;hle, Treppengel&#228;nder, etc.)   f&#252;r Kinder bis etwa 10 Jahre ausgelegt. An diesen Schulen ist also allein schon eine Verl&#228;ngerung der Grundschulzeit von 4 auf 6 Schuljahre nicht zu verwirklicehn. Gleichzeitig sind die weiterf&#252;hrenden Schulen nur mit einem riesigen Mehraufwand an die Bed&#252;rfnisse der Kleinen umzugestalten. Mal abgesehen davon, dass 5j&#228;hrige und 15j&#228;hrige vielleicht besser nicht den selben Schulhof teilen sollten. Kann auch Vorteile haben, spontan sehe ich aber mehr Nachteile. 
Praktisch undurchf&#252;hrbar oder jedenfalls nur mit einem kaum zu rechtfertigenden Mehraufwand.

Nein zur Einheinheitsschule, ja zum differenzierten Schulsystem.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Theoretische Gegenerw&#228;gungen:<br />
Es sind eben nicht staatlich gesch&#252;tzte Nischen in EINEM Markt, sondern unterschiedliche M&#228;rkte, die eine Unterscheidung rechtfertigen. Gemeinsam erhalten alle zur Chancengleichheit am Anfang die Grundf&#228;higkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen. Daf&#252;r sollten 4 Schuljahre ausreichen, 6 w&#228;ren wohl besser wenn man gleichzeitig fr&#252;her mit der Bildungsarbeit beginnt (Einschulung mit 5, Lerninhalte im Kindergarten, etc.). Danach gibt es unterschiedliche M&#228;rkte auf denen jeweils wieder Wettbewerb herrscht. Einmal den Markt um Bildung f&#252;r eine handwerkliche Lehre (Hauptschule), f&#252;r eine Ausbildung (Realschule) und schlie&#223;lich f&#252;r ein Studium (Gymnasium). Ein Wechsel ist durchaus m&#246;glich, aber bereits in fr&#252;hen Jahren sollten die speziellen Fertigkeiten und Kenntnisse im Hinblick auf eine  sp&#228;tere Berufsausbildung ausgebaut werden. Ab der 5. Klasse f&#252;r Hauptsch&#252;ler eben etwas mehr Wert auf Werkunterricht, Englisch f&#252;r Techniker, Physik f&#252;r Anwender, etc. legen, an der Realschule EDV-Kenntnisse vertiefen, Wirtschaftsenglisch, etc. und f&#252;r Gymnasiasten verschiedene Fremdsprachenangebote, Textanalyse,  eigenst&#228;ndiges Erarbeiten und Pr&#228;sentieren von Problemen, etc.</p>
<p>So sollte es jedenfalls sein.</p>
<p>Praktische Gegenerw&#228;gungen:<br />
In Deutschland w&#228;re ein Systemwechsel wohl kaum umsetzbar. Die Grundschulen sind r&#228;umlich begrenzt und von der Einrichtung (sanit&#228;re Anlagen, Tische, St&#252;hle, Treppengel&#228;nder, etc.)   f&#252;r Kinder bis etwa 10 Jahre ausgelegt. An diesen Schulen ist also allein schon eine Verl&#228;ngerung der Grundschulzeit von 4 auf 6 Schuljahre nicht zu verwirklicehn. Gleichzeitig sind die weiterf&#252;hrenden Schulen nur mit einem riesigen Mehraufwand an die Bed&#252;rfnisse der Kleinen umzugestalten. Mal abgesehen davon, dass 5j&#228;hrige und 15j&#228;hrige vielleicht besser nicht den selben Schulhof teilen sollten. Kann auch Vorteile haben, spontan sehe ich aber mehr Nachteile.<br />
Praktisch undurchf&#252;hrbar oder jedenfalls nur mit einem kaum zu rechtfertigenden Mehraufwand.</p>
<p>Nein zur Einheinheitsschule, ja zum differenzierten Schulsystem.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Paul</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6116</link>
		<dc:creator>Paul</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 15:42:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/#comment-6116</guid>
		<description>Ich sehe da auch kein gro&#223;es Problem mit der Einheitsschule. Alle bis zur 10. Klasse gemeinsan und wer will und kann dann das Abitur. Der Sinn hinter der Dreigliederung (eigentlich f&#252;nf mit Grund- und Gesamtschule) der Schule hat sich mir nie erschlossen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe da auch kein gro&#223;es Problem mit der Einheitsschule. Alle bis zur 10. Klasse gemeinsan und wer will und kann dann das Abitur. Der Sinn hinter der Dreigliederung (eigentlich f&#252;nf mit Grund- und Gesamtschule) der Schule hat sich mir nie erschlossen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: node-0 &#187; Blog Archiv &#187; Einheitsschule</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/10/30/eine-schule-fuer-alle/comment-page-1/#comment-6115</link>
		<dc:creator>node-0 &#187; Blog Archiv &#187; Einheitsschule</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 15:36:08 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Boche bei den Bissigen Liberalen &#228;u&#223;ert sich in einem Beitrag &#252;ber das gegliederte Schulsystem mit Gymnasium, Real- und Hauptschule: [...]</description>
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