Soziale Kälte

… wird plötzlich warm, wenn das Portemonnaie das eigene ist.

Der Rückgang der zahlenden Mitglieder stellt die SPD angeblich vor erhebliche finanzielle Probleme. In der SPD-Zentrale verhandeln Geschäftsführung und Betriebsrat laut “SZ” bereits über ein Sparpaket. Im Gespräch seien unter anderem Kürzungen des Weihnachts- und Urlaubsgeldes für die gut 180 Mitarbeiter. Außerdem sollen Stellen abgebaut werden. Die Geschäftsführung will bereits 2007 zwei Millionen Euro einsparen, wie das Blatt weiter berichtet.

Danke an erzliberal.de für den Hinweis.

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10 Kommentare zu “Soziale Kälte”

  1. 17.10.2006 | 0:56

    Die dürfen das, weil sie für das Gute kämpfen. Es ist ja, glaube ich, auch kaum ein Los so hart wie das eines Gewerkschaftsgewerkschafters. Das muß auch so sein, damit die Gerechtigkeit siegen kann.

  2. 17.10.2006 | 7:32

    Rayson,

    um Deinem Eintrag einen gewissen Sinn zu verleihen (außer Häme und Besserwisserei zu demonstrieren), müsstest Du ihn noch um ein Zitat ergänzen, aus dem hevorgeht, dass die Gewinne des Unternehmens SPD im letzten Quartal explodiert sind und sich die Entscheider in diesem Unternehmen zeitgleich mit der von Dir zitierten Meldung eine 30%-ige Erhöhung der Bezüge genehmigt haben.

    Ich warte.

  3. 17.10.2006 | 9:21

    Eine Partei oder eine Gewerkschaft kann man IMHO nicht mit Unternehmen oder Konzernen gleichsetzen. Solche Organisationen müssen sich doch an den Grundsätzen und Forderungen messen lassen, die sie in der Öffentlichkeit vertreten. Und ob die Bezüge der “Entscheider” in einer großen Partei wirklich von der Parteikasse abhängig sind, wäre auch noch zu hinterfragen.

  4. 17.10.2006 | 9:32

    @Marian Wirth:

    Rayson zeigt nur wie absurd diese Debatte um “soziale Kälte” ist. Er zeigt, dass wir alle mit finanziellen Knappheiten irgendwie umgehen müssen und das die Gerechtigkeit der einen Seite meistens eine hahnebüchende Ungerechtigkeit für die andere Seite ist. Die SPD macht mit ihrer Politik, in der sie Milliardenbeträge für Projekte ausgibt, deren Protagonisten nicht gerade arm sind, statt dieses Geld für die wirksame Reduzierung sozialer Nöte (wenn das überhaupt funktioniert) auszugeben, genau das, was den Herren Siemens-Managern vorgeworfen wird: Prioritäten zu allererst für den eigenen Vorteil setzen.

    In der Politik und Wirtschaft gilt nunmal die alte Regel: Der knappste Faktor bekommt die dicksten Gewinne. Die Knappheit des Faktors SPD speist sich einzig und allein aus dem Krassen Gegensatz der Gerissenheit von wenigen Politikern und Interessenvertretern und der politischen Dummheit vieler Wähler.

  5. R.A.
    17.10.2006 | 10:18

    Den SPD-Angestellten geht es doch noch prima.
    Die verlieren nur ihr Weihnachtsgeld.

    Die Genossen, die für die Gewerkschaften arbeiten, haben das schon längst gestrichen bekommen und nun verlieren sie gerade ihre Pensionszusagen …

  6. mkb
    17.10.2006 | 12:00

    So ist es doch immer.

    Und klappt, nebenbei bemerkt, auch umgekehrt: bspw. jammern fast alle Firmen zurecht über staatliche Eingriffe in die Wirtschaft, wenn dieser Eingriff aber “Subvention” oder “Möglichkeit zur Steueroptimierung” heißt, hat niemand was dagegen. Auer ein paar Hoches-Ros-Reitern natürlich.

  7. 17.10.2006 | 14:00

    @Marian

    Ich könnte eigentlich bequem auf SteffenHs Kommentar verweisen.

    Aber weil du es bist: Parteien sind natürlich etwas raffiniertere Konstruktionen. Das Geld, das in die Taschen der politischen Unternehmer wandert, nimmt vorher nicht den Weg über die Parteikasse, sondern wird direkt vom Staat an die Begünstigten ausgezahlt. Das sind die eigentlichen “Gewinne”. Wir haben hier also durchaus auch die Situation, dass das Management durch Ämterbesetzung und -häufung üppig verdient.

    Ziehen wir also die Parallelen durch. Ich biete dir einige Standardsprüche an, und du entscheidest, ob sie in die SPD passen oder nicht:

    “Es kann nicht angehen, dass die Arbeitnehmer die Unfähigkeit des Managements ausbaden” – “Gehaltsverzicht ist Lohndrückerei und bringt nichts” – “Unternehmen müssen ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden: Art. 14 Abs. 2 GG!” – “Den Wettlauf nach unten können wir nicht gewinnen”

  8. 17.10.2006 | 15:27

    @Rayson: Das gilt natürlich auch für die Parteien.

    “Es kann nicht angehen, dass die Arbeitnehmer die Unfähigkeit des Managements ausbaden”
    Richtig, da haben die Vorsitzenden – meiner Meinung nach besonders Schröder – bei der Mitgliederacquise versagt. Allerdings weiß ich gerade nicht, ob der überhaupt dafür ein kürzbares Gehalt bekommt, wenn er einen Job in der Politk hat.

    “Gehaltsverzicht ist Lohndrückerei und bringt nichts”
    Richtig, es verzögert nur den Untergang; wie ich es selber erfahren und wie man es auch bei Siemens-Ben Q gesehen hat. Ich würde den Angestellten empfehlen sich nach was neuem umzuschauen, bevor die Geschäftsstellen zusammengelegt werden.

  9. FAB.
    17.10.2006 | 15:30

    Weihnachtsgeld? Was ist das? Bekomm ich das auch, wenn ich SPD-Mitglied werde? Ist das verwandt mit dem sagenhaften Fabelwesen namens 13. Monatsgehalt?
    Lächerlich.

  10. Francois
    18.10.2006 | 21:47

    da die SPD zur verbesserung der einnahmen nicht einfach steuererhöhungen in eigener sache beschließen kann, gibt es ein weiteres probates mittel: erhöhung der mitgliedsbeiträge.

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