Die Welt – mal links-herum erklärt

Wenn ich mein Geld nicht dort investiere, wo es einer linken Partei beliebt, verhalte ich mich undemokratisch, ja verübe einen Anschlag auf diese politische Ordnung.
Aha. Immer wieder schön, von den Erben der Mauermörder über Demokratie belehrt zu werden.

Lustig dann aber wenigstens dies:

Wenn die Konzerne jetzt auch noch mit Investitionsstopp drohen, müsse der Staat selbst für die Stromversorgung sorgen.

Da dürften sich sicher Experten in des Herrn Schu Partei finden, die erklären, wie das prima klappt mit der staatlichen Versorgung.

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4 Kommentare zu “Die Welt – mal links-herum erklärt”

  1. 16.10.2006 | 16:30

    Wobei ich das Oligopol bei den Energiekonzernen auch nicht für das Gelbe vom Ei halte. Es heißt ja nicht umsonst “Versorgungsbetriebe”. Frag’ mal die Herren Müller und Tacke. ;-)

    Tief in meinem Herzen bin ich schon der Meinung, dass der Staat solche Infrastrukturnetze betreiben sollte. Nur sind die Mitarbeiter dann alle wieder Beamte und öffentlich Bedienste mit den daraus resultierenden Konsequenzen.

  2. 16.10.2006 | 17:04

    Warum die Probleme, die aus Mangel an Wettbewerb entstehen, durch die Abschaffung desselben gelöst werden sollen, bleibt wohl ein Geheimnis deines tiefen Herzensgrundes. ;-)

    Übrigens will ich gar nicht bestreiten, dass natürliche Monopole ggf. staatlicher Einflussnahme bedürfen. Als erstes fiele mir hier aber die Trennung von Netz und Stromerzeugung ein. Und nicht staatlicher Betrieb.

  3. c.h.
    16.10.2006 | 17:12

    Am besten hat mir dieser Satz gefallen:

    “Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die hohen Energiepreise einer gezielten Investitionszurückhaltung von Vattenfall und Co. geschuldet sind, um die Profite in die Höhe zu treiben.”

    Das heißt im Klartext: Investitionen lohnen sich nach Einschätzung der Unternehmen nicht. Kein Wunder, ist doch im gesunden Volksempfinden jedes Kraftwerk ein Anschlag auf unser Weltklima.

    In diesem Sinne ist ja der hohe Energiepreis auch staatlich gewollt. Was ist denn dann so verwerflich, wenn die Konzerne da etwas mithelfen?

  4. R.A.
    16.10.2006 | 17:42

    @Boche:
    > Warum die Probleme,
    > die aus Mangel an
    > Wettbewerb
    > entstehen,
    > durch die
    > Abschaffung
    > desselben gelöst
    > werden sollen …
    So meinte Marc das m. E. nicht.

    Der Mangel an Wettbewerb liegt wohl in der Natur der Sache, die hausnahe Versorgungs-Infrastruktur ist eben ein natürliches Monopol.

    Und wo es keinen Wettbewerb geben kann, sollte man auch keine Farce inszenieren, sondern dann lieber ehrlich staatlich agieren.

    Die Versorgung dagegen kann im vollen Wettbewerb geschehen, da müßten wie bei der Bahn Netz und Betrieb getrennt werden.

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