10. August 2006
Shaker
“Shaker Song” ist nicht nur ein Titel von Spyro Gyra, der auf der Live-CD “Road Scholars” in ungewohnter Weise nur von der Rhythmus-Gruppe (Bass: Scott Ambush, Drums: Joel Rosenblatt) plus einem wie immer gut aufgelegten Tom Schuman an den Keyboards interpretiert wird, sondern “Shaker” ist auch ein Titel, den man dem aktuellen Nahost-Krieg verleihen kann.
Es brechen Fronten auf, und woanders werden neue geschaffen. Wer ist Freund, wer ist Feind. Alles bleibt unklar. Klar ist nur, dass dieser Krieg ein Medienkrieg ist, mit der dieses Mal für die Profis unerträglich gewordenen Blogger-Konkurrenz. Die alten Gesetze – gelten sie noch?
Ich weiß nicht. Ab und an schaue ich mal in die Kommentarsektionen der Welt links von mir, und plötzlich treffe ich auf ungewohnt differenzierende Argumentationen von Leuten, die mir bislang nur mit platten Sprüchen begegnet sind. Gut, manche bestätigen das Bild, das ich mir von ihnen gemacht habe, aber die sind eine Ausnahme, die man an den Fingern einer halben Hand abzählen kann.
Manche habe ich schon lobend erwähnt. An dieser Stelle kommt noch das Maultier (ja, ihr Fanatiker da draußen, wir verlinken im Text rücksichtslos – sch… auf diese “REMOVE”-Krücken: Wo Verbindungen sind, sollen sie offengelegt werden) dazu, dessen Kommentare sich hier bislang eher an der Grenze zum Gelöschtwerden bewegten. Aber was er in diversen Blogs links-intern zum Nahost-Krieg sagt, das hat IMHO meistens Hand und Fuß. Oder Huf und Huf?
Auf der anderen Seite kotzen mich manche Typen an, die bei S&W kommentieren und den Nahost-Krieg wohl mit der Fußball-Bundesliga verwechseln, wo der echte Fan seinem Verein auf Gedeih und Verderb die Treue hält und alles andere beschimpft.
Selbstdenker sind wohl auf beiden Seiten des imaginären Atlantiks nicht unbedingt die Regel.
Verfasst von Rayson um 20:40 Uhr in der Kategorie Blogosphäre, International, Politik (Trackback)
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