9. August 2006
Grüne fordern Aufkündigung der Partnerschaft mit Israel
Zumindest ist das die Konsequenz der Äußerung des Herrn Nachtwei. Der “Sicherheitsexperte” der Öko-Partei fordert nämlich, “derzeit” keine Waffen an Israel zu liefern.
Als Begründung führt er die deutsche Richtlinie zum Export von Kriegswaffen in Krisengebiete an.
Das bedeutet: Wenn ein Verbündeter angegriffen wird, wenn dadurch ein Krisengebiet entsteht und wenn sich der Verbündete gegen den Angriff verteidigt – dann muss ihm nach Nachtwei’scher Logik das Bündnis aufgekündigt werden. Zumindest so lange, bis sich die Lage beruhigt hat, der Bündnispartner überlebt hat – und Partnerschaft nicht mehr viel bedeutet.
Mal ganz abgesehen davon, dass laut Bundesregierung aktuell gar keine Entscheidungen über Waffenlieferungen anstehen und sich die Nachtwei’sche Forderung damit als schlichtes Surfen auf der antiisraelischen Populismuswelle erweist.
UPDATE:
Wie man die Partnerschaft sachlich und unaufgeregt begründen kann, statt sie wie der oben genannte grüne “Experte” zu populistischen Zwecken aufs Spiel zu setzen, zeigt mal wieder vorbildhaft Ulrich Speck.
Verfasst von Boche um 10:07 Uhr in der Kategorie International, Politik (Trackback)
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