Urlaubslektüren 01.08.2006

Nahost/US-Außenpolitik

Crisis Could Undercut Bush’s Long-Term Goals. By Peter Baker, Washington Post

The Next Steps With Iran. By Henry Kissinger, Washington Post

Beyond Lebanon. By Brent Scowcroft, Washington Post

The Anti- Hezbollah Backlash that Never Came. By Shadi Hamid, Democracy Arsenal.

Hezbollah’s war crimes. Crooked Timber (lesenswerte Diskussion mit weiteren Links)

Israel/Libanon

“Ein Geschenk von Rice”. Von Markus Bickel, Beirut, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Unter Beschuß seit Jahrzehnten. Von Hans-Christian Rößler, Nordisrael, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Drei Napoleone. Von Oliver Eberhardt, Telepolis

Freund oder Feind. Analyse der Berichterstattung in den deutschen Zeitungen von Adrian Pohr, ZEIT online

Kein Urlaub vom Krieg. Von Silke Mertins, die tageszeitung 

“Israel jagt einer Illusion nach”. Interview mit dem Völkerrechtler Christian Tomuschat, Deutschlandfunk

Demokratische Republik Kongo

Der deutsche Feuerlöscher. Portrait des stellvertretender Direktor der politischen Abteilung der Mission der Vereinten Nationen für Kongo (Monuc), Albrecht Conze*. Von Thomas Scheen, Kinshasa, Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Es wird erst in einigen Wochen interessant. Interview mit dem Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, Deutschlandfunk

Unauffällig im Kongo. Die Bundeswehr soll – ohne Präsenz zu zeigen – eine friedliche Wahl im Kongo sichern. Im Ernstfall eingreifen kann sie kaum. Von Hans-Jürgen Leersch, Die Welt.

Indien/Pakistan

The Core Issue: Musharraf. By V. Sudarshan, Outlook India (kostenfreie Registrierung erforderlich; ohne Registrierung bei Yale Global)

Darfur 

Army attack breaks Darfur truce, BBC

China

Two Chinese Villages, Two Views of Rural Poverty. By Maureen Fan, Washington Post.

Welthandel

Managing Globalization: Why trade talks do little for the poorer countries. By Daniel Altman, International Herald Tribune (via Yale Global)

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*) Albrecht Conze war und ist übrigens für den Deutschlandfunk und für Deutschlandradio Kultur als Hauptbefürworter des Kongo-Einsatzes der Bundeswehr ein immer wieder gern gehörter Gast. Ein paar der Interviews mit ihm sind auch noch online.

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9 Kommentare zu “Urlaubslektüren 01.08.2006”

  1. Boche
    1.08.2006 | 11:08

    Ergänzung um einen interessanten Artikel bei The Dignified Rant (dieser Blog war auch ein Tipp von dir, Marian): Chest Beating
    Danach wäre (sofern mir meine mangelhaften Enlischkenntnisse keine völlig falsche Deutung nahegelegt haben) die aktuelle Ankündigung Israels einer Ausweitung der Bodenoffensive ein versteckter Aufruf an die internationale Gemeinschaft, das Problem der unsicheren Nordgrenze endlich robust zu lösen. Und Syriens Drohungen wären nur Theaterdonner.

    Schön, mal so sachliche Einlassungen zu lesen.

  2. 1.08.2006 | 11:24

    Boche,

    ich habe Brians Eintrag gerade erst gelesen. Danke für die Ergänzung.

  3. Fuchur
    1.08.2006 | 11:33

    Ganz besonders gut gefallen hat mir der ZEIT-Artikel von Adrian Pohr.
    Mein Eindruck ist nämlich auch, dass der so oft pauschal vorgebrachte Vorwurf, die deutsche Berichterstattung zum Israel/Libanon-Krieg sei einseitig anti-israelisch, nicht den Tatsachen entspricht.

  4. 1.08.2006 | 11:38

    Fuchur,

    jedenfalls ganz sicher nicht in dem Ausmaß, wie es bei S&W behauptet wird. Die FAZ-Artikel sind doch auch ein gutes Beispiel: einer aus dem Libanon – einer aus Israel. Oder der Deutschlandfunk heute morgen: ein Interview mit dem syrischen Botschafter – eins mit Johannes Gerster. Das eine war zwar so sinnlos wie das andere – aber einseitig ist für mich was anderes.

    Und ob man aus der mitunter deutlichen Kritik von FAZ/FAS an der israelischen Regierung nun wirklich auf “Israel-Feindschaft” schließen sollte, ist auch fraglich.

  5. Boche
    1.08.2006 | 11:40

    Gerade den Artikel von Adrian Pohr fand ich eher schwach.
    Die meiner Einschätzung nach besonders lautstark und besonders einseitig antiisraelisch auftretende SZ in die argumentatorische Mitte zu rücken, setzt eine Sichtweise voraus, die mir selbst schon etwas zu subjektiv ver-rückt erscheint, als dass dem Anspruch einer einigermaßen objektiven Presseschau hätte Genüge getan werden können.

  6. 1.08.2006 | 11:46

    Boche,

    die Einordnung der SZ fand ich auch ein bisschen seltsam. Andererseits hat er die ZEIT und den Tagesspiegel ignoriert.

    Für mich ist und bleibt die Fernsehberichterstattung das Problem, vor allem die im ZDF. Aber ich kann ja auch nichts dafür, dass nicht alle meinem Beispiel folgen und ihren Fernseher abschaffen.

  7. 1.08.2006 | 11:56

    Im übrigen ist der Artikel von Dershowitz (“Für die Toten ist nur die Hisbollah verantwortlich”) ja auch in der SZ erschienen. Die SZ scheint mir da eher den amerikanischen Ansatz zu verfolgen: Lieber eine Pro- und eine Kontra-Meinung, als zwei Einerseits/Andererseits-Wischiwaschi-Artikel. Dass bei der SZ das Kontra (Israel und USA) deutlich überwiegt, gebe ich zu. Die SZ rangiert bei mir aber ohnedies unter ferner liefen, schon wegen ihres miseablen Internetangebots.

  8. Boche
    1.08.2006 | 12:38

    Stimmt. Gegenüber dem Fernsehen ist die Zeitungslandschaft erquickend meinungsvielfältig.

  9. 9.08.2006 | 20:46

    [...] Wie auch immer, hier sind die fünf guten Stücke: Urlaubslektüren 30-7-2006 Urlaubslektüren 1-8-2006 [...]

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